Arbeiten als Mama....

bearbeitet 25. 01. 2011, 10:12 in Plauderecke
Hallo meine Lieben,

mich würde mal interessieren wie ihr Arbeit/Familie miteinander vereinbart.
Geht ihr arbeiten? Minijob, Teil- oder Vollzeit?
Tut ihr das des Geldes wegen oder zur eigenen "Befriedigung"?

Bin im Moment total unschlüssig was ich tun soll...ich will für mich gerne arbeiten und das Geld brauchen wir auch.
Mein Mann verdient knapp 2000 brutto/ Stkl. 3 und ich habe 2 Stellenangebote und weiß nicht wofür ich mich entscheiden soll.

Variante 1: Nachmittags 2 Stunden putzen, Sohn geht zur Oma es fallen also keine Betreuungskosten an, Minijob keine Abzüge, ca 340 € im Monat Verdienst
Variante 2: 7 Uhr bis in den frühen Nachmittag variabel, Sohn muß 6:30 Uhr in den Kinderhort-dann Schule-nach der Schule wieder Hort bis ich fertig bin mit arbeiten, Hort kostet 110 € mit Ferienbetreuung, Verdienst knapp 1000€ brutto, nach Abzug der Steuern Stkl. 5 bleiben noch 650 € über, also nach Abzug Hort 550 €

Kurz und knapp, 340 € gegen 550 €, lieber den höheren Verdienst oder weniger Arbeit? Wie würdet ihr euch entscheiden? Schon wahnsinn das man 2 zu 6 Stunden arbeitet und nur knapp 200€ mehr hat :shock:

Jetzt bin ich mal auf Meinungen gespannt :D

Kommentare

  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Puh, ich bin froh dass ich selbständig bin... Du sagst ihr könnt das Geld gebrauchen, aber hast du mal ausgerechnet ob ihr mit den 340 auch zufrieden wärt oder ob es zwingend die 550 sein müssen? Denn wenn es vor allem ein netter Zuverdienst wäre, würde ich Variante 1) wählen. In der zweiten Variante hast du ja auch viel weniger Zeit fürs Kind. Und wenn man schon soooo viele Abstriche machen muss - also viel Betreuungszeit, Geld für die Betreuung, früh aufstehen etc. - dann würde ich lieber auch ordentlich verdienen (nicht, dass ich 550,- für nix halte, aber verglichen mit all dem Aufwand??). Evtl. kann man den Putzjob ja auch noch mit einem zweiten solchen verbinden, ich weiß jetzt nicht wieviel man insgesamt beim Minijob haben darf.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke für deine Antwort.
    Alessio geht so oder so bis 13 Uhr in die Schule, es wären so gesehen "nur" ca 2 Stunden weniger Zeit mit ihm. Also hier und dort 2 Stunden nachmittags.
    200 Euro sind 200 Euro mehr, nicht überlebendsnotwendig hilft aber ungemein.
    Es ist ja gerade das das man bei Variante 1 so "schlecht" verdient.
    Ich bin total unschlüssig......und morgen muß ich eine Entscheidung treffen :scratch.:

    Ich habe auch schon darüber nachgedacht. vielleicht finde ich ja noch nen Minijob vormittags aber ich weiß nicht ob sich sowas rechnet.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber der Hort würde nur bei Variante 2 anfallen, oder? Von daher finde ich jetzt so gesehen gar nicht, dass man bei 1) so schlecht verdient - denn Steuern und Hortkosten bei 2) sind ja doch enorm, verglichen mit dem Verdienst. 200 von 300 rauskriegen oder 500 von 1000 ist doch ein ziemlicher Unterschied. Ich finde, bei 1) tut es nicht so weh, wenig zu verdienen.
  • nitra1973nitra1973

    132

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    bei Job Nummer 2 zahlst du in die gesetzliche Rentenkasse ein, bei Nummer 1 doch nicht wirklich oder???
    Vllt. ist das ausschlaggebend für dich?

    Wie oft wäre denn die Hortbetreuung?

    Fahrzeit?

    Wie oft mußt du los bei Job 1 und 2?

    Ich persönlich fände die Putzerei nicht so prickelnd, abr nur deshalb weil ich bei mir selbst nur mit Müh und Not hinterherkomme ;-) Und woanders soll dann alles blincken....
    Aber das kann man sich ja nicht immer aussuchen.
    ich selbst würde gerne bals wieder arbeiten, aber mein Arbeitgeber würde mich bei ner Halbtagsstelle ins 70 km entfernte Kiel schicken und ich müßte tgl ca. vier Stunden arbeiten....Da sag ich natürlich "dann nicht!" und schau nach was anderem....

    LG und frohes schaffen!
    Nitra
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die Putzstelle ist auf Minijob Basis in einer Bank, also nicht im Privathaushalt. Das mit der Renteneinzahlung ist natürlich richtig. Beide Jobs sind Mo-Fr täglich entweder 7-14/15 Uhr oder 16-18 Uhr.
    Fahrzeit habe ich keine, beide Jobs sind im Ort, zur Putzstelle habe ich gerade mal 5 Minuten, zur anderen knappe 20 Minuten zu Fuß.

    Ich werde mich zu 98% für Job 2 entscheiden, habe gerade einen Anruf bekommen der einiges geklärt hat.
    Ich hatte mich ja sowieso schon gefragt warum man dort sowenig verdient.
    Es läuft so: Man arbeitet 40 Std. die Woche bekommt 32,5 Std bezahlt. 30 Stunden pro Monat 1 2 3 +10 Std im 4. Monat kommen auf ein Stundenkonto auf dem dann 100 Stunden sind falls mal wenig Bedarf an Arbeitskräften herrscht. So wird keiner entlassen und kann ein Monat zuhause bleiben und bekommt 100 Stunden gezahlt. Nach den 4 1/2 Monaten bekommt man die vollen 40 Stunden wöchentlich bezahlt was dann wiederrum 770 € netto macht und davon bleiben mir dann wegen der Hortbetreuung noch 660 €.

    Hat jemand Erfahrung bei Ehepartnern wenn der eine Stkl. 3 hat und der andere Stkl. 5, stimmt es das man dann eine hohe Rückzahlung bei der Einkommensteuer bekommt?
    Seit Geburt meines Sohnes habe ich nur auf Minijobbasis gearbeitet.
  • nitra1973nitra1973

    132

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo,

    eine hohe Rückzahlung gibt es bei hohen Ausgaben, zB. du oder dein Mann fährst tgl. 100 km - dann gibts die Pendlerpauschale, die du geltend machen kannst. Oder Fortbildungskosten gibts manchmal anteilig wieder.
    Ansonsten wird die Kombination 3/5 gewählt, um die monatliche Vorrauszahlung zu reduzieren. Dadurch wird die Rückzahlung eher geringer!
    Verdienen beide nahezu das gleiche Gehalt macht 4/4 her Sinn.....

    Das mit der Stundenberechnung in deinem zukünftigen Job kann ich nicht so nachvollziehen. Steht das auch im Arbeitsvertrag, dass die Stunden zeitnah abgebaut werden? Nicht, dass du irgendwann 1000 Überstunden hast...........

    LG
    Nitra
  • NanakiNanaki

    3,896

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Man kann übrigens auch bei Minijobs (400 Euro Jobs) auf freiwilliger Basis in die Rentenkasse einzahlen. Kostet, wenn man monatl. wirklich an die 400 Euro rankommt, etwa 20 Euro/Monat.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wüßte nicht wie ich mich entschieden hätte. Kommt wirklich darauf an, wie sehr man auf das Geld angewiesen ist. Ich zum Beispiel bin auf Arbeit und Geld angewiesen. Ich hab laut Arbeitsvertrag 20 h/woche. Aber immer so um die 25- 35. Manchmal auch noch mehr. Wir bekommen aber jede Überstunde bezahlt und ich brauch die ÜS auch. Verdienen tue ich je nach Stunden. Vielleicht so zwischen 1100- 1200 netto. (Ich arbeite aber auch am WE und hab früh, mittel oder Spätdienst). Plus Kindergeld und noch 244 € Unterhalt. Der steigt ja ab März. Ich komm nicht groß zum sparen, aber gut über die Runden. Und der Job geht auch nur, weil ich meine Mama hab. Wegen der Betreuung, sonst hätte ich echt ein Problem.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ah ok ich dachte das wäre andersrum bei der Steuerklasse. Eine kleine Rückzahlung bekommen wir eh meistens da mein Mann täglich 32 km einfach zur Arbeit fährt.
    Ich wurde gestern nochmal angerufen, konnte den Betrieb besichtigen und werde nun für einen Probearbeitstag angerufen. Der Personalchef hat mir allerdings schon fest zugesagt es kommt nur darauf an ob mir die Arbeit gefällt, aber das tut sie sicher sonst hätte ich mich nicht beworben :)
    Nochmal zur Erklärung zum Stundenkonto/Überstunden, mehr als 100 Stunden dürfen nicht zusammen kommen was darüber kommt wird sofort im jeweiligen Monat ausbezahlt. Auch wenn ich kündige oder gekündigt werde bekomme ich jede Stunde ausbezahlt. Diese 100 Stunden sind sozusagen ein Polster das nicht sofort entlassen werden muß wenn wenig zu tun ist bzw. ich zuhause bleiben muß und ich kein Gehalt bekomme. So bekomme ich jedes Monat das gleiche egal wie oft ich dort war. Finde ich zum Teil gut und schlecht, mir wäre es schon lieber gleich das zu bekommen was ich gearbeitet habe aber andererseits bin ich in der Nebensaison sicher. Und was ich auch sehr wichtig finde, ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Lohnerhöhung im ersten Jahr nach 2,6,9 Monaten und Weihnachtsgeld gibts auch.
    So jetzt warte ich mal auf den Anruf :)
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