"Manchmal muss ein Wunsch auch offen bleiben"...

bearbeitet 2. 09. 2009, 15:10 in Plauderecke
...Hat meine Mutter gestern zu mir gesagt, als es drum ging, was Leander sich zum Geburtstag wünscht. Er hat neulich in der Stadt beim Einkaufen in einem Schaufenster eine Carrera Rennbahn gesehen und seitdem spricht er nur noch davon, dass er die zum Geburtstag haben will. Wie das bis November aussieht, kann ich nicht sagen, vielleicht sieht er bis dahin wieder irgendwas anderes und vergisst die Rennbahn wieder, aber das ist ein anderes Thema.

Bevor ich irgendwas dazu sagen konnte wie "Wünschen darfst du dir alles, das heisst aber nicht automatisch, dass du auch alles bekommst", sagte meine Mutter schon zu mir, ich solle mir mal überlegen, was wir dem Kind eigentlich noch alles kaufen wollen und er müsse auch mal lernen, dass man nicht alles kriegt. Sehe ich im Prinzip genauso. WENN es sich um einen Wunsch handelt, der aus irgendeinem Grund nicht zu erfüllen ist (zu teuer, gefährlich, etc.), oder wenn dieser Wunsch zu keinem besonderen Anlass erfüllt werden soll. Heisst, wenn er jetzt gesagt hätte, er möchte die Rennbahn sofort haben, einfach so. Klar, dann würde ich sie ihm nicht kaufen, das muss ja nicht sein. Aber wenn er sich das zum Geburtstag wünscht, warum soll ich ihm die vorenthalten, nur damit er "lernt, dass es nicht immer alles gibt, was man möchte"?! Ich finde das Quatsch, denn schenken tu ich ihm ja auf jeden Fall was und warum soll ich dann irgendwas anderes kaufen, nur damit er eben nicht das bekommt, was er selber gern möchte?

Wie handhabt ihr das? Wenn Eure Kinder größere Wünsche haben und ihr in der Lage seid, diese zu erfüllen, würdet ihr das dann aus Prinzip nicht machen, wegen irgendeinem erzieherischen Effekt?
Schade ich meinem Kind, wenn ich ihm seine Wünsche erfülle, weil ich es nunmal kann? Wie gesagt, ich spreche nicht davon, dass ich ständig ausser der Reihe Geschenke kaufe, es geht mir hier wirklich nur um größere Wünsche zum Geburtstag oder zu Weihnachten.

Kommentare

  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Von der Philosophie Deiner Ma halte ich gar nichts. Wann sollen echte, große , leidenschaftliche Wünsche denn erfüllt, wenn nicht zum Geburtstag? Wenn es für Euch darstellbar ist, ohne völlig aus dem Rahmen zu fallen, ist das völlig in Ordnung. Im Gegenteil, ich denke sogar, wenn ein Kind lernt, dass sich wünschen auch lohnt, dann ist es auch viel hoffnungsvoller und optimistischer, als wenn man ihm mit gewalt Zweckpessimismus eintrichtert. Wie brutal ist das denn....?

    Klar, mal so eben zwischendurch das ist natürlich niox bei so großen Sachen, aber Geburtstag und Weihnachten sind vllig ok.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also zu Geburtstag und Weihnachten werden hier auch Wünsche erfüllt solange wir es uns leisten können. Das sind zwei besondere Tage und da darf der Wunsch auch etwas größer sein. Wenn nicht da wann dann sollte man den Kindern Wünsche erfüllen. Wie gesagt immer im Rahmen unserer Möglichkeiten
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn dieses Geschenk im Rahmen bleibt (finanziell, vom Platz her, nicht gefährt usw.), dann würde ich niemals auf die Idee kommen, es nicht zum Geburtstag zu schenken. Einfach nur aus Prinzip? Ich schenk doch nicht irgendetwas, worüber meine Kinder sich nicht freuen, einfach nur, damit sie irgendetwas lernen. Das ist doch Quatsch! Es gibt genug Enttäuschungen im Leben, die muss ich nicht noch künstlich schaffen.

    Im Gegenteil finde ich sogar, dass Kinder noc mehr lernen, wenn man selbst bei Geschenken, die aus dem Rahmen fallen, versucht, sie ihnen mit Eigenleistung zu ermöglichen. Bei einem teuren Geschenk z.B., dass man sie zum Sparen ermuntert.
    Mein älterer Bruder wollte als Kind unbedingt ein Spielzeuggewehr haben und meine Eltern wollten ihm das nicht schenken, weil sie Kriegsspielzeug doof finden. Er musste sich das dann selbst zusammensparen, meine Mutter hat aber immer mal heimlich etwas in die Dose gesteckt, damit es nicht so abartig lange dauert. Finde ich total super und auch großzügig von meinen Eltern, dass sie ihn einerseits ermuntern, es sich selbst zusammenzusparen, andererseits aber auch über ihren Schatten springen, damit das Ziel nicht in ganz so unereichbarer Ferne liegt.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :oops: Also eigentlich wollte ich das in der Plauderecke posten und nicht bei den Kleinkindern, da passts ja auch gar nicht rein. Kann mich jemand verschieben bitte?

    @Susanne

    Genauso sehe ich das eben auch. Solange das keine Wünsche sind, die jeglichen Rahmen sprengen, warum soll ich die dann nicht erfüllen. Wenn auf seinem Wunschzettel jetzt neben der Rennbahn noch ein Playmobilhaus und ein Elektromotorrad und eine Ritterburg stehen würden, dann würde ich auch sagen, es gibt eines von diesen ganzen Dingen und nicht alle. Aber wenn die Rennbahn sein Herzenswunsch zum Geburtstag bleibt, sehe ich nicht ein, warum ich ihn diesbezüglich enttäuschen sollte. Was anderes wäre es (wie du ja schon geschrieben hast), wenn wir uns das nicht leisten könnten, dann müsste er natürlich irgendwie damit klarkommen, dass es nicht geht. Aber das hätte dann auch in dem Sinn keine "erzieherischen" Gründe, sondern wäre einfach unumgänglich. Und wie schön erwähnt würde ich ihm natürlich nicht einfach so ne Rennbahn kaufen, damit er zu dem Schluss kommt, er muss nur pfeifen und Mama macht dann schon. Aber meine Frau Mutter meint halt, auch zum Geburtstag muss es nicht immer das sein, was das Kind "sich einbildet".

    @caro

    Ja eben, solange sich alles innerhalb eines gewissen Rahmens bewegt, finde ich das okay. Er bekommt dann halt von uns ausser der Rennbahn nichts anderes mehr, oder von meinen Schwiegies und meinem Schwager, je nachdem wer das dann kaufen würde.

    @Julla

    Das finde ich allerdings auch eine sehr schöne Idee, mit dem Zusammensparen. Das wäre bei uns vielleicht mal eine Alternative, wenn er sich mal wieder ein Cars-Modellauto kaufen möchte ;-) .

    Ich bin ja ehrlich gesagt froh, dass ihr das so seht. Ich hab mir jetzt schon irgendwie Gedanken gemacht, ob ich mein Kind zu nem arroganten Schnösel verziehe, weil er seine Wünsche meistens alle erfüllt bekommt...
  • sophie33sophie33

    1,977

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    hallo,

    ich kann nichts neues beitragen. ich sehe das genauso, wie meine vorrednerinnen.
    aber wir haben auch so ein "geschenkproblem" mit meiner nichte, ihren eltern und meiner mutter vs. meinen vater. der knatscht jedes mal an weihnachten und geburtstagen rum: meine nichte bekommt wirklich 5000 geschenke und grundsaetzlich alles, was sie sich die monate vorher so gewuenscht hat. das findet er nicht gut und da muss ich ehrlich sagen, dass ich ein stueckweit seiner meinung bin. bei dir ist die situation aber eine voellig andere. du schreibst ja selbst, er wuerde nicht alles bekommen, wenn er sich jetzt neben der rennbahn noch andere dinge wuenscht.
    Julla schrieb:
    Es gibt genug Enttäuschungen im Leben, die muss ich nicht noch künstlich schaffen.

    lange habe ich nicht mehr einen satz gelesen oder gehoert, dem ich mich so rueckhaltlos anschliessen moechte wie den hier!

    LG
    sophie
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mal ein wenig anderes Thema

    Ich würde Euch von der Carrera Bahn abraten. Grade in Anbetracht, das sich 4 Kinder darum tummeln würden. Informiert Euch mal über eine Ninco Bahn. Die halten mehr aus ( Auf die Schienen können Kinder treten ohne das sie brechen z.B. ) und die Autos sind leichter zu fahren. Ist zwar etwas teurer aber taugt wesentlich mehr. Auch was den Verschleiß der Kleinteile, durch auf und Abbauen betrifft.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Miaofeli schrieb:
    Mal ein wenig anderes Thema

    Ich würde Euch von der Carrera Bahn abraten. Grade in Anbetracht, das sich 4 Kinder darum tummeln würden. Informiert Euch mal über eine Ninco Bahn. Die halten mehr aus ( Auf die Schienen können Kinder treten ohne das sie brechen z.B. ) und die Autos sind leichter zu fahren. Ist zwar etwas teurer aber taugt wesentlich mehr. Auch was den Verschleiß der Kleinteile, durch auf und Abbauen betrifft.

    Und die Oma ist dann auch zufrieden :biggrin: :biggrin: :biggrin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Miaofeli

    Danke für den Tipp, an sowas hab ich bis jetzt noch gar nicht gedacht, muss ich zugeben. Ich werde mich mal schlaumachen wegen der Ninco Bahn und das dann auch mit meinem LG bereden. Wir hatten ja hier mal ne Carrera Bahn (bevor wir Kinder hatten, da hat mein LG noch selber Spielzeug gebraucht :biggrin: ), jetzt wo ich so drüber nachdenke, die war echt ziemlich wackelig. Die würde dann zwar in Leanders Zimmer stehen, wo der Rest der Bande dann nicht hindarf, aber man kanns halt nicht immer verhindern, bzw. er selber ist ja dann auch erst fünf und sicherlich noch nicht so umsichtig.

    @Julla

    Stimmt, noch ein Argument für eine andere Bahn als Carrera :biggrin: .

    LG
    Kathrin
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Habe ich eigentlich erzählt, dass ich aus welchen Gründen auch immer, seit Beginn dieser SS, ohne das ich wußte, daß Söhnchen ein Dreibein wird, mir unbedingt eine Carrera-Bahn für MICH gewünscht habe? Habe so die leise Hoffnung, dass ich die zur Geburt kriege, andernfalls ziehe ich nachher selbst los...

    Also ich kann den Jungen bestens verstehen...!
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    erfüll deinen Kids das bloß wenn du es kannst. Ich kann nur aus meiner Kindheit reden. Ich habe zwischendurch nie etwas bekommen weil meine Eltern das Geld lieber für Zigaretten ausgegeben haben und selbst zu Weihnachten und Geburtstag bekam ich nicht immer das was ich wollte. Und da ging es einmal um eine Schreibmaschine, die 100 DM gekostet hat. Die habe ich mir das ganze Jahr über gewünscht ich habe von nichts anderem geredet. Unterm Weihnachtsbaum lag dann ein Skateboard :sad:. Ich war so sauer und enttäuscht. Nur weil ich mal erwähnte das ich ein Skateboard möchte (wie gesagt EINMAL erwähnt). Da es billiger war haben sie das eben gekauft und so getan als hätte ich das ja unbedingt gewollt. Das ich fast ein Jahr nur über diese Schreibmaschine geredet habe interessierte keinen, da kamen dann noch so Sprüche wie: was willste denn überhaupt damit? Klasse!

    Ich schweife ab, aber ich finde auch das gerade zu diesen besonderen Tagen solche großen Wünsche erfüllt werden sollten wenn man es denn kann. Das haben wir bislang auch immer so gemacht und diese strahlenden Kinderaugen sind es doch wert :grin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @krabbeltier
    Meine Schwester und ich haben als Kinder vieles nicht bekommen, was wir uns gewünscht haben, was aber zum größten Teil daran lag, dass meine Eltern ein Haus abzubezahlen hatten und sich vieles schlichtweg nicht leisten konnten (dafür sind wir allerdings jedes Jahr in Urlaub gefahren, worauf ich auch nicht hätte verzichten wollen, muss ich dazu sagen). Allerdings war es bei manchen Sachen einfach so, dass meine Eltern es "nicht eingesehen" haben, es uns zu kaufen, weil sie selbst es für sinnlos oder einfach blöd gehalten haben, siehe dein "Was willste denn überhaupt mit einer Schreibmaschine". Und meine Mutter ist halt der Ansicht, das habe mir und meiner Schwester nicht geschadet (hat es vielleicht auch nicht, aber damals fand ich das schon scheixxe, dass ich kein Barbiehaus hatte und meine beste Freundin aber schon und dazu noch ne Kutsche) und da müsse man als Kind eben durch. Sie hat auch Angst, dass speziell Leander (der ja alles gerne rausposaunt) im Kindergarten als "Angeber" dastehen könnte, wenn er erzählt, was er so für Spielzeug zuhause hat :roll: .
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Eltern haben große Wünsche meist erfüllt, aber bei kleinen auch ständig versucht, sie uns auszureden. Ich bin mir im MOment auch noch nicht sicher, wie ich dazu stehe. Aber ich erinnere mich an mindestens 2 Sachen, bei denen ich als Kind standhaft geblieben sind und diese Dinge waren dann wirklich heiß geliebte Spielzeuge. Eines davon war eine ekelige Gummispinne mit Fell auf dem Rücken und Blasebalg, mit der man sie hüpfen lassen konnte :roll: Sie hat nachts bei mir im Bett geschlafen und ich hab Stunden damit verbracht, meinem neuen Haustier das Fell zu waschen, zu bürsten und zu fönen. Meine Eltern können mir echt dankbar dafür sein, dass ich mich mit meinem Wunsch durchgesetzt und ihnen damit einige Stunden Ruhe verschafft habe :biggrin: :biggrin: :biggrin:
  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Grundsätlich bin derselben Meinung wie alle hier. ABER :biggrin: ... ich bin ja nu Ossi. ;-) Und wie man so schön sagt: wir hatten ja nix. Und ich bin damit aufgewachsen, daß es einfach nicht immer das gab was ich mir gewünscht habe. Als dann die Wende kam, war ich 11 und ich wollte UNBEDINGT eine Barbie. Hab ich nicht bekommen, weil meine Mutter die furchtbar fand. Ich fand das damals ganz schrecklich. Heute bin ich ihr dankbar und werde versuchen, meiner Tochter auch keine zu schenken (schenken zu lassen :groggy: ) ... irgendwann habe ich mir dann auch eine Diddlmaus gewünscht ... meine Tante wusste nicht, was das ist und hat mir irgendeine Kuscheltier-Maus geschenkt. Fand ich auch schrecklich, sowas konnte ich doch nicht meinen Freunden zeigen?! :shock: :biggrin: Geschadet hats mir aber nicht. ;-)
    Andererseits haben meine Eltern sonst versucht, mir alles zu erfüllen was sie für sinnvoll hielten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten, zum Geburtstag und Weihnachten auch größeres.

    @leanders_mama: sag doch deiner Mutter, daß sie ja versuchen kann, ihm nichts zu schenken damit er merkt, daß er nicht alles kriegt was er sich wünscht .... :biggrin: Mal kucken wie lange Oma dann noch Oma ist. :roll: ;-)
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Julla schrieb:
    Meine Eltern haben große Wünsche meist erfüllt, aber bei kleinen auch ständig versucht, sie uns auszureden. Ich bin mir im MOment auch noch nicht sicher, wie ich dazu stehe. Aber ich erinnere mich an mindestens 2 Sachen, bei denen ich als Kind standhaft geblieben sind und diese Dinge waren dann wirklich heiß geliebte Spielzeuge.
    Ich finde das ist genau der Punkt! Ich gucke hier immer darauf, ob der geäußerte Wunsch nur eben so im Vorbeigehen kam, oder ob er dauerhaft ist. Es werden also mal eben nebenbei geäußerten Wünsche eher selten befriedigt, aber wenn ein Wunsch immer wieder geäußert wird denke ich darüber nach, wie und wann wir das realisieren können.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lamere schrieb:
    Grundsätlich bin derselben Meinung wie alle hier. ABER :biggrin: ... ich bin ja nu Ossi. ;-) Und wie man so schön sagt: wir hatten ja nix. Und ich bin damit aufgewachsen, daß es einfach nicht immer das gab was ich mir gewünscht habe. Als dann die Wende kam, war ich 11 und ich wollte UNBEDINGT eine Barbie. Hab ich nicht bekommen, weil meine Mutter die furchtbar fand. Ich fand das damals ganz schrecklich. Heute bin ich ihr dankbar und werde versuchen, meiner Tochter auch keine zu schenken (schenken zu lassen :groggy: ) ... irgendwann habe ich mir dann auch eine Diddlmaus gewünscht ... meine Tante wusste nicht, was das ist und hat mir irgendeine Kuscheltier-Maus geschenkt. Fand ich auch schrecklich, sowas konnte ich doch nicht meinen Freunden zeigen?! :shock: :biggrin: Geschadet hats mir aber nicht. ;-)
    Andererseits haben meine Eltern sonst versucht, mir alles zu erfüllen was sie für sinnvoll hielten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten, zum Geburtstag und Weihnachten auch größeres.

    Das würde ich eher unter "Enttäuschungen, die das Leben für einen bereit hält" verbuchen. Ich finde, es ist ein Unterschied, ob Eltern sagen: "Das meinem Kind zu schenken, kann ich mit meinem Sinn für Ästhetik/Feminismus/Lebenszielen/keine Ahnung was nicht vereinbaren" oder ob sie sagen: "Das bekommt sie nicht, weil man nicht alles haben muss, was man sich wünscht." Letzteres ist einfach nicht authentisch.
    Eine Barbie gehörte bei mir allerdings auch zu den dauerhaften Wünschen und meine Eltern haben irgendwann insofern nachgegeben, als dass sie meinen Großeltern erlaubt haben, mir eine zu schenken :biggrin: Selbst hätten sie das nicht übers Herz gebracht. Mir war immer klar, dass Barbies in den Augen meiner Eltern das letzte sind und das hat gereicht, mir zu vermitteln, was sie mir zu vermitteln hatten. Der Besitz einer Barbie konnte das nicht kaputt machen ;-)
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lamere schrieb:
    ...war ich 11 und ich wollte UNBEDINGT eine Barbie. Hab ich nicht bekommen, weil meine Mutter die furchtbar fand. Ich fand das damals ganz schrecklich. Heute bin ich ihr dankbar und werde versuchen, meiner Tochter auch keine zu schenken (schenken zu lassen :groggy: )

    Wofür bist Du denn Deiner Mutter dankbar?
    Ich frage nur, weil ich neugierig bin, wie das andere sehen.
    Bei mir war es damals nämlich so, dass ich meinen Eltern gegenüber keine Dankbarkeit empfunden habe und immer noch nicht empfinde. Wie sah denn die Situation aus? Es wurde einfach über meinen Kopf hinweg bestimmt und Sachen, die mir total wichtig waren oder sogar einem Herzenswunsch entsprachen als lächerlich, furchtbar oder sinnlos dargestellt. Das ist eigentlich anmaßend, wenn nicht sogar selbstherrlich. Man stelle sich vor, man würde so über das Hobby des eigenen Mannes sprechen. Das hat nichts mit Respekt zu tun.
    Ich weiß z. B. bis heute nicht, was ich aus dieser "Erziehungsmaßnahme" meiner Eltern gelernt haben soll, außer dass meine Wünsche ignoriert worden sind und sie sich selbst (in meinen Kinderaugen und auch mit meinen heutigen Erwachsenenaugen) auch nur Mist gekauft haben. Wenn sie sich den Mist gekauft haben, war es aber okay - sie waren ja erwachsen ;-)

    Ich werde meinem Zwerg jeden Wunsch erfüllen, sofern er ernst gemeint ist und es meine finanzielle Lage zulässt. Und es gehört auch dazu, dass da mal "Mist" dabei ist. So wie ich auch mehrmals im Jahr Mist kaufe und mich gut dabei fühle ;-)
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich kann mich da auch einreihen. Wünsche müssen offen bleiben, sehe ich so bei Spontandingen. Beispiele die mir da einfallen sind: Alles haben wollen was ein anderer grade hat, nur weil es der andere grade hat. Wenn Elias ein Eis will nur weil grade ein anderes Kind mit Eis in der Hand vorbei läuft kriegt er noch lange keins.

    Aber im Moment ist er total Hubschrauber und Flugzeug begeistert und das jetzt schon seit Monaten. Wenn nicht Flugzeuge, dann "Schrauben und Basteln". Wir wollen ihm zu Weihnachten ein Laufrad schenken, die Großeltern so eine Kinderwerkzeugbank, und mal sehen ob da noch so ein Hubschrauber zu kommt... aber vielleicht sparen wir uns den auch dann eher für den Geburtstag auf. ;-)
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na, da muss er ja dann auch nicht mehr lange warten. Wird er bestimmt überleben ;-)
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja eben. :biggrin:
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