Hauseinsturz in Köln

Susanne67Susanne67

4,797

bearbeitet 4. 03. 2009, 16:00 in Plauderecke
HAllo Mädels,

bin noch ganz schockiert. Heute ist in Köln das Stadtarchiv eingestürzt zusammen mit zwei Nachbarhäusern. Das Gebäude lag genau gegenüber von meinen Gymnasium, an dem ich Abi gemacht habe und die ganze Gegend drumherum, die mir total vertraut ist, ist ebenfalls gefährdet. Noch werden wohl drei Menschen vermißt, wobei man glücklich sein muss, dass es nicht viel mehr sind. Offenbar hat es im Untergrund im Zusammenhang mit dem UBahnbau unmittelbar unter dem Gebäude plötzliche Erdbewegungen gegeben.

Was mich aber auch sehr beschäftigt, ist die Funktion des Gebäudes, als Archiv sind dort alle möglichen Dokumente aus der Kölner Stadtgeschichte untergebracht, das Heinrich-Böll-Archiv, insgesamt 18 Regalkilometer historische, unwiederbringliche Dokumente, die die Geschichte der Stadt repräsentieren. Das ist so traurig.

Kommentare

  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe es heute Nachmittag auf Radio Köln gehört und eben im Internet nachgelesen! :shock:

    Das schlimmste an der Sache finde ich, dass es so viele Hinweise gab, dass da etwas nicht stimmt - der eingesackte Kirchturm 2004, Risse in den Gebäuden in der Nachbarschaft (die immer abgetan wurden, dass kein Zusammenhang zur Nord-Süd-Bahn besteht), und letzten Sommer muss wohl ein Mensch vom Stadtarchiv Risse im Keller bemerkt und gemeldet haben - daraufhin gab es dann wohl letzte Woche (!!) eine Begehung, bei der die Risse als "unbedenklich" eingestuft wurden ... soviel dazu :confuded:

    Ich bin echt gespannt, wie es da weiter geht ... die halben Häuser können sie ja auch nicht so stehen lassen ... die armen Leute, die in der Nachbarschaft wohnen - meine Mutter erzählte mir eben am Telefon, im WDR hätten sie gesagt, dass in einem Umkreis von ichweißnichtmehrwievielen Metern die Häuser einsturzgefährdet seien und die Leute evakuiert werden müssten ...

    Ich hoffe, die 3 Vermissten tauchen noch irgendwie (lebend) auf!!!

    Die zerstörten Dokumente, das sehe ich auch echt als Verlust ... gerade für die Familien, die dort ihr Erbe zur Verfügung gestellt haben (Adenauer, Böll, etc. ...).
    Genauso aber auch die vielen Millionen, die der U-Bahn-Schacht bisher gekostet hat - und jetzt wird er mit Beton zugeschüttet :confuded: - ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass nach dieser Sache die U-Bahn fertig gestellt wird ... wer weiß, wo die Statiker sich noch verrechnet haben :confuded:
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Geld ist mir bei der ganzen Sache relativ egal, der Schaden läßt sich regeln und ist vielleicht sogar versichert, aber die Menschen, die ihre Wohnungen und alles darin verloren haben, die Menschen, die eventuell ihr Leben gelassen haben und das Gedächtnis der Stadt. das ist unwiderruflich zerstört.

    Aber Du hast recht, es hat ssoviele Vorboten gegeben. Sogar Maria im Kapiol hatte probleme, der rathausturm ist abgesackt, da konnte man doch mit einem Stock dran fühlen, dass hier ein großes Risiko ist.

    jetzt haben sie in einem Umkreis von 150 m die Leute ohne Packen oder vorbereitung aus den Häusern geholt. Die stehen teilweise in Schluffen auf der Strasse und dürfen erst in drei tagen vielleicht zurück. Horror.
  • c-layc-lay

    448

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In dieser Gegend waren früher ja auch viele Bäche. Duffesbach etc. da ist doch klar, das die Substanz solche Projekte nicht tragen kann... die hätten 2004 den Bau schon absagen müssen. Meine Meinung.
  • pebblespebbles

    1,660

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Der ganze Bau der Nord-Süd-Bahn ist meiner Meinung nach der größte Quatsch. Milliarden Euro, jahrelange Baustellen in ganz Köln, zerstörte und eingestürzte Gebäude, Verletzte und Tote (ein Bauarbeiter ist ja auch schon ums Leben gekommen, als am Chlodwigplatz Wasser in die Grube lief). Und das alles um irgendwann 8 Minuten Fahrzeit und einmal Umsteigen zu sparen. Eine totale Fehlkalkulation.
    Gestern hätte noch wesentlich Schlimmeres passieren können, wenn das Unglück genau zu Schulschluss passiert wäre. Hunderte Schüler gehen genau diesen Weg zur Bahn.
    Mir tun die Leute auch leid, die nun nicht wissen, ob ihre Häuser noch bewohnbar sind. Ich möchte im Moment nicht auf der Severinsstraße wohnen!
    Liebe Grüße
    Carolin
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Stellt Euch mal vor, das wäre acht Tage früher passiert. Rosenmontag geht doch der Zug daher und am Tag vorher die Schull- und Veedelszöch mit den vilen vielen Kindern. Da läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Das war so knapp.
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