Selbstständige Mütter/Väter ?

GoldSevenGoldSeven

3,151

bearbeitet 26. 07. 2004, 23:31 in Plauderecke
Wie viele von euch sind noch selbstständig? Mich würde interessieren, wie ihr finanzielle Dinge und so weiter handelt... wieviel Zeit euch für die Kinder bleibt... ich werde mich, nachdem ich meinen Job in der Schule verloren habe, nun auch mit meiner Zeichnerei selbstständig machen, und auch mein Mann ist selbstständig (Finanzberater, liebäugelt mit einer Nachhilfeschule).

Irgendwie merkwürdig--noch vor ein paar Jahren waren wir beide Lehramtsstudenten und sahen unsere Zukunft als verbeamtet, privat versichert und rundum abgesichert an. Dann brach er sein Lateinstudium ab und sattelte komplett auf Finanzberatung um, macht nun seinen Abschluss als Finanzwirt, ich kriegte Flöhe ins Ohr gesetzt von eigenen Comics und Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften (letzteres immerhin schon wahr geworden) und jetzt, wo ich etwas unglücklich aus dem Schuldienst ausgeschieden bin, nach einem halben Jahr Arbeit als angestellte Lehrkraft mit halber Stundenzahl (und für das Geld hätte ich auch zeichnen können!) sieht plötzlich alles anders aus. Denn natürlich stecken wir dann beide mitten in der Existenzgründung. Hat da jemand schon Erfahrungen mit?

Alle ELTERN-Zeitschriften gehen natürlich auch immer davon aus, dass alle werdenen Mütter im Büro arbeiten (mit nem festen Job selbstverständlich), und die Dame vom Infoabend zum Thema Geld für werdende Eltern hatte von Selbstständigkeit einfach keinen blassen Schimmer...

Kommentare

  • dorifranzdorifranz

    360

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich bin jetzt nicht selbstaendig sondern sowas aehnliches wie oeffentlicher Dienst.

    Wenn Ihr Lust habt aufs selbstaendig machen, dann macht das einfach. Man muss einfach seinem Herzen folgen. Ich kenne geuegend, die vermeindlich den sicheren Weg gegangen sind, der sich am Ende als nicht so sicher herausstellte. Am Anfang, wenn der Kleine noch ganz klein ist, da wird es bestimmt schwierig, aber je aelter die Kleinen werden, desto besser wird es eigentlich. Du hast ja, wenn Du selbstaendig bist auch mehr Flexibilitaet, und das ist sehr viel wert.

    Ich muss immer an den Film Babyboom denken.

    Tut mir leid, der Info-Wert dieses Postings ist nicht besonders gross :oops: . Ich finde nur einfach toll, was Du so machst, und wollte Dich darin bestaerken.
  • JulikaJulika

    111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo GoldSeven,

    mein Mann und ich sind seit ein paar Jahren selbständig, weil für uns die Vorteile einfach überwiegen.
    Durch die Schwangerschaft bin ich fast total ausgefallen- von wegen bis zum 8. Monat weitermachen wie gewohnt- und dezente Existenzängste machten sich breit. Mein Zwerg ist jetzt 12 Tage alt und ich verspüre einen Schwung wie schon ewig nicht mehr. Wie es sich mit der Arbeit regeln läßt wird sich zeigen. Bei uns wird es wichtig sein, daß mein Mann regelmäßig Kinderdienst hat und ich Stück für Stück wieder einsteige. Das ist z.B. einer der Vorteile: wir können das Tempo- je nach finanzieller Situation natürlich- selbst bestimmen und z.B. jeden Morgen gemeinsam in Ruhe ohne Zeitdruck beginnen.

    Macht Euch doch einfach mal eine "negativ/positiv"-Liste in bezug auf Selbständigkeit- und lasst dann den Bauch entscheiden.

    Liebe Grüße
    Julika
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke an euch beide!

    Julika: Negativ-Positiv wird kaum was bringen; außer Selbstständigkeit habe ich nämlich erst einmal nur noch die Wahl Arbeitslosigkeit, und das ist nicht wirklich ne Alternative. ;-) Und falls es wirklich nicht reicht mit meiner Zeichnerei, dann muss ich eben wieder einsteigen in der Schule--was kein Problem sein wird mit meinen Mangelfächern. Aber lieber wäre mir, wenn es mit dem Zeichnen reichte--denn für das Geld, dass ich als angestellte Lehrerin auf halber Stelle (und mehr könnte ich anfangs wohl kaum machen mit kleinem Kind) verdiene, kann ich gleich meinen Comic machen. :)

    Meine Hoffnung ist die Tatsache, dass sich das Zeichnen gut zu Hause machen lässt, auch mal in den Pausen zwischen Stillen und Wickeln und Kochen. Immerhin habe ich während beider Staatsexamina auch mit unverminderter Schaffenskraft weitergepinselt. :biggrin: Psychologisch ist es, denke ich mir, ein großer Unterschied, ob ich zu Hause etwas mache, was dann auch noch einen mehr oder weniger großen Spaß- und Erholungsfaktor hat, oder ob ich das Haus verlassen muss um "zur Arbeit zu gehen".
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wir haben ja schon mal darüber gesprochen und ich muss sagen, dass es sehr auf das Baby ankommt!

    ich bin ja selbständig, und zur Zeit ist es mau... er ist irgendwie dauernd im Schub und quengelt seit Wochen den ganzen Tag durch... es ist so schon ziemlicher Horror, aber mit nebenbei arbeiten geht gar nix. Dummerweise mache ich grade eine Klage, zum Glück für meinen Bruder, den kann ich anrufen, wann ich will und der nimmt Rücksicht, aber arbeiten geht fast nur am Wochenende, wenn mein Mann mal aufpassen kann und dann fehlt mir extrem die Ziet zum Ausruhen. Im moment ist zum Glück nicht viel, die Gerichte lassen sich ja so viel Zeit, aber wenn mal was kommt, ist es immer ziemlich stressig. Mehr Mandate kann ich auch nicht annehmen.

    Meine Mutter kommt, wenn was dringendes ist, manchmal her, aber das geht ja bei dir nicht. Nur wenn dein Mann auch flexibel ist und dir das Kind abnimmt, wenn du was tun musst, geht es eigentlich, Kind ist (meistens) Fulltimejob. Oder du bekommst ein ganz pflegeleichtes, aber das ist wohl eher selten... und das Kind verschiebt leider seinen Schub nicht, wenn du einen Auftrag hast....! :cry:

    Aber du weißt ja, ich habe auch die Selbständigkeit gewählt, weil ich es besser als die arbeitslosigkeit fand - was hast du zu verlieren, wenn du nicht so viele Aufträge annimmst ? Frag mal nach Krippen bei dir, oder nach Tagesmüttern... wenn du einen Auftrag hast, geht der ja länger, oder ? Dann könntest du vielleicht stundenweise abgeben... fragt sich halt, ob du deine kraetive Phasen in genau diese Stunden packen kannst... :???:
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke, wir werden das erstmal so versuchen, dass ich in den Zeiten, in denen das Kind schläft, was getan kriege. Ich arbeite glücklicherweise sehr schnell, und auch die Kreativität ist eigentlich fast immer abrufbereit--das musste sie im Studium und vor allem im Referendariat auch sein!

    Und viele Aufträge werde ich nicht annehmen, klar. Wenn wir nen Verlag für den Comic finden, dann werde ich vermutlich auch NUR den Comic machen--das reicht auch locker, nach allem, was ich von einer befreundeten Zeichnerin weiß! Für den Comic hätte ich ein Jahr Zeit (also gut eine WOche pro Seite), und der Verlag würde vielleicht mit sich reden lassen, die Zeit etwas auszudehnen. Aber diese Verhandlungen werden sowieso erst stattfinden, wenn Timo schon ein paar Monate alt ist, dann weiß ich ja schon mehr über das, was ich schaffen kann.

    Und Cora, ich wollte dir immer noch sagen, wie süß dein neuestes Caius-Bild ist! :smile:
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oh, das freut mich...! Danke! :grin:

    verlass dich nicht darauf, das das Kind nach ein paar Monaten tagsüber noch sehr viel schläft. Bei meinem sind es im Schub vielleicht 5 minuten, ohne Schub 2mal eine halbe Stunde... aber ab 8 könnte man dann was arbeiten, wenn man dann noch die Kraft hat...!

    Ich denke, du solltest es auch ausprobieren, was hast du zu verlieren...? So eine Chance kommt doch nicht wieder..!
    Und da es über eine so lange Zeit geht, würde ich mich für in ein paar Monaten, falls das Kind auch so ein NIcht-Schläfer wie meines wird, nach einer Tagesmutter umgucken, die es für ein paar Stunden nimmt, du pumpst halt ab und gibts das mit. Ich würde mich halt nicht darauf verlassen, dass das Kind genug schläft, sondern mich einfach mal umhören, was es so für Betreuungsmöglichkeiten gibt.

    Naja, wenn das mit dem Comic so weit ist, wirst du ja sehen, wie es klappt!
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wie die Vorgänger schon geschrieben: PROBIEREN.

    Ich hoffe ja, dass der finanzielle Druck nicht der Hauptgrund ist, wiewohl mir schon bewußt ist, dass das in vielen Familien der Fall ist. Aber immer wenn man für "Geld" hart arbeiten muss, also wenn Dein Job Dir die Ausgeglichenheit nimmt, die Du für Dein Kind brauchst, wird das meiner Meinung nach bedenklich. :cry:

    Wenn der Verdienst jedoch nicht im Vordergrund steht, sondern die Arbeit ein vernünftiger und zeitlich begrenzter (wichtig bei Selbständigen!) Ausgleich zum Muttersein ist, kann das nur gut gehen.

    Ich werde das genau so handhaben: Ist nach den ersten Wochen alles mal eingespielt und sehe ich da Freiräume, werde ich diese für Aufgaben nutzen, die nebenbei ein wenig Geld bringen. Bei mir werden das aller Wahrscheinlichkeit nach Nachhilfestunden sein, wo ich die Oma zum Aufpassen organisieren werde und spätestens nach zwei Stunden wieder bei meinem Säugling bin.

    Diese Version ist mir irgendwie sympathischer als Deine, darauf zu hoffen, dass das Kind "eh schläft". Das kann einen womöglich arg unter Druck setzen. Also ich würde versuchen, für fixe Zeiten eine Person zu organisieren, die dann auch für das Kind in dieser Zeit zuständig ist (Papa?), damit Du auch bestimmt schaffst was Du Dir als Ziel vornimmst.

    Viel Erfolg beim Umsetzen Deiner Pläne

    lila
    -zur Zeit zwar selbständig, jedoch (noch) kinderlos bis August/September
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Probieren ist das Stichwort. Da ich ja nun im Mement weder weiß, wieviel Timo zu schlafen gedenkt, noch, wie wir mit dem Verdienst meines Mannes hinkommen, oder wie oft mein Mann überhaupt zu hAuse sein wird, kann ich eben erst mal nur gucken, wie's läuft und was läuft...
  • LaraLara

    72

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Würde mich auch gern selbständig machen. An so ein Nachhilfe-Dings hab ich auch schon gedacht. Oder andere Schulungen. Oder Schreiben (aber da habe ich nicht wie Du bereits etwas veröffentlicht).
    Aber allein und schwanger? :-(
    Sorry, kann Dir zu nichts raten, nur sagen, daß ich denke, daß es eine gute Sache ist, wenn man nicht von irgendwelchen Bossen abhängig ist, die einen knechten, weil sie wissen, daß es so wenige Jobs gibt zur Zeit.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Freiberuflich zu arbeiten hat nicht nur Vorteile. Auch da ist man abhängig, nur von anderen Dingen.
    Aber für mich überwiegen die Vorteile.
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Freund und ich wir sind auch beide selbständig, seit knapp 3 Jahren...
    wie4 schon von anderen beschrieben es hat seine Vor u. Nachteile, denn vom selbst versichern, bis zum flexibel sein müssen, Kind organisieren, Zeiten mit wenig Aufträgen zu überstehen usw. ...wir haben esw beide nie bereut auch wenn man dabei Hoch undTiefs erlebt, davor ist zwangsläufig kein Selbständiger gefeit, erst recht nicht in der heutigen Zeit!

    Ihr könntet beide zb. in das Jungunternehmerprogramm beim Arbeitsamt einsteigen, wenn das genehmigt wird dann bekommt Ihr erst mal für 6 Monate eine Unterstützung als Startgeld die man nicht zurückzahlen muß,Erziehungsgeld wird Euch dann in der Startphase sicher auch voll genehmigt....im Vorfeld wirklich über alles informieren!

    Ansonsten drück ich Euch die Daumen, es ist auf alle Fälle eine Erfahrung wert.

    LG Zoe
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hey Zoe, das hört sich an, als hättest du das hinter dir?

    Genau das wollten wir machen--arbeitslos melden muss ich mich jetzt ja eh, aber ich wollte auch dieses Startgeld beantragen und mich dann direkt selbstständig machen. Nun frage ich mich nur: Die 6 Monate sind vorbei, wenn Timo drei Monate alt ist. Und frage mich, ob ich es bis dahin allein schaffe.

    Aber mittlerweile denke ich, ich werde es in jdem Fall so versuchen!
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja ich habe mich vor 3 Jahren selbständig gemacht als meine Kleine dreieinhalb war, vorher habe ich mich kündigen lassen nach dem Erziehungsurlaub, arbeitslos gemeldet, Konzept geschrieben, beantragt usw. das ganze Programm....für den Anfang ist das eine gute Hilfe, letztendlich lernt man doch immer wieder mehr dazu, man muß flexibel u. fit sein, kann sich halt nicht wirklich darauf verlassen das immer die gleiche Kohle da ist wie wenn man angestellt ist, muß lernen an anderen Stellen Abstriche zu machen...aber wie schon gesagt ich hab es nie bereut denn ich habe Zeit für mich , den Job, mein Kind u. irgendwie spielt sich alles mit der Zeit ein das es funktioniert...anderseits war ich seit 4 Jahren nicht mehr länger weiter weg im Urlaub.
    Wenn Du mehr Infos willst können wir auch emailen wenn Du magst.

    LG Zoe
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja gern!

    Meine E-Mail findest du ja in meinem Profil! Würd mich freuen! :)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da steht sie leider nicht drin, weil du in deinem Profil "E-Mail-Adresse verstecken" angeklickt hast. ;-)

    :byebye01:

    Gisela
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Woops! Seit wann klick ich denn sowas an?

    mailto:jenny@goldseven.de auf jeden Fall ;)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Jenny -

    ich hatte vor MOnaten einen ähnlichen Thread aufgemacht - da war ich im 4 Monat schwanger udn machte mir Gedanken darüber, ob ich Baby und Selbständigkeit unter einen Hut bringen könnte.
    Meine Idee war damals ähnlich wie Deine: So schnell wie möglich wieder Aufträge annehmen - allerdings aus finanziellen Gründen - und arbeiten, wenn mein Sohn schläft...
    Soweit die Theorie.
    Jetzt ist mein Ben 6 1/2 Wochen alt und ich habe den ersten Miniauftrag bekommen und gleich zugeschlagen - nachdem die Auftragslage seit Monaten echt Kacke ist, wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen. Ich dachte mir: Reiner Entwurfs- und Zeichenjob (ich bin Innenarchitektin), das krieg ich hin...so nebenher.
    Fazit nach Zwei Tagen:
    Ein Job, den ich normalerweise an einem halben Tag locker abarbeiten würde, ist immernochnicht geschafft - dafür bin ich völlig am Ende und mein Sohn ist quengelig, weil er meine Laune mitkriegt. Just an dem Abend, als ich arbeiten wollte, wollte Ben nicht schlafen, hatte Blähungen und ich wurde immer nervöser, weil ich bis zum Vormittag einen Entwurf abgeben sollte...das hat Ben noch unruhiger gemacht. Ich hab den Job letztlich in den frühen Morgenstunden gemacht, hatte nur 2 Stunden geschlafen und als ich morgens mit dem Kunden telefonieren wollte, hat Ben zweimal mit höllischem Geschrei dazwischengefunkt. Kommt nicht gut.
    Die Korrekturen und Ergänzungen muß ich bis Morgen früh haben und ich sehe mich schon wieder nachts über dem Zeichentisch einschlafen, weil Ben immernoch rumquengelt heute, alle Stunde Durst hat udn gestilltw erden will und ich ihn keine 15 Minuten ohne Protest ablegen kann... Die zweite Nacht ohne Schlaf...
    Und das alles wegen einem Minijob, den ich früher mit Links gemacht habe...

    Erstens kommt alles anderst und zweitens als man denkt.
    Für meine Pläne, möglichst nach 6 Monaten wieder richtig zu arbeiten und Geld zu verdienen, sehe ich gerade schwarz.
    Ich hätte mir niemals träumen lassen, wieviel Zeit und Aufmerksamkeit ein Säugling absorbiert und wie körperlich anstrengend das Muttersein sein kann. Ben hat den Zweitnamen Timebandit. ;-)
    Komme ich tatsächlich mal zum wirklichen Schlafen, weil Bens Papa da ist und mit ihm loszieht, dann falle ich regelrecht ins Koma...

    Wenn bei deinem Projekt keinerlei Druck dahintersteht und keine finanzielle Notwendigkeit und Du Hilfe vom Papa hast, dann würde ich es wagen - sonst würde ich erstmal zum Abwarten raten...
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Au wei, das macht ja Mut ;)

    Ich rechne mit sowas, kann also nicht sagen, dass mich das jetzt sehr schockiert... meine Aufträge sind glücklicherweise für Privatleute, die in den meisten Fällen sehr verständnisvoll sind und null Zeitdruck auf mich ausüben (Aufträge mit straffen Deadlines nehme ich auch jetzt im Moment gar nicht erst an). Ich werde also in jedem Fall versuchen, wie es klappt. Die Sache mit dem Comic werde ich auch erst definitiv annehmen, wenn der Kleine da ist und ich zumindest in etwa abschätzen kann, ob ich neben Kind und Haushalt noch überhaupt etwas gebacken kriege. (Na gut--mein Mann wird im Haushalt sicher auch noch helfen.) ;-)

    Finanziell drauf angewiesen--ich fürchte, es wird zumindest extrem eng werden, wenn ich gar nicht dazu verdiene. Aber auch das bleibt vorerst abzuwarten. Leider ist unser Leben im Moment sehr unplanbar; da kann man einfach nur warten und alles tun, was eben geht...

    In jedem Fall Danke fürs Input! :)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wollte dich nicht entmutigen - es gibt ja auch Kinder, die viel schlafen und fast nie quengeln... (hab ich mal irgendwo gehört... ;-) ).
    Ich hab die Quengelbacke immernoch auf der Schulter und noch nix gearbeitet...
  • DesdemonaDesdemona

    956

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich bin zwar nicht selbständig, gehe aber auch wieder arbeiten bzw. habe es versucht. WIr hatten da auch den superklugen Plan. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst und in den Spät-/Frühschichtwochen wollte ich dann stundenweise wieder arbeiten gehen, um meine Kunden nicht zu verlieren bzw. mein Chef alle vergrault hat. Hab mich dann so locker-flockig für Di-Fr für jeweils 4 Stunden vormittags eingetragen. Am Donnerstag habe ich aufgegeben. Nachmitags wenn ich dann zu Hause war , hat sie nur noch getobt, so bald ich ihr den Rücken zugekehrt habe und hat Fieber bekommen. Als sie dann gemerkt hat hat ,Mama ist wieder den ganzen Tag da, war ihre Welt wieder in Ordnung und das Fieber weg.
    Mein Ausflug in die Arbeitswelt war somit das totale Desaster.

    Probiers halt mit der Selbständigkeit. Du musst da sicherlich leztztendlich selbst entscheiden, was für dich und dein Kind gut ist.
  • carocaro

    138

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also wir sind auch selbstständig (d. h. wir arbeiten selbst und ständig... :lol: ), allerdings haben wir die Firma geerbt (ist schon hundert Jahre alt, echt). Ich dachte am Anfang auch, dass ich nach allerspätesten 4 Monaten wieder voll einsatzfähig bin; der Zwerg kommt mit ins Büro und er wird sich dann schon beschäftigen und spielen und so trallala...war leider nicht ganz so. Ich hab dann den Zeitplan etwas korrigiert, viel abends und nachts gearbeitet (die Augenränder muss man dann halt ignorieren und einfach durch) und seit Luca jetzt ca. 7 Monate alt ist geht es echt super. Ich nehm in morgens mit zum Arbeiten, er spielt viel für sich selber und ist echt sehr pflegeleicht (vielleicht auch weil er es so gewohnt ist). Nachmittags bin ich dann zu Hause und solange er Mittagsschlaf macht (so ca. 1,5 Stunden) stöpsel ich mein Laptop ein. Bin im Moment bei ca. 80% Leistungsfähigkeit und absolut zufrieden und ich denke das merkt Luca auch weil er ist auch ein sehr zufriedenes Kind. Wenn er wirklich mal nen Tag quengelt bleib ich zu Hause und arbeite abends wenn er dann im Bett ist (ich war schon immer nachtaktiv und brauche nicht viel Schlaf, das ist wohl von Vorteil).
    Alles in allem denke ich dass sich Die Selbständigkeit durchaus lohnt, wir kriegen genug Knete und ich seh auch mal was anderes als nur Kind und die "winzige" Kehrseite dass halt ab und an die Nacht wegfällt da muss man durch, es gibt nichts geschenkt im Leben. ;-)
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