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Kommentare
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Ich hab jetzt Vincent im Tuch auf dem Rücken und Mika ist draußen im Garten. Ich brauche jetzt 10min für mich. Ich will nicht, dass er mich so heulen sieht.
Mein Mann regt mich total auf. Er schreite mich an: "so weit sind wir jetzt gekommen mit deiner "Verständniserziehung" der Junge braucht mal etwas mehr REspekt" :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:
Das war nicht mein Mann ich weiß nicht wer da gesprochen hat, aber das mich noch mehr geschockt als alles was heute passiert ist. Ich stehe sowas von alleine da und kann nicht mehr
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Meinen Mann habe ich so auch schon erlebt :sad: - das war der dann auch nicht "In Echt", am nächsten Tag konnten wir dann auch in Ruhe drüber sprechen. Er hat zu mir damals gesagt, das er so reagiert hat, weil er auch völlig am Ende war (war damals bei Frederiks Schreizeit), nicht mehr konnte und bis dahin alles Gejammer von mir immer abgefangen hat. Irgndwann war er eben auch dicht :sad: .
Ich könnte mir vorstellen, das Alex sich auch Luft machen musste, und es nicht gegen Dich gerichtet war, sondern leider sonst niemand zur Verfügung steht dafür :sad: .
Ihr seid beide gestress, genervt, und enttäuscht....
:troest: :troest:
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was hilft mir das für den Moment? Mikas Probleme sind tiefergehend. Das braucht Zeit. Was soll mir einer da direkt sagen? Reagieren Sie so oder so.. ich hab ihm ne heiße 5 gegeben (mir auch .. mehrere). Nachdem ich mir Luft verschafft habe haben wir lange geschmust und er tat mir wieder so entsetzlich Leid. Ihn quält die Situation, aber ich weiß langsam nicht, wie ich mich noch mehr auf ihn lassen soll. Im Haushalt sieht es aus, ich habe seit Tagen nicht gewaschen, ich mache wirklich gerade das Nötigste um NOCH mehr zeit für ihn zu haben, aber wahrscheinlich bin ich auf der falschen Spur....
wir bekommen ja jetzt einen Termin. Spätestens Freitag erfahre ich wann es losgeht und man versicherte mir, dass man sich unseres Problems schnellstmöglich annehmen will. So lange warte ich jetzt noch, denn Schnellschüsse bringen uns auch nicht weiter. Wir haben jetzt so lange gewartet, da machen ein paar Tage mehr nichts aus. Vincent bleibt mehr im Tuch und wir versuchen jetzt (trotz Schmuddelwetter) die meiste Zeit draußen zu verbringen. Ich koche nur (noch) einfache(re) Gerichte oder lass Schwiemu kochen und versuche so die Zeit möglichst gut rumzubringen. Vielleicht wird es auch etwas entspannter, wenn Donnerstag der Alltag wieder einkehrt. Vielleicht fehlte ihm die letzten Tage Struktur (denn es war jetzt die letzten 14 Tage besonders schlimm). Vielleicht..
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Verzeih ihm.
Kannst Du vielleicht ein paar Tage mit den Kindern wegfahren? Unter Leute? Vielleicht zu Deinen Eltern? Bei Johan wirken solche Ausnahmesituationen immer ganz gut.
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Wegfahren? Hilfe... dann müsste ich morgens zwischen vier und fünf aufstehen. Hier kann ich Vincent wenigstens zu den Schwiegis runterbringen.. :oops:
Ich bin so eine Versagerin. Ich dachte wirklich, ich hätte einen guten weg zur Erziehung gefunden, aber das scheint ja wohl ein Irrtum gewesen zu sein. Ich fühle mich so mieß, wegen mir muss Mika so leiden und ich kann nichts tun.....
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er läuft manchmal durch die Wohnung, nimmt irgendetwas und machts einfach kaputt. Dann ruft er: "ooooh Mika, schau mal, jetzt ist das kaputt" oder er bekommt so Wutanfälle und zerrupft die Blumen. Hinterher kommt er und sagt: "nein Mika, das tut den blumen doch weh"
Beim Essen, nur noch Blödsinn. Es verging seit Monaten kein Tag, wo er mal sein Essen einfach ohne quatsch zu machen gegessen hat. Er singt dabei, schreit rum, steht ständig auf, läuft rum und solche Sachen. Man kann nicht mehr gemeinsam in Ruhe frühstücken.
Das "ich mache das worauf ich Lust habe" ist sowas von ausgeprägt bei ihm, weil er absolut null kompromissbereit scheint. Wenn er etwas nicht will, dann will er das nicht und dazu scheint ihm jedes Mittel Recht. Ich könnte jetzt hunderte Beispiele nennen, aber es ist immer das gleiche Prinzig. Man möchte etwas von MIka, er möchte es nicht, man sagt: "ich möchte aber dass du das tust" und alles steigert sich bis hoch zur Gewalt (seinerseits) wir wenden wirklich NIE Gewalt an. Gut, zugegeben, in letzter Zeit schreie ich oft, aber ich entschuldige mich jedesmal bei ihm. Und ganz ehrlich: mich wundert es, dass ich "nur" schreie, denn in mir drin brodeln manchmal ganz andere Gelüste (vor allem wenn er Vincent wieder zugerichtet hat)
Ich weiß nicht, ich frage mich schon seit Tagen, was wir falsch gemacht haben könnten? Aber ich komme da einfach nicht weiter. Wir sind liebevoll, verständnisvoll, verzichten auf Strafen (allerhöchstens mal eine Auszeit im Bett, aber das sind mal 1-2 min, damit wir selbst auch wieder "runterkommen" können), wir unternehmen viel mit den Kindern, bei uns läuft so gut wie nie der TV und wenn auch erst wenn er schläft. Wir versuchen auf unsere Formulierungen zu achten: Nicht "Spiele nicht mit dem Essen" sondern: "bitte iss anständig" oder nicht: "Wenn du dies und das nicht tust dann darfst du das nicht" sondern allerhöchstens nach dem "dann hab ich mehr Zeit für... Prinzip".
Wir zwingen ihn zu nichts, was er nicht unbedingt muss, also er muss nichts essen, was er nicht will, er kann sich größtenteils seine Kleidung selbst aussuchen. Überhaupt sprechen wir ihm wirklich SEHR viele kompetenzen zu. wir ermutigen ihn zu viel, geben ihm bestärkung in dem was er tut, gehn auf ihn ein, haben einen relativ strukturierten Tag (gut, die Wochenenden laufen immer etwas anders ab, aber dafür sind es Wochenenden, da haben wir ja noch mehr Zeit)
Also, was ist es? Was? Was haben wir so schreckliches getan, dass er so ist? Es kann doch nicht nur an vincent liegen? Ich meine, der ist jetzt fast ein Jahr bei uns. Und seltsamerweise klappt das in ALLEN ANDEREN FAMILIEN auch (mehr oder weniger), aber so derart schlimme Fälle sind mir noch nicht zu Ohren gekommen. Sind wir solche Versager? Sind wir zu schwach? Was?
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Jetzt mach doch bitte sowas nicht! :shock: :shock:
Wer weiss was der Grund für diese Geschichte ist? Bisher keiner! Warte doch jetzt erst mal ab, was bei den Gesprächen herauskommt und hör mit diesen Selbstvorwürfen auf.
Irgendjemand wird herausfinden, was Deinem Sohn fehlt. Und dann kannst Du sehen, ob und wie Ihr ihm das geben könnt.
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Bei Vincent war es anders: ICH wollte ihn bei mir haben. Ich weiß nicht ob er vielleicht auch anders hätte schlafen können, will es auch nicht wissen, aber ich hatte das Verlangen ihn ständig nah bei mir zu haben. vielleicht als Ausgleich zu Mikas nähe"verlust". Nicht dass ich Vincent lieber hätte, aber ich geb ganz ehrlich zu, dass ich die Zeit mit Vincent anfangs besser genießen konnte. ich war routinierter, sicherer, fühlte mich sicher in dem was ich tue. Irgendwie denke ich, dass ich Vincent so ungewollt einen "Vorteil" verschafft habe.
Und Mika ist der Verlierer dabei. Und all meine Bemühungen ihn näher an mich zu holen scheitern..
7,124
Vielleicht versteht er dieses "Gezerre" (Entschuldige, mir ist kein besseres Wort eingefallen) das Du jetzt machst, einfach nicht? Und bringt es mit Vincent in Verbindung, weil es erst so ist, seit er da ist?
Wenn doch vorher alles in Ordnung war, und er damit auch zufrieden war, dann willst Du doch daran jetzt nur daran etwas ändern, weil DU die andere Erfahrung mit Vincent gemacht hat. Aber Vincent ist nicht Mika.
Bei uns könnte mein Verhältnis zu beiden Kindern im ersten Lebensjahr auch nicht unterschiedlicher sein, und ich kann Deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen, solche kommen mir auch ab und zu.
Es sind eben zwei ganz unterschiedliche Kinder. Und das sind sie sicher nicht nur, weil ich unterschiedlich mit ihnen umgehe.
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Ich hab mal in einem Buch über das Thema schwere Geburt gelesen, dass manche ältere Kinder so etwas tatsächlich zu spüren scheinen und dass man sich dafür entschuldigen soll. Ich glaube nicht so recht daran, dass das irgendetwas direkt beim Kind bewirkt. Aber ich hab festgestellt, dass es mir selbst geholfen hat, mir manche Dinge zu verzeihen. Vielleicht machst Du das auch mal in einer ruhigen Minute.
Das empfehle ich nicht, weil ich mir sicher wäre, dass das der Grund für Eure Probleme ist, aber ich habe den Eindruck, dass Du da wirklich ein Thema hast, bei dem Du nicht mit Dir im Reinen bist.
Und ich finde auch, dass Mütter wütend sein dürfen. Natürlich sollte es nicht diese unkontrollierte Schreilust sein, die manchmal in blöden Momenten in einem aufkommt, aber seine spontane Wut deutlich zu machen finde ich ganz wichtig. Das ist es doch, seine persönlichen Grenzen zu setzen, oder nicht?
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das glaube ich eigentlich nicht, denn er verlangt ja ganz offensichtlich nach meiner Aufmerksamkeit. Aber in welcher Weise? ich spiele viel mit ihm, er kann jederzeit mit mir schmusen (was er seit jeher ablehnt), er HAT doch Aufmerksamkeit, aber vielleicht kann ich ihm nicht die Art Aufmerksamkeit geben die er will? Ich weiß nicht welche Art Aufmerksamkeit er will.
vielleicht will er auch einfach, dass ich wieder so unbekümmert bin wie "vor Vincent", wo ich nur ein Kind zu versorgen hatte. Aber das kann ich ihm auch nicht geben.
Mein "Gezerre" ist eigentlich kein Gezerre sonder immer wieder nur ein Angebot: "möchtest du schmusen?" "möchtest du dass wir zusammen mittagsschlaf machen?" "möchtest du auf meinen Arm", sowas. Ich dränge mich ihm nicht auf.
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Aber ich sollte auch die hobbypsychologisiererei lassen...
Ich hoffe für Euch, dass Ihr schnell Hilfe bekommt.
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Du hast darin beschrieben, wie Mika durch die Wohnung geht und irgendetwas kaputt macht oder die Blumen zerrupft usw. und anscheinend sagt er selbst dabei, was Du dazu sagst (das hab ich mir jetzt so erschlossen, ich vermute, dass es Sätze von Dir sind). Das war z.B. "Nein, Mika, das tut der Blume doch weh" oder "Och, Mika, schau mal, jetzt ist es kaputt."
Und gerade im Zusammenhang damit, dass Du findest, dass Du Dich zusammenreißen musst, finde ich, dass das das keine authentischen Reaktionen sind. Dein Problem, dass Du mit zerrupften Blumen hast, ist doch gar nicht, dass es der Blume weh tut (oder glaubst Du das?), sondern dass Du Dich über diese Blume gefreut hast und sie nun kaputt ist und ER ist verdammt noch mal schuld! Und genauso ist es doch mit jedem anderen Gegenstand, den er zerstört, auch! Diese Sachen bedeuten Dir etwas, manche mehr, manche weniger, und er darf ruhig wissen, dass es Dich traurig macht, dass sie kaputt sind und auch, dass es Dich verletzt, dass er Dir ihren Verlust zumutet und dass es Dich wütend macht, dass er sie zerstört.
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Und der Satz das es bei anderen Familien doch auch irgendwie gut klappt kommt mir auch oft über die Lippen. Nur bei uns muss wieder alles anders sein...
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Okay, bin vielleicht gerade nicht wirklich hilfreich, aber das denke ich schon die ganze Zeit, während ich hier so still und leise mitlese :oops:
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hmmm, nööö, mit "sich nicht bieten lassen" hat das für mich nicht viel zu tun. Mir gehts nur um echte Gefühle, sonst nichts ;-)
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Entschuldige, dann habe ich das falsch verstanden.
Na ja, wenn einem Kind keine Grenzen gesetzt werden (Ich meine nicht, dass das bei dir, bibilein, zwangsläufig so sein muss. Ich meine es jetzt mal ganz allgemein) ist allein das schon eine tiefliegende Problematik. Die Formulierung mit dem "bieten lassen" ist vielleicht nicht ganz günstig gewählt und klingt ein bisschen nach Stammtisch-Niveau, das weiß ich, aber eine treffendere fällt mir auf die Schnelle nicht ein.
Was ich nur zum Ausdruck brinegn wollte, ist, dass ich mich in Alex und der "Verständniserziehungs-Aussage" von ihm durchaus wiederfinde und ihm da (ohne natürlich genau zu wissen, was er ganz konkret meinte) tendenziell erstmal zustimmen würde.
Aber mir war klar, dass ich damit nicht den "Nerv" vieler treffe, die in diesem Forum unterwegs sind (Auch wieder nicht böse gemeint!!!).
Gehört jetzt ja auch nicht weiter hierher. Wie auch immer es weitergeht, ich wünsche bibilein alles Gute!
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Da kommen wir dann wieder bei der Diskussion an, ob man nun seinem Kind Grenzen sollte oder ob Eltern ihre Grenzen setzen sollten. Deswegen hab ich mich so von Deinem Beitrag abgegrenzt ;-)
Aber ich denke ,das würde hier jetzt zu weit führen.
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Das ist dasselbe, meiner Meinung nach. Aber jetzt höre ich auch auf. Entschuldige bitte, bibilein.
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Es ist ein Teufelskreis, denn das spürt er auch. aber soll ich einfach gar nicht mehr reagieren? Soll ich aufgeben? WOHER hat er diese gewalttätige Art? Wir schlagen ihn nie! Er sieht kein Fern, auf dem Spielplatz wird er auch nicht derart geärgert, das ist höchstens mal ein Schubsen, wenn es um ein Spielzeug geht, aber nicht weltbewegend.
Julla, wenn ich JEDESMAL wenn mich wirklich etwas ärgert, weil er mir (oder jemand anderen) sehr weh tut, oder wie heute morgen: da geht er zu schwiemu nimmt eine Packungs Salzstangen und schmeißt sie auf den Boden. Dann sagt er: "Oh nein, schau mal hab ich umgeschüttet. Jetzt gehst du pause machen"
Oder wenn er etwas kaputt macht, wenn ich ihm da jedes Mal energisch meine Meinung sage.... ich käm zu nichts Anderem mehr. Da wäre min. 1x pro Stunde Theater. Er äfft mich sowieso nur nach. Wenn er merkt dass ich wirklich angep....t bin (sorry für die Wortwahl), dann glaube ich ,dass er versucht es dadurch zu entschärfen in dem er mich nachäfft.
ja, aber wirkliche Erleuchtung habe ich darin nicht finden können. Oder anders: es lässt sich bei uns nicht wirklich anwenden. In der Theorie klingt alles immer soooooooo verdammt einfach
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Na ja, ich ja habe eigentlich nur auf die im Titel genannte Frage geantwortet (und würde sie für mich mit "ja" beantworten). Das ist ja legitim. Ansonsten will ich darüber gar nicht weiter diskutieren.
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Ich wünsch Dir viel Kraft, um die nächsten Tage zu überstehen!
1,522
@bibilein: Ich sehs im Grunde wie Calonga, hab ja noch eine pn geschickt, aber eigendlich kann mans nicht wirklcih gut beurteilen so von "draußen", Ihr lebt ja schon drei Jahre mit Mika, da ist so viel passiert, da muss einfach eine Fachkraft ran, die Euch die passenden Fragen stellen kann....hier kann man eigendlich nur Mut machen und spontane Meinungen äußern.
1,414
Amelie
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Was mir aber auffiel. die letzte woche (als mein Mann wieder zur Arbeit war) war wesentlich entspannter. Wir hatten nur eine bisswunde (Rekord) und das war gestern (als mein Mann gerade aufgestanden ist).
Ich denke, hier muss man unbedingt ansetzen. Allerdings nicht wegen meinem Mann an sich, sondern wegen der zweiten Bezugsperson. Denn er reagiert immer so, wenn sich weitere Personen (schlimmer, wenn ihm diese nahe stehen) im Raum sind. Dann dreht er meistens so auf. Ob er dann überfordert ist, so nach dem Motto: jetzt muss ich um noch mehr Aufmerksamkeit kämpfen? Ich weiß nicht.... aber das werde ich auf jeden Fall mal ansprechen.
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ich kenne das auch von meinem Bruder früher, da war das auch so. Woran liegt das? Genau wie du schreibst: Ist mein Mann oder so dabei, dann schaffen wir irgendwie nichts, obwohl wir zu zweit sind. Allein schon Essenkochen kannst du vergessen. wir müssen uns dann "trennen" :Einer mit Kindern ins Zimmer sperren, der andere arbeitet. Aber ein friedvolles MITeinander - unvorstellbar (zumindest im Haus)
Heute morgen haben Vincent und Mika bestimmt eine dreiviertel Stunde so friedlich miteinander in seinem Zimmer verbracht, dass ich meinen Augen nicht trauen wollte. Ich weiß nicht, aber plötzlich schlug es um, ich wüsste nicht warum. Auf einmal schlug Mikas Gemüt um er verwandelte sich in Sekunden in Mr. Hide und war total "kontra alles". Es gab keinen erkennbaren Auslöser oder so dafür. Von diesem Moment an war er wieder so aufgedreht und laut und hibbelig und man hat richtig gemerkt, dass... ja was? Er hatte dann so viel "überschüssige Energie" oder sowas in sich drin. Dann hab ich die beiden gepackt und hab meine Einkäufe zu Fuß erledigt (zumindest was halt mal so erreichbar war). Jetzt ist er wieder total friedlich....
Ich weiß nicht...
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Und dieses von ganz lieb zu plötzlich total überdreht und "sauer" kommt hier auch oft total unbegründet. Da sielt er noch total lieb und springt plötzlich auf und dreht voll durch.
Irgendwie ticken die alle gleich :roll:
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wie ist denn das, wenn ihr z.B. irgendwo seid, wo viele Menschen/Kinder sind?
Z.B. beim Kinderturnen, sind wir nur zu 3-4. dann klappt das super, aber sobald mehr Kinder dabei sind, dann überdreht er total! Ich denke auch dass das wahrscheinlich "normal" ist - andererseits fällt Mika dann schon immer irgendwie "auf" - als insofern, als dass er der Einzige ist, der so reagiert.
meine MUTTER :flaming01: kommt mir jetzt schon wieder mit ihren "hyperaktivitägstheorien".. ich weiß leider immer noch nicht, was ich davon halten soll :confuded: (also prinzipiell) ich tue mir einfach schwer damit, Verhaltensauffälligkeiten einfach so in eine Schublade zu stecken ohne vorher nach evtl. Ursachen zu suchen.
Na und meine OMA :flaming01: :flaming01: :flaming01: meinte gestern mal wieder, ich solle doch endlich (!) abstillen, das tut doch dem armen Kind (vincent) nicht gut, der würde doch total verwöhnt und überhaupt, dann schliefe er endlich durch (gut, ich habe mich darauf eingestellt, vermehrt diese Kommentare zu hören, wenn er ein Jahr wird...). Und kein Wunder würde Mika so reagieren, wenn er doch ständig sieht, wie ich VIncent betüddel (nur dass Vincent wesentlich weniger "allen-Zeit" mit mir hat als MIka... aber das lässt sich ja immer sooooooo gut beurteilen, wenn man 250km weit wegwohnt).
Jedenfalls hat mich das wieder genervt. Zum einen stört unser Familienbett wirklich JEDEN-... außer uns :roll: :biggrin:
zum Anderen: finde ich es zum Ko*** MIR die Schuld für Mikas Verhalten in die Schuhe zu schieben. Als ob es SO einfach ist. Tolle Unterstützung!!!
Naja und zu guter letzt dann noch: trägste den Kleinen immer noch ständig mit dir rum? :flaming01: :flaming01:
Ne, wirklich ich hab zur Zeit NULL Nerven für derlei Gespräche!!
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ich glaube die sache mit dem "weniger schaffen, obwohl beide zuhause sind" liegt daran: beide partner versprechen sich ein bisschen mehr ruhe. also denkt der eine "jetzt soll der andere mal machen", der andere denkt das allerdings auch... ich habe das gefühl, das läuft in partnerschaften besser, wo die rollen traditionell verteilt sind.
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das ist es ja: Lege ich es SO dar, dann heißt es ich würde es mir zu einfach machen und das wäre nicht gut für die Kinder
Erkläre ich dass ich es so für richtig halte, dann heißt es ich würde es mir zu schwer machen und es wäre nicht gut für mich.
Ich hab eigentlich gar keine Lust mehr mich zu erklären. ich sage einfach nur noch: "komisch, dass es JEDEN stört nur uns nicht"
genau SO ist es eigentlich nicht bei uns. wenn wir abends zusammen sind, dann wollen wir eigentlich zusammen arbeiten um schneller fertig zu werden. Wir müssen uns dann aber "trennen" und die Aufgaben teilen, sonst geht es nicht.
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Ich kenn das Phänomen jedenfalls auch. Bei uns ist es immer eher so, dass jeder von uns meint, gerade etwas ungeheuer Wichtiges zu tun, bei dem er auf keinen Fall gestört werden darf und der andere muss sich in der Zeit unbedingt um die Kinder kümmern. Das gibt dann regelmäßig Streit.
Ich hasse es, wenn mein Mann Ferien hat :roll: Einzig die Sommerferien sind hier zu was nutze, denn nach ca. 4 Wochen haben wir uns etwas eingespielt und können die letzten 2 Wochen dann genießen.
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aber: wegen der Reaktion: warum reagiert er dann auch so wenn z.B. meine Mutter kommt?
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Und für die Kleine ist es auch stressig, sie ist mich gewöhnt, Papa will aber was mit ihr machen, ich zieh mich dann raus, die Kleine will um so mehr zu mir, Papa versucht noch mehr, sie dazu zu bringen, was mit ihm zu machen und so weiter. Wenn wir da nicht wirklich sensibel drauf reagieren, dann artet das oft in Frust bei uns beiden und Unsicherheit bei Pinchen aus.
5,464
Keine Ahnung. Ist aber normal, fürchte ich. Johan hat das nicht bei jedem, aber bei manchen durchaus. Es gibt immer ein paar Leute, die Johan für komplett durchgeknallt und uns für schlechte Eltern halten, weil er sich immer so daneben benimmt, wenn sie da sind :roll:
Das sind aber immer die, die er besonders liebt.
Uff, da fällt mir gerade meine Hebamme in der zweiten Schwangerschaft ein. Ey, die muss sich gefragt haben, ob sie uns wirklich helfen soll, ein zweites Kind zu kriegen :roll: Das war wirklich uuuunglaublich!
4,312
hä? :fun11:
@doro: ach das ist bei uns zumindest recht locker. Die Kinder unternehmen mit Alex genauso gern was wie mit mir. Wenn er sich mit ihnen ins Kizi verdrückt dann bleiben und spielen dort beide.
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3,507
4,312
ahhhh :fies02:
ja stimmt, das war bei uns auch so. Mika hat die gaaaaaaaaaaaanze Zeit erzählt und gequakt, wir kamen selbst kaum zu Wort :roll:
@katie: so einen hab ich hier auch. "Bianca, ich glaub ich hab eine Blutvergiftung, schau mal" (Kratzer a'la hab ich selbst 15 Stück von) oder bei Kopfschmerzen: "Bianca, ich hab das jetzt so oft ich lass mal ein MRT oder sowas machen" oder " ne,Bianca, das ist keine Erkältung, das ist eine GRIPPE!, schau mal ich hab 37,7 FIEBER".... :roll: :roll: :roll: :roll:
3,047
Also meiner dreht auch besonders dann durch wenn Leute da sind die er liebt. Und das er hyperaktiv ist wurde mir schon gesagt als er so 1 Jahr alt war von Fremden und Freunden. Weil kein Kind hier so viel Power und durchhatvermögen hat wie er.
Dann gibt es Freunde von uns die ihn nur lieb und ruhig kennen, die staunen immer wenn ich erzähle was er für ein Wirbel ist. Die kennen ihn 4 Jahre und sie sagt sie hat ihn noch nie wild gesehen :shock:. Also schon komisch alles.