Hallo,
ich nehme ja seit 6 Wochen Schilddrüsenhormone wegen meiner Schilddrüsenunterfunktion und es geht mir so gut, wie schon seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr oder sogar mehr. Ich bin so glücklich und das war ich schon soooo lange nicht mehr.
Ich hatte ja im letzten Jahr das Gefühl, dass es das jetzt gewesen ist in meinem Leben und dass ich mich damit abfinden muss, dass alles anstrengend, belastend und unbefriedigend und schmerzhaft ist. Ich war nicht mehr glücklich und nicht mehr belastbar, hab mich immer mehr zurückgezogen, weil mir alles zuviel war und war körperlich oft am Limit.
Und dann wurde ja durch Zufall rausgefunden, dass ich eine Schilddrüsenhormonsubstitution brauch und seitdem geht es mir von Tag zu Tag besser. Ich kann wieder schlafen und bin ausgeruht, ich hab fast keine Kopfschmerzen mehr, und die hatte ich die letzten 10 Jahre fast jeden Tag, ich kann wieder mich bewegen, ohne dass mir sofort alles weh tut, ich kann wieder lachen und rumalbern, ich hab wieder Lust auf Sex, ich krieg meinen Tag total gut bewältigt und habe abend, wenn Paola im Bett ist, noch Energie übrig. Ich kann mich besser konzentrieren und bin wieder viel lebhafter und mein PMS ist sogar weg. Ich hab gestern meine Regel gekriegt, und hab es nicht mal gemerkt, sonst war ich eine Woche vorher nicht mehr zu gebrauchen.
Ich kann das alles noch gar nicht glauben, und ich bin so glücklich, weil ich jetzt doch nicht auf dem Abstellgleis lande, wo ich mich noch vor ein paar Wochen befunden habe. Ich hab wieder Lust zu leben und fühle mich seit Jahren wieder gesund.
Das ist so toll und ich freu mich so superdolle da drüber!
Kommentare
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Da entdeckst Du wahrscheinlich ganz neu, was Lebensqualität ist, oder?
Und ganz ehrlich, bei den ganzen Beeinträchtigungen, die Du hattest, hätte ich hier mehr gejammert. ;-)
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Ja, das dachte ich mir auch. Eigentlich finde ich das Freu-Posting auch ein bisschen traurig, weil es Dir so schlecht ging und wir Dich nicht mal aufbauen konnten/durften ;-)
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Und ihr habt mich zwischendurch ganz schön aufgebaut. Es stimmt schon, ich hab nie viel darüber geschrieben, aber ich hab es auch irgendwie für normal gehalten, weil ich das alles schon so lange hatte. Jetzt wo es mir gutgeht merke ich erst, wie schlecht es mir ging, weil ich den Vergleich habe. Aber dass es mir so schlecht ging hat sich ja über viele Jahre schleichend eingestellt, und ich hab nicht gejammert, weil ich eben immer dachte, dass ich damit wohl leben muss, alt werde, in die Wechseljahre komme usw. und halt einfach irgendwie klarkommen muss.
Wenn mich jetzt jemand fragt, wie es mir geht, dann kann ich uneingeschränkt aus vollem Herzen: JAAAAAAAA sagen und meine das auch so. Das war solange weg und ich weiß gar nicht mehr, wann ich das zuletzt sagen konnte.
Hach, das Leben ist schön.
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Vielleicht bringt Dein Erlebnis ja auch andere dazu, eingeschlichene Wehwehchen zu hinterfragen und sich untersuchen zu lassen. Ich denke, dass viele von uns einiges als gegeben hinnehmen und nicht glauben können, dass es sich ändern läßt!
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Dann möchte ich Dich noch fragen, wie Du festgestellt hast, dass Du eine Unterfunktion hast.
Bei mir ist es durch den "Blödsinn" entstanden, dass ich nach der SS nicht mehr abnehmen konnte und ich nach wie vor so dick wie in der SS bin.
Festgestellt wurde dann ein Hashimotosyndrom, das ich angeblich schon immer habe. Es sollte sich so äußern, dass ich mal Phasen habe, wo ich eine Überfunktion habe und mal Phasen, wo ich eine Unterfunktion habe. Ich komme mir allerdings seit den 4 Jahren nach der SS so, als hätte ich nur eine Unterfunktion. Obwohl ich ja Euthyrox 75 nehme, geht gewichtsmäßig gar nichts runter. Und das, obwohl
meine Blutwerte absolut im Normbereich sind.
Aber dieses Mattigkeitsgefühl abends habe ich nach wie vor und ich würde demjenigen um den Hals fallen, der zu mir sagt ich dürfte 24 Stunden durchschlafen, denn das würde ich ohne wenn und aber schaffen.
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Manchmal ist es irre, welch körperliche "Kleinigkeiten" (blöder Ausdruck - ich meine Kleinigkeiten im Verhältnis zu ganz schweren Erkrankungen) solch wahnsinnige Auswirkungen auf den ganzen Organismus und Psyche haben können und wie alles ineinander spielt und greift.
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Iris, bei mir wurde das zufällig diagnostiziert, weil ich vor ein paar Wochen wegen was anderem im KH war und die haben dann ein Blutbild gemacht und gesehen, dass die SD-Werte nicht ok waren, dann bin ich zum Nuklearmediziner zur Abklärung und Diagnostik. Und wenn es dir mit deiner Dosis nicht gut ist, bist du vermutlich nicht richtig eingestellt. Kennst du das MB - HT - Forum? Wenn nein, sag Bescheid, ich PN dir den Link. Superforum, beantwortet einem alle Fragen, wie hier, nur bezogen auf SD-Probleme.
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hatte heute einen Arzttermin wegen der SD. Habe ihm dann die Liste mit den Symptomen vorgelegt, weil ich schon sagte, 70-80 % treffen auch bei mir zu. Er hat sich richtig Zeit für mich genommen. :happy273:
Und dann erklärte er mir auch, dass die Symptome auch trotz der Normwerte zutreffend sein können.
ich habe jetzt mal für 4 Wochen eine Schachtel 100er Wirkstoff von ihm bekommen, mit der Zusage, dass ich dann auch sofort mit Blutabnehmen dran bin, damit man das TSH kontrollieren kann, denn nicht dass es unter den Normbereich fällt und somit eine künstliche Überfunktion ausgelöst wird, was längerfristig auf Herz, Kreislauf und Hirn Nebenwirkungen hat, sprich ich könnte dann irgendwann einen Herzinfarkt, Gehirnschlag oder so bekommen. :erstaunt:
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Aaaaaber, direkt mit 100 anfangen? Und nur TSH kontrollieren? Hast du die Infoseiten gelesen, die ich dir PNt habe? Denn so geht das nicht? Du musst die Medis einschleichen und nicht direkt mit 100 anfangen. Ich hab mit 25 angefangen, hab dann 6 Wochen lang 50 genommen und bin seit letzter Woche bei 75, schneller ist nicht gut, weil der Körper möglicherweise nicht damit zurechtkommt, wenn er direkt so hochdosierte Hormone bekommt. Und außerdem weißt du ja gar nicht, ob 100 nicht vielleicht zuviel ist.
Und beim Blutabnehmen immer ft3 und ft4 mit kontrollieren lassen, nur TSH ist nicht unbedingt aussagekräftig.
Ich glaub, du musst nochmal richtig lesen gehen.
Aber ansonsten natürlich alles Gute und ich hoffe, dass du mit den Medikamenten jetzt auch gut zurechtkommst.
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