Armut und Globalisierung

LenchenLenchen

4,118

bearbeitet 5. 07. 2004, 11:05 in Plauderecke
Nachdem der andere Thread ja leider gesperrt ist, würde ich einen Aspekt dieser Diskussion gern noch mal aufgreifen, weil ich doch sehr ins Nachdenken gekommen bin... (Und Marlies hat's erlaubt! ;-))

Ich glaube, dass man andere Länder, zumindest, oder vor allem Europa, beim Thema Armut schon im Auge behalten sollte. Denn auch hier zieht doch die so viel zitierte, manchmal hochgelobte, manchmal verteufelte Globalisierung. Wenn die Welt oder zumindest die EU zusammenwächst, ist es doch klar, dass sich die Verhältnisse angleichen werden. Und wenn man sich in der EU umschaut, merkt man, dass es in der überwiegenden Mehrheit der Staaten (den neuen Ost-Staaten, Spanien, aber z.B. auch Großbritannien) noch ein ganzes Stück übler aussieht als bei uns. Natürlich hilft uns das hier in Deutschland kein Stück weiter. Und es ist auch nicht zu verlangen, dass jemand, der sich fragt, wie zum Teufel er die Autorechnung bezahlen soll, damit er zum Supermarkt kommt, dafür groß Verständnis aufbringt. Aber wenn man das zur Kenntnis nimmt - zumindest stelle ich das zur Diskussion - ist es doch recht naiv, anzunehmen, dass sich die Situation hier in den nächsten Jahren einfach so, oder durch ein bisschen Protestieren, bessern wird. Ich sag ja nicht, dass wir resignieren sollen und uns damit abfinden, dass die Zeiten schlecht sind und noch schlechter werden. Aber darauf vorbereiten sollten wir uns vielleicht...

Kommentare

  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich verfolge die Diskussion(en) zu dem Thema mit gemischten Gefühlen. Momentan habe ich nämlich überhaupt kein Problem. DAs kann sich aber sehr schnell ändern....

    Aber was kann man denn wirklich tun? Politisches Engagement ist da wohl das Mittel der Wahl - mal vom eigenen persönlichen Beispiel im Alltag abgesehen (das schwerere meiner Meinung nach). Also ncihts verschwenden, nichts unsinnig überteuertes Kaufen, günstige Alternativen suchen und nutzen aber die wichtigen Dinge, wie z. B. Ernährung(!!!) nicht brach liegen lassen.

    Nur, das hilft dem Ausland ziemlich wenig. Und oft ist es bei finanziellen Dingen doch echt so: "Ich (meine Familie) bin mir selbst der Nächste"

    Wobei eins fällt mir noch ein: Die Grau- und Schwarzmärkte. Und das hat viele Bereiche. Die Schreibwaren für Zuhause aus der Firma mitnehmen. Die Briefe dort ausdrucken - Toner sparen. Oder: mein Schwager ist Hoteldirektor. Arbeiten bei ihm zu Hause macht somit grundsätzlcih der Haustechniker des Hotels. Den Maler ohne Rechnung kommen lassen....

    Aber das ist wohl am schwersten - auch für mich! Alle anderen machen es, warum soll man der Depp sein, und oft könnte man es sich einfach nicht leisten....

    Was meint Ihr, wäre noch gut als Maßnahmen? Was davon ist aber nur in der Theorie möglich?
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es gibt einen alten Spruch, der da heißt "es ist was faul im Staate Israel" und zum Ausdruck bringen soll, dass etwas unheimlich im argen liegt.

    Für mich ist nicht nur im Staate Israel etwas faul sondern eigentlich weltweit. - Es stellt sich doch die Frage, was wirklich ursächlich dafür verantwortlich zu machen ist. Nur haben sich darüber schon schlauere Menschen als wir die Köpfe zerbrochen und sind zu keinem Ergebnis gekommen.

    Ist es die Globalisierung, so wie von den Globalisierungsgegnern behauptet wird? Oder ist es der umgekehrte Fall, so wie die Befürworter der Globalisierung gern propagieren?

    Ich denke, dass das hauptsächliche Problem in den vergangenen Jahrzehnten zu suchen ist. Misswirtschaft an allen Ecken und Enden, permanente Neuverschuldung statt real marktwirtschaftlicher Führung - all das dürfen wir (und das meine ich jetzt länderübergreifend) heute ausbaden, ohne einem Ende in Sicht.

    Dass sich Dinge verändern müssen, um nicht endgültig in den Staatsbankrott zu schlittern, ist klar. Jedoch muss über die Vorgehensweise diskutiert werden. Es kann und darf nicht angehen, dass jeder sich selbst der nächste ist, genau so dürfen auch gewisse Bevölkerungsgruppen nicht mit immer neuen Steuergeschenken von der Solidargemeinschaft ausgeschlossen werden.

    Ich sage immer, dass ich bereit dafür bin, meinen Anteil zu leisten. Ein Beispiel: Ich bin absolut damit einverstanden, dass es die Praxisgebühr, so wie sie derzeit praktiziert wird, gibt. Ich bin aber nicht damit einverstanden, dass ich für meine Kinder, die über keinerlei eigenes Einkommen verfügen, sämtliche nicht-verordnungspflichtige Medikamente aus eigener Tasche bezahlen muss. Klar - ich gehe nicht wegen Fieberzäpfchen zum Arzt, ich gehe nur hin, wenn ein (oder mehrere :???: ) Kinder etwas "heftigeres" haben. Wenn z. B. eines meiner Kinder einen Atemwegsinfekt hat und die Ärztin dann gern Umckaloabo aufschreiben würde, dies aber nicht tut, weil ich es selbst bezahlen müsste, aber nicht kann und sie dann erstattungsfähiges Antibiotikum aufschreibt, kommt hilflose Wut in mir auf. :traurig04: - Da werden meine Kinder bestraft, weil sie in einem "armen" Elternhaus aufwachsen. Das kann in meinen Augen definitiv nicht im Sinne der Solidargemeinschaft sein. :sad:

    Nur: Es stellt sich doch die Frage, was kann ich als Einzelner tun? Ich für meinen Teil engagiere mich politisch, es ist aber derzeit noch keine Partei, den Parteistatus erhält diese Initiative erst im Juli. Ich weiss aber, dass ich dort noch etwas erreichen kann, weil es noch keine festgefahrenen Strukturen wie in den etablierten Parteien gibt.
    Ich engagiere mich aber auch im Kleinen. Bekleidungsgegenstände, die noch in Ordnung sind, wandern bei uns nicht in den Container oder ins Second-Hand-Geschäft, sie kommen zu unserer Selbsthilfegruppe in den Laden. Da weiß ich wirklich, dass sie jemandem, dem es möglicherweise noch schlechter als mir geht, ein kleines bisschen helfen können.

    Was ich als eines der Hauptprobleme nicht nur in unserem Land sehe, ist die Lethargie der breiten Bevölkerung. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass gerade der Deutsche an sich erst dann auf die Straße geht, wenn ihm das Wasser wirklich bis zum Hals steht. Vorher kann er zwar großartig jammern, aber bekommt seinen Allerwertesten nicht von der Couch hoch. - Das letzte Beispiel sind die Wahlen vergangenen Sonntag. Das wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen, "denen da oben" zu zeigen, was man von ihrer Politik wirklich hält. Man sieht doch an den Landtagswahlen vergangenen Sonntag, was möglich sein kann. So eine starke PDS kann es doch nur deshalb geben, weil die Bürger unzufrieden sind. - Warum kann man dann nicht auch z. B. bundesweit nachziehen? Die EU-Wahlen wären ein guter Anlass gewesen...

    Genug philosophiert... :oops:

    Doch, eins noch: Ich vermisse die Zeiten, in denen die Menschen für eine Sache auf die Straße gegangen sind, gewaltig. Egal, ob es die Friedenssternmärsche sind oder der Fall der Mauer 1989 - so etwas hat es seither nicht mehr gegeben. Dabei heisst es doch: "Wir sind das Volk." Schade, dass offensichtlich niemand mehr in der heutigen Zeit gewillt ist, auch bei Wind und Wetter die Transparente hochzuhalten. Im Gegenteil, ist es nicht so, dass wir gar nicht mehr gewillt sind, etwas für eine Sache zu tun, wenn wir nicht davon betroffen sind? Wir nicht bereit sind, solidarisch mit denen auf die Straße zu gehen, denen es schlechter geht? Weil es dann ja an den eigenen Geldbeutel gehen könnte und derjenige nicht mehr viermal jährlich sondern "nur" noch dreimal jährlich in den Urlaub fahren kann?

    Manchmal möchte auch ich den Kopf in den Sand stecken.....

    In diesem Sinne

    :byebye01:

    Gisela
  • Mandy1976Mandy1976

    4,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dem, was Miriam geschrieben hat, kann ich nur zustimmen. Ich denke auch, dass jeder etwas dazu tun kann. Jeder kann in seinem Haushalt, in seinem Job und in seinem Umfeld was bewegen. Kann sich "nützlich" machen.

    Ich denke auch, Armut lässt sich nicht wirklich (nur) über Euros definieren. Es spielen sicher immer die äußeren "sozialen" Umstände eine Rolle. Und die Einstellung. Wenn man die Statistik sieht, dann sind eigentlich alle Leute die ich so in meinem Bekanntenkreis habe "arm". Wirklich schlecht geht es dabei aber keinem. Klar gibt es immer wieder welche, die jammern, weil sie dies oder jenes nicht haben können - aber dabei geht es nie um wirklich existentielle Dinge. Das sind dann meist so Sachen wie - "nur" ein Auto, "nur" alle paar Jahre in Urlaub etc. Dabei vergessen viele, welchen Lebensstandard sie haben und dass vieles davon, was eigentlich Luxus ist schon als selbstverständlich angesehen wird...
    Und die jammern dann, dass sie sooo arm sind...

    Andere, die finanziell gesehen wirklich schlechter da stehen und jeden Monat rechnen müssen, dass sie auskommen - sehen sich überhaupt nicht als arm an. Vielleicht, weil sie sich mehr darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben...

    Zu meiner persönlichen Situation kann ich sagen, dass ich mich nicht als arm ansehe. Mein Mann verdient genug, damit wir rumkommen. Wir haben uns letztes Jahr eine Wohnung gekauft und dadurch geht natürlich jeden Monat einiges an Geld einfach schon mal weg an die Bank. Gut, bei anderen ist es halt die Miete...
    Dann geht natürlich immer noch mal was für Versicherung, Telefon, Hausgeld und persönliche Rücklagen etc. weg und mit dem Rest kommen wir hin. Große Sprünge sind dabei auch nicht drin. Und natürlich ist irgendwie immer so eine Angst da - was passiert, wenn mein Mann mal arbeitslos wird :???: - dann würde es schon sehr eng werden...

    Das sind aber alles materielle Dinge. Viel wichtiger ist mir meine Familie. Mein Mann, mein Sohn, andere Verwandte, meine Freunde und dass es allen gut geht und alle gesund sind. Ich finde, man kann auch mit wenig Geld viel Spass und Freude am Leben haben.

    Ich denke innerhalb Europas wird sich in den nächsten Jahrzehnten in den nächsten Generationen einiges tun. Wir müssen alle lernen, nicht nur in unserer eigenen Welt zu leben und neuem und fremdem nicht immer nur mißtrauisch gegenüber zu stehen . Aber das geht sicher nicht von heute auf morgen... Aber vielleicht kann jeder, so wie Mimi geschrieben hat - bei sich selbst anfangen... das wär ja schon mal was...

    LG
    Mandy
  • Ute_66Ute_66

    2,833

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    erst mal vorweg... wir haben zum Glück in finanzieller Hinsicht kein Problem, im Gegenteil, im Vergleich zu vielen anderen hier geht es uns fast unverschämt gut.

    Ich hatte aber selbst auch schon andere Zeiten, ich bin zu Beginn meiner Ausbildung ausgezogen, in eine Wohnung ohne Bad, mit Dusche in der Küche und Toilette im Treppenhaus nen halben Stock tiefer. Hatte damals echt wenig Geld, aber immerhin war ich auf eigenen Beinen wenn auch sehr spartanisch eingerichtet und mit Möbeln die teilweise vom Sperrmüll stammten.

    Heute kann ich mir das eine oder andere leisten, auch mal ein Stück kaufen wenn das vorherige noch nicht kaputt oder unansehnlich ist.

    Und hier beginnt mein Problem mit der heutigen Gesellschaft: die Einstellungen haben sich geändert. Wie oft hab ich schon von Jugendlichen gehört "ich zieh erst aus wenn ich mir alles neu einrichten kann". Meine "abgelegten" Sachen hab ich oft genug angeboten, ich wäre damals froh über solche Angebote gewesen, aber heute heißt es zu oft "laß mal, das kauf ich mir lieber neu".

    Jetzt zu meinem Umzug hab ich etliches entsorgt, kostenlos zu einem Gebrauchtwarenhof gebracht. Was davon dann alles in den Müll gewandert ist..... ich wills gar nicht wissen.

    Ich war jahrelang ehrenamtlich als Jugendleiterin bei den Pfadfindern tätig, hab mich in verschidenen Gremien dort engagiert, was wirklich eine tolle und sinnvolle Sache war.
    Wenn ich mir aber heute ansehe wie von allen Seiten solche Dinge durch Streichung von Personal und Geldmitteln zunichte gemacht werden, dann vergeht mir die Lust mich zu engagieren. Ich kann meine Freizeit auch bequemer verbringen.

    Nein, gar so schlimm ist es noch nicht, ich werde wahrscheinlich auch zukünftig in der Küche stehen und Kuchen für das Kindergartenfest backen, oder ähnliches.

    Aber ich finde es schade wie bei uns mit Menschen umgegangen wird die sich noch sozial engagieren möchten.
  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Gisela: Wars nicht Dänemark? Aus Hamlet?

    Aber egal woher - es ist nicht nur bei uns in der BRD oder Europa so - in Amerika gibt es ja schon lange die Gruppe der "working poor" mal von Nicht-Industrieländern ganz zu schweigen.

    Ich denke auch, daß es ein Mentalitätsproblem ist.

    Aber mir kommt schon auch ein anderer Gedanke - der gerade für mich, die ich die letzten Jahre wirklich genug Geld hatte und das ein oder andere verbraucht habe, was ich auch hätte anlegen können. Was, wenn jeder sich richtig verhält. Einfach so. Dann hätten die ganzen "Versuchungen" gar keine Chance.

    Wenn man sich vernünftig ernährt hätte und vor allem genug bewegt, hätten wir viele Kranke nicht, die jetzt das GEsundheitssystem so belasten, daß man noch nicht mal mehr die richtigen Medikamente kaufen kann (Gisela, ich bin sowas von geschockt! Ich wär sooooo wütend in meiner Hilflosigkeit!!!!!).

    Mir fallen da auch noch heftigere Dinge ein:

    Was, wenn es noch soviel Familiennähe gäbe, daß man die Alten nicht abschiebt, sondern in ihren Möglichkeiten Aufgaben erledigen läßt, die sie glücklich machen und sie auch vor sich selbst wertvoll sein läßt. Wie wichtig wäre es, die Weisheit zu nutzen, die sie haben!

    Was wäre, wenn die Frauen, die bei ihren Babies bleiben wollen nicht arbeiten gehen würden, nur weil es verdammt lang out war, sich nicht karrieregeil hochzuarbeiten (oder zu "schlafen").

    All das (und ncoh viel mehr) hätte positive Auswirkungen in zwei Richtungen - wirtschaftlich und sozial.

    Denn sind wir mal ehrlich: Eigentlich wollen wir doch alle das Gleiche: Ein bißchen Liebe, ein bißchen Wärme, ein bißchen Glück und ab und zu ein bißchen Luxus.

    Zur Hölle, warum schaffen wir das dann so überhaupt nicht?

    Ich ende vorerst mit einem Zitat:

    I'm starting with the man in the mirror...
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :fies02: Natürlich war es Dänemark, wie komme ich nur auf Israel? :shock: Naja, wahrscheinlich war ich gerade gedanklich dort unterwegs...

    Eigentlich wollte ich nicht mehr allzuviel schreiben, mein Roman etwas weiter oben ist fast schon zu lang. :oops: Ich habe aber trotzdem das dringende Bedürfnis, noch etwas loszuwerden........

    Wie unschwer zu erkennen ist, geht es uns finanziell nicht besonders rosig.

    Es gab vor einigen Jahren eine Zeit in meinem Leben, in der ich wörtlich im goldenen Käfig lebte. Mein erster Mann, der Vater meiner drei Großen, verdiente innerhalb eines Monats netto mindestens dreimal soviel (meist noch erheblich mehr) als mein jetziger Mann. Ich war wöchentlich beim Friseur, im Zweiwochenabstand bei der Kosmetikerin, die Kids trugen nur Markenklamotten aus der Boutique am Ort und ich hatte eine Fee, die zweimal wöchentlich im Haushalt mithalf. Dass wir in dieser Zeit mindestens dreimal im Jahr in den Urlaub flogen und nur in den "besten" Hotels unterkamen, war *selbstredend*.
    Aber: Glücklich war ich zu keiner Zeit, weil in meinem Leben nicht ein klitzekleines bisschen Liebe war. Ich lebte nicht, ich funktionierte.

    Heute bin ich etwas mehr als 3 1/2 Jahre mit meinem jetzigen Mann "zusammen", im September sind wir zwei Jahre verheiratet. Finanziell gesehen hatten wir noch nie "gute Zeiten", bis vor 1 1/2 Jahren, als wir noch ca. 30 km von seiner Arbeit entfernt lebten (jetzt nur noch 3 1/2 km :smile: ), ging es uns noch mieser als heute. Zumal wir damals noch nicht verheiratet waren und er durch die Lohnsteuerklasse 1 noch erheblich weniger verdiente als jetzt. Ich wurde ja lange nicht geschieden...
    Und auch hier wieder ein riesengroßes Aber: Ich bin, seit ich meinen Mann kenne, das erste Mal in meinem Leben wirklich glücklich. Er ist der erste Mensch (nicht nur Mann), der mich so akzeptiert hat, wie ich bin. Der mich nie "verbiegen" wollte...
    Die materiellen Probleme, die da waren/sind, haben uns nicht voneinander entfernt, im Gegenteil, nach jedem Tief waren wir ein Stück weiter zusammengeschweist. Sicher, wir sitzen des öfteren hier und grübeln, was wir machen können, um unsere Situation finanziell etwas erträglicher machen zu können. Wir haben auch Phasen, in denen wir müde und auch etwas zermürbt von dieser finanziellen Situation sind. Und auch manchmal unken, dass es nie besser würde. :oops:

    Nur allen materiellen widrigen Umständen zum Trotz: Wenn mir angeboten würde, zwischen finanzieller Sicherheit und emotionaler Leere oder meiner jetzigen Situation mit wenig Geld und sehr viel Liebe zu wählen, würde ich mich immer wieder für eines entscheiden: Für das Jetzt und die Liebe! Durch sie bin ich jeden Tag aufs Neue bereit, weiter zu machen, weil ich aus ihr endlose Kraft schöpfe.
    Ich denke nicht, dass mein Mann hier mitliest. Deswegen kann ich mir das frei von der Seele schreiben, ohne befürchten zu müssen, dass er deswegen übermütig wird. :lol:

    Seid mir bitte nicht böse, dass mein Posting nicht so ganz zum Thema passt, aber irgendwie musste ich es hier los werden.

    Ich wünsche euch von ganzem Herzen dieselbe innige Liebe, die mir täglich wiederfährt. Denn wer ohne sie lebt, ist der Ärmste von allen...

    Liebe Grüße

    Gisela
  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So akzeptiert und geliebt zu werden ist der größte Reichtum - keine Frage. Und da können wir alle ansetzen - geben wir unseren Zwergen doch diese Liebe und diese Gewißheit!

    Dann braucht man keine materiellen Dinge um dieses Loch zu stopfen und so manche Konsumfalle geht an einem vorüber.

    Das gute an dieser Liebe ist, daß man sie nicht nur vom Partner bekommen kann, sondern eben auch von Eltern und wenn man viel Glück hat von echten Freunden.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Jetzt hab ich diese Diskussion extra noch mal angezettelt, und dann beteilige ich mich gar nicht mehr daran. :oops: Ich hab auch irgendwie ein bisschen den Anschluss verloren, und Mimi hat ja eigentlich schon ein schönes Schlusswort gesetzt, aber ein Gedanke ist mir noch gekommen, den ich unbedingt noch mal loswerden will.

    Was ihr sagtet, dass das Verantwortungsgefühl bei den Leuten verloren gegangen ist, und dass keiner mehr bereit ist, für andere einzustehen, hab ich letztes Jahr ganz extrem erlebt. Meine Generation ist offenbar nicht mal mehr bereit, für sich selbst und ihre egoistischsten Bedürfnisse zu kämpfen! :traurig08: Bei uns an der Uni sollen Studiengebühren eingeführt werden, mindestens 500 € pro Semester. Mittlerweile ist das Dass beschlossen, nur das Wie wird noch diskutiert. Aber im Vorfeld hätte man so viel machen können! Es gab auch Demonstrationen - da hatten wir dann Schlagzeilen in der Bild-Zeitung wie "Hannover, wo sind deine Studenten?" mit einem Foto, wo ganze 40 Leute am Kröppke um ein Transparentchen stehen. Eine Demo hatten wir, da waren 18 000 Menschen aus ganz Niedersachsen da. Meine Güte, allein die Uni Hannover hat 20 000 Studierende, zusammen mit den anderen Hochschulen (FH, TiHo, MHH etc.) sind es, glaube ich, 50 000! :shock: Wo waren die alle?? :!: Wollen die die Gebühren bezahlen? Machen denen 1000 € im Jahr nichts aus? Das betrifft doch nun wirklich jeden einzelnen und tut jedem einzelnen weh. Aber statt den Hintern auf die Straße zu bewegen, jammert man lieber 'ne Runde und fügt sich. :traurig08:
    Mein Vater sagt immer, es gehe den Deutschen noch viel zu gut. So lange man über Studiengebühren, Benzinpreise etc. nur jammert und nichts unternimmt, ist alles im Lot. Ich glaube, das ist wirklich eines unserer Hauptprobleme: Dass wir nur fordern und nicht bereit sind, irgendwas dafür zu tun. Da muss sich noch einiges ändern, bevor sich die Zeiten überhaupt bessern können.

    Na ja, war jetzt auch nicht so ganz zum Thema... :oops:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm....momentan läuft ja Fußball, und irgendwie sind die Spiele ein Spiegelbild der Länder...Die "großen Fußballnationen" sind raus und werden von den Underdogs überrollt. Die Portugiesen haben Hurrafußball gespielt, sich den A...aufgerissen für ihr Land und ihren Stolz. Griechenland feiert sich selber, und Frankreich bewegt sich kaum auf dem Platz.
    Deutschland...naja genauso wie Du sagst, wozu anstrengen? Hilft ja doch nichts, und der jeweils Andere wird es schon richten.
    Ich bin ja mehr im Alter Eurer Mütter, in den Siebzigern hatten wir eine Demo nach der Anderen, und damit ist wirklich etwas bewegt worden.
    Vielleicht fällt es mir mehr auf, weil ich von außen drauf gucke. Jammern auf hohem Niveau...das ist z.B. für mich, wenn ein Kegelclub an der Playa drüber schimpft, dass sie nur 10 000 € in der Kegelkasse haben. :shock:
    Ganz sicher gibt es viele Leute, denen es nicht gut geht, aber darauf zu warten, dass es von alleine besser wird, kann auch nicht der richtige Weg sein.
    Hier ist es so, dass man die Jobs, die man bekommt nicht ablehnen kann, dann gibt es kein Geld mehr. Oton einer Deutschen hier: Nä. zum Arbeistamt gehe ich nicht, dann habe ich gleich eine Stelle. Sie suchte wohl Arbeit, aber eben eine, die ihr gefällt. Darauf wird hier keine Rücksicht genommen. Es hibt lange Zeiten außerhalb der Saison, wo nicht vermittelt werden kann, aber im restlichen Jahr, hat man zu nehmen, was da ist.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Doch Lena, das passt doch sehr gut zum Thema. Denn, warum sollen die Politiker, unsere "Volksvertreter" ( :flaming01: ), etwas ändern, wenn das Volk, "der Mob", nicht dagegen rebelliert? Ich habe doch selbst in einem meiner letzten Postings geschrieben, dass zwar auf breiter Front gejammert wird, aber es den meisten trotzdem noch zu gut geht, weil sie nicht wirklich gegen die eine oder andere Entscheidung aufbegehren.

    Klar muss eingespart werden. Aber doch bitte nicht an Dingen, bei denen man in die Zukunft investiert?

    Ich habe weder BWL noch Wirtschaftswissenschaften studiert. Aber wenn ich z. B. sehe, wo Geld in den Sand gesetzt wird, der Bundesrechnungshof darauf hinweist und sich trotzdem nichts ändert, muss ich mich fragen, was für hochgradige Ignoranten Teile unserer Volksvertreter sein müssen?

    Unser Staat ist in meinen Augen de facto pleite, die Staatsverschuldung wird nie wieder zu reduzieren sein, im Gegenteil, der Staat wird zukünftig neue Schulden aufnehmen müssen, um die Zinsen für die bestehenden Schulden "bezahlen" zu können. Das macht mir eigentlich noch mehr Angst als meine eigene "Armut". Wir kommen eines Tages wieder auf einen grünen Zweig. Aber was nützt mir das dann noch, wenn der Staat rein theoretisch Insolvenz beantragen muss? Helfen uns dann die Globalisierungspartner oder gibt uns dann die Globalisierung den Rest? Ich weiß es nicht...... :traurig04:

    :byebye01:

    Gisela

    Edit: @Marlies: Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass das mit der Kegelkasse stimmt??? :shock: :flaming01: :traurig08:

    Die Geschichte mit dem Arbeitsamt stimmt aber nur bedingt. :???: - Ich würde nehmen, was es gäbe und wenn es "Sche**häusl-putzen" am Osnabrücker Bahnhof wäre. Aber für mich gibt es bei der "Bundesagentur für Arbeit" nichts, null, nadda... :traurig04: Und wenn es doch einmal eine Ausschreibung gibt für irgend etwas, das ich von der Zeit her machen kann, scheide ich auch wieder aus, die Kinder...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Doch das stimmt.
    Was die Arbeit angeht, spreche ich von hier. Die Kinder sind hier betreut. Das ist nicht wirklich ein Problem.
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Gisela eine Putzfrau verdient 10,-Euro netto in der Stunde und so einen Job vormittags 3-4 Std. da kann man doch was verdienen oder???

    Meine Mutter hat zwei Kinder groß gezogen Alleine hat immer gearbeitet niemals Sozialhilfe oder sonstige Zuschüsse bekommen obwohl meine Vater keinen Unterhalt gezahlt hat hat Sie damals keinen Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt bekommen!!!

    Jetzt mit 55 Jahren ist meine Mutter das erste mal arbeitslos weil Ihre eine große Firma Insolvenz angemeldet hat, zum 2. mal ist es Ihr passiert das Sie auf Ihre Abfindungen verzichten mußte weil die Firmen pleite waren.

    Sie bekommt so gar noch Angebote vom Arbeitsamt, aber da meine Mutter sich ja auch einen gewissen Lebensstandart aufgebaut hat u. die meisten so gut wie nix mehr zahlen wollen bekommt sie die Jobs dann auch nicht.

    Aber sie geht putzen u. verdient sich zu Ihrem Arbeitslosengeld etwas dazu, hat ständig Angst das Sie Ihre Wohnung aufgeben muß usw....
    krasses Land das Menschen nach über 30 Jahren arbeiten, Kinder großziehen Steuern und Beiträge zahlen, dann in so einer Angst leben müssen was morgen kommt.
    Normal würde ich meiner Mutter von Herzen wünschen das Sie sich jetzt endlich mal entspannen kann, nachdem Ihre Kinder groß sind u. Sie immer so fleissig war OHNE MANN alles so gut geschafft hat.

    Ich ziehe den Hut vor Ihr ab und ich habe mich nie arm oder sonst wie gefühlt auch wenn wir nicht im Reichtum gebadet haben.....der Preis einer fleissigen Frau wie meiner Mutter ist wohl das Sie für Ihr Alter immer noch verdammt gut aussieht, fit ist, so gut wie nie krank ist, eine tolle Figur hat ...eine verdammt flotte Oma bald zweifach!!

    Im Moment lebt sie glaube ich von höchstens 1300,.Euro im Monat u. vorher hatte Sie ein Gehalt von monat. 2000,- Netto!!!!Und Sie ist absolut Schuldenfrei!!!!

    Also so lange die Deutschen sich noch Häuschen bauen können u. dafür Kredite aufnehmen können, bzw. Kredite vom Kindergeld abzahlen, man Wohngeld, Sozialhilfe usw. bekommt, man als Sozial o. Arbeitslosenfall Krankenversichert ist - kann es uns hier nicht so schlecht gehen, denn das gibt es in anderen Ländern Nicht!!!

    LG ANY
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Doch das stimmt.
    Was die Arbeit angeht, spreche ich von hier. Die Kinder sind hier betreut. Das ist nicht wirklich ein Problem.
    Siehst du, genau daran scheitert es hier. Ich könnte den Kleinen zwar zu einer Tagesmutter geben, aber dann müsste ich Vollzeit arbeiten und das geht mit meinen Kindern definitiv nicht, ich denke da nur an mein Sorgenkind, der immer mehr Probleme macht. :traurig04:

    @zoe: Zwei Fragen:

    Hast du mein Posting nicht richtig gelesen?
    Ich würde nehmen, was es gäbe und wenn es "Sche**häusl-putzen" am Osnabrücker Bahnhof wäre.
    Dann brauchst du mich bitte nicht fragen, ob ich putzen gehen würde....

    Außerdem: Würdest du mein zweijähriges Kleinkind in der Zeit, in der ich arbeiten bin, kostenlos betreuen? Ich habe niemanden, der das ohne Bezahlung machen würde. Wenn du etwas informiert bist, müsstest du eigentlich wissen, dass eine Tagesmutter mittlerweile fast soviel kostet wie ein "Nebenjob" einbringt. Und da muss ich dir ganz ehrlich sagen: Ich gehe nicht arbeiten, um die Tagesmutter zu finanzieren und unterm Strich vielleicht 50.- übrig zu haben.
    Ganz abgesehen davon, dass ich offensichtlich für viele Personalleiter zu überqualifizert bin...... :traurig04:

    :byebye01:

    Gisela
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So viel ich weiß gibt es in Norddeutschland mehr Kinderbetreuungsstätten als in Bayern, auch für 2 Jährige. Oder??? Ich weiß natürlich nicht genau woher Du kommst.

    Im spiessigen Bayer wo ich lebe istv das wirklich schwierig aberv esc gibt immer einen Weg wenn man will. Als meine Tochter 2 war ist sie 2 mal in der Woche für 3 Std. in einem Vorkindergarten gegangen u. ich habe gearbeitet, als sie 3 war habe ich mich selbständig gemacht, jetzt bin ich schwanger u. habe weder Mutterschutz, noch bekomme ich meine Krankenkasse bezahlt, das heisst ich muß eigentl. arbeiten bis der Kleine kommt.
    Ich habe gelernt von mit wenigen finanz. Ansprüchen zu leben, habe u. hatte immer genügend Zeit für meine Tochter u. kann trotzdem arbeiten u. so viel verdienen dass wir davon leben können ohne uns arm oder benachteiligt zu fühlen. das heisst auch das ich in schlechten Monaten von den Guten zehren muß u. das eigentlich Nie etwas übrig bleibt, ich war zb. vor 4 Jahren das letzte mal richtig im Urlaub!!!

    Aber egal ich bin mein eigener Herr u. das wollte ich immer sein u. dafür habe ich vorher bevor ich Mutter wurde auch viel getan.

    LG Any

    Es geht immer weiter wenn man wirklich will :!:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    zoe schrieb:
    So viel ich weiß gibt es in Norddeutschland mehr Kinderbetreuungsstätten als in Bayern, auch für 2 Jährige. Oder??? Ich weiß natürlich nicht genau woher Du kommst.
    Das ist nicht richtig. Ich bin gebürtige Bayerin und wohne jetzt in Norddeutschland. Bei uns ist die Situation nicht ein bisschen anders als in Bayern.
    Im spiessigen Bayer.....
    Warum fängst du jetzt an, eine Bevölkerungsgruppe, aus der du ursprünglich noch nicht einmal stammst, zu beleidigen? Weisst du überhaupt, wieviele Vorteile die Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern haben?
    Weisst du, dass es nur sehr wenige Bundesländer gibt, die z. B. drei Jahre Erziehungsgeld bezahlen? Bayern fällt z. B. darunter...

    Noch ein Beispiel: Bayern zahlt für Geringverdiener und Großfamilien "Urlaubszuschüsse", wenn man den Urlaub im eigenen Land verbringt. Das machen die meisten anderen Bundesländer ebenfalls nicht...

    Bevor du dich über die Spießigkeit deiner Wahlheimat aufregst, solltest du dich bitte erst einmal darüber informieren, um wieviel schlechter es in anderen Bundesländer bestellt ist.

    :byebye01:

    Gisela
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sorry aber ich glaube Du liest meine Beiträge nicht richtig!!!

    Der Kindergarten für 2 jährige war ein privater!!!!

    Und woher ich komme spielt hier keine Rolle!!!! Und das Bayern was Kinderbetreuung o. Schulnachmittagsbetreuung betrifft ein Entwicklungsland ist, ist bekannt....und auch ein Problem für viele gebürtige Bayern ist, die ich kenne!!!

    Ein Selbständiger bekommt ganz sicher keinen Urlaub vom Staat gezahlt

    Auch habe ich hier nicht gejammert sondern lediglich mitgeteilt das es immer einen Weg gibt wenn man will!!!

    Und wenn der Deutsche sogar noch einen Urlaub gezahlt bekommt, dann kann uns erst recht nicht so schlecht gehen oder???

    Dann versteh ich einfach Deine ganzen anderen Beiträge nicht, wenn man aus einem verschuldeten Staat noch so viel rausholen kann :shock:

    LG Any

    Vorschlag: Wenn Du die Meinungen anderer nicht stehen lassen kannst u. ständig angreifst (und davon bin nicht nur ich betroffen) dann führe doch bitte ein Monologforum in dem dann Keiner mehr was dazu, dafür o. dagegen sagen kann ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe eine ähnliches Forum schon einmal wegen persönlicher Angriffe geschlossen. Das würde ich ungern noch einmal tun. Also bitte beim Thema bleiben.
    Bevölkerungsgruppen anzugreifen, dulde ich ebenfalls nicht hier. Ob es Bayern oder Chinesen sind, ist mir persönlich völlig egal. :!:
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sorry ich korregiere "spiessig" mit "konservativ" :smile:

    Ich lebe übrigends seit 1979 in Bayern, bin also mittlerweile eingebürgert :lol:

    LG Any
  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ zoe:

    Mit Zuschuss ist ja gemeint, daß man etwas dazubekommt - aber den Hauptteil selber trägt. Das hat für den Staat zwei positive Effekte: Das Geld bleibt "im Land" und die sozialschwachen werden gestützt. Es ist aber nicht so, daß uns hier der Urlaub gezahlt wird.

    Auch hatte ich Dein Posting als ein bißchen "jammerig" empfunden. Der Eindruck kann aber täuschen - leider fehlen beim schriftlichen Austausch die Mimik und der Tonfall - beides kann durch die Smileys nur unzureichend ersetzt werden.

    Du schreibst, daß Du viel für Deine Selbständigkeit getan hast und das auch immer wolltest. Es freut mich für Dich, daß Deine Pläne aufgegangen sind.

    Allerdings ist es so, daß zur Selbständigkeit UNABDINGBAR gehört, daß Dir niemand den Mutterschutz bezahlt. Sehrwohl bekommst Du aber in dieser Zeit bereits Erziehungsgeld - im GEgensatz zu denjenigen, die Mutterschaftsgeld bekommen (oder wie immer das auch heißt). Du wußtest also von Anfang an, daß das auf Dich zu kommst, wenn Du schwanger wirst.

    Viele Familien geraten aber in Armut auf Grund Faktoren, die nicht von vornherein zu 100 % feststanden. Die Firma, die pleite geht. Der Vater, der keinen Unterhalt mehr zahlt. Das Kind, das durch eine Behinderung oder auch nur Entwicklungsverzögerung so viel Aufmerksamkeit braucht, daß die geplante Nebentätigkeit der Mutter unmöglich wird. Geldanlagen (z. B. hochgelobte Immobilien in den neuen Bundesländern), die den Bach runtergehen. Oder subtileres, wie der Teuro, die sich verschlechternde Wirtschaftslage. Und dem ein oder anderen ist es aus unterschiedlichen Gründen vielleicht nicht möglich, so ranzuklotzen wie Du oder Deine Mutter (meine Hochachtung!).

    So leid es mir tut, aber eben nicht jeder kann es schaffen.

    Sehr wohl könnte man aber verlangen, daß jeder sein Bestes gibt. Da gehörst Du sicher dazu, genau wie Gisela und viele andere. Und die, die es nicht tun, gehören zur VErantwortung gezogen.

    Das von einer Bayerin, die ihr Bundesland kritisch sieht aber trotzdem mag.
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hatte das schon richtig verstanden, es ging im Forum darum wieviele Menschen in Deutschland fast an der Armutsgrenze leben...und ich meinte das wenn der Staat einen Urlaub mitunterstützt dann kann es uns in Deutschland NICHT so schlecht gehen, denn in anderen Ländern gibt es das nicht.

    Auch habe ich nicht gejammert o. mich beschwert sondern sagte auch wenn ich selbständig bin, dann verdiene ich trotzdem NUR so viel das ich GERADE davon leben kann, habe aber auf Grund der Selbständigkeit keinen Anspruch auf Mutterschutz -Geld.

    Sorry aber es ist nicht war das ich vorher u. in der Zeit des Mutterschutzes schon Anspruch auf Erziehungsgeld habe!! Ich habe wie alle anderen erst einen Anspruch darauf wenn das Kind da ist, und die Höhe wiederum wäre abhängig von meinem Einkommen u. zwar leider nicht von dem aktuellen sondern laut meiner letzten Einkommenssteuer u. diese wurde in einer Zeit gemacht in der ich noch ganz normal arbeiten konnte u. verdient habe....das ist alles ein ziemlicher Bürokratenstress.

    Egal, ich weiß das und irgendwie wirds scho gehen :lol:

    LG Any
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sorry, ich hab den falschen Tread geschlossen, hiermit wird er wieder aufgemacht...

    l.G.
    jauchzerle
    i.A. hebamme4U
  • MimiMimi

    1,643

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ zoe:

    Der Mutterschutz dauert bie uns ja bis 8 Wochen nach der Geburt. Und in dieser Zeit bekommst Du schon Erziehungsgeld - in den 6 Wochen davor aber nicht - also haben wir irgendwie beide Recht.

    In meinem Erziehungsgeldantrag mußte ich aber vor allem die Einkünfte aufführen - hm... aber streßig und bürokratisch ist das auf jeden Fall....
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wollte mal was zum Mutterschaftsgeld bei Selbständigen sagen, auch wenn es nicht ganz zum Thema passt...
    man bekommt Mutterschaftsgeld, wenn man freiwillig gesetzlich versichert ist und Anspruch auf Krankengeld hat - und dann bekommt man Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes.. also 70 % !

    Da muss man halt sich entscheiden: entweder privat versichern und weniger zahlen meistens oder freiwillig gesetzlich mit allen Konsequenzen, aber auch Mutterschaftsgeld !
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin freiwillig versichert mit meiner Tochter u. zahle so weniger als privat versichert, habe keinen Krankenhaustagegeldanspruch weil ich eigentlich so gut wie nie krank bin u. deswegen der Beitrag auch niedriger ist. Also habe deswegen auch keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

    Aber trotzdem Danke für die Info.

    LG Zoe
  • Susi79Susi79

    366

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo!

    Darf ich vorschlagen mal wieder zm thema zu kommen? Und ob nun Bayern besser oder schlechter ist als andere Bundesländer lasse ich mal dahingestellt: Wer hat schon in allen 16 Bundesländern lange genug gelebt um sich da ein urteil erlauben zu können? Und so schlecht finde ich bayern auch nciht, obwohl ich Fränkin bin.

    Aber zum thema: und geht es ganz gut, wir sind innerhlab weniger Monate von Geringverdienern zu wirklich gut verdienenden geworden, durch eine Beförderung, also klagen können wir sicher nicht. Aber man findet auch Arbeit, wenn man wirklich will. meine Schwiegermutter geht mit 61 Jahren putzen, nach ihrer trennung stand sie ohne Job da, und musste schnell was finden, aber Putzstellen hat sie jetzt genug und kommt damit auch brauchbar über die Runden - ohne große Sprünge, versteht sich. Aber da muss man halt auch eine kleine Stelle nach der anderen annehmen, und sich gut stellen, um weiter empfohlen zu werden - sie gilt als sehr ehrlich, nimt auch nciht mal herumliegende Münzen und kam so zu mehr stellen. Aber das erfordert Eigeninitiative und selber suchen, vermittelt wird man da nicht!

    Und vom europäischen Ausland können wir auch einiges lernen: den tschechen geht es gut, weil sie deutsche Firmen ins LAnd holen und sich mit Fleiß, Zuverlässigkeit und guter Arbeit eienn ruf gemacht haben. Das fehlt leider oft in Deutschen Firmen, die Mentalität, mmer auf den nächsten Feierabend zuzuarbeiten klebt da oft an den Leuten. Dazu die vielen Feiertage, urlaubsansprüche und so weiter, das hilft kein isschen den Firmen. Und wenn dann in tschechien sogar bessergearbeitet hat verstehe ich, warum die Jobs ausgelagert werrden - vielen würde es nciht Schaden, das tschechische Engagement für die Firma zu übernehmen, dannließen sich auch mal neue Arbeitsplätze hier schaffen.

    Also lernen wir doch selber mal was aus der Globalisierung, statt uns darüber zu beklagen!

    Ade
    Susi
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Susi,

    in einem muss ich dir widersprechen: Wenn du Kinder hast und diese in einem Alter sind, in dem sie noch Betreuung durch eine Tagesmutter, Oma oder ähnliches benötigen, kann man sich auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln, man bekommt nicht mal den Putzjob auf den Toiletten des Osnabrücker Bahnhofs. :sad:

    Ich z. B. habe keinerlei Möglichkeiten, den Kurzen unterzubringen, ohne dafür ungefähr das zu zahlen, was ich verdiene. Die Jobs, die zeitlich bei mir möglich sind, weil Sasha von den größeren Kindern oder meinem Mann beaufsichtigt werden kann, erscheinen schon gar nicht "auf dem Markt", weil sie hausintern besetzt werden. Ich verfüge leider nicht über dieses "Vitamin B", um irgendwo reinzukommen. :traurig04:

    Mir z. B. wird nichts übrig bleiben, als einen komplett anderen Weg zu gehen, wenn ich nicht bis Herbst 2005 warten will, bis Sasha im Kindergarten ist. Nur ist das mit soviel Bürokratismus, Stolperfallen und finanziellen Löchern verbunden, dass das gut geplant sein will. Ein Stichwort: Krankenkasse - ich muss mich, wenn ich monatlich mehr als EUR 350.- verdiene, selbst freiwillig versichern bzw. in eine private Kasse wechseln. An sich ist das kein Thema, jedoch muss einfach kalkuliert werden, nicht dass ich irgendwann in der Situation bin, wo die "Zeiten schlecht" sind und ich nur die laufenden Kosten habe. Weil ich eben nicht die Möglichkeit habe, ständig je nach Einkommen zwischen Familienversicherung und privater Vorsorge zu wechseln. Um wieder in die Familienversicherung zu kommen, müsste ich jedes Mal mein Gewerbe abmelden, um es dann, wenn Besserung in Sicht scheint, wieder neu anzumelden. Weil wir es uns nicht leisten können, in schlechten Zeiten noch zusätzlich meine Versicherung mit zu tragen. Deutschland, du und deine Gesetze...

    Liebe Grüße

    Gisela
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @zoe:wenn ich deine postings lese, raucht mir der kopf, sorry!
    erstens: deiner meinung nach sind also mütter, die keinen job finden schlichtweg zu faul, oder ähnliches?
    weißt du eigentlich wirklich wie schwer es ist eine betreung für 4 kinder zu finden, die sich mit den verschiedensten kiga zeiten, schulenden busankunftszeiten etc. vereinbaren läßt? weißt du wie es ist wenn Kind 1 zur schule geht, kind 2 vormittags in den kiga, kind 3 nur einen nachmittagsplatz hat und kind 4 im babyalter ist???nicht zu vergessen die teraphiezeiten die mit ziemlich hoher wahrscheinlichkeit bei einem von 4 kindern anfallen?
    weißt du wirklich wie es ist,wenn einer seine ganze jugend in seine zukunft und sein altersvorsorge steckt und die dann den bach runtergeht? wenn väter morgens um 6 das haus verlassen um abends um 8 nur noch kaputt aus der firma kommen, damit die familie lebt? wenn dein kind nicht mit ins schullandheim fahren kann, weil das geld fehlt? die äpfel diese woche vom einkaufszettel gestrichen werden weil das matheheft voll ist? jemand sein leben lang rackert um dann das bisschen ersparte erst aufbrauchen muss um in den genuss des "arbeitslosengeld 2" zu kommen?
    ich könnte ewig weitermachen, und sorry es ist mir schnuppe wenn das nach jammern klingt!
    wenn du all das schon durch hast, und immer noch so zu deiner meinung stehst- dann verdienst du meinen hochachtung!
    im übrigen sind das wahllose beispiele gewesen, es geht nicht speziell um meine familie.
    für mich gelten schon wieder andere faktoren, von denen ich hirer jetzt nicht wiedre im einzelölnen anfange, nur eines:ich lebe auch in bayern, eien bauernhofurlaub könnten wir uns trotz zuschüsse nicht leisten, ironischerweise bekämmen wir aber gar keinen...
    kigaplätze gibts hier sehr wohl, allerdings wage ich zu bezweifeln, das es machbar ist zu arbeiten, wenn dein kind um 8.30 in den kiga gehen kann und um 12.15 abgeholt sein muss. das sind dann nämlich nicht mal mehr 4 stunden arbeitszeit.
    es gibt leute die haben keine allgegenwärtige omi!
    @susi: entschuldige, aber du schreibst ja auch wieder käse! (da wir uns kennen weist du ja sicher wie ichs meine...) du hast selber schon geschimpft das du keine arbeit findest, als du noch gesucht hast, und du hast noch kein kind. die stelle die du jetzt in aussicht hast kannst du auch mit kind annehmen?
    das es den menschen in der tschechei gut geht, hab ich zum ersten mal gelesen, und das dort besser gearbeitet wird ist auch ein märchen oder? billiger, ja, qualitativbesser aber nicht, zumindest nicht permanent. umsonst hätte die firma meines mannes ihre gießerei sicher nicht reumütig nach deutschland zurückverlegt!
    unsere momentane situation erfordert umdenken, sicher, aber nicht so wie das gerade getan wird. und solange in einem land kinder noch der armutsfaktor nr.1 sind liegt einiges im argen. sicher, in anderen ländern gibt es kein erziehungsgeld, teils nichtmal kindergeld- aber es gibt betreungsangebote und arbeitgeber die auch mütter wieder einstellen. flexiblere arbeitszeiten und nicht zuletzt eine "normale" steuerbelastung wären sicher hilfreich.
  • Susi79Susi79

    366

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Majonie, da geb ich dir schon recht, aber: Ich hätte einen Job bekommen, wäre ich bereit gewesen alles zu machen. Aber: In Nürnberg, nicht außerhalb, was schon von den Fahrtzeiten her schwieriger wird, und mit Kind ehrlich gesagt, da fehlen mir die Erfahrungen um mitzureden. Allerdings sind wir etwas verwöhnt von Garys Firma her, die bemühen sich noch sehr mit ihren leuten und versuchen was nur geht, allerdings eine Stelle mit nur 2 Stunden effektiver Arbeitszeit nach Abzug von Fahrtzeiten und so weiter gäbe es da auchnicht. Aber sollte ich dort arbeiten und dann schwanger werden könnte ich auch mit Kind noch ne Weile arbeiten, eben von zu Hause aus am PC, so das Kind die Zeit dafür lässt. Allerdings geht das halt auch nur mit einem pgflegeleichten kind, das die meiste Zeit schläft oder zufrieden ist, bei Mama auf dem Schoß zu leiegen, ich sehe das eher kritischer als Gary mitsamt seinem Chef und schätze, erst mal eher nichts mit Arbeit. Und Männer die den ganze Tag arbeiten kenne ich auch zur genüge, denn wenn 60 Stunden die Woche nicht mehr reichen um die Arbeit zu bewältigen fängt der Spaß doch erst richtig an.

    Allerdings muss man zum Sozialstaat auch sagen: Solange Sozialhilfeempfänger den niedrigverdienern gegenüber eher noch besser gestellt sind, passt was nicht aber ich fücrchte, um dieses ungleichgewicht auszugleichen werden kaum dieGeringverdiener mehr bekommen, sondern eher die Sozialhilfeempfänger noch weniger. Und dass es Menschen mit Kindern, vor allem mit vielen kindern viel schlechter geht wusstet ihr auch. Weiß ich auch, was sich schon mit auf die familienplanugng nieder schlägt, egal, ob mein mann sich nun auch vier oder fünf Kinder gut vorstellen könnte, so riech sind wir nun auch nciht und belassen es eben bei drei, solten uns nun doch irgendwann welche vergönnt sein.

    Und dass man Ersparnisse verbrauchen muss bevor man Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld2 (was doch auchkaum noch was anderes als Sozialhilfe ist) bekommt finde ich eigentlich richtig, nur würde ich die Grenzen die man behalten darf anders setzen, denn ohne diese Regelung könnten auch Menschen mit 100000 Euro auf der hohen Kante Sozialhilfe bekommen und man könnte es ihnen nciht verweigern. Den Rückbehalt des Geldes dürfte man aber schon auf ein vernünftiges Maß setzten, so 5000 Euro je Person, dann würde es eher funktionieren.

    das Probem ist doch eher, dass ivle MEnschen den Sozialstaat auch ausnutzen, um nichts tun zu müssen, und es dadurch zu immer mehr einschnitten eidenen kommt, die wirklcih Hilfe bräuchten, aber da liegt das Problem in der Gesellschaft selber, die solche Ausnutzerei teils noch gut heißt.

    Und auch die Kinderbeteuung, die es in anderen lndern gibt, hat ihren Pferdefuß: dafür haben die Eltern gleich gar nichts mehr von ihren kindern, die schon ganz Automatisch verwahrt werden, die Kinder kommen ja selber erst um fünf Uhr abends heim und sind dann auch schon bald im bett, dakommt doch kaum eine BEziehung zu den Eltern zustande, und ganz ehrlich: dafür, die Kinder dann kaum drei Stunden am Tag zu sehen und am Wochenende dann Kinder zu ahben, die einen weniger kennen als hre Betreuer, dafür wolltest Du doch auch keine Kinder, oder? Kinder wünscht man sich doch für 365 tage im Jahr, nicht für 150 tage.

    Zu den Firmen in Tscchechein: na gut, da gibts solche und solche, aber wer gut sucht findet auch gute, allerdings muss man da auch größere Entfernungen zur Grenze in kauf nehmen, Einfach so zu sagen, wir suchen eine Firma, die knapp hinter der GRenze liegt und nehmen da die billigste wo geht muss doch wohl daneben gehen.

    Ade
    Susi
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nicht überall gehen die Kinder so früh ins Bett wie in Deutschland.
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 5. 07. 2004, 11:18
    @Majonie

    Wenn Du meine Postings paar Seiten vorher richtig gelesen hättest dann müßte Dir der der Kopf nicht rauchen!
    (Ich hatte ein paar persönl. Grabbeleien mit Gisela) aber NIE behauptet alle Mütter die keine Arbeit finden sind faul!!!

    Und ja ich weiß wie es ist wenn jemand morgends aufsteht, abends Heim kommt, arbeitet wie ne Wilde...damit die Kinder mit ins Schullandheim fahren können - IN dem Fall meine Mutter, mit 2 Kindern, ohnen Unterhalt zeitweise sogar für beide Kinder nicht!!! Mein Bruder ist fast 7 Jahre jünger als ich und ich habe meiner Mum damals schon viel mit abnehmen müssen...und ja ich weiß wie es ist wenn jemand sein ganzes Leben arbeit für die ALTERSVORSORGE und jetzt mit Mitte 50 nichgt weiß wie es manchmal weitergehen soll, geringfühige Jobs annnimmt damit die Rente noch bisschen höher wird -MEINE MUTTER-...

    Und zu mir, ich würde in meinem Job als Meisterin keine angestellten Tätigkeut halbtags finden, deswegen war meine einzige Möglichkeit zu arbeiten u. Zeit für mein Kind zu haben _ MICH SELBSTÄNDIG ZU MACHEN- auch wenn das für mich bedeutet auf finanziell auf einiges zu verzichten, zb. Krankenhaustagegeld, Mutterschutz, Urlaub,Rente (denn ich zahle seit 3 Jahren keine Beiträge mehr)....so bedeutet es doch das ich mehr Freiheit habe u. Flexiblität besitze, denn ich arbeite auch oft noch Abends um 20.00Uhr u. wenn ich meine Tochter nicht mitnehemen kann, dann muß ich es auch irgendwie organisieren....Ich weiß auch was es heisst erst morgen einzukaufen, weil ich heute noch kein geld dafür habe, an der Kasse zu stehen u. etwas zurückzugeben weil mir am Ende 1,- EURO fehlt, 1 Jahr lang keine Wohnung zu finden mit meiner Tochter bei Freunden zu wohnen auf engsten Raum (harte Zeit), seinen Hund weggeben zu müssen damit man nach 1 Jahr endlich eine Wohnung bekommt!!!!( das tut richtig weh!!!)
    Dafür wohnen wir jetzt auf einem Kinderferien- Reit -Bauernhof...mit super vielen Tieren, tollen Vermietern, günstige Miete u. einem glücklichen Kind - dafür um darauf zu warten das DAS kommt war ich oft nervlich so am Ende, in Deutschland als alleinerziehende Mutter, selbständig mit Kind u. Hund- da hast Du die Arschkarte gezogen- bekommst noch nicht mal eine Sozialwohnung, weil die Liste so lang ist!!- war manchmal echt kurz vorm Selbstmord :cry:

    Trotz allem geht es uns gut u. wir sind glücklich....und jetzt erwarte ich ein 2. Kind, mein Freund ist auch Selbständig u. hatte zb. die ganzen ertsen 6 Moante der Schwangerschaft KEINEN EINZIGEN AUFTRAG, NIX verdient----das war psychisch u. finanziell eine wirklich harte Zeit für uns alle
    auch für einen Mann der gerne Verantwortung übernehmen will u. nicht weiß wie es in seiner Brange weitergehen soll!!!

    Jetzt langsam geht die Sonne wieder auf, er hat auch wieder Aufträge u. was das Kind u. seine Vaterrolle betrifft entspannt er sich so langsam.....

    trotz allem weiß man nie was MORGEN kommt u. man sollte im JETZT leben und das BESTE daraus machen.....auch in diesem Land in dem keiner wirklich weiß wie es weiter geht!

    LG Zoe

    Ich werde meine Rechtschreibungsschusselfehler jetzt nicht korregieren....die Tasten sind langsamer als meine Finger :smile:
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