Wir waren über Ostern ein paar Tage in der Eifel und doirt in einem Freilichtmuseum. Es war etwa 12 Grad kühl und regnerisch. Plötzlich hörte man ein herzzerreißendes Babyweinen. Wir kamen um eine Ecke und dort saß eine Frau auf einer Bank (im Freien!!), hielt vor sich ein wenige Wochen altes Baby, welches untenherum nackt war und schreiend mit den Beinen zappelte. Ein Mann versuchte, dem Baby einen Plastiktopf unterzuschieben, offensichtlich in der Hoffnung, das Baby solle hinein pinkeln.
Das ganze dauerte einige Minuten, dann wurde das Baby wieder angezogen und ins Tragetuch verpackt, wo es sich langsam beruhigte. Den Mann hörte ich noch fragen, was er denn nun mit den bekackten Decken tun solle.
Es kann doch wohl nicht sein, dass ein so kleines Baby "auf Kommando" in ein Töpfchen macht, noch dazu, wenn es dabei nackt in der Kälte zappelt und schreit wie am Spieß! Das fand ich schon sehr befremdlich. Wobei die Eltern eigentlich einen recht "normalen" Eindruck machten und sehr freundlich zu ihren Kindern waren.
Habt ihr sowas schon erlebt?
Das Kind muss doch ständig eine nasse Hose haben?! Mal abgesehen davon, dass es in dem Museum mehrere Wickelräume gab, in denen es sicherlich wärmer war.
Liebe Grüße
Carolin
Kommentare
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Es ist auch nicht so, dass die Kinder darauf trainiert werden auf Kommando zu pinkeln. Vielmehr sind es die Eltern die die natürlichen Zeichen ihres Kindes erkennen lernen müssen, damit sie es zur richtigen Zeit abhalten können, eben bevor es nass wird. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich das mit meinem dritten Kind sicher machen können. Bei Cosmo sind mir diese Zeichen nämlich recht deutlich aufgefallen.
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Das Schreien muss übrigens nichts damit zu tun haben, dass das Kind es blöd findet, unser Töchterchen hat eine kurze Phase lang auch immer kurz geweint, während es anfing zu laufen.
Hier ist natürlich die Frage, ob es nicht doch noch etwas zu kühl war.
Ich finde es sehr angenehm mit dem Windelfrei, denn unsere Tochter hat bis jetzt nur einmal einen wunden Hintern gehabt, als sie mal Durchfall hatte und sonst noch nie. Übrigens ist es jetzt auch ganz gut für uns als Eltern :cool: (und natürlich auch für sie) , denn man muss den Beikoststuhl nicht mühsam vom Hintern abkratzen.
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Es stimmt schon, das man den Kindern ansieht, wann sie müssen. Bei Johan sehe ich auch oft, wann er Pippi macht. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ich dann noch Zeit hätte, ihn aus dem Tragetuch zu holen, auszuziehen und über den Topf zu halten.
Und so richtig praktisch stelle ich mir das auch nicht vor, denn wenn es mal schief geht sind ja gleich alle Klamotten und evtl. noch Tuch oder Trage oder Autositz nass. Und was ist mit nachts?
Ich glaube, ich bin eher ein "Windeltyp" und nutze dann warme Sommertage um die Kinder ohne Windel laufen zu lassen.
Ich muss aber sagen, dass wir sehr selten Probleme mit wundem Popo haben und Johan jetzt schon sehr genau sagt, wann er eine neue Windel braucht. Auch bei Leonie hat das "Trockenwerden" sehr problemlos funktioniert. Vielleicht finde ich Windeln deshab so praktisch.
Aber sehr glücklich wirkte das Baby in diesem Moment trotzdem nicht auf mich...
Liebe Grüße
Carolin
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Meine Tochter brüllt beim wickeln schon seit jeher wie am Spieß und ist völlig unglücklich dabei... machen muss ich es trotzdem. ;-)
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Allerdings wollte ich mit meinem Post etwas ganz anderes sagen. Die Frage war nämlich, wenn Du einen wenigen Wochen alten Säugling gesehen hättest, der beim andocken an die Brust ganz fürchterlich geweint und sich gewunden hätte, die Mutter vielleicht verzweifelt scheint, dann hättest Du doch das stillen auch nicht an sich in Frage gestellt und es als etwas abnormes hingestellt? Das tust Du nämlich mit dieser Aussage:
Ich selbst praktiziere kein windelfrei, weil es mir einfach zu anstrengend wäre. Allerdings respektiere ich Eltern die dies tun, ohne zu urteilen. Ich kannte es bis vor einiger Zeit auch noch nicht, fand es erst mal auch befremdlich und habe nachdem ich mir gewisse Infos eingeholt hatte, beschlossen dass es nichts für uns ist.
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So darfst du dir das nicht vorstellen. Die Kinder können durchaus anhalten. Gestern bspw. musste sie wohl dringend nach dem Mittagsschlaf, ich aber etwas langsam, so dass sie geweint hat, als sie so nackig da stand untenrum und sobald ich das Töpfchen endlich parat hatte, hat sie aufgehört mit weinen und gleich reingepischert.
Im Tragetuch pullert sie wirklich nur, wenn wir lange unterwegs sind. Die Zeiten dazwischen werden auch immer länger. Als Neugeborenes pinkeln sie meist alle 5-20 Minuten. Bei uns sind die Abstände mittlerweile bei zwischen 1 bis 3 Stunden.
Windelfrei bedeutet auch nicht in dem Sinne windelfrei. Die meisten haben eine Einlage in der Unterhose, bzw. gibt es da auch spezielle womit das wirklich fix abgemacht ist und es gibt auch solche Schlitzhosen (die sind wohl in China auch sehr verbreitet), wodurch das extra Ausziehen entfällt, also nass muss eigentlich nichts werden.
Bei manchen klappt es auch so gut, dass sie tatsächlich nichts brauchen als Schutz.
Die Beispieleltern von dir haben es vielleicht tatsächlich übertrieben, denn richtiges Schreien kenn ich von windelfreien Kindern nicht, das ist dann eher so ein kurzes Gemecker/ Gejammer.
Wenn es kalt ist, dann suche ich eigentlich immer eine öffentliche Toilette auf, bzw. machen wir unterwegs sowieso immer eine Windel um.
...aber hier ist es so wie immer, wenn man andere Eltern sieht, man kann sich aus so einem kleinen Miniausschnitt eigentlich keine wirkliche Meinung bilden, wenn man Eltern und das Kind gar nicht kennt.
Mal so als Gegenbeispiel - meine Tochter hatte mal eine 3-4 Wochen andauernde Phase, in der sie Straßenbahn fahren so schlimm fand, dass sie wirklich geschrien hatte, als würde sie jemand umbringen wollen...
Andere Leute werden in dem Moment gedacht haben über meine getragene Tochter: "Es ist ja auch kein Wunder, es ist viel zu eng, das arme Mädchen kann sich gar nicht bewegen und kriegt keine Luft, etc." - halt die gängigen Vorurteile, wenn man sich mit der Thematik noch nie beschäftigt hat. Du hättest in dem Moment wohl eher gedacht, das Kind hat einfach einen total schlechten Tag heute, weil dir Tragetücher nicht fremd sind.
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:fungif52: Prima geschrieben, genau so hatte ich es nämlich gemeint.
(Meine Tochter hatte heute einen fiesen, fiesen Sturz von der Treppe... ich bin immer noch ganz durch den Wind, daher bitte ich es zu entschuldigen, wenn ich mich irgendwie zu hart ausgedrückt hab oder ähnliches.)
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Kann ich aber gerne nachholen: Nein, ein schreiendes Kind wirkt auf mich nie glücklich. Hätte es beim Flasche geben oder Stillen geschrien hätte ich vielleicht gedacht, es hat sicher schon großen Hunger. Hätte es beim Wickeln unter diesen Voraussetzungen geschrien, hätte ich gedacht, ihm ist sicher kalt, warum geht die Mutter nicht in den beheizten Wickelraum. ;-)
Ich finde es bei neugeborenen Babies schon relevant, bei welchen Temperaturen sie gewickelt werden und in dem Alter gehen sie ja auch eher selten in den Waldkindergarten, oder?
Ich habe die Familie sicher nicht als abnorm bezeichnet, ich habe lediglich geschrieben, dass diese Aktion auf mich befremdlich wirkte, obwohl die Eltern einen netten und "normalen" Eindruck machten. In diesem Zusammenhang habe ich mich erkundigt, ob jemand Genaueres zu diesem Thema weiß.
Warum fühlst du dich denn gleich so auf den Schlips getreten?
Im Übrigen war meine Antwort auf den Post nicht sooooo bierernst gemeint, ich dachte, das wäre klar.
Auch wenn ich es mir für mich und meine Kinder nicht vorstellen kann und immer noch für etwas unpraktisch halte, ist es schon eine interessante Vorstellung, ohne Windeln auszukommen.
@Perle: Danke für die Info, jetzt ist mir etwas klarer, wie das funktioniert.
Liebe Grüße
Carolin
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;-)
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Liebe Grüße
Carolin