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Falsches Baby auf die Welt geholt
Am Grazer LKH ist es zu einer folgenschweren Verwechslung gekommen: Statt einer Türkin, die in der 40. Schwangerschaftswoche war, wurde eine andere Türkin drei Monate zu früh entbunden.
Drei Türkinnen lagen in der Grazer Frauenklinik einen Tag lang im gleichen Zimmer - das war die Ausgangssituation für die Verwechslung. Als am Abend eine Frau, die schon in der 40. Woche schwanger war, zu einer Untersuchung aufgerufen wurde, wurde der Name vermutlich falsch ausgesprochen.
Türkin hat sich verhört
Eine andere - eher stämmige - Frau, die erst in der 28. Woche schwanger war, meldete sich und erhielt dadurch eine falsche Krankenakte, sagt Günther Bergmann der ärztliche Leiter des LKH. Die Frau wurde in den Kreißsaal gebracht und die Wehen eingeleitet. Die Türkin versuchte noch, die Ärzte und Schwestern auf den Irrtum hinzuweisen, allerdings auf Türkisch und somit erfolglos.Irrtum zu spät bemerkt
"Die Geburt ist unter der Annahme, es handle sich um die richtige Patientin, die zur Entbindung kam, eingeleitet und forciert worden und dann hat man später durch das Hinzukommen von Angehörigen festgestellt, dass es die falsche Patientin ist und dann ist zusammen mit den Kinderärzten und der Familie entschieden worden, dass man dann einen Kaiserschnitt vornimmt", so Bergmann.
Ärzte und Krankenschwestern verstanden die Frau nicht"Keine Folgeschäden"
So kam drei Monate zu früh ein Mädchen zur Welt. Derzeit gibt es laut Bergmann keinen Hinweis auf Folgeschäden. Wäre das Kind noch jünger gewesen, hätte es aber womöglich nicht überlebt, gesteht er ein.
Das Baby wiegt nur 1,2 Kilogramm, ist laut Auskunft der Ärzte aber überlebensfähig und wohlauf.
"Tragischer Einzelfall"
Der ärztliche Direktor spricht von einem tragischen Einzelfall, der aber auch deshalb möglich gewesen sei, weil die Patientinnen an der Gebärabteilung erst nach der Geburt ein Armband mit ihren Personaldaten bekommen.Armband vor Geburt
"Wir haben aus diesem Anlass sofort diese Maßnahme vollzogen; das heißt, auch im Bereich der Gebärabteilung werden nunmehr alle Patienten ab sofort bei der stationären Aufnahme mit einem eigenen Namensband am Arm ausgestattet", so Bergmann.
Die Staatsanwaltschaft Graz hat die Ermittlungen aufgenommen
Türkin kann Schmerzensgeld einklagen
Die betroffene Mutter ist mittlerweile zu Hause und versucht laut Bergmann, die Geschehnisse zu verarbeiten. Die Klinik habe ihr jede - auch finanzielle - Hilfe zugesagt.
Laut Patientenombudsfrau Renate Skledar kann die Frau Schmerzensgeld einklagen. Sollte das Kind Folgeschäden erleiden, stünde auch ihm Schmerzensgeld zu.
quelle: orf.at
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Kommentare
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:shock: :eek01: :shock: :traurig03:
Manchmal frag ich mich echt wieviel Prozent der Ärzte auf der Welt denn nun tatsächlich fähig sein... Ich glaube ehrlich gesagt ganz schön wenige!
Die arme Mutter.. wird ganz schön was zu verarbeiten haben!
Claudia
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Einmal haben sie mir in der letzen SS die Tabletten von meiner Bettnachbarin gegeben, da war ich mit Blutungen in der 7 SSW. Die hatte einen ähnlichen Namen und die Claue auf dem Döschen hätte auch mein Name sein können. Ich bekam nur Magnesium 3x2 und sie so komische andere Abschwell Pillen nach einer Brust OP. Ich habe auch nur nachgefrag, warum da nur 3 Tabletten drin waren, da hat die Schwester sich die Dose sogar noch angesehen und gesagt sie holt mir noch den Rest. Bis ich dann noch mal genau den Namen angeschaut habe...
Und das zweite Mal war nach dem KS da wollte die Ärztin gerade eine Flasche Penezellin an den Tropf hängen, dagegen bin ich allergisch, ist natürlich auch dick in der Ackte vermerkt gewesen. Ich habe dann, neugirig wie ich bin, gefragt, was sie mir da gibt und da bei hochgeschaut, da sah ich den Aufdruck, habe sie dann direkt darauf hingewiesen, dann ist sie ganz schnell mit der Flasche weggerannt...
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aber ohne deutsch ist es halt schon ein problem,...
da ist aber der fehler an den türkischen männern zu suchen,
die sehr oft den frauen verbieten deutsch zu lernen
anderseits hat sich das personal schon noch mal zu vergewissern ob sie die richtige auf dem tisch haben...
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Klar Fehler passieren überall, nur in KH sind sie oft schwerwiegender, weil es sich um Menschen handelt.
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Aber bei uns hat ja die Natur nachgeholfen und Kylian ein gut sichtbares Ohranhängsel gegeben ;-) ... dadurch konnte er nicht verwechselt werden und zudem hatte ich ja 24Std-Rooming-in...
Das Unglück dieser Frau ist wirklich tragisch. Aber wie Yeshe schon sagte, es ist wirklich schwer wenn Patienten kein deutsch können. Ich habe das in meiner Krankenhauszeit auch immer wieder selbst erlebt... vorallem weil die Patienten auch alles hinnehmen.
Man muss bedenken, das KH-Personal sind auch nur Menschen und nicht unfehlbar (obwohl es natürlich nicht passieren dürfte...)
3,009
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Die haben die Babys ja früher komplett eingewickelt, so das man kaum noch was sah... Wer weiß wieviele Babys so zu einer Mahlzeit mal zur falschen Mama kamen :shock: Aber ich weiß gar nicht ob es nicht vielleicht doch ein Bändchen mit Namen gab?
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Was die Verwechslung im KH angeht - eine Kinderschwester bei uns hatte die "Macke" alle Kinder gleich anzuziehen... Super! Ich dachte auch immer, ich würde mein Kind sofort wieder erkennen. Aber wenn man dann so vor 5 Bettchen steht - alle Kinder gelbe Strampler, alle die gleiche Bettdecke - da muss man schon genau hinsehen :oops:
Am Geschrei erkennt man sie da schon eher
Zum Glück geht es Mutter und Kind aus der Nachricht oben gut!
LG
Mandy
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Trotzdem hatte ich echt immer Angst... es gibt ja immer noch solche Geschichten... naja auch wenn ich das KH hier echt be...scheiden fand. So muss ich im Nachhinein sahgen, waren sie was evtl. Verwechslungen betrifft gut abgesichert, mit zwei Namensbändchen und Computerchip am Beinchen...
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Ein Glück, dass meine Mutter bei mir damals nicht das Problem einer Verwechslungsgefahr hatte.... bei 63 cm Länge war ich unverwechselbar
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habe nochmal meine mom gefragt, auch 1975 gab es schon armbändchen und ich hatte auf dem rücken ein pflaster mit namen.
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Tja als die jüngste von 4 Mädchen bin ich immer die "Kleine" obwohl ich mit 1,88 m die Längste bin
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An dem Abend an dem ich entbunden habe war m Kreissaal die Hölle los.
Als ich kam hatte gerade eine Frau Hoffmann entbunden, und wurde auf Station verlegt. Da ihr Kind aber in dei Kinderklinik mußte ist sie am gleichen Abend noch nach Hause geangen.
einige Stunden später hab nun ich entbunden Hofmann mit 1 "f", und kam nun in das Bett von Hoffnann mit 2 "ff".
Das hat natürlich für einige Verwirrung gesorgt.
Als Felix dann am nächsten Tag in die Kinderklinik verlegt würde, landete er ausgerechnet im gleichen Zimmer wie das Kind der Familie Hoffmann mit 2 "ff":
die nächsten Tage waren wir Mütter nur damit beschäftigt dafür zu sorgen das das richtige Kind die richtige Behandling bekommt. :sad:
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Zum Verwechseln: Mit hätten die nach der Geburt jedes Baby andrehen können. Ich hab dann meinen Martin gefragt, ob das wirklich der Richtige ist, als er mit dem Bändchen dann in meinen Armen lag...
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Früher waren die Armbänder aus durchsichtigem (doppelten) Plastik in den Zwischenraum wurde ein Papier mit dem Namen reingeschoben. Ich hoffe, dass ich das verständlich erklärt habe.
Oh man, da wird mir gerade bewusst, wie alt ich bin
Viele Grüße
Petra mit Niklas * 08.07.03
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Aber echt, ein Albtraum. Ein Kind mit 1200g, da kann mir keiner erzählen, dass das "wohlauf" ist. Das konnte die Zeit, die wir beiden aneinander nun gerade haben, nicht im Mutterleib verbringen. :traurig08:
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So ein Bändchen hatte ich auch. Und Conor auch nur in einer anderen Farbe versteht sich. Das krasse daran ist, das Conor und ich beide im selben KH entbunden wurden.......anscheinend hat das Elim KH den Fotrschritt über 25 Jahre verschlafen