als meine Eltern...
das sagen wohl fast sämtliche Kinder der Welt. Ihr auch?
Was schafft Ihr? Oder erwischt Ihr Euch doch immer wieder mit den gleichen dämlichen Sprüchen die Euch genervt haben?
Beim Tausendsten "Warum" zum Beispiel "darum" oder so etwas?
Welche Sprüche fallen Euch von zu Hause ein?
Kommentare
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ich mag gar nicht darüber nachdenken, was ich hier alles an mütterlichem Schrott reproduziere, den ich selbst zu Hause hören musste.....
allein schon die Ansprachen:
"Mein lieber Freund....!" "Frollein...!" alles mit diesem bestimmten genervt drohenden Unterton.
"Halt Dich da raus, ich kann mich selbst um Deine Schwester kümmern."
"Misch Dich da nicht ein, das geht Dich nix an"
usw. und so fort.
Ich arbeite dran....
... irgendwie sind diese Sprüche so in meine Festplatte gebrannt, dass ich es einfach nicht schaffe, sie zu überschreiben. :traurig41:
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Nur bei diesen "Warum"Fragen da habe ich glaube ich doch etwas witziger reagiert als meine Mum, die kam nämlich schonmal mit den "Darum"Antworten oder "Warum ist die Banane krumm" usw.
Ich habe dann einfach mal irgendwann auch den Spruch "Weil ich die Mama bin" aufgebracht und erstmal für einen offenen Mund und wunderbar herrliche Stille mit Fragenbomberei gehabt. Und mittlerweile kommt dann auch schon zurück: Ja ich weiß, weil Du die Mama bist. Und dann müssen wir immer beide ganz toll lachen und auch dann ist erstmal Ruhe mit der Fragerei, weil dann müssen wir uns erst auslachen und das kann dann schonmal eine halbe Stunde dauern. Und in der Zeit kann ich mir ja auch schon wieder neuen Antwortstoff zurechtlegen. :happy273:
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Schade, dass ihr da nichts dazugelernt habt. Ist mittlerweile übrigens strafbar...
Ich wollte gar nicht so viel anders machen und mache mittlerweile nicht mehr so viel anders. In der ersten Zeit waren es die Klassiker: stillen, tragen und bis heute Familienbett. Aber das war mir vorher nicht wirklich klar und ist auch jetzt kein großes Ding mehr zwischen mir und meinen Eltern. Die sind da mittlerweile eigentlich ziemlich offen, haben damals eben vieles anders gemacht...
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Ich habe aber selber ein paar Dinge wirklich anders geschafft. Und das war mein Kind nicht in die Kirche zu prügeln, nicht Sonntags um 12.00 Uhr Mittagessen, bei uns mußte nicht der Teller immer leer gegessen werden und man durfte das Ein oder Andere auch nicht mögen
Was ich früher höchstens gedacht oder ins Tagebuch geschrieben habe, wurde mir von meiner Tochter schonunglos ins Gesicht gesagt. Das war/ist nicht erfreulich :wut93
Da will man ein selbstbewußtes Kind und ist dann die Erste die den Erziehungserfolg zu spüren bekommt. ;-)
Wir bekamen noch sehr viel Prügel, auch in der Schule. Nur mein Vater hat nie geschlagen.
Ich bin etwas erschüttert, dass es zwar verboten ist, aber wohl im Alltag noch immer "anerkanntes" Erziehungsmittel.
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Meine Mutter war ja SEHR milde in der Erziehung, von meinem Vater gab es schon mal ab und zu einen Klaps auf den Po, allerdings hatte er dann jeweils soooo ein schlechtes Gewissen, dass man als Kind eigentlich grundsätzlich "gewonnen" hatte, wenn ihm die Hand ausgerutscht ist. Danach hatte man dann erstmal eine Carte Blanche für mindestens den gesamten restlichen Tag ;-) Suuuper-Erziehungsmassnahme ;-) Kam aber auch eher selten vor und war nicht wirklich heftig, trotzdem entschuldigt er sich noch heute öfters dafür..!
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Das würde mich auch mal interessieren :scratch.:
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Die Sprüche wie: heb deine Füße und schlürf nicht so über den Boden und: wenn du schielst bleiben deine Augen irgendwann so haben mich echt genervt. Aus FRust habe ich meine Füße dann immer bis zu den Knien hochgezogen was meine Mutter noch mehr aufregte :happy273:. Solche dummen Aussagen versuche ich zu vermeiden. Auch Stubenarrest und sowas wird es hier nicht geben.
Ich musste immer auf essen was auf dem Teller war, ob ich das mochte oder nicht teilweise musste ich danach brechen. Meine Kinder müssen nicht aufessen und ich stelle auch nur das hin wo ich weiß das sie es auch mögen. Diese Sprüche: wenn du auf isst scheint die Sonne sage ich auch nie. Was soll das?
Boah ich glaube meine Mutter hat mich mit Absicht so gequält :flaming01:
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Wenn ich an meine Erziehung zurückdenke, kommt mir das vor wie Steinzeit, so lang ist das schon her und so anders wird das meiste heute Gott sei Dank gemacht. Wir wurden schreien gelassen, 4-Stunden-Mahlzeiten, wurden geklapst und gehauen , auf den nackten Po und auch mit Gegenständen wie Gürtel und Kochlöffel, und sich vertrauensvoll an Eltern wenden gab es nicht. Ging es einem schlecht, war man schon irgendwie selber schuld.
Ich hab mich wie Marlies früh vom Acker gemacht, aber richtig gut überstanden hab ich es nicht, deswegen kann ich auch nicht verstehen, wie man so lapidar mit "Klapsen" und dergleichen umgehen kann.
All die Sachen hab ich bei meinen Kindern nie gemacht, wobei meine Mutter das immer gut fand, obwohl sie es früher nicht gut hinbekommen hat. Hätte sie einen anderen Mann gehabt, wäre sie bestimmt eine andere Mutter gewesen, in Wirlichkeit ist sie nämlich zärtlich und warm, aber sie hat sich ihrem Mann untergeordnet, und der war eben nicht nur zu uns brutal.
Wenn Teenies aufmüpfig und frech werden und immer dagegen, find ich das eigentlich gut, denn dann haben sie ja die Traute, sich gegen einen aufzulehnen. Am schlimmsten finde ich, wenn man den Kontakt oder die Beziehung zu den Kindern verliert. Das hab ich bei Carlo und Felix aber glaube ich ganz gut geschafft. Auch in den schwierigsten Pubertätszeiten hatten wir immer noch einen Draht zueinander. Ich bin immer wieder auf die zugegangen und hab den Kontakt gesucht und auch wenn sie nach außen total kratzbürstig und garstig waren, haben sie es trotzdem immer gebraucht und gut gefunden.
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Schläge jeglicher Art gab es für uns nicht im Sinne von Erziehungsmaßnahme. Meiner Mutter ist bei mir 3 mal die Hand ausgerutscht und mir bei Elena 2 mal. Das kann passieren und wird verziehen aber nicht vergessen und ist nicht vor sich selbst zu entschuldigen sondern nur zu erklären. Was meine Mutter und ich dann auch gemeinsam haben, ist ein ewiges schlechtes Gewissen und die Scham deshalb.
Im großen und ganzen bis darauf das ich eben strenger bin und versuche mich nicht zu vergessen, mache ich es so wie meine Eltern, denn ich hatte eine wunderschöne Kindheit und noch immer ein tolles, vertrauenvolles Verhältnis zu meinen Eltern und ich hoffe das ich das mit meinen Kindern auch immer haben werde
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Dann (ich war so 11 Jahre alt) fing meine Mutter an zu trinken und sie haben sich mit viel, sehr viel Streit getrennt. Ich kann mich (Gott sei Dank) an vieles nicht mehr erinnern. Scheint eine Schutzfunktion zu sein.
Meine Mutter fand einen neuen Partner, den ich auch sehr mochte, der aber mit ihrer Alkoholkrankheit auch nicht klarkam. Es war eine schlimme Zeit bis zu meiner Volljährigkeit.
Ich war dann immer auf Achse, Pfadfinder, Messdiener, Ferienlager, Freundinnen, Hauptsache weg.
Ich möchte meinen Kindern niemals das Gefühl geben, sie müssten von zu Hause weglaufen, weil es dort nicht schön ist. Ich möchte, dass sie sich hier wohlfühlen, auch wenn wir eine nur sehr kleine Wohnung haben.
Sie sollen es kuschelig und gemütlich haben.
Ich erziehe konsequent, natürlich ohne jegliche Klapse oder Schläge, lass mich aber auch mal zu was überreden. Warum nicht?
Ich möchte, dass sie wissen, dass Mama und Papa sie lieben und das auch immer tun werden, egal was passieren wird.
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ICh glaub ich mach vieles wie meine Eltern. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit. Klar einige Dinge hat man noch anders gemacht. Meine Mutter hat mich nicht gestillt obwohl sie wollte. Man hat noch nach Zeitplan gefüttert..mit 8 Wochen Brei geben ect. Das mache ich heute schon anders.
Meine Mutter akzeptiert es auch wenn sie in einigen Dingen anderer Meinung ist. Geschlagen wurden wir nie..ich kann mich an 2-3 mal erinnern wo meinen Eltern die Hand ausgerutscht ist..was ihnen aber furchtbar leid tat. In den Schlaf begleiten war normal..und man durfte Nachts bei Mama unterschlupf suchen. Genauso mußte bei uns keiner Aufessen...
Ok die Sprüche kenne ich auch noch zu genüge:
Füße unter dem Tisch
Mach mal die Augen zu dann weißt du was dir gehört. ect
ICh denke einfach das ich vom Character her meiner Mama sehr ähnlich bin und deshalb vieles auch gleich handhaben werde. Wir sind beide Nervenbündel die man nicht zu sehr reizen sollte.
Aber alles in allem wird die Erziehung hier vermutlich ähnlich laufen wie bei mir zu Hause.
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Trotzdem fällt mir auch immer mal wieder auf, dass wir doofe Sachen sagen, die in mir ein Gefühl der Kindheit wieder aufleben lassen. Ganz oben auf der Liste steht ein genervtes: "Ich kann das jetzt nicht, ich hab jetzt keine Zeit."
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Das passiert mir auch öfter mal, aber meist merk ichs noch und nehm mir lieber die Zeit für die Kinder.
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ich habe auch so 68-er-Eltern, und ich vermute mal, wenn es einen Bruch gab, dann zwischen der Erziehung meiner Großeltern und der meiner Eltern. Im Nachhinein finde ich meine Eltern einerseits zwar liebevoll, andererseits aber auch sehr intellektuell und verkopft und sie haben den Fehler gemacht uns zu sehr in ihre Probleme einzubeziehen, da gab es dann zu wenig gesunde Distanz und ich habe mich dann immer in diesen Problembrei mit reinziehen lassen und war oft überfordert. Das mache ich, denke ich schon anders, es geht nicht darum zu verheimlichen, wenn es jemandem mal schlecht geht, aber es gibt auch Dinge, die möchte ich eben nur unter Erwachsenen besprechen und das möchte ich auch so halten, wenn unsere Kinder größer werden.
Und was meine Eltern wirklich selten gemacht haben, war, Spiele mit uns zu spielen, also Brettspiele oder ähnliches. Das finde ich heute noch schade, aber meine Eltern scheinen wohl insgesamt nur wenig damit anfangen zu können.
Viele Grüße
Katrin
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Was mach ich anders als meine Eltern?
Soweit mag ich gar nicht ausholen - dass ich beschreibe, wie ich groß geworden bin...
...bezeichnend ist eigentlich nur, was ich ANDERS machen möchte als meine Eltern
Mein Kind darf und soll mir Widerworte geben können. Ich werde mein Kind nicht verbal demütigen, es niemals schlagen - dazu gehört für mich auch ein Klaps auf den Po oder hinter die Löffel und ich werde mein Kind nicht für "ungebührliches Benehmen" oder sonst irgendwelches Benehmen bestrafen und ich will es als eigenen Menschen mit eigener Meinung annehmen können. Das sind so meine Vorstellungen - bis dahin ist alles gut in meiner Welt
Nur mit dem Umsetzen hapert es ab und an. Ist aber nicht schlimm. Mein Kind kennt mich. Und es weiß auch, wenn ich mal sage, dass ich keine Zeit habe oder einen Wutanfall bekomme, dann ist es so - aber es liegt nicht an ihm, sondern es ist mein Problem und es ist außerdem nicht schlimm, weil es bald wieder anders aussieht. Wie sich mein Kind später entwickeln, vielleicht "aus dem Ruder laufen wird" ist sein Part. Ich ebne ihn den Weg, begleite, helfe, - was er dann aber daraus macht, ist sein Bier bzw. sein Leben, auch wenn ich dann vielleicht einige Tränen vergießen werde. Ich werde immer für ihn da sein, aber dass ich ihm zu irgendwas - was in meinen Augen als besseres Leben scheint - überreden oder gar nerven werde...dass möchte ich nicht.
Vor der Pubertät hab ich irgendwie keine Angst. Das regelt sich alles, wenn man im Kontakt bleibt und das Gespür und den Respekt nicht verliert. Das ist natürlich keine Garantie, aber Garantie gibt es nie im Leben. Ich lebe mit meinem Kind im JETZT und das versuchen wir am besten über die Runden zu bekommen. Auf die Zukunft schaue ich nicht. Die kommt meist erstens anders und zweitens als man denkt. Auf dieses im JETZT-Leben baut sich jedenfalls Schritt für Schritt alles auf. Wenn man mal einen Schritt verpasst, rumst man nicht gleich die ganze Treppe runter, sondern strauchelt man "meistens" nur. Soweit die Theorie
Ich hab jedenfalls ein gutes Gefühl und ich weiß, dass mein Kind später nicht abends im Bett liegen und wilde Rachepläne schmieden wird für die Zeit, wenn er größer ist und sich wehren kann.
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Das wollte ich noch editieren, kam nicht mehr dazu...
das "ich weiß" möchte ich gern ersetzen durch "ich hoffe"
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Persönlich finde ich manchmal erschreckend, von welchen erziehungtechnischen Dingen sich selber schwer oder gar nicht löst.
So ein Spruch wie: "erst die Arbeit dann das Vergnügen" hat mein halbes Leben begleitet.
Den habe ich bestimmt auch unzählige Male gesagt. Ich höre heute noch mein Oma oder auch meinen Vater wenn ich ihn mal nicht befolge. :salut:
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