Schreibabys im Blog
Marlies/Hebamme
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http://www.hebamme4u.net/blog/artikel/a ... utsch.html
Ist das wirklich typisch deutsch??
Und so ganz nebenbei würde ich Euch wirklich gerne ermuntern, dort Kommentare zu schreiben. Es tut nicht weh......
Ist das wirklich typisch deutsch??
Und so ganz nebenbei würde ich Euch wirklich gerne ermuntern, dort Kommentare zu schreiben. Es tut nicht weh......
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Kommentare
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ich seh nichts *grübel*
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wie ist das gemeint? Also ich meine, was ist jetzt mit Müll gemeint? Dinge, die nicht zum Thema passen oder Dinge die nicht zum Forum passen? Sorry, ist nur Interessehalber
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Ich bekomme eine Mailbenachrichtigung dazu. Die Frage ist nur wann.....
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Ansonsten kann ich nur wieder mein Sprüchlein aufsagen: ich halte es für einen völligen Quatsch, den Verlauf der Schwangerschaft oder mögliche Bindungsstörungen der Mutter als Ursache für Schreikinder aufzuführen. Ich zumindest erkenne mich da nicht wieder und mein Kleiner hat weiss Gott die ersten Monate geschrien, dass einem die Ohren geklingelt haben.
Da fällt mir ein: vielleicht ist es auch das viele Herumgedoktere an den Schreibabys, was die Situation erst verschärft und Babys mit Anpassungsschwierigkeiten teilweise erst zu Schreibabys macht. Diese Abklärerei, WARUM es viel schreit! DAS ist vielleicht auch typisch westlich ;-)
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Warum kann man nicht akzeptieren, dass es Kinder gibt, die einfach Schwierigkeiten haben sich in die Welt einzufinden? Wenn wir das alle als normal einstufen könnten und statt zu analysieren einfach mehr Unterstützung bieten könnten, wäre den Müttern vielleicht am besten geholfen und den vielleicht Babys auch. Statt Schreiambulanzen wären vielleicht irgendwelche Diakonischen Leistungen inform von Haushaltsunterstützung etc. sinnvoller. Alleins schon die Gewissheit "mein kind ist nicht krank, es ist völlig gesund und normal und hat einfach besondere Bedürfnisse" würden die Mütter schon beruhigen. Aber ständig bekommt man direkt oder indirekt vermittelt "mit deinem Kind stimmt was nicht"
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Der Artikel ist finde ich deutlich zu undifferenziert, da kommen Experten zu Wort, die eigentlich ganz unterschiedliche Standpunkte vertreten, die aber alle in einem Topf landen.
Ich denke mal, wenn die Arbeite der Schrei-Ambulanzen so laufen würde, dass zunächst mal sichergestellt wird, dass alle Babybedürfnisse gestillt werden (also stillen nach wirklichem Bedarf, nicht nur bis der schlimmste Hunger vorbei ist, schlafen im Familienbett, tagsüber im TT etc.) und die Eltern aufgeklärt würden, dass diese Bedürfnisse wirklich ganz normal sind und man sie ohne Gefahr befriedigen darf, gäbe nur noch verschwindend wenige Schreibabys... und es gibt solche Schrei-Ambulanzen und die leisten gute Arbeit, leider noch viel zu wenige....
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Na, weil es eben schrecklich ist! Ein Wort kann sicher nicht beschreiben, wie quälend eine solche Situation ist, ein Baby zu haben, das fürchterlich leidet und ihm - warum auch immer - nicht helfen zu können. Da muss man dann auch nichts 'schönreden', für solche Eltern gibt es dann eben nur noch Geschrei...
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Ich stimme der Studie insofern zu, dass Schreibabys ein ein weswtliches Phaenomen sind.
In Aegypten gibt es das nicht. Ich denke daher, dass eine Mutter nach der Geburt sehr starke Familien unterstuetzung hat, kann sie sich dem Kind voll annehmen. Das Kind steht total im Zentrum die ersten 2 Lebensjahre. Sobald es weint wird es auf den Arm genommen, rumgetragen, ect. Das kann die Mutter auch 24 Stunden, da ja ihre Mutter oder ihre Schwester fuer sie kochen, ect. So hat sie auch gar nciht diese Stresssituation, die ja auch fuer viele Muetter im Westen dann entsteht, dass sie sich um nichts mehr kuemmern koennen oder den Vorwurf ihr Kind zu verwoehnen. Daher hat die Mutter eine gelassenere Art. Auch das Schreien wird als natuerlich angesehen und um Nachbaren, ect. werden keine Gedanken verschwendet.
In Asien das selbe. Dort werden die Kinder einfach den ganzen Tag mit sich rumgetragen und stehen die ersten 2 Jahre auch im Zentrum. Es schlaeft sowieso die ganze Familie in einem Raum. In Indonesien, da war ich die letzten 5 Wochen, da haben sie einen Sling. Aber ganz rudimentaer aus ihren traditionellen Batiktuechern. da werden die Kinder von Babyalter bis 3 sogar evt. 4 Jahre darin getragen. Auch lebt dort die Familie auf kleinem Raum, also die ganze Sippe in einem Haus. Daher ist natuerlich auch wieder die Unterstuetzung groesser. Die ersten Monate verlaesst das Kind das Haus nicht. Es bleibt so zu sagen in der Schutzzone. Auch das stillen... es gibt Orte da gibt es keine Babymilch, dafuer Ammen. Aber das schweift jetzt vom Thema ab.
Ich moechte damit einfahc aufzeigen, dass wir wirklich im Westen uns vielen kuenstlich erzeugten Normen zu stellen haben. Wie den Haushalt noch ohne Hilfe bewaeltigen, verwoehne dein Kind nicht, was sagen die Nachbarn, warum schreit es soviel?
Dadurch denke ich wird bei der Mutter auch innerlich ein Stressfaktor aufgebaut, dass sich dann mit dem Geschrei des Babys wie in einer Spirale immer enger dreht. Vilee sagen ja, als sie die Situation angenommen haben, sich keinen Stress mehr versuchten zu machen, keine Erklaerung mehr suchten, da wurde es besser.
Liebe Gruesse Umm Nusaybah
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Ich denke vielmehr, dass tatsächlich die Grossfamilie den entscheidenden Unterschied macht - wenn man jetzt von diesem Westen - Nicht-Westen Bild ausgeht. Das Baby bekommt ja in der Grossfamilie einen normalen Alltag, Regelmässigkeiten, Geräusche, andere Kinder etc. mit, während es hier quasi im luftleeren Raum mit der Mutter ist, wo ein Alltag gar nicht stattfinden KANN! Und dieser kann ja auch nicht wieder aufgenommen werden, weil das Kind eben ständig schreit. So gibt das eine Spirale, wo sich alles nur um das Kind im negativen Sinne ("er schreit schon wieder", "wie schaffe ich es, dass er aufhört") dreht und noch weniger Raum für Normalität ist. Ich finde, Marlies hat das auf der Homepage schön beschrieben: dieser Aktionismus, um das Kind zufrieden zu bekommen, der dazu führt, dass weder Mutter noch Kind zur Ruhe kommen können!
Ändern kann man das wahrscheinlich nicht. Man kann ja das Rad nicht einfach zurückdrehen und Grossfamilien wieder entstehen lassen. Ich würde deshalb dafür plädieren, dieses Phänomen gar nicht zu problematisieren, sondern es einfach hinzunehmen. Vielleicht ist es sogar besser, das Baby aus dem Zentrum zu nehmen, sprich: nicht Sachen NICHT machen, weil das Baby immer schreit. Nicht Besuche ablehnen, weil das Baby vermeintlich nicht vorzeigbar ist etc. Naja, aber das ist schon fast ein anderes Thema ;-)
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die frage ist natürlich auch, was man als normal ansieht: ist das baby, das friedlich im bettchen liegt und schläft die norm, oder ist es ganz normal, dass ein baby eben weint und im alltag immer dabei ist?
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Meiner Ansicht nach, hängt es einfach auch sehr viel mit dem ureigenen Charakter des Kindes zusammen...Matilda ist ein emotionel sehr sensibles Kind, sie spürt Dinge und bekommt Schwingungen mit, die man bei einem kleinen Kind nicht erwartet. Diese Kinder brauchen in der Tat ein stabiles sicheres und emotional gutes Umfeld - optimal, wenn sich das auf mehrere Schultern verteilen lässt. Ich hatte leider auch nicht viel Hilfe und manche Menschen hat Matilda schon als Säugling abgelehnt, in dem sie sich auf deren Arm "weggeschrien" hat (meine SCHWIEMU z.B. ;-) ) Doch Matilda entscheidet noch heute sehr stark, wer ihr näher kommen darf und wer nicht. Sie ist in der KITA eines der "stärksten" Kinder, mit der besten Sozialkompetenz - nur zu Hause haben wir immer noch Schreiphasen, die sie mit mir austrägt, um dden enstandenen Druck ab zu lassen. ich bin nach wie vor eine Art Regulator für sie und unsere Verbindung ist so stark, dass ich immer noch manchmal meine: Ich schaff das nicht! Ich denke, anspruchsvolle Kinder - Schreikinder- bedürfen die Hilfe ihrer Eltern und engen Bezugspersonen und DIESE sollten von ihrem Umfeld unterstützt werden.
Bei Mina hatte ich unendlich viel ANGST, dass es wieder so wird und habe nicht nur einmal gezittert und geheult, wenn sie geweint hat, aber sie ist einfach anders.
Ich hoffe das ganze war jetzt nicht zu verwirrend.... Ich halte den Körperkontakt und das Eingehen auf das Schreien in jedem Fall für wichtig - nur das Aushalten ist schwierig....