Ist mir gerade im Internet über den Weg gestolpert...
wolle ich erst in den Teil "Zu unserem Vergnügen" posten, weil ich es witzig finde.
Aber eigentlich ist es ja auch nachdenkenswert:
_Behandle Freunde und Kinder gleich ... von Erma Bombeck_
Kürzlich hörte ich im Fernsehen einen bekannten Kinderpsychologen sagen,
Eltern sollten ihre Kinder so behandeln,
wie sie mit ihren besten Freunden umgehen würden ... zuvorkommend ...mit
Höflichkeit, Achtung und Diplomatie.
„Mach ich doch", dachte ich. "Ich habe meine Kinder nie anders
behandelt“. Abends kam mir der Gedanke noch einmal in den Sinn und ich
fragte mich: „Spreche ich wirklich so mit meinen besten Freunden wie ich
mit meinen Kindern spreche?“
Nur mal angenommen, unsere guten Freunde, Frank und Christina, kommen
abends zum Essen......
„Also, es wird wirklich Zeit, dass ihr da seid! Was habt ihr eigentlich
so lange gemacht? Getrödelt? Lass deine Schuhe draußen, Frank. Die sind
doch total dreckig. Und mach die Tür hinter dir zu. Habt ihr denn
zuhause Säcke vor den Türen?“
„Und ...... Christina wie ist es dir ergangen? Eigentlich habe ich
gedacht, du kommst schon früher mal vorbei. … Frank! Stopf doch jetzt
nicht so viele Oliven in dich rein, sonst hast du den Bauch schon vor
dem Essen voll. Ich steh’ doch nicht den ganzen Tag am Herd, um dich
dann gleich im Essen herumstochern zu sehen.“
„Habt ihr etwas von den anderen gehört? Wir haben eine Karte von den
Martins bekommen. Ja, die sind schon wieder auf Kreta. Jedes Jahr
derselbe Ort. Was ist los mit dir, Frank? Du machst mich ganz verrückt
mit Deinem Rumgezappel! Du musst doch mal! Geh’ sofort zur Toilette!
Treppe runter, erste Tür links. Und ich will nachher nicht das
Handtuch auf dem Boden finden, verstanden?“
„Hast du dein Gesicht gewaschen, bevor du kamst, Christina? Ich sehe
noch immer dunkle Ränder um deinen Mund. Naja, vielleicht ein
Schatten.... Aber sagt mal, wie geht es euren Kindern? Wenn ihr mich
fragt, es wird heute viel gefordert in der Schule, aber das hat noch
keinem geschadet, oder? Seid ihr alle hungrig? Gut. Dann setzen wir uns.
Ich habe gekocht und ihr wascht nachher ab. Das ist doch nur fair, oder?
Erzähl mir nicht, deine Hände seien sauber, Christina. Ich habe genau
gesehen, dass du gerade den Hund angefasst hast. Du gehst erst noch
einmal Hände waschen, bevor wir anfangen.“
„Frank, du sitzt hier und Christina, du kannst bei dem halbvollen
Weinglas sitzen. Es vergeht ja keine Mahlzeit, ohne dass du etwas
umstößt … So, jetzt aber: Guten Appetit.“
„Frank , warum hast du keinen Blumenkohl auf deinem Teller? Hast du den
überhaupt schon mal probiert, hm? Also, ein Löffel voll wird gegessen!
Wenn du ihn wirklich nicht magst, bin ich die letzte, die dich zum
Aufessen zwingt. Aber ohne Probieren kein Nachtisch! Klar? Und sitz’
grade, sonst wächst deine Wirbelsäule schief. Nun – worüber haben wir
gerade gesprochen? Oh ja, ich wollte von den Gerbers erzählen. Die haben
ihr Haus verkauft. Ich denke, sie ......
„Christina, sprich’ nicht mit vollem Mund! Ich verstehe kein Wort, wenn
du so redest. Und benutz doch deine Serviette!“
In diesem Moment betritt in meiner Phantasie mein Sohn den Raum.
„Wie schön, dass du kommst“, sage ich freundlich.
„Was hab ich denn nun schon wieder gemacht?“ , seufzt er.
(Deutsch von Hilde Fritz und Hannah Hartenberg)
Kommentare
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Aber das erste was mir dazu einfiel ist:
Meine Kinder sind nicht meine besten Freunde.
Ich habe meine Kinder unendlich viel lieber als meine besten Freunde und sorge mich deshalb auch mehr um sie. Ausserdem sind es noch Kinder, auch das ist ein Grund, sich mehr um sie zu sorgen und zu versuchen ihnen zu erklären wie die Regeln in ihrer Umwelt funktionieren.
Über den Ton in diesem Pamphlet kann man streiten, das ist sicher nicht der richtige für den täglichen Umgang mit irgendeinem Menschen - also auch nicht mit den eigenen Kindern.
Aber:
Ich sehe meine Aufgabe als Mutter nicht darin, meiner Kinder beste Freundin zu sein.
Ich finde es auch nicht schlimm, wenn man seinen Kindern klar macht, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Hausarbeit mithelfen kann.
Und kleine Empfehlungen zur Auswahl und zum Zeitpunkt der eingenommenen Snacks spreche ich durchaus auch aus. Denn es ist tatsächlich so:
Ich stelle mich nicht an den Herd und koche, damit sich die, die das essen sollen, in der Zwischenzeit den Bauch mit Snacks vollschlagen. Denn dann sind tatsächlich alle satt und ich hätte mir das Kochen auch sparen können.
Das jetzt nur um mal ein/zwei Punkte aufzugreifen.
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Aber prinzipiell stimme ich Nienna zu: ein Kind ist kein kleiner Erwachsener. Ein Erwachsener weiß im Normalfall, dass er sich nicht den Bauch mit oliven voll haut, damit noch vom Essen was rein passt. Wenn nicht - ist das seine Entscheidung. Ein Kind muss das allerdings noch lernen zu entscheiden, also ist es an den Eltern, darauf hinzuweisen. Ich denke nur auf das WIE kommts an ;-)
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Ich fand es auch amüsant. Vor allem, wenn man sich darin wieder erkennt.
Denn z. B. das hier:
"Und mach die Tür hinter dir zu. Habt ihr denn
zuhause Säcke vor den Türen?"
...könnte übrigens ein Originalzitat von mir sein :biggrin:
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Meine Freunde bekommen da eher mal einen Spruch vor den Latz geknallt
Und mein Mann *räusper*