weißer Rauch...

jauchzerlejauchzerle

6,272

bearbeitet 21. 04. 2005, 21:21 in Plauderecke
.... so jetzt haben es die Herren Kardinäle geschafft, es gibt einen neuen Paps.
Ich freu ich mich richtig :oops:
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Kommentare

  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wow, das ging echt flott.
    Ich bin echt gespannt wen sie auserwählt haben die katholische Kirche zu führen.
    Ich denke es ist eines der mächtigsten Ämter unserer Zeit denn die Menschheit findet immer stärker den Weg zurück in ihre Kirche.
    Glauben ist wieder cool und in und ich denke das ist auch gut so.
    Es gibt nicht vieles was die Menschen noch verbindet, also sollten sie wenigstens in ihrem Glauben verbunden sein.
    Und der Papst stellt dabei eine wichtige Person dar denn er führt eine der großen Religionen.
    Ich hoffe sie haben eine würdigen Nachfolger gefunden dem der Schuh den er anziehen muß auch passt, wobei dieser zugegebenermaßen schon recht groß ist.
  • bearbeitet 19. 04. 2005, 20:49
    Na Mädels dann freut Euch mal, es ist der Ratzinger. Ich sage dazu besser nichts weiter.
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    und promt ist es Kardinal Ratzinger :applause:
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    HABEMUS PAPAM


    Ich bin begeistert... :bounce02:
    :laola02:
    Laßt uns nun feiern zum Beginn des neuen Pontifikats Papst Benedikts XVI !
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin total und absolut schockiert und finde es ist kein Grund zu feiern :flaming01:
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :biggrin: Marlies, zeige mir einen Bayern über 40 Jahre, der als aufgeschlossen gilt und gleichzeitig ein hohes Amt innehat. :eek02:

    Trotzdem, Hunde die bellen, beißen nicht, lieber einer der eine straighte Linie fährt, als jemand ohne Konturen.
    Und die deutschen meckern ja immer rum. ;-)
  • Mandy1976Mandy1976

    4,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Tja, also was soll man dazu sagen, der Joseph Kardinal Ratzinger ist jetzt Benedict XVI.

    Ich hoffe - besonders für die Katholiken -, dass er nicht so konservativ ist wie sein Ruf und die heißen Themen wie z.B. Geburtenkontrolle offensiv angeht.

    Komisch, ich bin ja überhaupt nicht religiös und trotzdem haben mich die Ereignisse der vergangenen Wochen schon interessiert. Dass es dieser Papst wird, hätte ich im Vorfeld nicht geglaubt... Aber als dann heute schon der weiße Rauch aufstieg, hätte ich glatt meine Mutter verwettet, dass es Joseph Kardinal Ratzinger wird.

    Nun, ich wünsche ihm viel Kraft für das sicher schwere Amt.

    LG
    Mandy
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich wär stolz an eurer Stelle.
    jauchzerle schrieb:
    Und die deutschen meckern ja immer rum.
    Genau diesen Eindruck hab ich auch immer!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Natürlich beißt er. das haben nicht nur die Frauen in D mehr als einmal zu spüren bekommen. Aber eigentlich will ich nicht diskutieren, und muss mich vom Schreck erholen.
    Ich gehöre ganz sicher nicht zu den Meckerern.
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber Frauen können auch beißen, nützt zwar beim Papst nichts, aber ich bin dem Papst ja auch keine Rechenschaft über meine Verhütung schuldig. Das muss ich anderen Ortes ausmachen.
    Trotzdem meine ich, für die katholische Kirche ist er eine wirklich gute Wahl. Dem Glauben an sich wird er sicher guttun, und erst dann kommt die Geschichte mit dem Frauentum.
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    aber es ist nicht nur das Frauentum, es ist mehr.... :cry: er ist erzkonservativ. sorry, wenn ich das so sage, aber zum Glück ist er alt !
  • SternkindSternkind

    361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nun, er könnte aber auch 100 werden.... ;-)

    Ich fand es aber schon beeindruckend und auch süß wie er da stand auf dem Balkon mit diesem Schal (?) der viel zu groß wirkte.... lassen wir uns doch wirklich mal überraschen, ob er so konservativ ist wie sein Ruf.

    Übrigens war es mir quasi in dem Moment klar, das er der neue Papst ist, als irgendein anderer Kardinal als erster rauskam um 'Habemus Papam' zu verkünden - weil ja alles andere immer der Ratzinger gemacht hat, seit Johannes Paul gestorben ist.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Huch

    Das muß ich jetzt erstmal setzen lassen.
    Ich bin sehr zwiegesalten.

    Ich wünsche ihm viel Weisheit bei seinen Entscheidungen.
  • PatyPaty

    2,953

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bin mal gespannt, was die Mexikaner dazu sagen!

    Mal Nachrichten schauen, mal sehen wie die Welt reagiert.
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    AnjaH schrieb:
    Ich wünsche ihm viel Weisheit bei seinen Entscheidungen.
    Und weise würde ich ihn auf alle Fälle bezeichnen. Wenn es einer verdient, als "weise" bezeichnet zu werden, dann einer wie er.
    Hab ihn mal länger reden gehört in einer Fernsehdokumentation...
    Ein Genie in der Wahl der Worte - jeder noch so komplizierte Satz mit geht sich letzten Endes aus, keine ÄAAAM oder ÖÖÖhs zwischendrin. Eine Freude, ihm zuzhören. Kein Politiker kann ihm rhetorisch das Wasser reichen.

    Er wirkte übrigens bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Papst als hätte er zwei Wochen nichts mehr geschlafen...
  • SternkindSternkind

    361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lila schrieb:
    Er wirkte übrigens bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Papst als hätte er zwei Wochen nichts mehr geschlafen...

    Was er vermutlich auch nicht hat, oder zumindest nicht viel. Die ganzen Vorbereitungen und Gottesdienste und und und rund um die Beisetzung und das Konklave - sie sagten doch immer, das Ratzinger in dieser Zeit der wichtigste Mann im Vatikan war.
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    das Ratzinger in dieser Zeit der wichtigste Mann im Vatikan war.
    .... und das geht jetzt erst richtig los.
  • SternkindSternkind

    361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Stimmt Barbara, flapsig gesagt hat er jetzt auch den Segen von oben. ;-)
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    habemus BUMSTUM !!
    <- wir haben ein Bumstl
  • adpatadpat

    425

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mir geht es wie Marlies: Ich bin geschockt und mir ist viel eher nach heulen zumute. :cry:
    Ich hatte diese Tage viel Hoffnung für "meine" Kirche, für eine innere Erneuerung *seufz* aber daraus wird nun wohl erst mal eher nichts werden.

    Ich bete trotzdem für ihn, daß er diese Kirche in Liebe führen kann.

    Ich denke nicht, daß die Kritik an dieser Stelle etwas mit ewig meckernden Deutschen zu tun hat, sondern eher mit mündig denkenden und glaubenden Katholiken. Mir ist herzlich egal, aus welchem Land der Papst kommt. Mich interessiert eher, welche Ansichten er vertritt.

    Adriane
  • LydiaLydia

    1,098

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich bin auch zwiegespalten und sehr gespannt. Ursprünglich war Ratzinger ja recht reforminteressiert. Später hat er sich dann aber immer stärker gegen Frauenpriestertum, Feminismus, Abtreibung ("Kultur des Todes") und Schwangerenkonfliktberatung ausgesprochen und wurde in vielen Dingen immer konservativer.

    Daß er rhetorisch excellent ist und sehr intelligent (ich glaub, er spricht 5 Sprachen fließend und hat etwa 30 Bücher geschrieben) muß nicht viel bedeuten. Weise im Sinne von klug ist er allemal, das sagt aber nichts darüber aus, wie er sein Amt ausführen wird.

    Daß er mit seiner Namenswahl an Benedict XV, der versucht hat, zwischen extremeren und reformierenden zu vermitteln, erinnern und anknüpfen wollte, läßt dagegen hoffen...
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    adpat schrieb:
    Ich denke nicht, daß die Kritik an dieser Stelle etwas mit ewig meckernden Deutschen zu tun hat, sondern eher mit mündig denkenden und glaubenden Katholiken.
    Ich hoffe, du willst mirmit hier die Fähigkeit, mündig zu denken und glaubender Katholik zu sein, nicht absprechen!
    Glaubt ihr wirklich, dass ein von euch scheinbar geforderter "moderner" Papst, der sich nach kurzlebigem Zeitgeist und medialem Interesse richtet, gut für die künftige Entwicklung der katholischen Kirche wäre?
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich für meinen Teil bin sowohl Katholikin, als auch gläubig, mache meine Meinung über einen Papst aber nicht größtenteils an Dingen wie Empfängnisverhütung, Stellung der Frau in der Kirche (was nichts mit der Stellung der Frau im katholischen Glauben zu tun hat) oder großartigen Reformen fest. Auch muss ich nicht mit allem einverstanden sein, was der Papst beschließt, das ist nicht Teil des Glaubensbekenntnisses.
    Der Glaube wird schließlich nicht vererbt, sondern man entschließt sich dazu, freiwillig. Natürlich ist die katholische Kirche antiquiert, und sollte sich selbst hinterfragen, allerdings gibt es Grundsätze, die eben nicht von heut auf morgen verändert werden können, sondern es ist ein Wachstumsprozess.
    Der Papst sieht es - so wie ich es mitbekomme als seine Aufgabe an, die Aufgaben von Johannes Paul II zu vollenden.
    Was ist daran schlecht?
    Er wird nicht der letzte Papst sein, und er kann mit 78 Jahren doch nicht wirklich ohne Vorwarnung alles neu machen.

    So, für meinen Teil ziehe ich mich jetzt aus der Diskussion zurück, da ich nicht beabsichtige, dermaßen deutlich meinen Stempel unter dieses Thema zu setzen.
  • adpatadpat

    425

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ lila: nein, das wollte ich dir keinesfalls absprechen, ich damit nur sagen, daß es eben nichts mit "Deutschtum" zu tun hat und daß es auch Kritik geben DARF, gerade auch unseren Reihen. Auch glaubende Katholiken dürfen kritisieren.

    Ich weiß nicht, welcher Papst tatsächlich ein besserer wäre, ob es überhaupt einen besseren gibt, ich kann hier nur sagen, was ich mir gewünscht hätte, und das wäre eben ein nicht so sehr konservativer gewesen. Sehr gefreut hätte ich mich über einen südamerikanischen.

    Ich mache meinen Glaben und meine Zugehörigkeit auch nicht daran fest, wer Papst ist, aber trotzdem bin ich eben enttäuscht und kann mich nicht freuen. Das ist einzig und allein meine persönliche Sache. Ich will damit niemanden auf den Schlips treten.

    Gruß,
    Adriane

    @ jauchzerle: leider gibt es in der katholischen Kirche das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes und somit gehört er unwillkürlich zu unserm Glauben dazu und _muss_ von uns akzeptiert werden. Das hat mich bei meinem damals begonnen Theologiestudium in eine tiefe Sinnkrise gestürzt, aus der bin ich wohl bis heute noch nicht raus....
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Natürlich beißt er. das haben nicht nur die Frauen in D mehr als einmal zu spüren bekommen. Aber eigentlich will ich nicht diskutieren, und muss mich vom Schreck erholen.
    Ich gehöre ganz sicher nicht zu den Meckerern.

    Mich würde ja mal interessieren, ob hier im Forum auch Frauen unterwegs sind, die ungewollt schwanger wurden und sich an die Kirche gewandt haben, bzw. welche Stellen haben letzendlich geholfen, dass sie sich doch für das Kind entschieden haben.

    Da ich nicht zum Club gehöre, weil ich definitv nicht glaube, berüht mich die ganze Paps-Wahl eigentlich nur insofern, als das Papst-Entscheidungen die Welt, in der ich lebe, beeinflussen. Und da gibt es zuvieles, was ich äußerst bedenklich finde. Klar, nachdem der Sex nur der vermehrung dienen soll, hat ein gläubiger Schwuler keinen Grund, sich über das Kondom-Verbot zu beklagen. Er brauchts ja nicht. Aber ist das Lebenswirklichkeit? Was macht der Aids-infizierte schwarzafrikanische weibliche oder männliche Hetero mit seinem Ehepartner? Die ehelichen Pflichten entgegen den grundsätzen der katholischen kirche vermeiden, um den geliebten partner zu schützen, oder vorsätzliche Körperverletzung mit sehr wahrscheinlicher Todesfolge, weil auf das Kondom verzichtet wird?

    Ach, das führt jetzt alles zu weit. Wir werden mit dieser Entscheidung leben müssen. Andere haben nicht soviel Glück :shock:
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich fand das ganze Procedere enorm spannend und ich hatte Gänsehaut und musste heulen. :oops: Also im Vorfeld, keine Ahnung warum. Typisch ich halt.

    Bei Ratzinger bin ich auch zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich es toll, dass nach fast 500 Jahren wieder ein Deutscher Papst wurde. Das Problem, was ich natürlich auch sehe ist, dass er so konservativ sein soll. Ich sage extra "sein soll", da es ja auch ganz anders kommen kann, als man glaubt. Manchmal sind manche DInge die jemand sagt und tut auch Berechnung.

    Ich bin sehr gespannt!!! Auch auf den Weltjugendtag!!!
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Glaubt ihr wirklich, dass ein von euch scheinbar geforderter "moderner" Papst, der sich nach kurzlebigem Zeitgeist und medialem Interesse richtet, gut für die künftige Entwicklung der katholischen Kirche wäre?

    Einen Papst, der sich nach kurzlebigem Zeitgeist und medialem Interesse richtet hat auch hier niemand gefordert - aber ich persönlich halte die Frage der Empfängnisverhütung, der Beratung von Schwangeren, der Stellung der Frau in der Gesellschaft und auch der Wahl der Lebens- und Sexualpartner nicht für Fragen eines kurzlebigen Zeitgeistes, sondern für essentiell - was die Akzeptanz und die Würde jedes einzelnen Menschen angeht.
    Und die Äußerungen von Herrn Ratzinger dazu in der jüngeren und älteren Vergangenheit finde ich persönlich absolut reaktionär, intolerant, diskriminierend und teilweise menschenverachtend.
    Ich bin in Bayern mit seiner Präsenz in Medien und Öffentlichkeit und seinen Äußerungen und Stellungnahmen zu obigen Themen aufgewachsen - und bin deshalb zutiefst geschockt über seine Wahl, weil die ja nun richtungsweisend sein soll für den zukünftigen Weg der katholischen Kirche. Denn hier handelt es sich nicht nur um einen "Ruf" - er ist zutiefst konservativ.
    Ich bin weder katholisch noch religiös - aber die Kirche (alle Kirchen) hat eine nicht zu unterschätzende Macht und Einfluss auf die Gesellschaft.

    Er hat letzthin im Fernsehen geäußert, daß eine Reform der Kirche ja bedeuten würde, daß es keine Aussagen mehr gäbe, die absolut und für immer gelten - und das dürfe nicht sein. Mit dieser Einstellung wäre die Erde heute noch eine Scheibe...
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    dabei haben aber ausgerechet Johannes Paul II und Benedict XVI Galileo Galilei rehabilitiert
    Aus dem Fall Galilei nichts gelernt?

    Verwundert fragt sich der Zeitgenosse, der die theologische Szene beobachtet, ob die Theologen aus dem Fall Galilei keine Konsequenzen gezogen haben. Im Mittelalter hat die Kirche ihren Glauben mit dem geozentrischen Weltbild ausgedrückt. Als die Physik dieses Weltmodell aufgegeben hat, glaubte die Kirche, aus dogmatischen Gründen auf diesem Weltbild beharren zu müssen. Die Folgen für das Verhältnis von Kirche und Wissenschaft sind bekannt.

    Heutige Dogmatiker glauben in dem physikalischen Modell vom Urknall einen Ort für ihr Reden von Gott entdeckt und gerettet zu haben. Die Schöpfung hat dann ihren - zeitlich gedachten - Ort vor dem Urknall. Was ist aber, wenn die Physiker dieses Modell eines Tages aufgeben sollten? Muss dann nicht auch "aus dogmatischen Gründen" dieses Modell gegen seine Erfinder (die Physik) verteidigt werden?

    Wesentlich fortschrittlicher erscheint da Josef Ratzinger. Für ihn entsteht das Problem dadurch, dass der Glaube sich immer eines Weltbildes bedient, in dem er sich ausdrückt, mit dem er aber nicht identisch ist. (a.a.O.) Die Frage, die der Theologe zu beantworten hat, heißt dann "ob der Schöpfungsglaube, der den Wandel so vieler Weltbilder überdauert (...) hat, auch im Zeichen des evolutiven Weltverständnissses als eine sinnvolle Aussage weiterbestehen kann." Für ihn ist dabei klar, "dass der Glaube, der mit keinem der bisherigen Weltbilder identisch war, auch nicht mit unserem Weltbild identifiziert werden kann und soll. (...) Die Ebene seines Fragens und seines Antwortens ist eine durchaus andere." (a.a.O.)
    Quelle: http://www.zum.de/Faecher/kR/Saar/gym/p ... olutio.htm
    Gib bei Google Ratzinger; Galileo ein, und staune
    Ansonsten gebe ich Dir, was die Reformerwartungen in den angesprochenen Bereichen angeht, unumschränkt recht ;-)
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde diese Wahl sehr unglücklich. Ich glaube auch, dass das dem Bild Deutschlands im Ausland nicht eben gut tut.

    Solche Aussagen sollte man eigentlich belegen können, ich weiß, aber ich kann mich nur auf meinen Dozenten berufen. Der meinte heute abend (ich saß grad in meinem Seminar zum Thema "Fundamentalismus in den monotheistischen Religionen", als jemand die Nachricht vom neuen Papst aufs Handy bekam), Ratzinger habe geäußert, AIDS sei ein Werk Gottes, da dürfe man nicht eingreifen. Also keine Kondome, nicht nur nicht zum Empfängnisschutz, sondern auch nicht gegen AIDS-Infektionen. Und das finde ich um Stufen krasser, als "nur" ein "bisschen" Frauen-Unterdrückung! Gerade, wenn man an Afrika denkt, wo ganze Völker durch diese Krankheit ausgelöscht werden.
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ratzinger habe geäußert, AIDS sei ein Werk Gottes, da dürfe man nicht eingreifen. Also keine Kondome, nicht nur nicht zum Empfängnisschutz, sondern auch nicht gegen AIDS-Infektionen.

    :shock: :flaming01:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann es auch nicht verstehen! :table114:

    Erst wird Papst Johannes Paul II für seine Weltoffenheit gelobt, und dann wählen sie einen neuen Papst, der extrem konservativ ist? :traurig08:

    Ich finde auch nicht, daß wir einen Grund haben Stolz zu sein, weil ich auch nicht glaube, daß er ein positives Licht auf die Deutschen werfen wird.

    Das ist meine Meinung und hat nichts mit meckern zu tun!
  • Mandy1976Mandy1976

    4,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich persönlich finde, man sollte ihm zunächst mal eine Chance geben um zu sehen, wie er sich und sein Pontifikat entwickelt.
    Seine "harte" Einstellung zu vielen Dingen hängen vielleicht auch mit seinem bisherigen Amt zusammen. Er war Vorsteher der Glaubenskongregation und damit gezwungen, in Glaubensfragen "hart" bzw. konsequent zu sein.
    Als Papst hat er da vielleicht - wenn er es möchte - eher die Möglichkeit Einfluss zu nehmen. Fakt ist, dass er sicher nicht von heute auf morgen alles ändern kann, was sich diese oder jene Landeskirche so wünscht. Sein Vorgänger konnte das in 26 Jahren nicht und trotzdem wurde er verehrt...

    Schließlich darf man nicht vergessen, dass es sich bei der katholischen Kirche um eine jahrtausendalte Organisation und Struktur handelt mit mehr als 1,1 Milliarden Mitgliedern. Da kann man nicht mal eben von heute auf morgen was ändern.

    Benedict XVI schon von vorneherein abzuurteilen und als schlecht für Deutschland etc. anzusehen, finde ich einfach unfair.
    Gestern waren abends noch einige Stimmen aus dem In- und Ausland dran. Teilweise von Passanten und das ist es, was mich wirklich schockiert hat. Wie manche über ihn reden, als würden sie ihn persönlich kennen :roll:
    In den USA hat einer gesagt: Der alte Nazi, den hätte man nicht wählen dürfen...
    Das find ich sowas vom zum :ih:

    Er soll ja ein brillanter Theologe sein, sehr scharfsinnig und konzentriert und fleißig. Seine rhetorischen Fähigkeiten hauen mich um, in den letzten Tagen war ein Interview mit ihm dran... Hülfeeee, da muss man schon sehr konzentriert zuhören, um den Faden nicht zu verlieren.
    Innerhalb der Kirche ist er sehr geachtet und geschätzt. Dass er bereits innerhalb so kurzer Zeit zum neuen Papst gewählt wurde, zeigt, dass er unter seinen Mitstreitern großen Respekt und Vertrauen genießt. Egal, was mein persönlicher Eindruck von ihm ist - aber ich finde, dann hat er es verdient, Papst zu sein und seine Chance zu bekommen. (auch wenn er es vielleicht selbst gar nicht wollte).

    Wie schon weiter vorne geschrieben - ich bin nicht katholisch und auch sonst kein religiöser Mensch. Viele Themen, die in den letzten Jahren durch die Presse gingen - insbesondere das mit der Schwangerenkonfliktberatung - habe ich dennoch verfolgt. Dass die Kirche absolut gegen Abtreibung ist, dagegen finde ich nix einzuwenden. Es gibt auch immer noch Beratungsstellen für Schwangere - das einzige was sie von den anderen unterscheidet, dass sie nur "pro-leben" beraten und diesen Schein nicht ausstellen. Das ist nun mal die Meinung der Katholischen Kirche...

    Irgendjemand weiter vorn hat geschrieben, dass man sich ja schließlich freiwillig zum Glauben entschließt. So sehe ich das auch. Wer sich mit der Kath. Kirche nicht identifizieren kann, dem steht es frei, sie zu verlassen. Glauben... kann man auch ohne Kirche...

    LG
    Mandy
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    was mich aber auch sehr stört, auch wenn es nicht so gravierend ist wie die Sache mit den KOndomen in Afrika, ist, dass er zum Beispiel damals diesen Priester suspendiert hat, der auf dem Kirchentag einen ökumenischen Gottesdienst abgehalten hat. Er gilt als der Verantwortliche dafür.

    Die Abtreibungsfrage, die Verhütungsfrage - das sind essentielle Standbeine der katholischen Kirche, ich find es zwar schlecht, dass sie da so hardliner sind, aber anscheinend können sie in diesen Punkten nicht nachgeben. Aber eine Sache wie ein ökumenischer Gottesdienst?

    Natürlich werde ich ihm eine Chance geben, was bleibt mir anderes übrig, man hofft doch immer, dass es nicht so schlimm kommt wie befürchtet. aucvh denke ich, dass er mit diesem Amt wachsen wird. Allerdings weiß ich nicht, ob er einfach jemals genug KOntakt zu den Menschen hatte, um die Realität so richtig zu kennen. ER war schließlich nie Seelsorger.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Er war ja nun nicht schon immer Vorsteher der Glaubenskongregation... und er hat sich immer gern und oft in der Öffentlichkeit zu allen Fragen geäußert - und da ging es nicht nur um die Frage der Abtreibung, sondern eben auch um die Sache mit den Kondomen und Aids als "Strafe Gottes" für abartiges Verhalten... Sorry, da krieg ich die Krise.

    Und ja - er ist höchstintelligent, kann brillant reden und Zuhörer fesseln... Wie fast alle Männer, die die Welt in der Vergangenheit in großes Unglück gestürzt haben...

    Euer Wort in Gottes Ohr, daß die Wahl des Namens dafür steht, daß er einen versöhnlichen Kurs fährt - wo der allerdings plötzlich bei einem 78ig-Jährigen herkommen soll, ist mir ein Rätsel... :roll:
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ratzinger habe geäußert, AIDS sei ein Werk Gottes, da dürfe man nicht eingreifen. Also keine Kondome, nicht nur nicht zum Empfängnisschutz, sondern auch nicht gegen AIDS-Infektionen.
    Aber gegen andere Krankheiten darf man etwas unternehmen? Oder sollen wir die Ärzte jetzt abschaffen?
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    was die amerikaner anbelangt: was erwartet ihr, wenn jeder weiß, das er hitlerjinge war trotz sehr zurückhaltender familie???

    ansonsten: ich bin schockiert, zwar war mir von vornherein klar das er papst wird, aber jetzt isses halt gewiss...
    es ist jetzt schon schwer, hier zu leben, wenn man evangelisch ist. ökumene ist unserem gemeindepfarrer ein fremdwort- er kommt kurz nach hernn ratzinger und wird wohl begeistert dessen ziele mitverfolgen. dann werde ich wohl meine kinder umschulen lassen und wenn ich 100 km am tag fahren muss. mein sohn hat erst kürzlich die konservatieve katholische kirche zu spüren bekopmmen- mit all ihrer freundlichkeit :flaming01:
    hier traut sich ein beerdigungsunternehmen nicht mal eine evang. sekretärin einzustellen, weil: wortlaut: es tut mir leid, sie haben ein wunderbare probezeit hingelegt- ich würde sie gern nehmen. aber sie sind evageli, das wusste ich leider nicht, wenn ich sie einstelle, kann ich dicht machen. wer die beerdigungen durchführt, entscheidet letztlich das wort des geistlichen. und wenn der pfarrer hierl erfährt das ich eine evangelische bürokraft einstelle, bin ich innerhalb kürzester zeit pleite!

    schöne moderene zeit....
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Majonie
    ach du je, in was für ner Gegend wohnst du denn? :shock: ist ja furchtbar! Und sowas nennt sich dann christlich! Ich begreife diese Einstellung einfach nicht :roll:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Majonie wohnt im meiner Gegend - nämlich in Bayern. Und dort wirkt Ratzingers (Wort)Schwert nachhaltig...
  • MonicaMonica

    1,525

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nach christlichem Glauben, sind die Talente die man hat, Gaben Gottes. Dass Joseph Ratzinger sich mit seinen Gott gegebenen Talenten und Fähigkeiten zum Oberhaupt der Katholischen Kirche hoch gearbeitet hat, ist nur mit Gottes Hilfe gelungen. Somit steht für mich klar, dass er der richtige für dieses Amt ist.

    Viele von Ratzingers konservativen Einstellungen sind nunmal nichts anderes als Grundsätzliche Einstellungen der Katholischen Kirche. z.B Schwangerschaftsabbruch.

    Ich kenne Ihn nicht. Ich habe erstmalig von ihm gehört als der Papst Johannes Paul II starb.
    Ich hatte auch gehofft, dass der neue Papst jemand wäre der etwas aufgeschlossener und weltoffener ist als der letzte.
    Nun, wie es gekommen ist, ist es gekommen. Ich denke die Welt sollte ihm eine Chance geben, erst einmal abwarten wie er das Amt führt. Dann erst sollte man sich seine Meinung über ihn bilden.

    Als ich sah wie er auf dem Balkon stand, das erste mal als Papst, sah er so menschlich aus. Offensichtlich gerührt. Mit Freude erfüllt. Und ja, müde sah er aus. Er sah aus wie mehr als nur eine politische Figur.

    Was Ökumene angeht, hier in Fulda (eine der letzten Katholikenreservate Deutschlands ;-) ) ist man dem sehr positiv gegenübergestellt.

    Und noch zu allerletzt. Habt ihr den bisherigen Papst und seine Einstellungen etwa mit Polen assoziert? Ich nicht.
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    katholikenreservat :lachen04: sorry, aber das passt genau auf neumarkt- ich glaub ich änder unser ortsschild :biggrin:
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Monica schrieb:
    Und noch zu allerletzt. Habt ihr den bisherigen Papst und seine Einstellungen etwa mit Polen assoziert? Ich nicht.

    Stimmt, ich auch nicht.

    Allerdings denke ich, dass Deutschland/ ein Deutscher immer anders angesehen wird. Es ist einfach so, meiner Meinung nach.

    Wobei ich hier in diesem Fall auch nicht glaube, dass dadurch das Ansehen von Deutschland leiden wird. Ratzinger ist in anderen Teilen der Welt sehr angesehen.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Moniflori schrieb:
    Ratzinger habe geäußert, AIDS sei ein Werk Gottes, da dürfe man nicht eingreifen. Also keine Kondome, nicht nur nicht zum Empfängnisschutz, sondern auch nicht gegen AIDS-Infektionen.

    :shock: :flaming01:

    Nanana, da argumentiert Ratzinger aber schwer á la Darwin: Überleben des Stärkeren, Evolution etc. Die Schwachen radieren sich durch Aids aus (übrigens auch ein prima Mittel gegen Überbevölkerung in den Ärmsten teilen der Welt), die Starken sind in der Lage, Medikamente zu entwickeln und zu bezahlen, diese Krankheit zu überleben.

    Bestätigt mal wieder meine Theorie: es gibt keinen Gott, es ist alles Naturwissenschaft und theoretisch erklärbar, nur sind wir Menschen nnoch so unvollkommen, dass wir es nicht bis ins letzte begreifen mit unseren schwachen Hirnen. Wur machden dafür liebver anderen Blödsinn um uns auszurotten, Umweltverschmutzung, Krieg mit schmutzigen Waffen uvm.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Zum Thema: Ratzinger wird nicht mir den Deutschen an sich assoziiert...

    Die titelfüllende Schlagzeile der Bildzeitung von heute:

    Wir sind Papst!

    ...
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich muss sagen, ich finde es nicht so wirklich angebracht, darüber zu wettern, dass Ratzinger sooo konservativ ist. Das ist nicht unbedingt ER, sondern eben das Amt (nicht nur das, des Papstes, sondern Kirchenämter an sich). Hätte es denn wirklich einen nicht-konservativen Anwärter gegeben? Nicht wirklich.
    Ich persönlich finde all diese Frauenbildthemen etc. auch extrem daneben, aber man muss eben einfach unterscheiden als Katholik zwischen Glaube an Gott und Leben nach der Institution Kirche. Es hat ja schliesslich einen Grund, dass der Vatikan immer konservativ bleiben wird. Man muss einfach harte Regeln aufstellen, damit sie wenigstens im Ansatz durchgesetzt werden. Stelle man sich vor, es würde Ausnahmeregelungen geben oder Verweichlichungen der Reglements. Nun dann brauchen wir den Vatikan nur noch als Verwaltungsinstrument.

    Wie gesagt, für mich ist die Institution Kirche, der heilige Stuhl, der Papst und die damit einhergehenden Ansichten ebenso strittig und nicht mein Denken treffend, aber nun so zu tun als wäre Ratzinger die schlechteste aller möglichen Alternativen gewesen ist Schmarrn. Er ist einfach nur bekannter als die anderen Kardinäle, das ist alles. ;-)
    Einen dynamischen Papst wird es niemals wirklich geben, denn wie sollte das geschehen? Der erzkonservative Papst (welcher es denn auch immer gerade sei) beruft einen jungdenkenden und innovativen Kardinal nach Rom, damit dieser dann irgendwann die Chance hat, Papst zu werden?? Haha, wohl kaum.
    :biggrin:
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Monica schrieb:
    Und noch zu allerletzt. Habt ihr den bisherigen Papst und seine Einstellungen etwa mit Polen assoziert? Ich nicht.
    Doch, klar! Ihr nicht? :shock: "Der Papst" war lange Zeit sozusagen "alles, was ich über Polen wusste".

    @ Lorelei: Im Römischen Reich war es gerade diese innovative "Laxheit" des Christentums, die seine Ausbreitung enorm begünstigte. Man brauchte sich "nur" an die 10 Gebote halten (die sich in einer geordneten Gesellschaft eh fast von selbst verstehen) und schon war man ein guter Christ, brauchte keine teuren Opfer bezahlen, keine bis ins kleinste Detail ausgefeilten Götter-Riten ausführen... Innerhalb der Gemeinde war man viel freier als beim alten Götterglauben. Und heute... :traurig04:
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ... heute bin ich doch auch frei.
    Mich persönlich schränkt der Papst nicht ein.
    Weder muss ich abtreiben, noch nehm ich die Pille oder anderes, oder strebe ein priesterliches Amt an. Würde ich mich für eines davon entscheiden, so habe ich das für mich selber zu verantworten.
    Ich fühle mich von meinem Mann nicht unterdrückt, obwohl er das letzte Wort hat. Schließlich entscheidet er in meinem Sinne. (Ich hab auch erst mit 30 Jahren das erste Mal geheiratet, insofern kenne ich auch ein "selbständiges" Leben)
    Es zwingt mich keiner zur Beichte, ich muss nicht in die Kirche, wenn ich das nicht möchte.
    Mal ehrlich, wie viele Frauen verzichten auf Verhütung in Deutschland, weil der Papst dagegen ist? Es gibt sicher die eine oder andere, die das tut, aber die breite Masse macht doch eh, was sie will.
    Wäre es so wichtig für die einzelne Frau, dann wären in Deutschland wesentlich mehr Kinder unterwegs.
    Warum ist es Euch so wichtig, daß Empfängnisverhütung von der Kirche legalisiert wird, wenn Ihr das eh schon macht?
    Provokannt gesagt, kann es mit den schlechten Gewissen nicht so weit her sein, denn in diesem Fall würde der Spaßfaktor merklich leiden.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, aber was du da tust, tust du doch streng genommen gegen die Kirche. Oder besser gesagt, hinter dem Rücken der Kirche, jedenfalls in Disharmonie mit ihr. Würde dieses Unternehmen liberaler geführt, könnten sich viel mehr Menschen damit identifizieren. Aber wie viele sagen doch: "An Gott glaube ich ja, aber mit der Kirche hab ich nichts am Hut, die sind mir alle zu katholisch da..."
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oder aber sie werden in tiefe Konfliktegestürzt, weil sie auf der einen Seite gläubig und auch willig sind, der Kirche zu folgen, diese aber an Normalmenschen so hohe Anforderungen stellt, dass es in der heutigen Zeit fast unmöglich ist, diesen zu folgen. Entweder will die Kirche eine gläubige Minderheit haben, oder sie muss sich in Teilen öffnen, um die Menschen aus diesem Konflikt zu befreien.

    So, wie es bislang läuft, wird die mehrheit sich eher abgestoßen fühlen.
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    klar ist das in Dysharmonie, wenn ich gegen die Regeln verstoße, aber das muss ich auf meine Kappe nehmen. Schließlich hab ich meinen eingenen Willen bekommen, nicht, um ihn an der Kirchentür wieder abzugeben.
    Zum Thema liberaler werden:
    Es gibt Völker, die ihre Mörder mit der Todesstrafe bestrafen. Klasse!!! Moral: setzen 6 :twisted:
    Bei genau diesen Völkern wurden die Gesetze dem Volk angepasst, dort ist jetzt Doppelmoral. Eben das will die Kirche verhindern, natürlich ist das unpopulär, aber ehrlich und konsequent.
    Der Teil der Christen, die sich den modernen Anforderungen geöffnet haben heißt jetzt: Evengelische Christen.
    Ich bin übrigens mit einem Evangelen verheiratet, und mein Pfarrer hat kein Problem damit. Der feiert übrigens oft mit der evangelischen Gemeinde die Kirchenfeste. Natürlich nicht das Abendmal - das darf er ja nicht - aber die beiden leben in Symbiose. Hier in Bayern. Es geht also.


    Edit: Klar gibt es Gewissenskonflikte, keiner hat je behauptet, daß es leicht wäre als Christ zu leben.
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 20. 04. 2005, 21:20
    So nun hab ich mich endlich durchgeackert und habe Diverses anzumerken.

    1. Ziemlich am Anfang hat jemand geschrieben das es klar war das ratzinger es ist als er nicht auf den Balkon rauskam um das Ergebnis zu verkünden, dazu nur das er egal wie die Wahl gelaufen wäre nicht rausgekommen wäre da dies die Aufgabe des Mannes ist der es dann auch gemacht hat. Das ist so festgelegt und der hat auch eine bestimmte Bezeichnung, fragt mich jetzt aber nicht danach. Im Prinzip war Ratzinger ja die Nr. 2 nach dem Papst und der hat sich ja auch nicht selbst verkündet, deshalb war das nicht seine Aufgabe.

    2. Grundsätzlich kann jeder Kardinal Papst werden, egal wo auf der Welt er Kardinal ist. Er muß nicht in Rom sein um Papst werden zu dürfen. Da hatte auch irgendwer was zu geschrieben.

    3. Worum geht es hier jetzt eigentlich? Um die Person Joseph Ratzinger, das Pontifikat oder die Kirche im Allgemeinen?

    Wenn Ihr sagt man lebt in Dysharmonie mit der Kirche wenn man sich ihrem Dogmatismus entzieht und nicht streng danach lebt muß ich Euch sagen das die Kirche, egal welche, ihre Informationen aus einem frei beziehbaren Buch entnimmt und dieses dann nach ihren Vorstellungen auslegt.
    Textinterpretation ist etwas subjektives.
    Wenn man selbst das anders versteht und für sich auslegt dann ist das nunmal so.

    Ich selbst bin keine Katholikin, sondern gehöre den Evangelisten an. Ich habe bei der Kirchenarbeit mitgemacht, sowohl im Kinderbereich, als auch im Gottesdienst. Des weiteren habe ich mir zum Ziel gesetzt die Bibel irgendwann durchgelesen zu haben. Dauert nicht mehr so lange, nur ich glaube bis ich fertig bin kann ich wieder von vorne anfangen weil man immer wieder etwas Neues entdeckt.

    Mittlerweile bin ich ein sehr seltener Gast im Gottesdienst, aber muß ich deshalb meinen Glauben verloren haben? Gewiss nicht! Er ist stark wie eh und je und zeitweilen sogar stärker und intensiver als zu der "aktiven" Zeit.
    Ich verhüte, ich bin auch sonst kein Paradebeispiel eines unfehlbaren Christen, aber ich weiß das ich trotzdem zu meinem Gott kommen darf, denn er hat mich lieb mit allen meinen Fehlern. Ich muß sie mir eingestehen und erkennen das ich nicht unfehlbar bin, aber sollten wir das nicht alle von Zeit zu Zeit? Sollten wir nicht alle gelegentlich schauen was wir alles für Blödsinn gemacht haben und uns vielleicht ab und an dafür entschuldigen, bei wem auch immer?

    Und ich weiß das weil es so geschrieben steht.

    Gewiss ist der Papst als Vertreter des Herrn auf Erden eine wichtige Person und er ist heutzutage auch (wieder) immens mächtig, aber es ist nicht der Papst der uns immer wieder sagt wie lieb er uns hat wenn wir nur wollen. Rechenschaft ablegen müssen wir vor unserem Herrn und nicht vor dem Papst.

    Ihr könnt danach leben was der Papst sagt oder nicht, wichtig dabei ist das ihr frei seid zu entscheiden und auch bereit sein müsst es einzusehen wenn es einmal die falsche Entscheidung war.

    Eine Person wie der Papst, egal wer es ist, wird immer Grund zur Diskussion bieten. Er muß einen Spagat zwischen einer Organisation, deren Ansichten oftmals recht altertümlich und weltfremd scheinen, und der realen Welt packen, die ganz andere Anforderungen stellt. Er hat eine eigene Meinung und die vertritt er so gut er kann. Das würdet Ihr ganz genauso tun.

    Ich beneide ihn nicht. Nicht weil er jetzt Papst ist, sondern weil er jetzt immer irgendwie zwischen den Stühlen sitzt.
    Er hat den Posten der ihm zugedacht wurde, so muß man das sehen. Das Los ist auf Kardinal Ratzinger gefallen weil es wohl so sein sollte. Daran können wir nichts ändern und anstatt ihn von vornherein schlecht zu reden sollten wir dankbar sein das es ein Mann geworden ist der ein solches Strahlen auf dem Gesicht und in den Augen hatte als er auf den Balkon trat das man förmlich schmecken konnte wie glücklich er ist.

    Wer glücklich in seinem Job ist der macht ihn auch anständig.

    Sorry das es jetzt so lange geworden ist und ich hoffe es war nicht zu verquehrt.
    Ich will auch niemanden angreifen denn ich denke das ist ein Thema bei dem es kein Falsch und Richtig gibt, da gibt es nur den persönlichen Weg.
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