Perfekte Mutter/ Vater

bearbeitet 26. 10. 2005, 19:55 in Plauderecke
was ist das in Euren Augen? Kennt Ihr etwa welche? Oder gibt es sie gar nicht?

Kommentare

  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Perfekte Mütter und Väter gibt es nicht. Nur welche, die es gut meinen und welche, die es auch gut machen - wobei das eine mit dem anderen nicht zwingend etwas zu tun hat.

    "Gut" ist meiner Meinung nach, wenn Eltern dem Kind einen achtsamen und respektvollen Umgang vorleben - mit dem Kind, mit sich selbst, mit anderen Menschen und Lebewesen, mit der Natur, mit dem Wert von allen Dingen. Wenn sie ihren Kindern Eigenverantwortlichkeit vorleben und liebevoll mit ihnen, mit sich selbst und anderen Menschen umgehen.

    Dazu müssen sie, glaube ich, nicht perfekt sein, denn Eltern sind auch nur Menschen und machen auch mal Fehler. Aber sie sollten die Verantwortung dafür immer übernehmen und vor allem authentisch bleiben. Ich glaube, daß Kinder ihren Eltern manche Verschrobenheit und Macke nachsehen, nur nicht Lieblosigkeit und Lügen.
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    "Perfekt" ist für mich ein Wort, das gleichbedeutend ist mit "utopisch". Perfekt ist ein Idealzustand, den man zwar anstreben kann, aber nie erreichen wird. Wenn eine Mutter an sich selbst den Anspruch stellt, perfekt zu sein, hat sie schon verloren.

    Die Definition für eine "gute" Mutter hingegen ist für mich einfach. Wenn man das Kind mit 5, 15 und 35 fragt, ob es eine gute Mutter hat, und es antwortet immer mit "ja", dann hat die Mutter, denke ich, gute Arbeit geleistet. :grin:
  • JoellaJoella

    2,666

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Perfekte Eltern gibt es nicht. Aber die besten Eltern die es gibt habe ich. :grin: Sie haben mir solche Werte wie Toleranz, Respekt, Hilfsbereitschaft etc. vorgelebt und haben mir immer das Gefühl gegeben willkommen und geliebt zu sein.

    Ob Lars das von meinem Mann und mir auch mal sagt, weiß ich nicht. Aber auf alle Fälle bemühen wir uns sehr.
  • SorciereSorciere

    717

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Schwägerin (Familientherapeutin) war kürzlich auf einem Seminar. Eines der diskutierten Themen war :

    Wieviel Prozent der Erziehung muss "richtig" sein, damit aus dem Kind was wird ?

    So, jetzt lasse ich Euch mal schätzen und diskutieren, bevor ich Euch erzähle, was die auf diesem Seminar erzählt haben :grin:

    Bin gespannt auf Eure Meinungen.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dass das Kind weiß, dass die Eltern es lieben.

    Ich glaube, wenn das gelingt, ist 90% geschafft.

    Also 10 % ;-)

    Letzendenes wird ja aus den meisten "was". Wenn man sich die grundbescheuerten Sprüche anhört, die junge Eltern sich von Omas, Opas, Kinderärzten, der Krabbelgruppenfreundin und der Bäckersfrau anhören müssen, möchte man meinen, aus 99% der Weltbevölkerung hätte NIE was werden dürfen.

    Nur man selber macht natürlich immer alles richtig, und wenn am Kind irgendwas falsch ist, dann waren es äußere Umstände. :roll:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen schrieb:
    Die Definition für eine "gute" Mutter hingegen ist für mich einfach. Wenn man das Kind mit 5, 15 und 35 fragt, ob es eine gute Mutter hat, und es antwortet immer mit "ja", dann hat die Mutter, denke ich, gute Arbeit geleistet. :grin:

    Naja, ich bin mir nicht sicher ob ein pubertärer 15 Jähriger oder ein mit Schockolade beeinflussbarer 5 Jähriger da kritisch genug antworten.

    Meine Söhne würden sogar sagen, sie hätten einen guten Vater obwohl der sich jetzt fast 2 Jahre nicht mehr gemeldet hat. :roll:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich denke mal was bei der Erziehung richtig und was falsch ist ist auch viel Ansichtssache. Der eine findet Klapsen als erzieherische Massnahme richtig und für den nächsten ist es eine Todsünde. Der eine Ferbert damit das Kind lernt in seinem Bett ein zu schlafen und der andere praktiziert das Familienbett bis das Kind von allein in sein Bett will.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das kann man in Prozenten angeben???
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unser Pfarrer hat am Sonntag in der Kirche gesagt, dass Kinder auch "trotz Erziehung" groß werden :biggrin: .

    Und ich denke, genauso ist es. Mit der Erziehung kann man einen guten Beitrag leisten. Aber auch "schlecht" erzogene Kinder können vorbildliche Erwachsene und genau solche Eltern werden.

    Also, sorcie, würde ich die Prozentzahl mal niedrig ansetzen. 10 % ??? :roll:
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Mutter sagt: "Man kann ein Kind nicht erziehen, ohne ihm bleibende Schäden zuzufügen."

    Das finde ich sehr tröstlich, denn wenn das stimmt, dann wird jedes Kind trotz dieser bleibenden Schäden groß und glücklich - meistens. ;-)
  • YariYari

    3

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In der Psychologie gibt es den Terminus "Good enough mother" (gilt auch für Väter ;-) ) - Fehler machen wir alle, schließlich sind wir nur Menschen und keine Supermen/-women :grin: - aber solange die Summe stimmt und für das individuelle Kind ok ist, passt alles :grin:

    Verallgemeinern kann man da - glaub ich - nicht: Was für ein Kind (noch) ok ist, kann für ein anderes schon zuviel/zu wenig sein.

    Schlecht ist auf jeden Fall, wenn man sich selber untre Druck setzt und sich an (unerfüllbaren) Massstäben misst.
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich schließe mich Yari an, wer perfekt sein will, ist es erst recht nicht. Denn wir sind alle Menschen mit Emotionen, guten und schlechten Tagen. Gut ist für mich eine Mutter dann, wenn sie genauso respektvoll mit ihrem Kind umgeht, wie sie es selbst für sich erwarten oder wünschen würde. Dasselbe gilt natürlich für den Vater. Mir gefällt die Vorstellung, dass wir unsere Kinder nur geliehen haben und sie nicht unser Besitz sind, so wie es die Sioux formulieren.
  • SorciereSorciere

    717

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Huch, wo ist denn meine Antwort hin ???? Gibt's wieder technische Probeme ? Ich hatte gestern lang und ausführlich geantwortet, aber alles ist weg !

    Also nochmal in Kurzfassung :

    Laut Seminarleiter sind ca 30 % richtige Erziehung erforderlich (wer also nur auf 10 % getippt hatte, muss sich wohl noch ein bisschen mehr anstrengen :biggrin: ).

    In jedem Fall denke ich jedoch, dass die verbleibenden 70 % kein Freibrief für "falsche" Erziehung sind. Es ist nur beruhigend zu hören, dass kleinere Fehler nicht unbedingt bleibende Schäden hinterlassen :grin:
  • manuelsmamamanuelsmama

    1,263

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich bins sicher nicht... aber ich geb mir alle Mühe...
    Ich kenne nur Eltern, die mir gegenüber den Anschein erwecken wollen, als seien sie perfekt..
    Finde ich nicht so gut, denn gerade die Leute, die nicht perfekt sind, sind sympathisch, oder nicht??
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