Heultage/Babyblues
Marlies/Hebamme
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wie war es bei Euch? Hattet Ihr Überhaupt damit zu tun? Wenn ja wie ausgeprägt? Habt Ihr etwas dagegen getan, oder Euch einfach nur ausgeheult?
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Kommentare
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Nach einem Tag war das alles wieder vorbei und dann hat meine Zimmernachbarin, die einen Tag nach mir entbunden hat, nur noch geheult und geheult und geheult, weil sie ausgerechnet dann ihr Kind bekommen hat als die Basler Fasnacht war und sie nicht gehen konnte :eek01: !
Schrecklich! Aber im Nachhinein auch irgendwie lustig, weil das alles dermassen skurril war..!
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Es war auch so ca. 2 Tage nach der Geburt, wie bei Guni. Bei mir wurde eine Not-Sectio gemacht und ich war
eh daneben, physisch und psychisch.
Ich hatte immer Angst, dass ich dem Ganzen nicht gerecht werden könnte. ICH sollte jetzt verantwortlich sein für das Baby? Ich war alleine auf dem Zimmer und immer, wenn ich auf Klo musste, hatte ich Megaangst, dass jemand reinkommen und Greta aus dem Bettchen holen könnte. Voll der Horror.
Dann kam die Heulerei nochmal, als wir daheim waren, also so 9 Tage nach der Geburt. Mein Mann ging den Kühlschrank füllen und ich war ganz alleine mit Greta. Dann habe ich bis abends geheult und gut war.
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Carlo hab ich ja ambulant entbunden und war sofort wieder mit ihm zuhause und am zweiten oder dritten Tag wurde er dann total gelb und die Hebamme hat mir gesagt, dass ich sofort ins Krankenhaus soll mit ihm. Ich hab geheult wie ein Schlossgespenst, dabei konnte ich mit, hab ihn weitergestillt, aber alleine diese Nachricht war so schlimm. Alle anderen waren eher entgeistert, so nach dem Motto: Sei doch froh, dass er jetzt ins KH kann, da wird er wieder gesund. Und es gab niemand, der mich einfach mal getröstet hätte.
Bei Felix weiß ich das nicht mehr so genau und bei Paola hatte ich so zwei Tage, da hab ich nur geflennt und fand alles so furchtbar traurig.
Das fand ich sowieso immer am schlimmsten, dass für alle anderen alles ganz normal ist, nur man selber anscheinend nicht so richtig tickt. Statt dass jemand einen einfach nur mal tröstet und sich ausheulen läßt. Es wissen ja alle, also Eltern, Männer usw., dass Frauen sowas haben und dass es vorbeigeht, da kann man doch ruhig großzügig sein zu der Frau und Verständnis haben, auch wenn es einem vielleicht albern vorkommt.
Na ja, gemacht hab ich nix, außer die Ehemänner vorgewarnt und vorbeigehen lassen.
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Selbst mein Mann hatte so einen Tag, kann das? Der hat geheult wie ein Schlosshund als es hiess, dass ich am 4 tag noch nicht heim darf ;-)
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Bei Tom hatte ich es gar nicht.
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Bei Leander ging es ziemlich schnell wieder weg, da hab ich halt mal richtig geheult und dann wars gut, bei den Zwillingen hat das ne Weile angehalten. Ich weiss noch, dass mich am Tag meiner Entlassung aus dem KH der Chefarzt gefragt hat, ob ich lieber noch dableiben will, weil ich so geheult hab. Weil mein LG mich vorher angerufen und mitgeteilt hatte, dass er ne halbe Stunde später kommt, als angekündigt. Auch zuhause hatte ich dann noch ein paar Mal so Anfälle, weil ich mich einfach überfordert gefühlt hab mit zwei Babies und Kleinkind. Ich meine aber, das hatte nichts mehr mit Babyblues in dem Sinn zu tun, sondern eher mit der schwierigen und anstrengenden Situation am Anfang.
Diesmal mit Antonia hatte ich nichts dergleichen. Nur einmal hab ich geheult, weil ich Stress mit meinem LG hatte. Da war aber definitiv kein Babyblues, sondern Männerblues ;-) .
LG
Kathrin
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Bei Sebastian hat gleich alles gut geklappt und das Wochenbett war dann auch ganz entspannt. :fungif52:
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Tja bei Felix war ja die gesamte erste Zeit ziemlich negativ besetzt. Da kann ich also nicht sagen wovon ich geheult habe. Vermutlich alles zusammen. Ohne Babyblues hätte ich sicher besser mit den Ärzten verhandeln können ect.
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Natürlich gibt es den, wenn auch aus anderen Gründen. Da sind es nicht die Hormone, sondern Unsicherheit, Angst, Überforderung und Glück.
Wenn man scheibar heult, nur weil es kein Mittag gibt, denkt Mann natürlich, er wäre gemeint. Oder er freut sich, dass alle nach Hause kommen hat alles toll gemacht, und dann wird nix daraus.
Da darf man(n) schon auch mal traurig sein.
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Es hat eigentlich auch alles gepasst, Mann war liebevoll und bemüht, ich fand mein Baby ganz wunderbar, es hat auch mit dem Stillen alles gut geklappt und ich hab ab der ersten Minute eine innige Verbindung zum Zwerg gehabt. Aber ich hab mich z.T. ganz schrecklich traurig gefühlt ohne jetzt im Nachhinein zu wissen, warum. Ich konnte es ganz schlecht aushalten, dass nun alle ihr Leben weiterleben und nur ich in meiner 'neuen Welt' gefangen war. Ich habe irgendwie ständig geweint und konnte kaum aufhören. Natürlich wusste auch von Baby Blues und Heultagen, aber als es nach einer Woche nicht aufgehört hat, war ich schon etwas verzweifelt und dachte, da stimmt was nicht. Besonder weil meine Schwester ziemlich schlimme postpartale Depressionen hatte.
Komischerweise hat das aber nur mein Mann so wirklich mitbekommen, scheinbar war ich recht gut darin, die Fassade zu wahren. Sogar die Hebamme war immer begeistert, wie unkompliziert das alles bei uns läuft... Irgendwie war das auch nicht nur Fassade, denn ich war ja wirklich überglücklich über mein kleines, wunderschönes Baby, die erste 'Schreiphase' setzte auch erst deutlich später ein.
Ich hing irgendwie zwischen dem großen Glück und dem großen Unglück fest. Nach ca. 7 oder 8 Wochen konnte ich endlich komplett aufhören zu weinen. Da kam dann meine Schwiegermutter für ein paar Tage, weil mein Mann zu einer Tagung musste. Diese großartige Gefühl der Erleichterung, als ich zum ersten Mal mein Baby aus vollem Herzen genießen konnte, werde ich nie vergessen glaube ich.
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Geheult habe ich nur zweimal im Wochenbett. Als wir nach Hause kamen und mein Schwager und meine Schwägerin die Wohnung geschmückt hatten und Willkommensschilder aufgehangen hatten und als wir den ersten Abend zuhause im Bett lagen ... ich schaute Julika an und heulte vor Glück. :oops: :sunny:
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DAS kommt mir irgendwie bekannt vor! ;-)
Als mir die Kinderärztin in der Klinik am Tag vor unserer geplanten Heimkehr eröffnete, daß Elena wegen Gelbsucht unter die UV-Lampe muß und wir daher nicht heim können, hab ich auch geflennt wie eine Irre, frei nach dem Motto "die nehmen mir mein Kind weg". Dabei war mir sogar selbst bewußt, wie bescheuert ich mich angestellt hab, denn ich konnte auch in der Klinik bleiben und sie weiterhin stillen, was auch super geklappt hat und die Gelbsucht an sich war ja auch wirklich nichts dramatisches. Trotzdem konnte ich den ganzen Abend nicht aufhören zu weinen. Sowas kannte ich von mir vorher überhaupt nicht!
Dann hatte ich nochmal so nen Tiefpunkt um Weihnachten herum. Da war Elena ungefähr 3 Wochen alt und nachts seeehr anstrengend. 3 Wochen schlaflose Nächte mit trotzdem vollen Tagesprogramm (ich habe nie aufgehört zu arbeiten - selbst und ständig.... ihr wißt schon!) haben mich dann doch an den Rand der Erschöpfung gebracht. Da war ich dann auch ein paar Tage ziemlich depressiv und weinerlich.
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Bei No 2 hatte ich das gar nicht
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Man wusste schon, wie man mit einem Baby umgehen muss und was einen so in etwa erwartet.
Und dass die Welt nicht untergeht, wenn man mal ne Stunde alleine ist.
Dazu kam bei mir, dass Lotte wirklich ein genügsames Baby war. Sie wollte viel kuscheln und das habe ich gemacht, einfach so, ohne drüber nachzudenken. Bei Greta hatte ich das Gefühl, immer soviel entscheiden zu müssen. Bei Lotte hab ich einfach gemacht.
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Ich kann mir vorstellen, daß man durch die Hormonumstellung nach der Geburt prinzipiell anfällig für so eine Minidepression ist, es aber noch einen oder mehrere Auslöser braucht, damit es wirklich zu den Heultagen kommt.
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Vielleicht war das auch deshalb, weil ich mir und allen anderen unmittelbar nach der Geburt unbedingt beweisen wollte, dass ich super mit der Situation klarkomme und das emotionale Gerede von fehlender Bindung usw alles Käse ist.
Dafür bekam ich dann eine schlimme Babyblue-Phase Wochen später um den tatsächlichen ET herum- das hat dann auch ganz schön lange angehalten... :sad:
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@crazymarlene: herzlich glückwunsch :happy273:
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Verzweifelte Momente gab's natürlich trotzdem mal, bei Linnea mit den Stillproblemen, und bei Annika, weil ich irgendwann ein ganz schön schlechtes Gefühl dabei hatte, meine Eltern so ewig lange einzuspannen (sie haben hier in der Wochenbettzeit Linnea betreut) ... aber richtige Heultage würde ich das nicht nennen, das waren kurze Anflüge, ansonsten habe ich - wie Eo - die Zeit eher als andauerndes Baby-Bewundern in Erinnerung.
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In den ersten Tagen zu Hause war es richtig schlimm. Ich konnte mich überhaupt nicht über das Kind freuen. War nur abwesend und richtig depressiv.
Ich glaube das lag auch daran, dass sie mir mein Kind nach der Geburt (wegen nichts und wieder nichts) gleich weggenommen und auf die Intensiv gebracht hatten. Erläuterung: ich hab Zucker und sicherheitshalber hatten sie ihn mir gleich zum Durchchecken abgenommen. Ich fande das ganz schrecklich. Eine halbe Stunde nach der Geburt war ich ganz alleine im Kreißsaal. Und das nicht gerade kurz.... Das war eine ganz, ganz schlimme Erfahrung.
Dazu die schlaflosen Nächte. Das Stillen klappte zu Anfang nicht .... ich war nur fertig.
Nach 6 Wochen habe ich wieder mit dem reiten angefangen. Von da an wurd's sprunghaft besser.