Ich hab durch die Kinder eigentlich keine neuen Rituale bisher. Mir sind aber die Rituale meiner Kindheit unheimlich wichtig, daher läuft hier ganz viel so ab, wie ich es von zuhause gewöhnt bin. In den nächsten Wochen packe ich die Adventskalender fertig. Dann wird der Herrnhuter Advensstern aufgehängt. Ich backe bergeweise Plätzchen, die bis Weihnachten unter Verschluss gehalten werden. Es gibt einen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, der wie bei meinen Eltern jedes Jahr gleich geschmückt wird (einfache Glaskugeln, Äpfel, Zinnfiguren). Und das Weihnachtsoratorium ist Heiligabend ein absolutes Muss!
Das ist hier auch unser Weihnachtsritual und jedes Jahr ein MUSS!
Rituale gab es bei uns keine wirklichen, daher versuche ich einfach jedes Weihnachten besonders für uns zu gestalten, dekoriere die Wohnung, backe Plätzchen... ich hab letzte Woche schon damit angefangen.
Bei uns bringt das Christkind Baum und Geschenke.
D.h. beides wird vor Weihnachten gut versteckt.
Am Weichnachtsnachmittag holt meine Mutter die Kinder ab und fährt mit ihnen ins Krippenspiel.
In der Zeit richten wir alles her, stellen den Baum auf und schmücken ihn, legen die Geschenke unter den Baum etc. Es gibt auch immer echte Kerzen.
Vor die Tür und den Weg isn Wohnzimmer streuen wir immernoch diese kleinen goldenen Sternchen, weil die ja vom Christkind und den Engelchen herunterfallen, wenn sie in unser Haus kommen.
Wenn meine Mutter nach dem Krippenspiel nach hause fährt lässt sie 1mal das Telefon klingen (unauffällig), dann gehen wir mit dem Hund raus und laufen ihnen entgegen. "Durch Zufall" treffen wir uns natürlich und fahren den Rückweg gemeinsam nach Hause. Wenn die Kinder dann zum Haus rennen und sehen dass das Christkind da war, dann ist es immer eine Mordsüberraschung, weil "Mama und Papa waren ja mit dem Hund, das Christkind hat also sich ganz schnell beeilt, damit es für alle eine Überraschung ist".
Das machen wir so, weil es bei usn als Kind ähnlich war. Nur dass das "Weihnachtszimmer" (wir hatten 2 Wohnzimmer) immer Tage vor Weihnachten abgesperrt war, damit "die neugierigen Kinder die Engel nicht erschrecken). Meist haben wir mit Mama ind er Küche gewerkelt wenn Papa sagte: "Ich gehe mal dne Ofen stochern" (wir hatten Kohleofen, der die Zentralheizung beheizte und der Ofen war draussen in einem kleinen Ofenhäuschen, es war also normal, dass der Vater öfters die Kohlen stocherte, damit die Glut nochmal ausgenutzt wurde und Kohlen nachgelegt wurden etc).
Unser Vater ging dann zum Ofen, stieg tatsächlich zum Fenster des Weihnachtszimmers ein, zündete die Kerzen an und so ein kleines "Glockenspiel", was aus 3 Engeln bestand, welche sich durch die Kerzenwärme im Kreis drehten und so kleine Glöckchen in Bewegung setzten.
Wenn wir Kinder in der Küche die Glöckchen hörten, wusste wir, das Christkind war dagewesen und rannten zur Haustür um auf Papa zu warten... Der kam dann von draussen rein und wir gingen dann gemeinsam zum Weihnachtszimmer, dessen Tür mittlerweile offenstand und die ganze Pracht dort aufgebaut war *schwärm* Ich hab auf die Art und Weise erst mit ca. 10 Jahren gemerkt, dass es jedesmal der Vater war
Ich mach das nun genauso, weil ich es schön finde, dass die Kinder den Glauben haben und ich finde, dass es auch keine Lüge ist, sondern es sind einfach schöne Werte, die die Entwicklung der Kinder maßgeblich positiv beeinflussen.
Unser Krippenspiel was die Kinder sehen sind übrigens die Oberuferer Weihnachtsspiele, die jedes Jahr von Eltern und Lehrern gemeinsam an den Waldorfschulen aufgeführt werden.
Hier haben wir heute mit der Deko begonnen. Greta hat eifrig geholfen. Ich fange schon früh an, da ich ja im Weihnachtsgeschäft viel im Laden stehe und kaum Zeit habe. Auch unsere Krippe wird am 1. Advent stehen, damit die Kinder damit ne lange Zeit spielen können. (wir haben eine robust Haus Freudenberg Krippe aus Holz)
Plätzchen backen ist nicht so mein Ding, ich backe nicht gerne, aber so ganz einfache Kekse kriegen Greta und ich dann doch hin.
Heilig Abend müssen mein Mann und ich ja meist bis 13 Uhr arbeiten. Dann kommen wir heim und es sind seine Geschwister mit Kindern schon eingetroffen. Meine Schwiegermutter (wohnt mit SchwieVa über uns) hat schon seit 2 Tagen gekocht und wir essen lecker zusammen.
Dann kommt das Christkind. Mein SchwieVa ist im Wohnzimmer und läutet ein Glöckchen und kommt durch die Balkontüre vom Wohnzimmer in die Küche. Die Kinder stehen dann im geschmückten Wohnzimmer und dürfen Geschenke auspacken.
In die Kirche gehen wir nicht, da das hier im Ort so dermassen voll ist, daß ist nicht mehr feierlich. Wenn Greta etwas älter ist, dann werden wir mit ihr zur Christmette gehen.
Wenn es nach meinem Mann ginge, gäbe es bei uns kein Weihnachten mit Baum und all dem (Ebenezer Scrooge). Als wir noch ohne Kinder waren, habe ich das akzeptiert, denn wir waren eh immer bei unseren Eltern zu Besuch. Jetzt möchte ich aber meinen Kindern schon ein schönes Weihnachten bescheren, denn ich habe viele schöne Erinnerungen an Weihnachten als Kind und ich möchte, dass meine Kinder später auch mal solche Erinnerungen haben und sich dabei an die Liebe und Wärme in der Familie erinnern. Nur deswegen veranstalte ich das alles. Mein lieber Mann überlässt demnach alles mir. Er sagt mir weder, das ist gut oder das gefällt mir nicht, sondern nur "musst du wissen". Sehr hilfreich!
Adventskalender sind natürlich ein Muss, selbstbestückte kleine Säckchen, denn ich hasse diese ollen Kalender mit billigster Schoki drin, die sie immer von den Schwiegereltern bekommen. Meine Eltern haben letztes Jahr einen Kalender geschenkt, der jeden Tag ein anderes Weihnachtslied erklingen lässt. Das war der Hit und regt zum singen an. Das ist, finde ich, auch ein schöner Brauch - das Singen. Das Gesteck habe ich letztes Jahr angeschafft, welches ich mit getrockneten Orangenscheiben, selbstgemachten Zimtanhängern und Strohsternen bestücke. Ich mag eher diese natürliche Deko. Das ist etwas neues. Unsere Eltern haben nur so völlig überladene gekaufte Kränze.
Womit ich mich noch etwas schwer tue ist das Plätzchen backen. Dabei habe ich das geliebt, wenn meine Eltern (ja meine Papa machte da mit) zur Weihnachtszeit Plätzchen buken. Ich habe die beiden sicher total genervt, aber sie haben es sich nicht anmerken lassen und mir so sehr schöne Erinnerungen geschenkt. Das will ich meinen Kindern auch gerne geben, aber unsere Küche ist so klein und wenn dann noch zwei Kiddies um mich rum wuseln und das bisschen Arbeitsfläche, das ich habe besetzen, ist das nur noch Stress. Aber wie ich mich kenne, werde ich mich dem wieder aussetzen - den Kindern zuliebe.
Der Weihnachtsbaum wird am 24. im Laufe des Tages aufgebaut. Gerne mit Hilfe der Kinder, das will ich zum Brauch werden lassen. Ich durfte als Kind immer nur zuschauen, wenn mein Papa mit akribischer Genauigkeit die Kugeln an die exakte Stelle wie im vorangegangenen Jahr setzte. Das fand ich doof. Meine Kinder dürfen mitschmücken und wenn Strohstern und ähnliches mal runterfallen, ist das kein Beinbruch.
Was wir allerdings nicht tun, ist ein Weihnachtsmann vorzutäuschen. Wir sagen zwar nicht explizit, dass es den nicht gibt, aber wir tun auch nicht so, als gäbe es ihn. Die Geschenke sind halt da. Das läuft so, dass erst gemeinsam Kaffee getrunken wird und dann verschwindet einer mit den Kindern für ne halbe Stunde. Dann werden die Geschenke hervorgeholt, die Teller aufgestellt usw. Dann dürfen die Kinder kommen und das auspacken kann beginnen.
Es gibt also kein richtiges Ritual bei uns. Wichtig ist mir aber, dass die Kinder eine schöne Erinnerung zurückbehalten. Nicht an die tollen Geschenke und das viele Naschwerk, sondern die ganze Atmosphäre drumherum, Liebe und Geborgenheit. Das ist für mich auch der Sinn von Weihnachten und es wichtig das den Kindern zu zeigen und zu vermitteln.
Ja ICh versuche vieles aus der Kindheit zu mitzunehmen.Vom Adventskranzbinden über Plätzchenbacken bis hin zum Weihnachtslieder singen. Nach Totensonntag geht es hier los. Ich versuch den Adventskranz selbst zu binden und bis zum 1 Advent wenigsts soviele Plätzchen zu haben das es für einen Teller zum Kaffee schon reicht. Dann wird zum 1 Advent die Krippe aufgestellt. Die haben wir wie auch bei uns zu Hause schon selbst gebastelt und jedes Jahr wird auf dem Weihnachtsmarkt eine Figur dazu gekauft..so ist schon eine ganz beachtliche Landschaft entstanden.
HEilig Abend hat sich der Ablauf etwas geändert mittlerweile weil einfach weniger Familienmitglieder da sind.
Aber bisher wurde imme am 23. 12 abends der Christbaum aufgestellt mit der Lichterkette. am heiligen Abend wird dann von der ganzen Familie geschmückt. Dann gibt es Kaffee und Plätzchen. Am späten Nachmittag geht es in die Kirche. In der Zeit legt das Christkind die Geschenke unter den Baum und entzündet die Kerzen.
Auf dem Heimweg von der Kirche wird dann geschaut wo das Christkind schon überall war und die Kerzen angemacht hat.
Zu Hause wird dann unter dem Baum erstmal gesungen bevor dann Geschenke ausgepackt werden. Anschließend gibt es lecker Essen.
Mittlerweile gibt es allerdings für die Erwachsenen keine Geschenke mehr unter dem Baum sondern wir machen einen Krabbelsack aus dem Geschenke gezogen werden. So ist keienr zwanghaft damit beschäftigt Geschenke auszusuchen.
Also ich werde die Tradition mit Christkind Krippe und Baum weiter aufrecht halten und hoffe die Kinder haben Spaß und Freude dran.
Nur mal kurz als Frage: Schmückt man nich eigentlich erst nach Totensonntag? (Ansonsten fang ich doch auch bald ma an
Oh, gibt es da ne Regel für? :table2: "Und siehe das geschmückt wird zum Weihnachtstage erst nach dem Sonntag der Toten" (möglicher Bibelauszug ;-) )
Nee, ganz ehrlich, das ist mir fürchterlich egal. Ich muss jedes Jahr das erste Adventswochenende Samstag und Sonntag voll arbeiten, da da IMMER verkaufsoffen ist. Also muss ich ja irgendwann vorher mal dekorieren, denn ich will es ja nicht erst zu Nikolaus weihnachtlich haben.
Ist es Euch jetzt noch zu früh zum dekorieren?
Ich dekorier eh nicht wirklich, maximal gibts ne Lichterkette und evtl wenn ich nen schönen finde einen Kranz. Aber vor Dezember würd ich auch nicht anfangen. Wenn man keine Zeit hat gut, aber allgemein ist es doch so, dass dieser Dekokram jedes Jahr früher anfängt. Ich hab schon im Oktober Weihnachtsgeschenkpapier im Rewe gesehen *gähn*
Ich hab übrigens kein Ritual, an dem ich hänge. Die Vorstellung von dcc find ich ganz romantisch, aber für mich persönlich viel zu anstrengend - nicht falsch verstehen, ich finde nur dieses explizite Heraufbeschwören von familiärer Harmonie, nur weil Weihnachten ist, einen der größten Streßbringer für Familien. Ich bin sicher, du hast es nicht so extrem gemeint, wie ich es hier jetzt überzogen wiedergegeben habe Ansonsten gibt es dieses Jahr wieder einen Baum und auch Geschenke unterm Baum und ausnahmsweise mal eine Oma dabei, hat sich dieses Jahr so ergeben. Da wir ansonsten ja aber immer ohne Verwandtschaft feiern aufgrund der Entfernungen, müssen wir uns halt unsere eigenen kleinen Weihnachtsfeste generieren. Ich greife da kaum auf Erinnerungen zurück, sondern mache es so, wie es in unser Leben reinpasst.
Oh, das wollte ich wirklich nicht ausdrücken, dass auf Gedeih und Verderb auf Harmonie gemacht wird. Das geht schon deshalb nicht, weil mein lieber Mann ein Weihnachtsmuffel ist. Aber ein bisschen heimelige Stimmung soll schon aufkommen.
Mein Albtraum sind aber eine mit Weihnachtsdeko überladene Wohnung, tausende Geschenke, super tolles Weihnachtsessen mit der riesigen Verwandtschaft so wie es in diversen amerik. Filmen dargestellt wird. Da ist keine Harmonie, sondern nur Stress.
Harmonie ist sowieso ein doofer Begriff. Harmonie hat für mich gefühlsmäßig immer mit Bedürfnissen unterdrücken und den Wünschen anderer nachgeben zu tun. Bloß nichts kritisieren, kein böses Wort darf fallen und jeder Frust wird in sich reingefressen. Das ist nicht gut.
Ja, das mein ich. Dann sehen wir das ähnlich, ich finde auch, dass es irgendwie "schön" sein soll an Weihnachten, aber ich will mich halt nicht stressen. Von daher habe ich auch keine Vorstellungen, wie es sein "muss". Gerade wenn nur einer das möchte und der Partner nicht, find ich das auch schwierig.
Hm ich Rituale....
Früher wurde an Heilig abend morgends der Baum geschmückt...das habe ich immer mit meine Mama gemacht. Gegen nachmittag habe ich 'warten aufs Christkind geschaut'und dann sind wir zusammen in die Kirche....es gab das abendessen und danach die Beschehrung. Gefolgt von einem gemütlichen Spieleabend.
Ach und in der vorweihnachtszeit das Plätzchenbacken.
So in etwa läuft das auch bei uns...bis auf die Kirche, aber das werde ich in ca einem Jahr (wenn Mara älter ist) auch wieder zu den Ritualen aufnehmen. Vielleicht aber dieses Jahr nur mit den grossen wobei ich das gesplittete nicht wollte...aber auch nicht so schlimm ;-) !
Soweit ich mich erinnern kann, haben wir als Kinder mit Plätzchen gebacken und gebastelt, im Kiga, in der Schule und zuhause auch ein wenig. Dekoriert wurde so um den 1. Advent herum, der Weihnachtsbaum am 24. morgens von meinem Vater aufgestellt. Geschmückt haben wir Kinder mit den Eltern zusammen, soweit meine Mama nicht mit Kochen beschäftigt war (für abends).
Beim Schmücken gab es ein uns ganz wichtiges Ritual, was aber so leider nicht mehr möglich ist: Wir hörten SWF Radio mit Norbert Scheumann und die Serie "Knuddel". Knuddel ist ein kleiner Hund (Dackel?), der in einem Dorf namens Zirngiebelhausen wohnt und jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Abenteuer erlebt. In diesem Dorf gab es dann immer alte Bekannte wie den Apotheker Zwiebelstern, den Polizisten Prellbock...Das ist immer sehr herzig und wunderbar vorgelesen worden, zwischendurch gab es weihnachtliche Musik. Ich habe noch einige CD-Aufnahmen von Knuddelgeschichten, es ist aber schwer zu bekommen und dann fehlt halt auch noch die Musik.
Bescherung gab es bei uns in der Kinderzeit, nachdem das Christkind da war und sein Glöckchen geläutet hatte (nach dem Schmücken war das Wohnzimmer dann ersteinmal gesperrt). So ist das bei uns auch nicht möglich, weil Esszimmer/Wohnzimmer und Flur offen in einander übergehen.
Wir backen mit Natalie Plätzchen (haben schon angefangen im November), wenn wir Lust haben, der Rest kommt von den Omas dazu :biggrin: und dann richte ich diesen Sonntag langsam die Dekoration her. Die Adventskalender werden am 30.11. abends befüllt und aufgehängt (einen für meinen Mann, dieses Jahr vier für Natalie, wobei ich die nicht alle aufhängen werde, die Ü-Eier usw. gibt es dann einfach so eins pro Tag). Wir richten am 23. den Weihnachtsbaum her, wobei das bei uns bisher immer abenteuerlich war (in einem Jahr war der Baumstamm zu dick für den ersten Ständer und die Sägeblätter von der kleinen Säge waren schnell kaputt, weiter ging es mit dem guten WMF-Brotmesser :biggrin: , im nächsten Jahr hatten wir den Stamm unten anspitzen lassen, da war der Baum aber zu hoch, also mussten wir wieder sägen :biggrin: , ein Jahr waren wir in Garmisch und kauften in der Dunkelheit auf den letzten Drücker einen halbschiefen Baum :roll: , letztes Jahr ging der Keramikständer kaputt und wir kauften am 24. vormittags einen neuen metallenen zum Spannen :biggrin: ...bin gespannt, was dieses Jahr ist!).
Geschmückt wird seit Natalie's 1. Geburtstag bisher mit Plastikkugeln vom schwedischen Möbelhaus, die gläsernen hatten wir nur bis ihr erstes Weihnachten, die waren aber so teuer (Einzelstücke! :roll: ), dass wir uns bisher nicht trauten, sie aufzuhängen. Sieht aber mit den anderen auch schön aus. Kerzen gibt es elektrische, schon wegen des Parkettbodens...
Wir haben keinen klassischen Kranz, sondern Adventsteller mit pro Woche einmal frischen Zweigen. Die Deko wähle ich dann passend zum Rest aus. Dieses Jahr werden es wahrscheinlich dunkelrote Kerzen, Zimtstangen mit passendem Band gebündelt und kleine Holzäpfelchen, Strohsterne...mal sehen, was der Fundus hergibt...wir haben 6 Kisten mit Weihnachtszeugs im DG und ich glaube, mein Gatte legt ein Veto ein, wenn ich auch nur einen Stern dazu kaufe :biggrin:
Kommentare
27,156
7,364
Das ist hier auch unser Weihnachtsritual und jedes Jahr ein MUSS!
Rituale gab es bei uns keine wirklichen, daher versuche ich einfach jedes Weihnachten besonders für uns zu gestalten, dekoriere die Wohnung, backe Plätzchen... ich hab letzte Woche schon damit angefangen.
462
D.h. beides wird vor Weihnachten gut versteckt.
Am Weichnachtsnachmittag holt meine Mutter die Kinder ab und fährt mit ihnen ins Krippenspiel.
In der Zeit richten wir alles her, stellen den Baum auf und schmücken ihn, legen die Geschenke unter den Baum etc. Es gibt auch immer echte Kerzen.
Vor die Tür und den Weg isn Wohnzimmer streuen wir immernoch diese kleinen goldenen Sternchen, weil die ja vom Christkind und den Engelchen herunterfallen, wenn sie in unser Haus kommen.
Wenn meine Mutter nach dem Krippenspiel nach hause fährt lässt sie 1mal das Telefon klingen (unauffällig), dann gehen wir mit dem Hund raus und laufen ihnen entgegen. "Durch Zufall" treffen wir uns natürlich und fahren den Rückweg gemeinsam nach Hause. Wenn die Kinder dann zum Haus rennen und sehen dass das Christkind da war, dann ist es immer eine Mordsüberraschung, weil "Mama und Papa waren ja mit dem Hund, das Christkind hat also sich ganz schnell beeilt, damit es für alle eine Überraschung ist".
Das machen wir so, weil es bei usn als Kind ähnlich war. Nur dass das "Weihnachtszimmer" (wir hatten 2 Wohnzimmer) immer Tage vor Weihnachten abgesperrt war, damit "die neugierigen Kinder die Engel nicht erschrecken). Meist haben wir mit Mama ind er Küche gewerkelt wenn Papa sagte: "Ich gehe mal dne Ofen stochern" (wir hatten Kohleofen, der die Zentralheizung beheizte und der Ofen war draussen in einem kleinen Ofenhäuschen, es war also normal, dass der Vater öfters die Kohlen stocherte, damit die Glut nochmal ausgenutzt wurde und Kohlen nachgelegt wurden etc).
Unser Vater ging dann zum Ofen, stieg tatsächlich zum Fenster des Weihnachtszimmers ein, zündete die Kerzen an und so ein kleines "Glockenspiel", was aus 3 Engeln bestand, welche sich durch die Kerzenwärme im Kreis drehten und so kleine Glöckchen in Bewegung setzten.
Wenn wir Kinder in der Küche die Glöckchen hörten, wusste wir, das Christkind war dagewesen und rannten zur Haustür um auf Papa zu warten... Der kam dann von draussen rein und wir gingen dann gemeinsam zum Weihnachtszimmer, dessen Tür mittlerweile offenstand und die ganze Pracht dort aufgebaut war *schwärm* Ich hab auf die Art und Weise erst mit ca. 10 Jahren gemerkt, dass es jedesmal der Vater war
Ich mach das nun genauso, weil ich es schön finde, dass die Kinder den Glauben haben und ich finde, dass es auch keine Lüge ist, sondern es sind einfach schöne Werte, die die Entwicklung der Kinder maßgeblich positiv beeinflussen.
Unser Krippenspiel was die Kinder sehen sind übrigens die Oberuferer Weihnachtsspiele, die jedes Jahr von Eltern und Lehrern gemeinsam an den Waldorfschulen aufgeführt werden.
59,500
Hier haben wir heute mit der Deko begonnen. Greta hat eifrig geholfen. Ich fange schon früh an, da ich ja im Weihnachtsgeschäft viel im Laden stehe und kaum Zeit habe. Auch unsere Krippe wird am 1. Advent stehen, damit die Kinder damit ne lange Zeit spielen können. (wir haben eine robust Haus Freudenberg Krippe aus Holz)
Plätzchen backen ist nicht so mein Ding, ich backe nicht gerne, aber so ganz einfache Kekse kriegen Greta und ich dann doch hin.
Heilig Abend müssen mein Mann und ich ja meist bis 13 Uhr arbeiten. Dann kommen wir heim und es sind seine Geschwister mit Kindern schon eingetroffen. Meine Schwiegermutter (wohnt mit SchwieVa über uns) hat schon seit 2 Tagen gekocht und wir essen lecker zusammen.
Dann kommt das Christkind. Mein SchwieVa ist im Wohnzimmer und läutet ein Glöckchen und kommt durch die Balkontüre vom Wohnzimmer in die Küche. Die Kinder stehen dann im geschmückten Wohnzimmer und dürfen Geschenke auspacken.
In die Kirche gehen wir nicht, da das hier im Ort so dermassen voll ist, daß ist nicht mehr feierlich. Wenn Greta etwas älter ist, dann werden wir mit ihr zur Christmette gehen.
1,783
628
Adventskalender sind natürlich ein Muss, selbstbestückte kleine Säckchen, denn ich hasse diese ollen Kalender mit billigster Schoki drin, die sie immer von den Schwiegereltern bekommen. Meine Eltern haben letztes Jahr einen Kalender geschenkt, der jeden Tag ein anderes Weihnachtslied erklingen lässt. Das war der Hit und regt zum singen an. Das ist, finde ich, auch ein schöner Brauch - das Singen. Das Gesteck habe ich letztes Jahr angeschafft, welches ich mit getrockneten Orangenscheiben, selbstgemachten Zimtanhängern und Strohsternen bestücke. Ich mag eher diese natürliche Deko. Das ist etwas neues. Unsere Eltern haben nur so völlig überladene gekaufte Kränze.
Womit ich mich noch etwas schwer tue ist das Plätzchen backen. Dabei habe ich das geliebt, wenn meine Eltern (ja meine Papa machte da mit) zur Weihnachtszeit Plätzchen buken. Ich habe die beiden sicher total genervt, aber sie haben es sich nicht anmerken lassen und mir so sehr schöne Erinnerungen geschenkt. Das will ich meinen Kindern auch gerne geben, aber unsere Küche ist so klein und wenn dann noch zwei Kiddies um mich rum wuseln und das bisschen Arbeitsfläche, das ich habe besetzen, ist das nur noch Stress. Aber wie ich mich kenne, werde ich mich dem wieder aussetzen - den Kindern zuliebe.
Der Weihnachtsbaum wird am 24. im Laufe des Tages aufgebaut. Gerne mit Hilfe der Kinder, das will ich zum Brauch werden lassen. Ich durfte als Kind immer nur zuschauen, wenn mein Papa mit akribischer Genauigkeit die Kugeln an die exakte Stelle wie im vorangegangenen Jahr setzte. Das fand ich doof. Meine Kinder dürfen mitschmücken und wenn Strohstern und ähnliches mal runterfallen, ist das kein Beinbruch.
Was wir allerdings nicht tun, ist ein Weihnachtsmann vorzutäuschen. Wir sagen zwar nicht explizit, dass es den nicht gibt, aber wir tun auch nicht so, als gäbe es ihn. Die Geschenke sind halt da. Das läuft so, dass erst gemeinsam Kaffee getrunken wird und dann verschwindet einer mit den Kindern für ne halbe Stunde. Dann werden die Geschenke hervorgeholt, die Teller aufgestellt usw. Dann dürfen die Kinder kommen und das auspacken kann beginnen.
Es gibt also kein richtiges Ritual bei uns. Wichtig ist mir aber, dass die Kinder eine schöne Erinnerung zurückbehalten. Nicht an die tollen Geschenke und das viele Naschwerk, sondern die ganze Atmosphäre drumherum, Liebe und Geborgenheit. Das ist für mich auch der Sinn von Weihnachten und es wichtig das den Kindern zu zeigen und zu vermitteln.
25,096
Ja ICh versuche vieles aus der Kindheit zu mitzunehmen.Vom Adventskranzbinden über Plätzchenbacken bis hin zum Weihnachtslieder singen. Nach Totensonntag geht es hier los. Ich versuch den Adventskranz selbst zu binden und bis zum 1 Advent wenigsts soviele Plätzchen zu haben das es für einen Teller zum Kaffee schon reicht. Dann wird zum 1 Advent die Krippe aufgestellt. Die haben wir wie auch bei uns zu Hause schon selbst gebastelt und jedes Jahr wird auf dem Weihnachtsmarkt eine Figur dazu gekauft..so ist schon eine ganz beachtliche Landschaft entstanden.
HEilig Abend hat sich der Ablauf etwas geändert mittlerweile weil einfach weniger Familienmitglieder da sind.
Aber bisher wurde imme am 23. 12 abends der Christbaum aufgestellt mit der Lichterkette. am heiligen Abend wird dann von der ganzen Familie geschmückt. Dann gibt es Kaffee und Plätzchen. Am späten Nachmittag geht es in die Kirche. In der Zeit legt das Christkind die Geschenke unter den Baum und entzündet die Kerzen.
Auf dem Heimweg von der Kirche wird dann geschaut wo das Christkind schon überall war und die Kerzen angemacht hat.
Zu Hause wird dann unter dem Baum erstmal gesungen bevor dann Geschenke ausgepackt werden. Anschließend gibt es lecker Essen.
Mittlerweile gibt es allerdings für die Erwachsenen keine Geschenke mehr unter dem Baum sondern wir machen einen Krabbelsack aus dem Geschenke gezogen werden. So ist keienr zwanghaft damit beschäftigt Geschenke auszusuchen.
Also ich werde die Tradition mit Christkind Krippe und Baum weiter aufrecht halten und hoffe die Kinder haben Spaß und Freude dran.
59,500
Nee, ganz ehrlich, das ist mir fürchterlich egal. Ich muss jedes Jahr das erste Adventswochenende Samstag und Sonntag voll arbeiten, da da IMMER verkaufsoffen ist. Also muss ich ja irgendwann vorher mal dekorieren, denn ich will es ja nicht erst zu Nikolaus weihnachtlich haben.
Ist es Euch jetzt noch zu früh zum dekorieren?
11,944
Ich hab übrigens kein Ritual, an dem ich hänge. Die Vorstellung von dcc find ich ganz romantisch, aber für mich persönlich viel zu anstrengend - nicht falsch verstehen, ich finde nur dieses explizite Heraufbeschwören von familiärer Harmonie, nur weil Weihnachten ist, einen der größten Streßbringer für Familien. Ich bin sicher, du hast es nicht so extrem gemeint, wie ich es hier jetzt überzogen wiedergegeben habe
628
Mein Albtraum sind aber eine mit Weihnachtsdeko überladene Wohnung, tausende Geschenke, super tolles Weihnachtsessen mit der riesigen Verwandtschaft so wie es in diversen amerik. Filmen dargestellt wird. Da ist keine Harmonie, sondern nur Stress.
Harmonie ist sowieso ein doofer Begriff. Harmonie hat für mich gefühlsmäßig immer mit Bedürfnissen unterdrücken und den Wünschen anderer nachgeben zu tun. Bloß nichts kritisieren, kein böses Wort darf fallen und jeder Frust wird in sich reingefressen. Das ist nicht gut.
11,944
5,435
Früher wurde an Heilig abend morgends der Baum geschmückt...das habe ich immer mit meine Mama gemacht. Gegen nachmittag habe ich 'warten aufs Christkind geschaut'und dann sind wir zusammen in die Kirche....es gab das abendessen und danach die Beschehrung. Gefolgt von einem gemütlichen Spieleabend.
Ach und in der vorweihnachtszeit das Plätzchenbacken.
So in etwa läuft das auch bei uns...bis auf die Kirche, aber das werde ich in ca einem Jahr (wenn Mara älter ist) auch wieder zu den Ritualen aufnehmen. Vielleicht aber dieses Jahr nur mit den grossen
202
Beim Schmücken gab es ein uns ganz wichtiges Ritual, was aber so leider nicht mehr möglich ist: Wir hörten SWF Radio mit Norbert Scheumann und die Serie "Knuddel". Knuddel ist ein kleiner Hund (Dackel?), der in einem Dorf namens Zirngiebelhausen wohnt und jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Abenteuer erlebt. In diesem Dorf gab es dann immer alte Bekannte wie den Apotheker Zwiebelstern, den Polizisten Prellbock...Das ist immer sehr herzig und wunderbar vorgelesen worden, zwischendurch gab es weihnachtliche Musik. Ich habe noch einige CD-Aufnahmen von Knuddelgeschichten, es ist aber schwer zu bekommen und dann fehlt halt auch noch die Musik.
Bescherung gab es bei uns in der Kinderzeit, nachdem das Christkind da war und sein Glöckchen geläutet hatte (nach dem Schmücken war das Wohnzimmer dann ersteinmal gesperrt). So ist das bei uns auch nicht möglich, weil Esszimmer/Wohnzimmer und Flur offen in einander übergehen.
Wir backen mit Natalie Plätzchen (haben schon angefangen im November), wenn wir Lust haben, der Rest kommt von den Omas dazu :biggrin: und dann richte ich diesen Sonntag langsam die Dekoration her. Die Adventskalender werden am 30.11. abends befüllt und aufgehängt (einen für meinen Mann, dieses Jahr vier für Natalie, wobei ich die nicht alle aufhängen werde, die Ü-Eier usw. gibt es dann einfach so eins pro Tag). Wir richten am 23. den Weihnachtsbaum her, wobei das bei uns bisher immer abenteuerlich war (in einem Jahr war der Baumstamm zu dick für den ersten Ständer und die Sägeblätter von der kleinen Säge waren schnell kaputt, weiter ging es mit dem guten WMF-Brotmesser :biggrin: , im nächsten Jahr hatten wir den Stamm unten anspitzen lassen, da war der Baum aber zu hoch, also mussten wir wieder sägen :biggrin: , ein Jahr waren wir in Garmisch und kauften in der Dunkelheit auf den letzten Drücker einen halbschiefen Baum :roll: , letztes Jahr ging der Keramikständer kaputt und wir kauften am 24. vormittags einen neuen metallenen zum Spannen :biggrin: ...bin gespannt, was dieses Jahr ist!).
Geschmückt wird seit Natalie's 1. Geburtstag bisher mit Plastikkugeln vom schwedischen Möbelhaus, die gläsernen hatten wir nur bis ihr erstes Weihnachten, die waren aber so teuer (Einzelstücke! :roll: ), dass wir uns bisher nicht trauten, sie aufzuhängen. Sieht aber mit den anderen auch schön aus. Kerzen gibt es elektrische, schon wegen des Parkettbodens...
Wir haben keinen klassischen Kranz, sondern Adventsteller mit pro Woche einmal frischen Zweigen. Die Deko wähle ich dann passend zum Rest aus. Dieses Jahr werden es wahrscheinlich dunkelrote Kerzen, Zimtstangen mit passendem Band gebündelt und kleine Holzäpfelchen, Strohsterne...mal sehen, was der Fundus hergibt...wir haben 6 Kisten mit Weihnachtszeugs im DG und ich glaube, mein Gatte legt ein Veto ein, wenn ich auch nur einen Stern dazu kaufe :biggrin:
LG!