Baby Handzeichen- was haltet ihr davon?

bearbeitet 23. 11. 2005, 10:40 in Plauderecke
Ich bin auf das hier gestoßen:

http://www.baby-handzeichen.de/babyzeic ... n/faq.html

Allerdings erst nachdem ich einen Zeitschriftenartikel darüber gelesen hatte.
Irgendwei macht mich das ganz neugierig- denn mein Sohn ist jetzt gerade im richtigen Alter um damit anzufangen.

Was denkt ihr? Amerikanischer Quatsch? (bisher ist das Thema im amerikanischen Raum schon recht bekannt und in deutsch gibt es wenig Literatur)

Oder eine gute Idee, die bald auch in Deutschland bekannter sein wird?

Ich jedenfalls werde es ausprobieren, sozusagen "Studie am lebenden Objekt"- denn schaden wird es mit Sicherheit nicht (außer dass ich mich lächerlich mache :biggrin: ...)

Allerdings werde ich nicht die (ganz schön frech teuren) Zeichenerklärungen von der Seite baby-handzeichen.de kaufen :shock:
Ich hab mir dieses Buch bestellt, weil es mir empfohlen wurde:

Kommentare

  • katjaklarakatjaklara

    2,149

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich hab mal einen bericht im fernsehen darüber angesehen. fand das sehr interessant und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das einen nachteil für das kind haben könnte. manche meinen das ja. ich finde es schön, wenn man mit seinem kind kommuniziert, egal wie, am besten beides.
    ich probier das auch, nur müsste ich konsequenter sein und immer ein zeichen dazu machen. aber wenns stressig ist oder mal was anderes, dann vergess ich noch immer drauf. :oops: aber ich will leonie eh nicht darauf trillen.
    musst uns berichten, wies geht und ab wann die ersten erfolge zu verzeichnen sind ;-)
  • julianajuliana

    36

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das Baby kann den Eltern (oft der Mutter)so einiges Mitteilen wenn sie es möchte und wenn sie sich drüber informiert hat.
    Es gibt so einige Mütter die ihr Baby von Anfang an ohne Windel haben .
    Und das fast gleich nach der Geburt.
    Das Baby kann der Mutter zeigen wann es muss.
    Wenn es darauf nicht eingeht ,hört es ich glaube mit 4 Monaten auf diese Zeichen zu machen.
    Es geschieht ganz ohne Zwang.
    Ich habe von der Methode erst gelesen als mein Kleinster über 7 Monate alt war.
  • luxorluxor

    1,282

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich hatte mir darüber kurz vor Kira`s Geburt zwei Bücher gekauft. Einmal Baby-Talk (das ist aber eher allgemein und nicht nur auf die Sprache bezogen) und dann Baby-Sprache.

    Das zweite fand ich ganz gut, allerdings haben wir davon leider nicht viel umgesetzt, da meine Süße ja die ersten Monate doch mächtig anstrengend war und ich froh war, wenn ich so einigermaßen wusste, was sie wollte. Für längere "Gespräche" und Übungen war sie nicht aufgelegt und später ist es in Vergessenheit geraten.

    Aber ich denke schon das es klappt, wenn man das Kind genau beobachtet. Sowas wie Nein und mit dem Finger zeigen "nein-nein" und die Arme nach links und rechts mit nach oben gewendeten Handflächen für "Leer" und sagen "Alle" klappt ja auch. Winke-winke ist auch nichts anderes. Solche Sachen sind da auch beschrieben. Mit dem Zeichen für Trinken und Hunger habe ich mal probiert, aber wohl nicht konsequent genug und inzwischen kann sie sich ja selbst was nehmen und es ist überflüssig. Aber die Sachen mit Buch angucken und Tiere benennen und Geräuschen dazu klappt gut.

    Ich fand das Thema jedenfalls sehr interessant.

    Gruß
  • LilyLily

    524

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mir "Baby-Sprache" letzte Woche gekauft, aber noch keine Zeit gehabt, genauer reinzuschauen. Bin schon sehr gespannt drauf, denn ich finde die Idee total interessant und witzig.
    Warum sollte es auch nicht funktionieren? Kinder gehörloser Eltern lernen ja auch frühzeitig, via Gebärden zu kommunizieren.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das kam doch in diesem Film vor, "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (oder so ähnlich) ... ich dachte, das wäre irgendeine seltsame Erfindung des Drehbuchautors :biggrin: - aber dass es das wirklich gibt... ;-)
    Klingt ungewöhnlich, aber auf jeden Fall interessant! Ich bin gespannt auf die Berichte von denen, die es ausprobieren!!! :grin:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Jaja, genau, das war im zweiten Teil "Meet the Parents" :biggrin:

    Meine Nachbarin hat ein chinesisches Kind adoptiert (Arthurs Freundin, das ist die, die er auf der Nickpage schmust ;-) ). Sie ist drei Tage jünger als Arthur und sie hat ihr gleich am Anfang- das war im Juni- Zeichensprache beigebracht. Hier in Nordamerika ist das nicht so ungewöhnlich, es werden auch Kurse dazu angeboten. Jedenfalls konnten die Beiden sich dank dessen ziemlich gut verständigen. Sie hat ihr "More", "Hungry" und "Help" beigebracht und das hat schon einiges erleichtert. Gerade weil die Beiden sich ja nicht schon lange kannten. Sonst hätten sie sich bestimmt auch anders verständigt.
    Es gab allerdings zwei Worte, die sie - wohl mehr nur die Mutter ;-) - am Anfang gebrauchten und die dann nach einiger Zeit im Nichts verschwanden: "Share" und ein Zeichen für Windelwechsel.
    Ich fand das ziemlich lustig, weil es zeigt, wie wichtig den Kleinen Windelwechsel und Teilen ist :biggrin:
    Und was ich auch total bemerkenswert fand: Arthur hat irgendwann, als ich mit ihm gespielt habe, das Zeichen für "More" gemacht.
    Die gucken sich echt alles voneinander ab ;-) Und praktisch ist auch, das man als "Außenstehender" das andere Kind auch versteht wenn es eindeutige Zeichen macht.

    Fazit: ich finds unheimlich praktisch! Und das, wo ich am Anfang dachte, das ist überflüssiger Humbug und mich zu Hause, wie ich gestehen muß, immerzu darüber lustig gemacht habe ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab das probiert, war aber zu nachlässig und hab total oft vergessen, die Zeichen zu machen. Man soll sie ja immer machen, wenn man ein Wort verwendet.

    Ich kenne zwei Kinder, die können ganz toll die Zeichensprache. Sie zeigen u.a.: Milch, ,müde, Stinker (Windel), Schuhe anziehen - rausgehen. Ich finde es total sinnvoll, und ich habe gelesen, dass es keinen Nachteil bringt, sondern die Kinder eher dazu ermuntert, schnell sprechen zu lernen.

    Berichte mal, wie es klappt!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und warum sollten sie schneller sprechen? Erstmal ganz grundsätzlich? Ich habe keine Ahnung ob es sinnvoll ist wenn ein Kind "gefördert" früh spricht. Und wenn sie Zeichen haben, mit denen sie verstanden werden? Wieso sollen sie dann noch etwas sagen?
    Stand dazu etwas dabei?
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hier schreibt eine gehörlose Mutter, die also perfekte Gebärdensprache beherrscht. Und wenn ich mit meinen Töchtern im Baby-Alter unterhalten möchte, spreche ich und benutze gleichzeitig ein Gebärdenzeichen. Mit Ergebnis: sie können bereits mit ca. 8 Monaten sich mit uns verständigen (ohne sprechen!), wie z.B. "heia" (müde, ins Bett), "trinken", "essen", "mmmmhhhh" (lecker), deita (rausfahren, spazierengehen..), "aaa" (volle Windeln), "spielen" und einiges noch mehr...
    Sicher ist das nicht notwendig, aber ich finde es einfach schön, wenn ich meine Töchter verstehen kann, was sie wollen.
    Heute können meine Töchter noch mehr Gebärdensprache - eigentlich kein Wunder mit uns als gehörlose Eltern :grin: .
  • LilyLily

    524

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und wenn sie Zeichen haben, mit denen sie verstanden werden? Wieso sollen sie dann noch etwas sagen?
    Stand dazu etwas dabei?

    Ich glaube, bei der Zeichensprache geht es darum, den Kindern eine Ausdrucksmöglichkeit zu geben, die verstanden wird. Gedacht ist das für ein Alter, in dem zwar das Sprachverständnis schon da ist, die Sprachproduktion dem jedoch noch hinterher hinkt. Da Babys und Kleinkinder eh alles mit Gebrabbel kommentieren, sehe ich persönlich keine Gefahr, dass das Kind die bis dahin genutzten Zeichen einer eigenen Sprache vorziehen wird, wenn es denn endlich "richtige" Worte produzieren kann.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich frage deswegen, weil gesagt wurde, sie würden schneller sprechen lernen.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich hab das so gelesen, dass die Kinder durch die Zeichen schneller begreifen, dass Dinge und Aktivitäten benannt werden können. Und so verstehen sie auch früher, dass die Sprache ein Medium zur Kommunikation ist, und versuchen sie einzusetzen.
    Denn Kinder wollen ja uns Erwachsene imitieren und so werden wie wir, und da sie merken, Erwachsene sprechen, werden sie dann auch sprechen, obwohl sie sich mit Zeichensprache verständigen können. Sie fangen ja auch an zu laufen, obwohl sie mit Krabbeln vorwärts kommen.

    Ich hätte die Zeichensprache einfach gerne eingesetzt, um mich mit Niklas früher verständigen zu können. Ich denke, das kann Frustrationen ein gutes Stück verhindern, wenn die Kleinen ihre Wünsche oder Bedürfnisse zum Ausdruck bringen können.
    Ob und inwieweit es für den Spracherwerb nützlich ist, war mir persönlich egal (nun ja, wenn es ihn nicht total verzögert... aber das tut es ja angeblich gerade nicht).
  • luxorluxor

    1,282

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    in dem Buch Babysprache ist auch die Rede davon, dass die Kinder die Zeichensprache gelernt haben, schneller sprechen können.

    Es ist wohl nicht der Fall, dass sie lieber die Zeichen weiter verwenden, sondern eher schneller das Wort, das sie zeigen, auch sagen möchten. Im Schnitt sprechen diese Kinder wohl so 4-6 Monate früher schon deutliche Wörter als Kinder, die keine Zeichensprache gelernt haben. Vor allem wohl auch deshalb, weil sie schon sehr viel früher die Worte in der richtigen Bedeutung gelernt und verstanden haben und auch umsetzen können.

    Genau kann ich es jetzt leider nicht schreiben, da ich das Buch ausgeliehen habe. Aber so in etwas war die Erklärung dazu.

    Vor allem sollen diese Kinder sehr viel zufriedener sein als die ohne Babyzeichen (so wird das in dem Buch genannt), da sie einfacher verstanden werden und ihre Bedürfnisse entsprechend gezielter befriedigt werden. Finde ich auch logisch, weil wenn ich mal wieder nicht raffe, dass Kira unbedingt die Wasserflasche haben will die ganz hinten auf dem Tisch steht und ihr erstmal alles, was ich meine das sie haben möchte anbiete, wäre ich auch gefrustet. Ein eindeutiges Zeichen für Trinken und schon wäre die Sache in Sekunden geklärt ohne Augenrollen ala "Mama kapiert es wieder nicht". :biggrin:

    Gruß
  • Mönchen82Mönchen82

    1,184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    pinelke schrieb:
    Hier schreibt eine gehörlose Mutter, die also perfekte Gebärdensprache beherrscht. Und wenn ich mit meinen Töchtern im Baby-Alter unterhalten möchte, spreche ich und benutze gleichzeitig ein Gebärdenzeichen. Mit Ergebnis: sie können bereits mit ca. 8 Monaten sich mit uns verständigen (ohne sprechen!), wie z.B. "heia" (müde, ins Bett), "trinken", "essen", "mmmmhhhh" (lecker), deita (rausfahren, spazierengehen..), "aaa" (volle Windeln), "spielen" und einiges noch mehr...
    Sicher ist das nicht notwendig, aber ich finde es einfach schön, wenn ich meine Töchter verstehen kann, was sie wollen.
    Heute können meine Töchter noch mehr Gebärdensprache - eigentlich kein Wunder mit uns als gehörlose Eltern :grin: .

    Erst heute habe ich darüber gelesen...bei uns käme eher Lormen in Frage da Mausi ja auch blind ist, es sieht zunächst total kompliziert aus aber heute hab ich schonmal "Ich heiße Ramona" gelernt *lach* Ich sehe mich in wenigen Jahren schon mit Dauer-vollgekritzelten Händen rumlaufen ;-)

    Aber ob gesund oder krank ich finde es eine sinnvolle Möglichkeit "anders" (als "nur" durch sprechen) zu kommunizieren und könnte mir vorstellen dass so noch viel mehr Sinne angeregt werden :grin:
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was man hier nicht alles lernt! :cool:

    Ich werde mir das Thema mal vormerken um es in einiger Zeit einmal wieder in Erwägung zu ziehen, denn Conrad kann sich ja jetzt mittlerweile schon gut sprachlich verständigen. ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    "in einiger Zeit mal wieder..." immer diese nebulösen Andeutungen, Silke :roll: :biggrin:

    @smoothie: ziehst du denn ganricht in Betracht, es bei Anna nochmal zu versuchen? Oder hast du einfach gemerkt, das du es eh nicht durchziehen kannst?
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde das eine interessante Sache, und ich bin überzeugt, dass das funktioniert. Allerdings schätze ich, dass das, genau wie die Windelfrei-Sache, einen erheblichen Aufwand für die Mutter bedeutet. Gut, man bringt dem Kind ja immer nur ein, zwei, drei Zeichen auf einmal bei. Aber man muss da wahrscheinlich schon ein festes Programm durchziehen, wenn man was davon haben will. Ich denke mal, das ist was für disziplinierte Mütter mit viel Zeit.
    Auf der Seite wird, finde ich, den Müttern ein bisschen ein schlechtes Gewissen gemacht, die die Tabellen nicht kaufen (die wirklich ganz schön teuer sind! :shock:). In diesem Beispiel geht es darum, dass das arme Kind im Bettchen schreit, weil es plötzlich Angst vor seinem Teddybären hat, worauf eine "normale" Mutter ja nie kommen würde. Nee, ich auch nicht. Warum sollte mein Kind plötzlich Angst vor seinem Teddy haben? Das ist doch Blödsinn! Und muss ich meinem Kind drei Wochen lang das Zeichen für Zebra beibringen, nur damit es das das eine Mal, wo wir in den Zoo gehen, anwenden kann? Wenn ich so manipuliert werde, stehe ich der Sache schon mal skeptisch gegenüber. Davon abgesehen ist das System wirklich interessant.
    Für uns persönlich ist das nichts. Ungeachtet der Tatsache, dass ich weder diszipliniert bin, noch Zeit habe, spricht Janis schon deutlich genug.

    @ Marlies: Findest du es denn falsch, das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung deutlich zu fördern? Ich habe nicht den Eindruck, dass Janis unter seinem ziemlich frühen Sprachvermögen leidet, und ich habe (was mir allerdings erst spät aufgefallen ist) im Vergleich zu anderen Müttern doch ziemlich viel gefördert, indem ich von Anfang an ständig und gebetsmühlenartig jedes Wort zu jedem Gegenstand und jeder Tätigkeit wiederholt habe. (Wenn man es so sieht, hätte ich eigentlich ebensogut auch grade noch die Zeichen dazu machen können. Dann würde Janis heute wahrscheinlich bei 'ner Hotline arbeiten. :biggrin:)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lenchen schrieb:
    Aber man muss da wahrscheinlich schon ein festes Programm durchziehen, wenn man was davon haben will. Ich denke mal, das ist was für disziplinierte Mütter mit viel Zeit.

    Wenn man es so sieht, hätte ich eigentlich ebensogut auch grade noch die Zeichen dazu machen können.

    Genau so denke ich ist es: Es geht nicht draum dem Kind etwas "anzudrillen". Ich kann mir zwar vorstellen, dass es die Amerikaner auch hier wieder mal etwas übertreiben, aber jede Mutter kann ja für sich entscheiden, welche Zeichen sie benutzen möchte.
    Ich werde es in Zukunft so machen, dass ich einfach bei jeder Tätigkeit/ Ereignis, die sich dafür eignet ein Zeichen mache. Also die Wichtigsten wie Stillen, Essen, Trinken, Schlafen usw.
    Das müsste doch eigentlich genau so funktionieren wie die gesprochene Sprache, die trainiert man ja auch nicht extra, sondern das Kind bekommt es einfach "nebenher" mit.
    Die Zeichen sollen einfach eine Ergänzung sein, kein Extra- Programm!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nein das sicher nicht. Und ich finde auch "Zeichen" interessant.
    Nur bin ich immer etwas mißtrauisch wenn man etwas fördern soll, was die Kinder auch von alleine lernen.
    Ich habe oft einen Bericht aus Japan vor Augen, wo es so ist dass schon Lernkassetten in der SS auf den Bauch gelegt werden, damit Kinder in den "richtigen" Kindergarten kommen.
    Wenn man so etwas macht, dann fände ich es besser nicht unter dem Aspekt der "Förderung".
  • Mönchen82Mönchen82

    1,184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mir fällt da ein Vergleich ein :biggrin: Wenn ichs unter dem Aspekt bewußt zu fördern machen würde wäre das wahrscheinlich genauso als wenn ich vor dem ET Wehencocktails trinke und Treppen renne - es wird versucht etwas auszulösen was noch nicht an der Zeit ist!

    Als Aufwand würde ich es nicht sehen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.. die Idee an sich ist z.B. super, allerdings würde ich mich hüten da irgendwas nach Schema F anzufangen und "durchzuziehen".. ich würde einfach wie hier auch shon gesagt wurde "eigene" Zeichen einsetzen die nebenher "einfach so" kommen.. Um den Unterschied zum Schema F nochmal zu verdeutlichen; wenn ich z.B. meinem Kind etwas zeigen möchte zeige ich bestimmt - unbewußt? weil mans so gewohnt ist? - auch mit dem Finger drauf/in die Richtung..genauso nebenbei würde ich dann halt auch andere Zeichen machen.. Übrigens hat Melissa inzwischen von sich aus schon Zeichen geboten :grin: beim Füttern z.B., wenn sie bäuern will o.ä. dann stupst sie die Flasche mit der Zunge raus - möchte sie weitertrinken nimmt sie die Hand kurz in den Mund und wieder raus..dementsprechend habe ich reagiert und ihr immer dann auch die Flasche wieder gegeben - huch, ja eigentlich "arbeiten" wir schon mit Zeichen :biggrin: ;-)

    Übrigens, wer mal schauen möchte; ich habe eine schöne Seite gefunden auf der Lormen erklärt ist bzw. die einzelnen Buchstaben:

    :arrow: Lormen - das Tastalphabet
    Ist zwar jetzt nicht so ganz das Thema ;-) aber hat ja auch mit Zeichen zu tun und ist interessant :grin: Naaa? Wer kriegt seinen Namen hin? :biggrin:

    link genehmigt (cook-a-doodle)
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab das eigentlich so verstanden, dass man dem Baby die Zeichen für die Grundbedürfnisse beibringt - also 5 Zeichen oder so - und nicht eine weitere Sprache oder gar die Gebärdensprache. Hab ich wohl mal wieder nix kapiert? :???: Alles andere würde mich, glaub ich zumindest zu diesem Zeitpunkt, nicht interessieren.

    @Rig: Was schreist Du denn schon wieder rum, auf den billigen Plätzen in Kanada? Soll ich Dir vielleicht noch den Entbindungstermin nennen? :neutral: Du wirst es schon noch früh genug erfahren! Die Baustelle ist jedenfalls noch nicht eröffnet!






    :biggrin:
  • Mönchen82Mönchen82

    1,184

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @babygrill;
    Mönchen82 schrieb:
    Ist zwar jetzt nicht so ganz das Thema ;-) aber hat ja auch mit Zeichen zu tun und ist interessant :grin:

    ;-) :knutsch01: Du hasts schon richtig verstanden ich bin nur etwas "weiter gegangen" zum Thema Zeichen :oops:
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ne Mönchen, ich weiß schon dass Du weiter gegangen bist. :knutsch01:
    Aber bei Deinen Vorrednerinnen geht es um Tabellen kaufen, um ehrgeiziges Begriffelernen und irgendwie nicht nur um die Zeichen für die Grundbedürfnisse!
  • unauna

    837

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin ja soooo Blöd! :fies02:

    Ihr könnt mich jetzt für bekloppt erklären, aber wir haben mittlerweile den dritten Hund, der "spricht". Nachdem unser erster Hund seine Bedürfnisse selbstständig erklärt hat :shock: , er hat Futter- oder Wassernapf oder die Leine gebracht, haben wir allen folgenden Hunden "Zeichen" in Form verschiedener Schlüsselanhänger beigebracht.
    Unsere jetzige Hündin äußert Futter, Wasser und Gassi, zum Spiel fordert sie konventionell mit einer Verbeugung auf, Leckerchen erbettelt sie sich durch "Tauschgeschäfte". Sie schleppt etwas an, z.B. eine Babysocke, und erwartet eine Belohnung :grin:
    Interessant dabei ist, dass sie die "Tauschgeschäfte" selbst erfunden hat, abgestandenes Wasser hasst und jedem Besucher erklärt, dass sie Hunger hat :biggrin:
    Warum ich beim Baby nicht darauf gekommen bin ist klar, bin ich beim Hund ja auch nicht :grin:
    Da Babys sicherlich noch kommunikativer sind als Hunde, kann ich mir vorstellen, dass das Wohlbefinden von Babys steigt, wenn sie früh weitergehend kommunizieren können.
    Wofür ich aber jemals ein Zeichen für Feuerwehrmann brauchen sollte, bleibt mir verschlossen ;-)

    LG
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    einfach so: als ob du den Schlauch hältest ;-) Das reicht auch, bei uns unter Gehörlosen gibt es noch verfeinerte Gebärdenzeichen. Aber für Baby reicht das....
  • MajonieMajonie

    3,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Rig: Was schreist Du denn schon wieder rum, auf den billigen Plätzen in Kanada? Soll ich Dir vielleicht noch den Entbindungstermin nennen? Du wirst es schon noch früh genug erfahren! Die Baustelle ist jedenfalls noch nicht eröffnet!


    und ich hatte weiter oben auch schon den grund für diese momentane permanente demenz erahnen wollen! so ein mist! :eek02:






    :fun07:
  • lilalila

    2,943

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Mönchen82:
    Danke, genial! Ich hab das mit einer Freundin mal gemacht. Die hat das mal auf einer Ferienwoche mit Taubstummen gelernt, mir auch beigebracht und wir haben geübt wie besessen im Bus auf dem Weg zur Schule. Ich hatte es beinahe vergessen, nun erinnere ich mich wieder daran.

    Das "Sprechen" hat man ziemlich schnell raus, das Fühlen fanden wir beide deutlich schwieriger.
    Wenn man ordentlich übt, geht das aber recht fix. Eine tolle Sache, hätte ich auch noch in derselben Klasse neben ihr gesessen, wären die Schulstunden wohl äußerst kurzweilig ausgefallen, ohne dass der Lehrer eine Chance gehabt hätte :biggrin:
  • ataspisataspis

    506

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    er hat Futter- oder Wassernapf oder die Leine gebracht,

    Das machen Babys aber auch! Leandra schleppt jetzt immer ihre Schuhe an (und dann meine), wenn sie raus will. :biggrin:
    Und wenn sie müde ist, steht sie am Gitter zur Treppe (sie schläft unten) und wackelt daran.
  • julianajuliana

    36

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich denke das es dazu gut wäre den Mutterinstinkt zu fördern .
    Das man damit eher etwas der Mutter beibringt.
    Bei einigen ist es aber überflüssig ,denn in einigen Fällen weiß die Mutter weswegen ihr Kind schreit und was es braucht.
    Das war bei mir und meinem Großen der Fall.
    Wenn er schrie ,wusste ich immer gleich was los war und ,so hat er dann kaum geschrien .
    Bei dem Kleinem wusste ich es nicht so,ausser das er viel Halt brauchte.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Schaut mal hier. Da gibt es zu einigen Wörtern kleine Videos, die diese in Zeichensprache erklären.

    @pinelke: Was mich aber jetzt noch interessieren würde: sind die Wörter unterschiedlich zu denen, die du kennst? Gibt es auch in der Gebärdensprache verschiedene Sprachen oder Dialekte? (Ich vermute es ja irgendwie....)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @rigmor:

    das ist ja eine tolle Seite! :grin:
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Rigmor
    Also ich verstehe die Frage nicht ganz: wir Gehörlosen benutzen auch deutsche Wörter, aber nicht gleichen Satzaufbau wie in deutscher Schriftsprache - Deutsche Gebärdensprache haben eigenen Satzaufbau, Grammatik.... wie alle Fremdsprachen auch. Innerhalb in Deutschland gibt es auch Gebärdensprach-Dialekte - sie sind aber ganz leicht zu verstehen, nicht so wie Bayerisch, Schwälbisch oder Plattdeutsch....
    Deutsche Gebärdensprache ist übrigens eine anerkannte Sprache in Deutschland - wenn auch Minderheitssprache, es gibt auch GebärdensprachdolmetscherInnen.
    Was für uns praktisch ist: Gebärdensprache ist irgendwie international, fast jede gehörlose Erwachsene aus aller Welt verstehen sie.
    Ich habe eben einige Filme angeschaut, fast alle Beispiele stimmen in etwa. In Satz sieht es anders aus, hier z.B. ich muß gleich meinen Mann vom Bahnhof abholen => ich gleich meinen Mann (vom) Bahnhof abholen
    Oder: ich habe das Haus nach dem Umzug nun fertig eingerichtet => nach Umzug ich das Haus fertig einrichten.....
    Ich selbst persönlich versuche beim Gebärden immer in ganzen Sätzen zu sprechen, was aber manchmal schwierig ist, weil die Unterhaltung dann zu lang dauert. Dann muß ich halts viel lesen und selbst schreiben, um in Übung zu bleiben - was für Euch so selbstverständlich ist, weil ihr ständig so nebenbei hört, z.B. Radio, Fernsehen, im Bus Gespräch mithören und so weiter.....
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich meinte, ob die das englische Zeichen für "Feuerwehr" das gleiche ist wie das deutsche, also ob es sowas wie englisch oder deutsch überhaupt gibt. Aber du hast mir die Frage richtig beantwortet. ;-)
    Gibt es also nicht. Nur andere Grammatik. Das finde ich total interessant!
    Und internationale Verständigung so leichtgemacht ist natürlich nicht zu verachten! Wobei ich gestehen muß, das ich es manchmal ganz praktisch finde, das keiner versteht, was ich zu Arthur sage :oops:
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Achso, das meinst du! Es gibt durchaus mehrere Gebärdenzeichen für das einzige Wort (es hängt auch von der Lage, Stimmung und so weiter ab). Aber für "Feuerwehr" - ich denke - gibt es nur ein.
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @pinelke: Gebärden (sagt man das so?) Deine Kinder auch? :roll:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :grin: Das die Feuerwehr- genauso wohl wie Polizei- ein blödes Beispiel war, war mir ja irgendwie klar :roll:
    Aber diese verschiedenen Wörter sind nicht länderspezifisch, verstehe ich doch richtig, oder?
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @babygrill: ja, meine Töchter und auch Stiefsöhne können alle gebärden (ja so sagt man ;-)), weniger oder mehr - ich habe ihnen aber nicht absichtlich beigebracht - sie haben sich selbst beigebracht - sie verstehen schon sehr früh, daß ich sie nicht hören kann, sie rufen nicht nach mir, sie versuchen, zu winken, so daß ich sie merke, oder mit Fuß stampfen, so daß ich sie fühle, und gehen zu mir, um an meiner Schulter zu tippen.... Sie sprechen zwar zu mir - aber ohne Stimme!
    Trotzdem achte ich darauf, daß sie nicht als Gbärdrachdolmetscher mißbraucht werden - was die fremde Leute manchmal gern tun - aus Bequemheit.
    @Rigmor: Nicht alle, aber einige Wörter sind schon länderspezifisch (schon allein aus verschiedenen Kulturen, z.B. "Präsident" aus Diktatur- oder Demokratie-Land haben verschiedene Gebärdenzeichen....)
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @nochmal Elke: als neugieriger Mensch will ich es jetzt aber nochmal genau wissen: Du kannst uns doch von den Lippen lesen, oder? Ich hatte als Kind nämlich mal eine gehörlose Freundin, die beherrschte das prima. Sie konnte sogar englisch. Sie sprach zwar ein wenig :???: - sagen wir unmelodisch, aber es war irre, wie deren Sinne geschult waren. Leider haben wir uns aus den Augen verloren, da sie immer zu uns in den Urlaub kam, doch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt.

    Und noch eine Frage, ich hoffe sie kommt Dir nicht stupide vor: Findest Du, Du hast in gewisser Weise einen Vorteil durch die Gehörlosigkeit, im Sinne von besser ausgeprägten Fähigkeiten? :roll:

    Es ist mir übrigens bislang noch nie aufgefallen, Dein Sprachvermögen ist erstaunlich, dafür dass Du die Sprache nur visuell aufnehmen kannst. Brava! :bounce02:
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @babygrill:
    Frag nur - ich kläre gern über die Gehörlosigkeit auf, um den Hörenden die Scheue vor die Gehörlosen abzubauen. Ein Spruch stimmt schon: "Die Gehörlosigkeit trennt die Gehörlosen von den (normalhörenden) Leuten" (bzw.: die Blindheit trennt die Blinden von den Sachen) - und gerade das macht mich wütend, ich bin nicht geistesbehindert oder schwerstbehindert, ich kann nur nicht hören.... :mad:
    Tja, stimmt, auf mein Deutsch (danke für deinen "Lob" :grin: ) kann ich stolz sein, habe aber auch hart dafür "gearbeitet"! Was glaubst du, seit wann ich lesen kann - bereits mit 3 Jahren!!!!( :shock: ?) Meine Eltern haben mir das beigebracht, als Ausgleich für fehlende Gehör. Und das ist auch nicht so selbstverständlich für die Gehörlosen, und die beherrschen die deutsche Schriftsprache auch nicht so wie ich (vielleicht 20 Prozent Gehörlosen in Deutschland können so gut wie ich).
    Ja, ich kann meistens vom Mund ablesen - wenn die Redner gutes Mundbild haben, es gibt einige, die beim Sprechen die Lippen überhaupt nicht bewegen - da muß ich leider auch passen. So einfach ist das auch nicht - z.B.: "Butter" und "Mutter" läßt sich gleich abgelesen werden, mein Logik muß also auch mitarbeiten. Und ich kann auch sprechen, aber nicht so wie die Normalhörenden - die verstehen mich meistens, wenn es um Alltägliches geht. Wenn es um etwas besonderes Thema geht, dann schreibe ich lieber auf - um Mißverständnis zu vermeiden.
    Stimmt auch, die andere Sinne werden "schärfer", besonders sehen (man sagt allgemein: Gehörlosen sind Augenmenschen), fühlen und teilweise auch riechen. Schmecken tut da keinen Unterschied. Und wir Gehörlosen sind oft gute Beobachter, merken oft eher als die Normalhörenden, daß mit den Mitmenschen etwas nicht stimmt, z.B. daß sie gerade besonders traurig sind.....
    Im Übrigens mache ich gern hier in Forum mit - da sind wir alle gleich ohne Barriere, es gibt keinen Unterschied zwischen uns.....
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mir auch fest vorgenommen, mit unserem Kind später Baby-Zeichen zu machen. Ich hab es bei einer Bekannten kennengelernt, die eine Zeit lang in den USA gelebt hat. Ich hab beobachtet, wie sie sich mit ihrer Tochter verständigen kann und fand es sehr überzeugend. Sie sagte auch, dass es ihr viel Stress erspart habe.

    Zu der Frage des Sprechenlernens:
    Ich habe gelesen, dass die Kinder oft später sprechen, dann aber oft komplette Sätze und auch komplexere Sätze sprechen. Das erkläre ich mir damit, dass sie erst nicht die Notwendigkeit sehen, sprechen zu lernen, dann aber schneller kapieren, wie Sprache und Handlungen/Gegenstände/Emotionen zusammengehören und wie Sprache strukturiert ist.
    Ich denke, dass das ähnlich ist wie bei Kindern, die zweisprachig aufwachsen: Erst fangen sie später an zu sprechen und bringen die Sprachen durcheinander, später fällt es ihnen leichter, neue Sprachen dazuzulernen.
    Ich bin auch kein Fan davon, Kinder zu sehr in eine Richtung zu schieben, die sie selbst gar nicht wählen, andererseits bringen alle Eltern ihren Kindern Baby-Zeichen bei, ohne es überhaupt als solche anzusehen: z.B. "Winke-Winke" usw. Wenn man das spielerisch macht, ist es bestimmt ganz toll.
  • mveulemveule

    269

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich finde babyzeichen auch klasse! es ist eine tolle sache, eine "übergangskommunikation" zu schaffen und ich habe bei meinem kleinen ab ca. dem 5.-6. monat damit angefangen. zuerst hat er es eigentlich kaum wahrgenommen aber mittlerweile schaut er mir aufmerksam zu, was ich während ich erzähle für zeichen mache. ich mache nicht ständig zeichen - ich will eben erstmal das wichtigste einführen. also, hunger, durst, schlafen usw.- und ich habe festgestellt, dass er nicht unbedingt mein zeichen benutzt, sondern jetzt für "flasche/trinken" sein eigenes (und erstes) verwendet, was ihm wahrscheinlich leichter fällt. und das macht mir mut mich weiterhin auf diese art mit ihm zu "unterhalten" - allmählich scheint er einen sinn darin zu sehen und hat auch viel freude daran!! ich glaube, wenn ich aufmerksam genug bin, bringt er mir zeichen bei und nicht ich ihm... ;) auf jeden fall merke ich ja, wie er versucht mit allen mitteln zu kommunizieren und daher denke ich auch dass ein zeichen zu benutzen perfekt ist bis er das wort dann sprechen kann. das macht doch alle beteiligten glücklicher und erspart viel gejammer... ;)

    gruss, mveule
  • babygrillbabygrill

    1,633

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @elke: Ich habe heute mehrmals über Dich nachgesinnt und da sind mir so einige Dinge ein- und aufgefallen und da Du mich zum Fragen aufgefordert hast, nehme ich das ganz frech an. Ich habe mir vorgestellt, wie es ist, Dein stilles Leben. :roll: Naja, es hat einen Vorteil, Du bleibst von Lärm und Krach verschont. :grin: Das ist ein enormer Vorteil. Und dann ist mir eingefallen, dass man ja von Lauten oft nicht nur etwas hört, sondern dass sie ja Wellen schlagen oder Luft ausstoßen und so auch spürbar sind.

    Ansonsten hast Du ja zu Sprache und Kommunikation einen Zugang. Die Sache ist zwar komplizierter, aber das ändert ja nichts an der Tatsache. Aber auch ein extremer Nachteil fällt mir ein: Du hörst keine Musik. Und da drängt sich mir wirklich die Frage danach auf, was Du eigentlich für eine Vorstellung hast von Musik? Sind Klassik, Pop und Rock für Dich leere Begriffe?

    Ich glaube mich dunkel zu entsinnen, dass ich irgendwo mal von einem Verfahren gelesen (nicht gehört ;-) ) habe, das es ermöglicht, Gehörlose etwas hören zu lassen. Ging es dabei nicht um Musik?
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Silke, kennst du von Grönemeyer "Musik nur wenn sie laut ist"? Da geht es quasi auch um das Musik wahrnehmen eines gehörlosen Mädchens und der Text beruht auf Tatsachen. Dieses Mädel, um welches es da geht, nimmt Musik ganz bewusst über die Bässe usw. wahr. Es ist sicher ein anderes Musikhören, klare Sache, aber möglich sicherlich.

    EDIT: Für die, die jetz nicht unbedingt ein Buch dazu lesen wollen: man soll einfach nur immer wnen man das Wort sagt, das ZEichen dazu machen? Oder ist noch mehr nötig?
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lorelei schrieb:
    EDIT: Für die, die jetz nicht unbedingt ein Buch dazu lesen wollen: man soll einfach nur immer wnen man das Wort sagt, das ZEichen dazu machen? Oder ist noch mehr nötig?

    Ja, und zwar immer, wenn du das Wort verwendest.
    Falls du dir die Zeichen selbst überlegst, achte darauf, dass sie leicht nachzumachen sind.
    Z.B. Hand öffnen und schließen für "Milch", beide Fäuste zusammenführen für "rausgehen", Finger an den Mund für "Schnuller" - sowas in der Richtung eben.
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaub ich probiere das auch. :grin:

    Aber :shock: :
    Hand öffnen und schließen für "Milch"
    Stripp, strapp, strull.. ist der Eimer noch nicht full... soll das aussehen wie melken oder was?? :biggrin:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    genauso sieht es aus :biggrin:
  • pinelkepinelke

    135

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @babygrill:
    Stimmt auch, mein Mann ist schwerhörig und beklagt hin und wieder über den Kinderlärm und lautes Schreien und sagte dann immer wieder, wie gut ich das habe. Aber auf anderen Seite: ich werde nie die Stimmen meiner Mädchen kennen....
    Das mit der Musik vermisse ich eigentlich nichts - ich habe sie ja nie kennengelernt und was ich nicht kenne, kann ich das auch nicht vermissen. Bei mir ist die Gehörlosigkeit extrem, ich höre wirklich keinen einzigen Ton (bei mir ist die Taubheit durch Sauerstoffmangel bei der Geburt entstanden, Hirn für "Hören" ist dabei abgestorben)- viele Gehörlose können etwas hören, also irgendwelche Geräusche, sie können aber nicht sagen, woher sie kommen oder wenn gesprochen, können sie kein Wort verstehen. Nur wenn es wirklich sehr laut ist, dann kann ich die Geräusche schon fühlen - auch im Ohr (da vibriert es ...).
    Viele Gehörlosen gehen gern in der Disko - weil dort ganz schön laut sind, so daß sie sie wunderbar fühlen können und tanzen dann auch mit... Ich weiß also ungefähr, wie die Musik anfühlt und lese hin und wieder die Lieder oder das Album.

    @Lorelei und smoothie: Viele Gebärdenzeichen entstehen, was wir das visuell wahrnehmen. Ihr könnt also einfach "nachzeichnen"...
    und für andere Wörter (also nicht visuelle) mußten die Gehörlosen die Gebärdenzeichen erfinden und wir übernehmen sie...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Lorelei schrieb:
    EDIT: Für die, die jetz nicht unbedingt ein Buch dazu lesen wollen: man soll einfach nur immer wnen man das Wort sagt, das ZEichen dazu machen? Oder ist noch mehr nötig?

    Nö, mehr ist eigentlich nicht nötig. Im Buch was ich oben erwähnt hab stehen dann noch so Tipps, dass man die Zeichen möglichst in der Blicklinie uf Augenhöhe machen soll, weil das Baby da besonders aufmerksam schaut.
    Und dass man darauf achten soll, dass die Aufmerksamkeit des Babys bei dem ist, wofür man gerade ein Zeichen macht (z.B. wenn es gerade sichtlich genießt an der Brust zu trinken ist es besonders aufmerksam für das Zeichen was dazu gehört)
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