führt Ihr Tagebuch??

ximox04ximox04

279

bearbeitet 7. 11. 2006, 23:24 in Plauderecke
Die Frage ist mir grad so in den Sinn gekommen.

Führt Ihr eigentlich Tagebuch?? Oder habt Ihr das mal getan?? Warum tut Ihr das?? Für Euch selbst oder für andere später mal?? Was haltet Ihr davon, Tagebuch zu führen??

Also ich habe mit 13 angefangen Tagebuch zu schreiben. Und wenn ich mir jetzt meine alten Aufzeichnungen ansehe, kommen sehr schöne und manchmal auch traurige Gefühle hoch. Aber ich finde es sehr interessant, das alles zu lesen. Es ist ja nun auch schon 13 Jahre her. Und ich amüsier mich teilweise sehr über meine Schreibweise und meine "verrückten" Gefühle von damals :biggrin: :biggrin:

Heute schreibe ich zwar immer noch Tagebuch, aber nicht mehr wirklich regelmäßig. Ich tue das eigentlich nur für mich. Manchmal hat man ja niemanden zum reden. Und da werde ich meine Gedanken eben so "los". Vieleicht gebe ich meine Tagebücher später mal an meine Kinder weiter. Aber sicher bin ich mir da nicht. Die werden das sicher albern finden.

Kommentare

  • Sina1972Sina1972

    948

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich versuche jetzt für Julchen zu schreiben, wenn was in ihrem Leben passiert (rumdrehen, aufstehen, laufen, sprechen, Arztbesuche, Krankheit, Besuche).
    Es ist schon erstaunlich, was alles nur vor einem Jahr passiert ist, und ich kaum noch weis.
    Aber für mich selber Tagesbuch zu führen, dazu bin ich zu faul :biggrin: .
  • manuelsmamamanuelsmama

    1,263

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich schreibe seit über 10 Jahren täglich Tagebuch. Da kommen so Sachen rein, wie z.B. das Wetter, mein aktuelles Gewicht, was wir essen, manchmal eine Rechnung von einem Restaurantbesuch (wenn es dann mal dazu kommt), ist auch ganz interessant, wenn man einen Preisvergleich hat.
    Es entlastet mich ungemein und es ist, wie du schon geschrieben hast, echt interessant, wenn man mal alte Tagebücher auskramt. Ich kann das nur empfehlen
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich führe nur ein Ernährungs-Tagebuch :biggrin: Wenn ihr wissen wollt, was ich die letzten Monate so gegessen hab...... :razz:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ eowyn
    Mein Gott, dass mußte ich in der SS auch... Grauenvoll. Und abgeben mußte ich es beim Arzt. Ich hatte vorher schon immer richtigen Bammel, dass ich schon wieder etwas falsches gegessen habe. Dieses Tagesbuch war für mich das Schlechte Gewissen schwarz auf weiß.
    Du mußt eine seeeehr mutige Frau sein... :fun47:
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Ulrike
    Ich bin bei den Weight Watchers. Da gehört das zum Programm, dass man eben aufschreibt, was man isst. Macht mir überhaupt nix aus. Im Gegenteil, es gibt mir unheimlich Sicherheit. Denn sonst würde ich total den Überblick verlieren. Aber ich brauch da ja auch an keinem Punkt ein schlechtes Gewissen zu haben, ich darf alles essen. Und wenn ich mich mit den Mengen bescheiße, dann ist das nur mein eigenes Problem, weil ich dann eben nicht gescheit abnehme. Insofern ist das ein ganz anderer Fall als bei dir.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich führe seit fast 20 Jahren Tagebuch, auch wenn es in den letzten paar Jahren mehr zu einem Dreimonatsbuch verkommen ist - alle paar Monate mache ich mal wieder nen Roundup, was so passiert ist ;-) Es würde mir fehlen, wenn ich damit aufhören würde. Einerseits finde ich es schade, dass ich mich nicht mehr aufraffen kann, täglich zu schreiben oder wenigstens 2mal die Woche, aber so kann ich wenigsens Entwicklungen schon als solche erkennen und aufschreiben. Auch wenn die Unmittelbarkeit eines Tagebuchs dabei verfälscht wird.

    Am Intensivsten habe ich zwischen meinem 14. und 22. Lebensjahr eingetragen; in meinem Schrank steht eine Batterie von mittlerweile 17 vollgeschriebenen Tagebüchern.

    Im letzten Jahr habe ich allerdings oft auch einfach Beiträge, die ich fürs Forum geschrieben habe, ausgedruckt und eingeklebt, wenn sie schönen zusammenfassenden Charakter hatten ;-)
  • CriosaCriosa

    2,598

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    Habe es mal versucht und fand es auch lustig (als Teenager), aber habe es nie durchgehalten.

    Inzwischen mache ich es nur in meinem Taschenkalender. Alle "Events" schreib ich rein und dazu eventuell nen kurzen Kommentar. Mehr würde ich nie durchhalten. ;-)

    Das Tagebuch für das Baby ist aber ne coole Idee, das muss ich mir merken. :grin:
  • dccdcc

    628

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unzählige Male angefangen und jedes Mal wieder abgebrochen, weil ich einfach oft zu faul war. Dabei bedauere ich es sehr, denn ich würde meine Erlebnisse und Gedanken von damals gerne nachlesen.
    In meiner Strum und Drang Zeit bin ich oft (jedes WE) mit Freundinnen von der Disco nach Hause getrampt. Ich habe mir dann zu Hause immer aufgeschrieben, wie lange wir warten mußten, wie die Fahrer und Mitfahrer so waren, ob mir die Musik gefiel, die lief, wo ich abgesetzt wurde und wann ich zu Hause war. Meine Eltern wußten ja nie, daß ich trampe. Ich habe immer gesagt, ich kenne jmd. mit Auto. Hätten sie den Notizblock gefunden, wären meine Disconächte gezählt gewesen. Ja diese Aufzeichnungen besitze ich auch noch und blättere auch manchmal darin rum.

    Ich führe auch sehr sporadisch ein Traumtagebuch. Dort trage ich nur Träume ein, die mich besonders bewegt und mich zum Nachdenken angeregt haben.

    Für Paul mache ich auch Notizen. Wann er eine neue Fähigkeit erlangt hat oder besondere Ereignisse wie die so tapfer überstandenen Impfungen (ganz ohne weinen).
  • AtariAtari

    226

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich versuche es auch immer wieder, schaffe es aber in den meisten Jahren immer nur ein paar mal, wenn ich Glück habe ein paar mal im Monat. ;-)
  • KabaKaba

    574

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab mal als Kind Tagebuch geführt und danach wollte ich immer, hab es aber irgendwie nie geschafft. Wieso eigentlich? :confused01:

    Und nach der Geburt hab ich ein Babytagebuch angefangen, das allerdings innerhalb kürzester Zeit eher zu einem "Was-mich-heute-wieder-genervt-hat-Buch" mutiert ist. Und das habe ich inzwischen aufgegeben, weil mich das Durchlesen selbst schon frustriert hat. Aber immerhin sind die ersten Wochen mit dem Kleinen dokumentiert. :biggrin:
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Deswegen habe ich das schnell getrennt.

    Mein Tagebuch enthält alles, nichts geschönt, und ich möchte nicht, dass Timo das jemals liest... jedenfalls nicht, bevor er alt genug ist, um zu verstehen, dass ich ihn trotzdem liebe, und auch seinen Papa in der Zeit geliebt habe ;-)

    Das Babytagebuch enthält in eher dokumentatorischer, nicht wertender Form alle großen und kleinen Meilensteine vom ersten Zahn bis zum ersten Breilöffel, Lieblingsspielen und Krabbelversen.
  • InfernoInferno

    1,361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Cool, da wollte ich gerade die Frage stellen und finde sie mit der Suchmaschine ;-)
    manuelsmama schrieb:
    Ich schreibe seit über 10 Jahren täglich Tagebuch.
    Das ist ja Wahnsinn. Find ich toll.
    Ich habe so mit 8,9 Jahren angefangen Tagebuch zu schreiben. Ist schon echt lustig nachzulesen wo wor damals im Uralub waren und was wir aus dem "Westen" zugeschickt bekamen. Oder in wen ich alles verliebt war und was wir so an den Wochenenden getrieben haben. Aber auch worüber ich mich mit meiner immernoch besten Freundin gestritten haben.
    Tja, dieses persönlich Monatstagebuch hat noch viele Blätter frei, seit Philipps zweitem Geburtstag.
    Dafür habe ich fleißig für ihn und über ihn geschrieben und habe gerade gestern ein schönes Buch für ihn angefangen, in dem ich alles nochmal überarbeitet und mit Bildern festhalten möchte (dafür schleifst schon wieder mit den Fotoalben).
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Oh, schön, dass du diesen Thread noch mal rausgekramt hast!

    Ich bin ein ganz intensiver Tagebuchschreiber und schreibe auch eigentlich, seit ich schreiben kann. Ganz am Anfang hatte ich so kleine "Geheim-Büchlein", in die ich manchmal ein, zwei Sätze geschrieben habe. Ab der 4. Klasse habe ich dann richtig Tagebuch geführt. In der Pubertät fast täglich und seitenlang, später dann immer seltener. Letztes Jahr habe ich gemerkt, dass ich mich höchstens noch alle zwei Wochen dazu aufraffe, weil das Schreiben einfach so lange dauert. Seitdem tippe ich am PC, was sehr viel schneller geht, da kann ich meine Gedanken viel besser ordnen, weil ich fast so schnell schreiben kann wie denken. Jetzt schreibe ich wieder 2-3 Mal die Woche. Die ersten 300 Word-Seiten hatte ich im Sommer voll, die will ich jetzt drucken und binden lassen. Als Datei gehen sie doch zu schnell verloren, und am Computer lesen ist auch nicht so prall. Ich hab schon einen Copyshop gefunden, der das nach meinen Vorstellungen machen wird, ich müsste mich nur mal aufraffen und dort vorbeifahren... :roll: Es ist insgesamt nur unwesentlich teurer, als sich ein schönes Tagebuch zum Schreiben zu kaufen. Und außerdem braucht sich die Nachwelt dann nicht mit meiner unleserlichen Handschrift rumärgern. :biggrin:

    In meinem Tagebuch bin ich wirklich schonungslos ehrlich und tabulos. Es ist für mich in erster Linie ein Mittel zur Selbstreflexion. Ich bin mir sicher, dass mir das sehr viel hilft. Ich lese oft in den alten Bänden und lese Martin manchmal auch daraus vor, aber die irgendwann mal weiterzureichen nach dem Motto: "Hier, Janis, lies mal!", das ginge gar nicht. Meinetwegen können meine Kinder die nach meinem Tod lesen, aber selbst da sollten sie sich gut überlegen, ob sie sich die intimsten Gedankengänge ihrer Mutter inklusive Verdauungsbeschwerden und Sexfantasien antun möchten. :finger:

    Aber so 60 Jahre nach meinem Tod (frühestens) werde ich die Bücher vielleicht ins historische Archiv geben lassen. Die armen Geschichtsstudenten, die dann die Spreu vom Weizen trennen müssen, tun mir zwar jetzt schon leid, aber es wird dann vermutlich ein richtiger Schatz an Alltags- und Kulturgeschichte sein. Ich hab selbst mal einen Briefwechsel aus dem 18. Jahrhundert ausgewertet, und das war schon richtig spannend. ;-)
  • InfernoInferno

    1,361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hihi. Ist ja Lustig.
    Ich versuche auch immer offen in meinem Tagebuch zu schreiben, aber ich habe Angst davor, wer es mal in die Hände bekommt.
    Das mit dem Binden habe ich auch schon mal überlegt. Habe ja auch in der Schwangerschaft schöne Blätter angelegt mit US Bildern und KOmmentaren zur Entwicklung. Weiß auch noch nicht wie ich das alles zusammenbringe. Vielleicht fange ich igrendwann doch noch mal an alles am Pc zu schreiben, obwohl ja meine HAndschrift nicht schlecht ist und ich das schöner finde.
  • JoellaJoella

    2,666

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe als Teenager jeden Tag Tagebuch geschrieben. Ich hab sie immer gut und sicher :biggrin: aufbewahrt. Als ich meinen Mann kenne gelernt habe, habe ich sie alle weggeworfen. irgendwie wollte ich nciht, dass das jemand liest, was ich alles so aufgeschrieben hatte. Heute ärgere ich mich darüber. So manches Erlebnis würde ich mir heute gerne wieder genauer in Erinnerung rufen. Aber nu ist zu spät.
    Seit einigen Wochen schreibe ich wieder Tagebuch. Ich versuche damit Probleme und Gefühle zu verarbeiten und wieder in den Griff zu bekommen. Beim Aufschreiben kann ich immer so schön nachdenken. Manchmal schreibe ich etwas auf und wenn ich dann 10 Seiten weiter bin, dann bin ich plötzlich schon einen Schritt weiter in meinem Problemlösungsprozess.
    Für Lars schreibe ich auch Tagebuch. Anfangs habe ich jeden Tag geschrieben, inzwischen nur noch, wenn etwas sehr schönes war oder wenn er was neues kann. Da habe ich dann immer Fotos dazugeklebt, so dass er später mal gucken und zu gegebener Zeit auch lesen kann.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube gar nicht, dass mein Mann die ganzen Tagebücher, die hier rumstehen, überhaupt lesen würde - das interessiert ihn nicht wirklich. Die Sachen, die ich mit 14 geschrieben habe, sind natürlich kreuzpeinlich - habe erst gestern ein Was-ist-Was-Buch wiedergefunden, das ich mit 14 in margine ausführlichst kommentiert habe - aber dann denke ich doch immer, das war nicht wirklich ich, das war höchstens ein Prototyp. ;) In der Pubertät sagt, tut und schreibt man nun mal seltsame Dinge...

    Ich könnte nie, nie, nie ein Tagebuch wegwerfen. Genausogut könnte ich meine Vergangenheit wegwerfen. Die Tatsache, dass ich so wenig eintrage seit ein paar Jahren, empfinde ich auch schon als sehr tragisch, weil ich so auch viele Dinge einfach nciht mehr weiß. Zwischen 13 und 20 ist mein Leben lückenlos dokumentiert, und ich weiß heute in dem Zeitraum noch genau, was wann war, auf 2 Wochen genau. Dass das danach weniger geworden ist, finde ich sehr schade.
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hätte das soooo gerne! Ein Tagebuch....besonders aus der Teeniezeit und so....Das ist doch der Hammer, wenn man den ganzen Kram nochmal durchlesen kann?!
    Leider bin ich soooo inkonsequent bei sowas.....so sind die vielen Erinnerungen futsch....oder, wenns hochkommt in meinem Kopf.....aber genauer wärs halt, wenns aufgeschrieben wäre.... :sad:
    Schade!
    Leute, hütet Eure Schätze aus der Vergangenheit!!!!
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was sich bei so Tagebuch-Inkonsequenzern wie mir gut eignet, sind "Freundschaftsbücher". Das hatte ich während der Teenie-Zeit mit 3 Freundinnen, mit einer recht lange und konstant. Das ist irre witztig, das jetzt nachzulesen.
    Darin schreibt man sich halt abwechseln Briefe über die neuesten Liebschaften, seine Gedanken dazu, klebt Bilder von Stars rein und schreibt, was einen gerade so bewegt, macht Collagen usw. usw. Und dann gibt man es dem anderen, der das dann liest und dann wiederum von sich was reinschreibt. Ich habe das geliebt - obwohl wir uns eh jeden Tag gesehen haben, in der Schule nebeneinander saßen, im gleichen Bus gefahren sind usw. Aber es war trotzdem immer toll, von den anderen zu lesen.
    Ich habe die heute noch und schon manchmal nächtelang darin gelesen und mir die alten Liebschaften, Schwärme usw. ins Gedächtnis gerufen. Super! Würde ich nie wieder hergeben.
    Dafür habe ich kein einziges eigenes, "richtiges" Tagebuch. :sad:
  • InfernoInferno

    1,361

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na dann lasst euch doch ein schönes BUch schenken. Ist doch ein schöner Wunsch für Weihnachten.

    Ich hatte auch so ein Freundschaftsbuch. Halt nur eins und das tausche ich mir mit meiner Freundin ab und zu aus. Ich hoffe sie hat es noch, weil wir nur noch selten Kontakt haben.

    Ich muss echt mal weniger im Forum rumhängen und wieder mein Tagebuch aus dem Nachkästchen holen. Außerdem liegt hier direkt neben mir Philipps Tagebuch, wo ich erst bei seinem 3. Lebensmonat anglangt um alles nachzutragen. :neutral:
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