Ich bin auf das hier gestoßen:
http://www.baby-handzeichen.de/babyzeic ... n/faq.html
Allerdings erst nachdem ich einen Zeitschriftenartikel darüber gelesen hatte.
Irgendwei macht mich das ganz neugierig- denn mein Sohn ist jetzt gerade im richtigen Alter um damit anzufangen.
Was denkt ihr? Amerikanischer Quatsch? (bisher ist das Thema im amerikanischen Raum schon recht bekannt und in deutsch gibt es wenig Literatur)
Oder eine gute Idee, die bald auch in Deutschland bekannter sein wird?
Ich jedenfalls werde es ausprobieren, sozusagen "Studie am lebenden Objekt"- denn schaden wird es mit Sicherheit nicht (außer dass ich mich lächerlich mache :biggrin: ...)
Allerdings werde ich nicht die (ganz schön frech teuren) Zeichenerklärungen von der Seite baby-handzeichen.de kaufen :shock:
Ich hab mir dieses Buch bestellt, weil es mir empfohlen wurde:
Kommentare
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ich probier das auch, nur müsste ich konsequenter sein und immer ein zeichen dazu machen. aber wenns stressig ist oder mal was anderes, dann vergess ich noch immer drauf. :oops: aber ich will leonie eh nicht darauf trillen.
musst uns berichten, wies geht und ab wann die ersten erfolge zu verzeichnen sind ;-)
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Es gibt so einige Mütter die ihr Baby von Anfang an ohne Windel haben .
Und das fast gleich nach der Geburt.
Das Baby kann der Mutter zeigen wann es muss.
Wenn es darauf nicht eingeht ,hört es ich glaube mit 4 Monaten auf diese Zeichen zu machen.
Es geschieht ganz ohne Zwang.
Ich habe von der Methode erst gelesen als mein Kleinster über 7 Monate alt war.
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Das zweite fand ich ganz gut, allerdings haben wir davon leider nicht viel umgesetzt, da meine Süße ja die ersten Monate doch mächtig anstrengend war und ich froh war, wenn ich so einigermaßen wusste, was sie wollte. Für längere "Gespräche" und Übungen war sie nicht aufgelegt und später ist es in Vergessenheit geraten.
Aber ich denke schon das es klappt, wenn man das Kind genau beobachtet. Sowas wie Nein und mit dem Finger zeigen "nein-nein" und die Arme nach links und rechts mit nach oben gewendeten Handflächen für "Leer" und sagen "Alle" klappt ja auch. Winke-winke ist auch nichts anderes. Solche Sachen sind da auch beschrieben. Mit dem Zeichen für Trinken und Hunger habe ich mal probiert, aber wohl nicht konsequent genug und inzwischen kann sie sich ja selbst was nehmen und es ist überflüssig. Aber die Sachen mit Buch angucken und Tiere benennen und Geräuschen dazu klappt gut.
Ich fand das Thema jedenfalls sehr interessant.
Gruß
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Warum sollte es auch nicht funktionieren? Kinder gehörloser Eltern lernen ja auch frühzeitig, via Gebärden zu kommunizieren.
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Klingt ungewöhnlich, aber auf jeden Fall interessant! Ich bin gespannt auf die Berichte von denen, die es ausprobieren!!!
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Meine Nachbarin hat ein chinesisches Kind adoptiert (Arthurs Freundin, das ist die, die er auf der Nickpage schmust ;-) ). Sie ist drei Tage jünger als Arthur und sie hat ihr gleich am Anfang- das war im Juni- Zeichensprache beigebracht. Hier in Nordamerika ist das nicht so ungewöhnlich, es werden auch Kurse dazu angeboten. Jedenfalls konnten die Beiden sich dank dessen ziemlich gut verständigen. Sie hat ihr "More", "Hungry" und "Help" beigebracht und das hat schon einiges erleichtert. Gerade weil die Beiden sich ja nicht schon lange kannten. Sonst hätten sie sich bestimmt auch anders verständigt.
Es gab allerdings zwei Worte, die sie - wohl mehr nur die Mutter ;-) - am Anfang gebrauchten und die dann nach einiger Zeit im Nichts verschwanden: "Share" und ein Zeichen für Windelwechsel.
Ich fand das ziemlich lustig, weil es zeigt, wie wichtig den Kleinen Windelwechsel und Teilen ist :biggrin:
Und was ich auch total bemerkenswert fand: Arthur hat irgendwann, als ich mit ihm gespielt habe, das Zeichen für "More" gemacht.
Die gucken sich echt alles voneinander ab ;-) Und praktisch ist auch, das man als "Außenstehender" das andere Kind auch versteht wenn es eindeutige Zeichen macht.
Fazit: ich finds unheimlich praktisch! Und das, wo ich am Anfang dachte, das ist überflüssiger Humbug und mich zu Hause, wie ich gestehen muß, immerzu darüber lustig gemacht habe ;-)
59,500
Ich kenne zwei Kinder, die können ganz toll die Zeichensprache. Sie zeigen u.a.: Milch, ,müde, Stinker (Windel), Schuhe anziehen - rausgehen. Ich finde es total sinnvoll, und ich habe gelesen, dass es keinen Nachteil bringt, sondern die Kinder eher dazu ermuntert, schnell sprechen zu lernen.
Berichte mal, wie es klappt!
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Stand dazu etwas dabei?
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Sicher ist das nicht notwendig, aber ich finde es einfach schön, wenn ich meine Töchter verstehen kann, was sie wollen.
Heute können meine Töchter noch mehr Gebärdensprache - eigentlich kein Wunder mit uns als gehörlose Eltern
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Ich glaube, bei der Zeichensprache geht es darum, den Kindern eine Ausdrucksmöglichkeit zu geben, die verstanden wird. Gedacht ist das für ein Alter, in dem zwar das Sprachverständnis schon da ist, die Sprachproduktion dem jedoch noch hinterher hinkt. Da Babys und Kleinkinder eh alles mit Gebrabbel kommentieren, sehe ich persönlich keine Gefahr, dass das Kind die bis dahin genutzten Zeichen einer eigenen Sprache vorziehen wird, wenn es denn endlich "richtige" Worte produzieren kann.
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Denn Kinder wollen ja uns Erwachsene imitieren und so werden wie wir, und da sie merken, Erwachsene sprechen, werden sie dann auch sprechen, obwohl sie sich mit Zeichensprache verständigen können. Sie fangen ja auch an zu laufen, obwohl sie mit Krabbeln vorwärts kommen.
Ich hätte die Zeichensprache einfach gerne eingesetzt, um mich mit Niklas früher verständigen zu können. Ich denke, das kann Frustrationen ein gutes Stück verhindern, wenn die Kleinen ihre Wünsche oder Bedürfnisse zum Ausdruck bringen können.
Ob und inwieweit es für den Spracherwerb nützlich ist, war mir persönlich egal (nun ja, wenn es ihn nicht total verzögert... aber das tut es ja angeblich gerade nicht).
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Es ist wohl nicht der Fall, dass sie lieber die Zeichen weiter verwenden, sondern eher schneller das Wort, das sie zeigen, auch sagen möchten. Im Schnitt sprechen diese Kinder wohl so 4-6 Monate früher schon deutliche Wörter als Kinder, die keine Zeichensprache gelernt haben. Vor allem wohl auch deshalb, weil sie schon sehr viel früher die Worte in der richtigen Bedeutung gelernt und verstanden haben und auch umsetzen können.
Genau kann ich es jetzt leider nicht schreiben, da ich das Buch ausgeliehen habe. Aber so in etwas war die Erklärung dazu.
Vor allem sollen diese Kinder sehr viel zufriedener sein als die ohne Babyzeichen (so wird das in dem Buch genannt), da sie einfacher verstanden werden und ihre Bedürfnisse entsprechend gezielter befriedigt werden. Finde ich auch logisch, weil wenn ich mal wieder nicht raffe, dass Kira unbedingt die Wasserflasche haben will die ganz hinten auf dem Tisch steht und ihr erstmal alles, was ich meine das sie haben möchte anbiete, wäre ich auch gefrustet. Ein eindeutiges Zeichen für Trinken und schon wäre die Sache in Sekunden geklärt ohne Augenrollen ala "Mama kapiert es wieder nicht". :biggrin:
Gruß
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Erst heute habe ich darüber gelesen...bei uns käme eher Lormen in Frage da Mausi ja auch blind ist, es sieht zunächst total kompliziert aus aber heute hab ich schonmal "Ich heiße Ramona" gelernt *lach* Ich sehe mich in wenigen Jahren schon mit Dauer-vollgekritzelten Händen rumlaufen ;-)
Aber ob gesund oder krank ich finde es eine sinnvolle Möglichkeit "anders" (als "nur" durch sprechen) zu kommunizieren und könnte mir vorstellen dass so noch viel mehr Sinne angeregt werden
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Ich werde mir das Thema mal vormerken um es in einiger Zeit einmal wieder in Erwägung zu ziehen, denn Conrad kann sich ja jetzt mittlerweile schon gut sprachlich verständigen. ;-)
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@smoothie: ziehst du denn ganricht in Betracht, es bei Anna nochmal zu versuchen? Oder hast du einfach gemerkt, das du es eh nicht durchziehen kannst?
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Auf der Seite wird, finde ich, den Müttern ein bisschen ein schlechtes Gewissen gemacht, die die Tabellen nicht kaufen (die wirklich ganz schön teuer sind! :shock:). In diesem Beispiel geht es darum, dass das arme Kind im Bettchen schreit, weil es plötzlich Angst vor seinem Teddybären hat, worauf eine "normale" Mutter ja nie kommen würde. Nee, ich auch nicht. Warum sollte mein Kind plötzlich Angst vor seinem Teddy haben? Das ist doch Blödsinn! Und muss ich meinem Kind drei Wochen lang das Zeichen für Zebra beibringen, nur damit es das das eine Mal, wo wir in den Zoo gehen, anwenden kann? Wenn ich so manipuliert werde, stehe ich der Sache schon mal skeptisch gegenüber. Davon abgesehen ist das System wirklich interessant.
Für uns persönlich ist das nichts. Ungeachtet der Tatsache, dass ich weder diszipliniert bin, noch Zeit habe, spricht Janis schon deutlich genug.
@ Marlies: Findest du es denn falsch, das Kind in seiner sprachlichen Entwicklung deutlich zu fördern? Ich habe nicht den Eindruck, dass Janis unter seinem ziemlich frühen Sprachvermögen leidet, und ich habe (was mir allerdings erst spät aufgefallen ist) im Vergleich zu anderen Müttern doch ziemlich viel gefördert, indem ich von Anfang an ständig und gebetsmühlenartig jedes Wort zu jedem Gegenstand und jeder Tätigkeit wiederholt habe. (Wenn man es so sieht, hätte ich eigentlich ebensogut auch grade noch die Zeichen dazu machen können. Dann würde Janis heute wahrscheinlich bei 'ner Hotline arbeiten. :biggrin:)
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Genau so denke ich ist es: Es geht nicht draum dem Kind etwas "anzudrillen". Ich kann mir zwar vorstellen, dass es die Amerikaner auch hier wieder mal etwas übertreiben, aber jede Mutter kann ja für sich entscheiden, welche Zeichen sie benutzen möchte.
Ich werde es in Zukunft so machen, dass ich einfach bei jeder Tätigkeit/ Ereignis, die sich dafür eignet ein Zeichen mache. Also die Wichtigsten wie Stillen, Essen, Trinken, Schlafen usw.
Das müsste doch eigentlich genau so funktionieren wie die gesprochene Sprache, die trainiert man ja auch nicht extra, sondern das Kind bekommt es einfach "nebenher" mit.
Die Zeichen sollen einfach eine Ergänzung sein, kein Extra- Programm!
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Nur bin ich immer etwas mißtrauisch wenn man etwas fördern soll, was die Kinder auch von alleine lernen.
Ich habe oft einen Bericht aus Japan vor Augen, wo es so ist dass schon Lernkassetten in der SS auf den Bauch gelegt werden, damit Kinder in den "richtigen" Kindergarten kommen.
Wenn man so etwas macht, dann fände ich es besser nicht unter dem Aspekt der "Förderung".
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Als Aufwand würde ich es nicht sehen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.. die Idee an sich ist z.B. super, allerdings würde ich mich hüten da irgendwas nach Schema F anzufangen und "durchzuziehen".. ich würde einfach wie hier auch shon gesagt wurde "eigene" Zeichen einsetzen die nebenher "einfach so" kommen.. Um den Unterschied zum Schema F nochmal zu verdeutlichen; wenn ich z.B. meinem Kind etwas zeigen möchte zeige ich bestimmt - unbewußt? weil mans so gewohnt ist? - auch mit dem Finger drauf/in die Richtung..genauso nebenbei würde ich dann halt auch andere Zeichen machen.. Übrigens hat Melissa inzwischen von sich aus schon Zeichen geboten
Übrigens, wer mal schauen möchte; ich habe eine schöne Seite gefunden auf der Lormen erklärt ist bzw. die einzelnen Buchstaben:
:arrow: Lormen - das Tastalphabet
Ist zwar jetzt nicht so ganz das Thema ;-) aber hat ja auch mit Zeichen zu tun und ist interessant
link genehmigt (cook-a-doodle)
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@Rig: Was schreist Du denn schon wieder rum, auf den billigen Plätzen in Kanada? Soll ich Dir vielleicht noch den Entbindungstermin nennen?
:biggrin:
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;-) :knutsch01: Du hasts schon richtig verstanden ich bin nur etwas "weiter gegangen" zum Thema Zeichen :oops:
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Aber bei Deinen Vorrednerinnen geht es um Tabellen kaufen, um ehrgeiziges Begriffelernen und irgendwie nicht nur um die Zeichen für die Grundbedürfnisse!
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Ihr könnt mich jetzt für bekloppt erklären, aber wir haben mittlerweile den dritten Hund, der "spricht". Nachdem unser erster Hund seine Bedürfnisse selbstständig erklärt hat :shock: , er hat Futter- oder Wassernapf oder die Leine gebracht, haben wir allen folgenden Hunden "Zeichen" in Form verschiedener Schlüsselanhänger beigebracht.
Unsere jetzige Hündin äußert Futter, Wasser und Gassi, zum Spiel fordert sie konventionell mit einer Verbeugung auf, Leckerchen erbettelt sie sich durch "Tauschgeschäfte". Sie schleppt etwas an, z.B. eine Babysocke, und erwartet eine Belohnung
Interessant dabei ist, dass sie die "Tauschgeschäfte" selbst erfunden hat, abgestandenes Wasser hasst und jedem Besucher erklärt, dass sie Hunger hat :biggrin:
Warum ich beim Baby nicht darauf gekommen bin ist klar, bin ich beim Hund ja auch nicht
Da Babys sicherlich noch kommunikativer sind als Hunde, kann ich mir vorstellen, dass das Wohlbefinden von Babys steigt, wenn sie früh weitergehend kommunizieren können.
Wofür ich aber jemals ein Zeichen für Feuerwehrmann brauchen sollte, bleibt mir verschlossen ;-)
LG
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und ich hatte weiter oben auch schon den grund für diese momentane permanente demenz erahnen wollen! so ein mist! :eek02:
:fun07:
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Danke, genial! Ich hab das mit einer Freundin mal gemacht. Die hat das mal auf einer Ferienwoche mit Taubstummen gelernt, mir auch beigebracht und wir haben geübt wie besessen im Bus auf dem Weg zur Schule. Ich hatte es beinahe vergessen, nun erinnere ich mich wieder daran.
Das "Sprechen" hat man ziemlich schnell raus, das Fühlen fanden wir beide deutlich schwieriger.
Wenn man ordentlich übt, geht das aber recht fix. Eine tolle Sache, hätte ich auch noch in derselben Klasse neben ihr gesessen, wären die Schulstunden wohl äußerst kurzweilig ausgefallen, ohne dass der Lehrer eine Chance gehabt hätte :biggrin:
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Das machen Babys aber auch! Leandra schleppt jetzt immer ihre Schuhe an (und dann meine), wenn sie raus will. :biggrin:
Und wenn sie müde ist, steht sie am Gitter zur Treppe (sie schläft unten) und wackelt daran.
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Das man damit eher etwas der Mutter beibringt.
Bei einigen ist es aber überflüssig ,denn in einigen Fällen weiß die Mutter weswegen ihr Kind schreit und was es braucht.
Das war bei mir und meinem Großen der Fall.
Wenn er schrie ,wusste ich immer gleich was los war und ,so hat er dann kaum geschrien .
Bei dem Kleinem wusste ich es nicht so,ausser das er viel Halt brauchte.
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@pinelke: Was mich aber jetzt noch interessieren würde: sind die Wörter unterschiedlich zu denen, die du kennst? Gibt es auch in der Gebärdensprache verschiedene Sprachen oder Dialekte? (Ich vermute es ja irgendwie....)
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das ist ja eine tolle Seite!
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Also ich verstehe die Frage nicht ganz: wir Gehörlosen benutzen auch deutsche Wörter, aber nicht gleichen Satzaufbau wie in deutscher Schriftsprache - Deutsche Gebärdensprache haben eigenen Satzaufbau, Grammatik.... wie alle Fremdsprachen auch. Innerhalb in Deutschland gibt es auch Gebärdensprach-Dialekte - sie sind aber ganz leicht zu verstehen, nicht so wie Bayerisch, Schwälbisch oder Plattdeutsch....
Deutsche Gebärdensprache ist übrigens eine anerkannte Sprache in Deutschland - wenn auch Minderheitssprache, es gibt auch GebärdensprachdolmetscherInnen.
Was für uns praktisch ist: Gebärdensprache ist irgendwie international, fast jede gehörlose Erwachsene aus aller Welt verstehen sie.
Ich habe eben einige Filme angeschaut, fast alle Beispiele stimmen in etwa. In Satz sieht es anders aus, hier z.B. ich muß gleich meinen Mann vom Bahnhof abholen => ich gleich meinen Mann (vom) Bahnhof abholen
Oder: ich habe das Haus nach dem Umzug nun fertig eingerichtet => nach Umzug ich das Haus fertig einrichten.....
Ich selbst persönlich versuche beim Gebärden immer in ganzen Sätzen zu sprechen, was aber manchmal schwierig ist, weil die Unterhaltung dann zu lang dauert. Dann muß ich halts viel lesen und selbst schreiben, um in Übung zu bleiben - was für Euch so selbstverständlich ist, weil ihr ständig so nebenbei hört, z.B. Radio, Fernsehen, im Bus Gespräch mithören und so weiter.....
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Gibt es also nicht. Nur andere Grammatik. Das finde ich total interessant!
Und internationale Verständigung so leichtgemacht ist natürlich nicht zu verachten! Wobei ich gestehen muß, das ich es manchmal ganz praktisch finde, das keiner versteht, was ich zu Arthur sage :oops:
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Aber diese verschiedenen Wörter sind nicht länderspezifisch, verstehe ich doch richtig, oder?
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Trotzdem achte ich darauf, daß sie nicht als Gbärdrachdolmetscher mißbraucht werden - was die fremde Leute manchmal gern tun - aus Bequemheit.
@Rigmor: Nicht alle, aber einige Wörter sind schon länderspezifisch (schon allein aus verschiedenen Kulturen, z.B. "Präsident" aus Diktatur- oder Demokratie-Land haben verschiedene Gebärdenzeichen....)
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Und noch eine Frage, ich hoffe sie kommt Dir nicht stupide vor: Findest Du, Du hast in gewisser Weise einen Vorteil durch die Gehörlosigkeit, im Sinne von besser ausgeprägten Fähigkeiten? :roll:
Es ist mir übrigens bislang noch nie aufgefallen, Dein Sprachvermögen ist erstaunlich, dafür dass Du die Sprache nur visuell aufnehmen kannst. Brava! :bounce02:
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Frag nur - ich kläre gern über die Gehörlosigkeit auf, um den Hörenden die Scheue vor die Gehörlosen abzubauen. Ein Spruch stimmt schon: "Die Gehörlosigkeit trennt die Gehörlosen von den (normalhörenden) Leuten" (bzw.: die Blindheit trennt die Blinden von den Sachen) - und gerade das macht mich wütend, ich bin nicht geistesbehindert oder schwerstbehindert, ich kann nur nicht hören.... :mad:
Tja, stimmt, auf mein Deutsch (danke für deinen "Lob"
Ja, ich kann meistens vom Mund ablesen - wenn die Redner gutes Mundbild haben, es gibt einige, die beim Sprechen die Lippen überhaupt nicht bewegen - da muß ich leider auch passen. So einfach ist das auch nicht - z.B.: "Butter" und "Mutter" läßt sich gleich abgelesen werden, mein Logik muß also auch mitarbeiten. Und ich kann auch sprechen, aber nicht so wie die Normalhörenden - die verstehen mich meistens, wenn es um Alltägliches geht. Wenn es um etwas besonderes Thema geht, dann schreibe ich lieber auf - um Mißverständnis zu vermeiden.
Stimmt auch, die andere Sinne werden "schärfer", besonders sehen (man sagt allgemein: Gehörlosen sind Augenmenschen), fühlen und teilweise auch riechen. Schmecken tut da keinen Unterschied. Und wir Gehörlosen sind oft gute Beobachter, merken oft eher als die Normalhörenden, daß mit den Mitmenschen etwas nicht stimmt, z.B. daß sie gerade besonders traurig sind.....
Im Übrigens mache ich gern hier in Forum mit - da sind wir alle gleich ohne Barriere, es gibt keinen Unterschied zwischen uns.....
5,464
Zu der Frage des Sprechenlernens:
Ich habe gelesen, dass die Kinder oft später sprechen, dann aber oft komplette Sätze und auch komplexere Sätze sprechen. Das erkläre ich mir damit, dass sie erst nicht die Notwendigkeit sehen, sprechen zu lernen, dann aber schneller kapieren, wie Sprache und Handlungen/Gegenstände/Emotionen zusammengehören und wie Sprache strukturiert ist.
Ich denke, dass das ähnlich ist wie bei Kindern, die zweisprachig aufwachsen: Erst fangen sie später an zu sprechen und bringen die Sprachen durcheinander, später fällt es ihnen leichter, neue Sprachen dazuzulernen.
Ich bin auch kein Fan davon, Kinder zu sehr in eine Richtung zu schieben, die sie selbst gar nicht wählen, andererseits bringen alle Eltern ihren Kindern Baby-Zeichen bei, ohne es überhaupt als solche anzusehen: z.B. "Winke-Winke" usw. Wenn man das spielerisch macht, ist es bestimmt ganz toll.
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gruss, mveule
1,633
Ansonsten hast Du ja zu Sprache und Kommunikation einen Zugang. Die Sache ist zwar komplizierter, aber das ändert ja nichts an der Tatsache. Aber auch ein extremer Nachteil fällt mir ein: Du hörst keine Musik. Und da drängt sich mir wirklich die Frage danach auf, was Du eigentlich für eine Vorstellung hast von Musik? Sind Klassik, Pop und Rock für Dich leere Begriffe?
Ich glaube mich dunkel zu entsinnen, dass ich irgendwo mal von einem Verfahren gelesen (nicht gehört ;-) ) habe, das es ermöglicht, Gehörlose etwas hören zu lassen. Ging es dabei nicht um Musik?
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EDIT: Für die, die jetz nicht unbedingt ein Buch dazu lesen wollen: man soll einfach nur immer wnen man das Wort sagt, das ZEichen dazu machen? Oder ist noch mehr nötig?
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Ja, und zwar immer, wenn du das Wort verwendest.
Falls du dir die Zeichen selbst überlegst, achte darauf, dass sie leicht nachzumachen sind.
Z.B. Hand öffnen und schließen für "Milch", beide Fäuste zusammenführen für "rausgehen", Finger an den Mund für "Schnuller" - sowas in der Richtung eben.
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Aber :shock: : Stripp, strapp, strull.. ist der Eimer noch nicht full... soll das aussehen wie melken oder was?? :biggrin:
59,500
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Stimmt auch, mein Mann ist schwerhörig und beklagt hin und wieder über den Kinderlärm und lautes Schreien und sagte dann immer wieder, wie gut ich das habe. Aber auf anderen Seite: ich werde nie die Stimmen meiner Mädchen kennen....
Das mit der Musik vermisse ich eigentlich nichts - ich habe sie ja nie kennengelernt und was ich nicht kenne, kann ich das auch nicht vermissen. Bei mir ist die Gehörlosigkeit extrem, ich höre wirklich keinen einzigen Ton (bei mir ist die Taubheit durch Sauerstoffmangel bei der Geburt entstanden, Hirn für "Hören" ist dabei abgestorben)- viele Gehörlose können etwas hören, also irgendwelche Geräusche, sie können aber nicht sagen, woher sie kommen oder wenn gesprochen, können sie kein Wort verstehen. Nur wenn es wirklich sehr laut ist, dann kann ich die Geräusche schon fühlen - auch im Ohr (da vibriert es ...).
Viele Gehörlosen gehen gern in der Disko - weil dort ganz schön laut sind, so daß sie sie wunderbar fühlen können und tanzen dann auch mit... Ich weiß also ungefähr, wie die Musik anfühlt und lese hin und wieder die Lieder oder das Album.
@Lorelei und smoothie: Viele Gebärdenzeichen entstehen, was wir das visuell wahrnehmen. Ihr könnt also einfach "nachzeichnen"...
und für andere Wörter (also nicht visuelle) mußten die Gehörlosen die Gebärdenzeichen erfinden und wir übernehmen sie...
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Nö, mehr ist eigentlich nicht nötig. Im Buch was ich oben erwähnt hab stehen dann noch so Tipps, dass man die Zeichen möglichst in der Blicklinie uf Augenhöhe machen soll, weil das Baby da besonders aufmerksam schaut.
Und dass man darauf achten soll, dass die Aufmerksamkeit des Babys bei dem ist, wofür man gerade ein Zeichen macht (z.B. wenn es gerade sichtlich genießt an der Brust zu trinken ist es besonders aufmerksam für das Zeichen was dazu gehört)