Hallo ihr Lieben,
ich arbeite gerade wieder an zwei Artikeln, bei denen ich für Euer Feedback dankbar wäre.
In dem ersten geht es darum, wie Euch Euer Kind/Eure Kinder verändert hat/haben. Erkennt iHr Euch noch wieder, wenn Ihr in den Spiegel guckt? Was ist anders, was ist gleich? Welche Veränderungen sind bleibend, was wird sich bald wieder auf Normalmaß einpendeln?
Gebt mir doch mal Input, gerne auch per PN. Einzelne Texte, Zitate, Gedanken würde ich gerne mit Namen veröffentlichen, da frage ich aber in jedem einzelnen Fall noch mal vorher nach.
Ja, und für eine zweite Geschichte suche ich noch Familien, die Lust haben, sich ihren Carbon Footprint (Co2-Fußabdruck) ausrechnen zu lassen und dann mit Foto im Heft zu erscheinen. Es geht in der Geschichte darum, wie Familien nahhaltig leben können, und es werden ca. fünf verschiedene Familien vorgestellt, die auf unterschiedliche Weise zu ganz unterschiedlichen Bilanzen kommen: Eine hat vielleicht nur ein Kind und lebt in einer kleinen Stadtwohnung, fliegt dafür aber zwei Mal im Jahr in den Urlaub. Eine Familie lebt vielleicht mit drei Kindern auf dem Land, hat zwei Autos, isst aber praktisch nur regional angebautes Essen. Ich brauche möglichst verschiedene Familien, die bereit sind, recht detailliert Auskunft zu geben über Lebensgewohnheiten etc. (natürlcih wird nur ein Bruchteil davon veröffentlicht, und alles wird vorher abgesprochen). Dafür gibt#s ein schönes Familienfoto und eben einen professionell ausgerechneten Fußabdruck mit - auf Wunsch - Tipps zur Verbesserung der Bilanz für die Zukunft.
Freue mich auf Eure Nachrichten und stehe für Fragen jederzeit zur Verfügung.
Viele liebe Grüße
Nora
Kommentare
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Verändert haben sich sicherlich viele Rahmenbedingungen. Also, die finanzielle Seite ist natürlich nicht mehr die selbe wie vorher und so "Nulltage", an denen man nur vom Sofa zum Kühlschrank pendelt und rein überhaupt nichts macht, sind natürlich nicht mehr möglich. Denen trauere ich schon ein bisschen nach ;-) Dafür habe ich viel mehr Kontakt zu Leuten aus den unterschiedlichsten Generationen, weil Johann wirklich ALLE belabert - vom Baby bis zum Senior. Ich glaube, ich habe mich vorher nie mit so vielen Leuten unterhalten wie jetzt. Und das ist eigentlich auch ganz schön ;-) Ja, wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fällt mir sicher noch mehr ein, aber das so "auf die Schnelle"
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Abgesehen davon, dass ich beim Blick in den Spiegel jetzt ein Doppelkinn sehe - und ich könnte schwören, vor der Schwangerschaft war das noch nicht so ausgeprägt! - glaube ich, dass ich mich nicht so wahnsinnig verändert habe. Allerdings denke ich immer einen Schritt weiter als früher, ich muss mehr planen und bin weniger spontan. Aber das man anders ist, ist doch auch interessant. Ich vermisse mich eigentlich nicht, also für den Fall, dass ich vor vier Jahren tatsächlich noch ganz anders war...
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in bezug auf den Co2 Abdruck wäre meine Freundin mit ihrer Familie vllt. interessant. Sie ist Amerikanerin, ihr Mann Deutscher, sie leben hier in Deutschland und haben sich ganz bewußt gegen ein Leben mit Auto entschieden. Und das bei drei Kindern (alle unter 4 Jahren). Vielleicht wäre das interessant. Falls ja, dann melde dich, dann würde ich bei ihr nachfragen, ob sie Interesse an einem Interview o.ä. hat.
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Ich bin der Meinung, dass ich noch nach wie vor die selbe bin. Ich habe meine Gelassenheit behalten, aber die Spontanität bleibt schon etwas auf der Strecke. Man muss jede größere Veränderung (Umzug, Auslandsaufenthalte, Urlaub, usw.) ganz anders planen.
Was noch mit dem Kind kam, war eine gewissen Selbstfindung. Man reflektiert sein eigenes Leben als Kind nochmal sehr deutlich und überlegt, was man daraus beibehalten will oder was die eigenen Eltern falsch gemacht haben. Ich habe auch sehr viel Selbstvertrauen hinzugewonnen und kann meine Grenzen besser abstecken, merke sie aber auch deutlicher ;-) .
Wie das genau ist mit dem Fußabdruck würde mich auch interessieren.
Wir haben zwar ein Auto mittlerweile, nutzen das aber nur seltenst, weil wir den ÖPNV oder noch eher das Fahrrad nutzen in der Stadt.
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Unsere Beziehung ist sehr viel harmonischer und erfüllter geworden und wir sind beide voller Vorfreude.
Was mich persönlich betrifft, hat sich meine Einstellung zu vielen Dingen verändert. Ich selbst arbeite mit kleinen Kindern (6 Monate bis 3 Jahre) und den Eltern, da ich bis zum BV eine Krippe geleitet habe. Schon vorher hatte ich somit beruflich mit dem Thema Erziehung zu tun. Ich hatte zum Thema Stillen, Impfen, Erziehung, Schlafen eine eigene Meinung (z.T. vielleicht auch Vorurteile), die sich nun als werdende Mama noch einmal sehr geändert hat. Vielleicht, weil ich mich mehr damit auseinander gesetzt habe, auch dank dieses Forums. Aber auch, weil es mich selbst betrifft und ich für mein Kind das BESTE möchte. Kurzum, wenn ich nach der Elternzeit zurück in meinen Beruf gehen, werde ich ganz sicher nicht mehr die gleiche Leitung sein und meinen Beruf anders ausfüllen. Was das private Umfeld betrifft, merke ich, dass ich manchen Menschen gegenüber weniger kompromißbereit bin und meine Grenzen setze, zum Schutz meiner kleinen Familie. Das ist eine sehr postive Entwicklung. Innerlich habe ich das Gefühl, angekommen zu sein. Mal sehen, ob ich das in ein paar Wochen auch noch sagen kann.
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Das mit dem weniger perfektionistisch kann ich auch so unterschreiben. Ich war eigentlich ein recht geordneter Mensch, ich habe immer alles vorgeplant und -organisiert und konnte nicht so gut mit plötzlichen Veränderungen umgehen. Inzwischen bin ich da wesentlich entspannter und die ganzen kleinen Alltagskatastrophen, die es mit Kindern eben so gibt, werfen mich (inzwischen ;-) ) nicht mehr aus der Bahn.
Was leider etwas auf der Strecke geblieben ist, ist meine Unternehmungslust. Ohne Kinder bin ich sehr oft auf Konzerte gegangen und bin für meine Lieblingsbands auch gerne mal quer durch Deutschland getingelt :oops: Solche Geschichten kann ich mir natürlich nicht mehr erlauben und das ist ein Punkt, den ich manchmal schon sehr vermisse weil dadurch auch einige schöne Freundschaften etwas eingeschlafen sind. Außerdem bin ich im Moment auch einfach oft viel zu platt, um etwas zu unternehmen, selbst wenn ich die Zeit dazu hätte.
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vielen Dank für Eure Rückmeldungen, sehr spannend zu lesen und hilfreich für mich. Auch Dein Angebot, Eo, mit dem Fußabdruck freut mich sehr. Ich komme bald per PN darauf zurück. Allzu aufwändig wird das aber nicht, das kann man alles über Telefon und Mail machen.
Gerne würde ich Euch schon heute allen persönlich antworten, so hatte ich es eigentlich auch geplant, doch nun fällt die Tamu aus und ich muss improvisieren ... ich habe Euch aber nicht vergessen und melde mich bei jedem einzelnen von Euch ganz bestimmt, ok?
Liebe Grüße
Nora
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Darüber hinaus kann ich eigentlich sagen, dass ich erst durch die Kinder so richtig im Leben "angekommen" bin. Ich bin standfester geworden, weiß, was ich will und was nicht, und setze klare Prioritäten.
Rein von außen betrachtet fällt das nicht auf, weil ich immer sehr ehrgeizig war; ich habe nach dem Abi mein Studium angefangen, aber da erstmal ziemlich rumgewurschtelt (v.A. was Anwesenheiten betraf ;-)) ... ich war mir nie sicher, ob das wirklich das Richtige ist, und auf mich selbst bezogen war ich immer sehr unsicher, habe alles mögliche an mir bemäkelt und wollte immer perfekt sein. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass ich einfach nicht ausgelastet war, bzw. dass mir Kinder fehlten.
Seit meiner 1. SS habe ich die ZEit, die ich fürs Studium hatte, viel intensiver genutzt, habe zügig voran studiert, war mir auch dann sicher, das richtige zu studieren und hatte ein klares Ziel. Mein Perfektionismus hat sich gewandelt ... ich habe immer noch hohe Ansprüche an mich selbst, wenn ich etwas mache, aber ich habe nicht mehr den Anspruch, eine andere, bessere Person zu sein - ich mag mich so, wie ich bin, und weiß jetzt genau, was ich gut kann und was nicht. Im Großen und Ganzen waren die Kinder ein ganz wichtiger Schritt für mich, zu meiner eigenen Persönlichkeit zu finden.
Natürlich haben sich auch die Interessen und Kontakte verändert. Ich habe keine Lust, abends mit Freundinnen wegzugehen, sondern gehe lieber zu einem Frühstück/Brunch oder treffe mich zu Hause zu einem netten Spieleabend. Ich könnte nicht mal sagen, dass ich da irgendwas vermisse.
Ich war immer schon lieber mit älteren Leuten zusammen, aber hatte immer das GEfühl, da irgendwie "nicht anerkannt" zu werden ... dadurch, dass die meisten anderen Eltern im Kindergarten rund 10 Jahre älter sind als wir, haben sich da einfach Kontakte ergeben und mir tun die gut. Anfangs war ich da noch ein bisschen zurückhaltend, aber da den anderen egal war, wie alt ich bin, habe ich diese Scheu auch abgelegt.
Es ist auch immer nett, wenn ich mich mit den Mädels aus der Schulzeit treffe ... das erfrischt auch zwischendurch, und wir haben zwar seltener aber immer noch guten Kontakt zueinander ... aber ich merke, dass wir einfach in 2 völlig unterschiedlichen Welten leben - da sind ganz andere Themen aktuell.
Kurz gesagt, durch die Kinder bin ich reifer, selbstsicherer, zielstrebiger und gelassener geworden!
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ich wollte nur kurz bescheid sagen dass das Heft mit den beiden besagten Artikeln und reger Forenbeteiligung nun im Handel erhältlich ist.
Liebe Grüße
Nora