Geplatz vor Wut...

ClaudinchenClaudinchen

1,522

bearbeitet 31. 07. 2006, 13:58 in Plauderecke
mein Mann erzählt mir doch so nebenbei, dass er Frederik am Samstag an seinem Radler hat nippen lassen :flaming01: er ist 19 MOnate alt :flaming01: :flaming01: . Ich bin schier in die Luft gegangen. aber wie immer fehlten mir die durchschlagenden Argumente dagegen, ausser das einem der NORMALE GESUNDE Menschenverstand sowas verbietet. Er fand das gar nicht shclimm, ist doch kaum Alkohol drin. Jaklar, kaum aber es ist was drin, es schmeckt danach und ist daher Tabu.
Meine Frage, hat hier jmd einen wissenschaftlichen Text, den ich ihm unters Frühstücksbrett legen kann, wo steht, das das schädlcih ist??? Solch Sachen glaubt er wenigestens ab und zu.....

Kommentare

  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wenn Kinder Alkohol trinken
    © Karin Alesi

    Die legale und gesellschaftlich voll akzeptierte Droge Alkohol macht auch vor den Kindern nicht halt: Über 50 Prozent der elfjährigen Kinder in Europa haben schon mindestens einmal Alkohol getrunken.

    Zwölf- bis Dreizehnjährige betrinken sich bereits auf Partys. Und im Alter von 15 Jahren trinken 18 Prozent der Mädchen und 25 Prozent der Jungen regelmäßig mindestens einmal pro Woche Alkohol. Wie kommt es dazu?
    Kinder mögen den Geschmack von Alkohol eigentlich nicht. Doch er wird ihnen schon früh schmackhaft gemacht. In vielen, teilweise sogar eigens für Kinder produzierten Lebensmitteln, ist Alkohol enthalten. Durch den Genuss dieser Lebensmittel und auch durch das gelegentliche "harmlose" Nippen am Sekt- oder Bierglas, gewöhnen sie sich an den Geschmack.
    Der Genuss von Alkohol wird für sie von Anfang an positiv besetzt. Das erste "Kosten" eines alkoholischen Getränks ist wie ein Schritt in die Welt der Erwachsenen. Oft darf dann zur Konfirmation zum ersten Mal richtig getrunken werden. Auch das vermittelt die Überzeugung, dass Alkohol zum Erwachsenwerden einfach dazu gehört.
    Wer Kinder Alkohol probieren lässt, der sollte sich folgende Daten vor Augen halten:
    Bei Kindern kann schon 0,5 Promille Alkohol im Blut zur Bewusstlosigkeit führen! Dabei fehlt bei kleineren Kindern der Rausch ? sie können vom wachen Zustand direkt in tiefe Betäubung fallen.

    Bereits geringe Mengen Alkohol können für ein Kind tödlich sein! Bei einem Schulkind reicht eine Menge von ca. 3 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht ? beim Erwachsenen führt erst doppelt so viel zum Tode.
    Die Entwicklung des Kindes wird durch Alkohol allgemein beeinträchtigt.
    Die Gefahr der Alkoholabhängigkeit besteht vor allem in der Pubertät.

    Denn er scheint die Probleme dieser schwierigen Zeit erträglicher zu machen. Die Jugendlichen sind in diesem Alter sehr unsicher, müssen nun, da sie nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen sind, sich selbst ganz neu definieren. Unter Alkoholeinfluss fühlen sie sich selbstsicher, die Ängste und Zweifel verschwinden. Dazu kommt noch das Gefühl, "dazu zu gehören". Abstinenzler werden oft zu Außenseitern und das ist in diesem Alter noch schwieriger zu ertragen als sonst.
    Liebeskummer, Versagens- und Zukunftsängste verlieren für eine Zeitlang an Bedrohlichkeit. Der Alkohol deckt all das zu und wird noch dazu, anders als andere Drogen, von der Gesellschaft akzeptiert.
    Kinder und Jugendliche wachsen mit Werbespots auf, die vermitteln, dass Alkohol zum geselligen Beisammensein, zur Freundschaft, zum Feierabend einfach dazu gehört, dass er entspannt und glücklich macht.
    Zum Schutz der Jugendlichen soll, wie in der WHO-Konferenz zum Thema "Jugend und Alkohol" besprochen, die Werbung für Alkohol begrenzt werden. Vor Kinofilmen für Jugendliche sollen beispielsweise keine derartigen Werbespots gezeigt werden. Und Diskotheken sollten auch nicht mit Gutscheinen und Billigangeboten zum Alkoholkonsum verführen. Im Gaststättengesetz wurde bereits die Bestimmung aufgenommen, dass mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teurer sein darf als das billigste alkoholische Getränk.
    Eltern können viel dazu beitragen, ihr Kind vom Alkohol weitgehend fernzuhalten. Ihnen sollte dabei aber bewusst sein, dass Verbote gerade bei Jugendlichen zu Trotzreaktionen führen und deshalb keine hilfreiche Maßnahme darstellen.
    Statt dessen sollten sie die Kinder schon möglichst früh über die Gefahr von Alkohol aufklären. Genau wie bei der Warnung vor illegalen Drogen sollten sie die Kinder informieren, wie schnell man in die Abhängigkeit abrutschen kann, wie Alkohol zu aggressiven und unkontrollierten Handlungen mit verheerenden Folgen führen kann, welche Folgeerkrankungen es gibt usw.
    Die Eltern sollten ihren eigenen Umgang mit Alkohol überprüfen, um sicher zu gehen, dass ihr Tun nicht ihren Aussagen widerspricht. Die Vorbildwirkung spielt hier eine große Rolle. Kinder von Alkoholikern neigen deutlich häufiger zu Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit, was wohl teils genetisch bedingt ist aber sicher auch durch das Verhalten der Eltern, das ihnen vorgelebt wird.

    Das Selbstbewusstsein der Kinder sollte möglichst früh und dauerhaft gestärkt werden, damit es sich dem Gruppenzwang auch einmal widersetzen kann.

    Probleme sollten den Kindern nicht abgenommen werden, denn sie müssen lernen, sie selbst zu lösen. Doch in diesem Lernprozess brauchen sie die Unterstützung der Eltern. Probleme sollten gemeinsam besprochen und immer ernst genommen werden. Es ist sehr wichtig, schon von Anfang an eine Vertrauensbasis aufzubauen und diese aufrecht zu erhalten und Kinder und Jugendliche nicht mit ihren Problemen allein zu lassen.
    Gemeinsame Unternehmungen stärken die Beziehungen in der Familie, das Selbstwertgefühl der Kinder und die Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kindern. Doch sollten sie so gewählt und geplant sein, dass auch wirklich alle Beteiligten Freude daran haben.
    Wenn ein Jugendlicher angetrunken nach Hause kommt, sollten die Eltern zunächst einmal Ruhe bewahren. Zu diesem Zeitpunkt würden Diskussionen oder gar Vorwürfe mehr schaden als helfen. Am nächsten Tag kann und sollte man in Ruhe darüber sprechen.
    So lange dies die Ausnahme von der Regel bleibt, besteht auch kein Grund zur Sorge. Doch wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Sohn / ihre Tochter öfters trinkt, wenn die schulischen Leistungen nachlassen, die familiären Beziehungen sich plötzlich verschlechtern, der Freundeskreis sich auffallend ändert und körperliche Symptome wie rote Augen oder Veränderungen im Ess- und Schlafverhalten auftreten, sollten die Alarmglocken schrillen
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ganz einfach

    da hätten wir das Jugendschutzgesetz das Alkoholkonsum für KIdner verbietet.
    2 Alkohol kann für so kleien tödlich sien

    heir ein Link der deinem MAnn hoffentlich die AUgen öffnet.
    http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/AlkoholKinderJugendliche.shtml
  • tesorotesoro

    4,431

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Schulligung, aber hat der nich mehr alle Tassen im Schrank ???? Vermutlich fand er das sogar noch witzig, oder was?

    Ganz ehrlich, da wäre ich auch geplatzt! Das sind einfach Sachen, die gehn nicht. Da würde ich auch eine richtige Szene machen (Am besten direkt bei der nächsten Famlienfeier :twisted: , damit es ihm so richtig schön peinlich ist. :twisted: )

    Na gut, so würde ich reagieren. Bleib standhaft und lass nicht zu, dass das als Bagatelle abgetan wird.

    Das ist es nämlich nicht. Ich persönlich kenne einige alkoholsüchtige Menschen und kann aus dieser Erfahrung heraus kann ich sagen: Alkohol ist so (lebens-) gefährlich weil er meistens unterschätzt wird und eine Suchtkrankheit so leicht unerkannt bleibt.
  • JessyJessy

    270

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das geht ja einfach gar nicht.....ich wäre ihm an die Gurgel gesprungen :flaming01: :twisted:

    Aber es scheint mehrere Leute zu geben, die sich darum keine Gedanken machen. Ich habe das schon mal gehört, da haben uns Bekannte erzählt, dass sie ihre 2-jährige Tochter auch am Bier nippen lassen. Auf unser Entsetzen hin, hat der Bekannte dann gemeint, dass das ja nicht schlimm sein kann, da sein Vater ihn auch als Kind hat nippen lassen und er ist ja auch groß geworden...Diese Sprüche dann auch noch. Irgendwie scheint Alkohol in dieser Gesellschaft als normales Getränkt abgewertet zu sein.
    Schockierend :sad: :cry:
  • TinaLunaTinaLuna

    3,602

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    habe gelesen, dass der alk aussm radler durch den hohen zuckergehalt viel schneller ins blut geht als bei normalem bier. sag deinem mann mal, dass radlertrinken viel heimtückischer ist als mann denkt... :idea:

    aber davon mal ab - uuuunglaublich - was hat er sich denn bloß dabei gedacht? nichts wahrscheinlich!!! mach ihm ganz sachlich deutlich, dass das gefährlich für ein kleinkind ist. schrei nicht und sei wirklich gaaanz ruhig - sonst stellt er auf durchzug und hört gar nicht richtig hin (so würde meiner zumindest auf stress reagieren...).
  • HuetchenHuetchen

    3,584

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock: Puuh, das ist heftig. Da wäre ich auch geplatzt! Ich finde, dieses Nippen lassen verharmlost den Alkohol in Kinderaugen!
    Jolina fragt auch immer, was wir da trinken und ich sage ihr dann, dass Radler ist und dass das aber nur Erwachsene wie Mama und Papa trinken dürfen. Wir trinken übrigens eh nicht oft Alkohol, nicht das hier jemand was Falsches denkt. :biggrin:
    Und wenn sie jetzt sieht, wie wir Radler oder Wein trinken, dann erzählt sie:"Das dürfen nur Mama und Papa trinken, Jolina darf Apfelschorle trinken!" :biggrin:
  • DesdemonaDesdemona

    956

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei uns gibts für Carolina dann auch Bier und zwar Kinderbier. Das ist Apfelschorle.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe eine Alkoholallergie (dass ich an ihr leiden würde, kann ich nicht behaupten, davon merke ich sie zuwenig), aber die wird bei mir schon durch einen Schluck Kölsch-Schuss (1/1 Malzbier und Kölsch, das ja nicht das härteste der Biere ist) augelöst, oder durch den Verzehr einer Bratwurst, die mit Bier bestrichen wurde.

    Auch kleine Mengen haben schon ne Wirkung.
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :shock: Und wie äußert sich die?
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ein tomatenroter, heißer Kopf. ;-) Hält 20-60 min an. Besonders nach heißem und kohlensäurehaltiem Alkohol (Bier, Sekt, Glühwein). Manchmal reicht echt ein Schluck. Manchmal passiert gar nichts. Den genauen Zusammenhang habe ich nie rausgefunden...
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ach herrjeh! :???:
  • stromerstromer

    727

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich vertrage auch irgend einen Stoff nicht, welcher in Bier, Wein oder Sekt enthalten ist.

    Trinke ich ein Glas Sekt, Wein oder Martini, dann fühle ich mich am nächsten Tag so, als hätte ich einen starken Kater. Ich habe dann auch übelste Kopfschmerzen.

    Vor Jahren war ich mal mit zu einer Weinverkostung. Danach war ich dann 2 Tage richtig krank und hatte neben den Kopfschmerzen und der Übelkeit auch noch richtige Augenprobleme. Ich mußte selbst im Haus eine Sonnenbrille tragen, weil ich im Licht nichts sehen konnte.
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei mir gibt's glücklicherweise keine Spätfolgen. Kater hatte ich nie, obwohl ich mich genau einmal betrunken habe (als meine Freundin und ich mit 25 feststellten, wir müssten einmal gucken, wie das ist, wenn man blau ist). Wir haben echt die wüstesten Dinge getrunken - angefangen mit Bier, Wein und DeKuyper/Sprite, dann Cointreau, Batida de Coco und am Ende noch Kakao mit Rum. :oops: Davon hatte ich komischerweise keinen roten Kopf - aber von einer mit Bier bestrichenen Bratwurst. Wie gesagt, ich kapier' nicht...
  • dccdcc

    628

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Och du arme Bratwurst mit Bier - is sooo lecker oder Rostbrätl mit Bier drüber ...hmmm

    Naja ansonsten kann man auf den Alkohol echt verzichten. Ich trinke seit Jahren so gut wie gar nichts - das liegt natürlich größtenteils auch daran, daß ich immer entweder schwanger oder stillend war/bin, aber auch daran, daß mir das Zeug einfach nicht schmeckt. Gerade mit Wein kann man mich jagen.

    Neulich habe ich aber auch gesehen, wie Schwiegervater Paul am Bier nippen lassen wollte. Ich stand etwas entfernt, bin aber gleich hin und sagte er soll das lassen. Er meinte, och ist doch nicht so schlimm. Ich mußte richtig dazwischengehen und das Glas regelrecht wegzerren - so etwas stures :flaming01: Ich war echt stinksauer. Später erzählte ich meinem Mann davon, der das auch überhaupt nicht lustig fand. Dann fiel mir auch noch ein, daß Opa Paul ja auch schon mal zum Frühschoppen mitgenommen hatte. Ich müßte mich schon sehr täuschen, wenn Paul da nicht auch schon mal Bier zum kosten bekommen hat. So etwas unverantwortliches. Dabei sind die Schwiegereltern sonst wirklich sehr fürsorglich mit Paul. Um dem vorzubeugen, wird Paul jedenfalls so schnell nicht wieder an einem Sonntagmorgen bei den Großeltern gelassen.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm JEnny. Und dsa es einfach der Hopfen ist. ;-)
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In Sekt und Bailey's? ;-)

    Aber wie Erwachsene Kinder an Alkohol nippen lassen können, will mir echt nicht in den Kopf. Grade Großeltern. Ständig beseelt davon, dass das Kind möglichst schnell isst und trinkt wie ein Erwachsener. Und möglichst genauso ungesund. :traurig08:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ist das irgendwie ein Männerproblem?? :shock:
    Oder kriegen die Enkelinnen oder Töchter auch Bier?
  • Fantasia78Fantasia78

    1,356

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm, Männerproblem...ich weiß nicht!
    Die Tochter der Freundin meines Opas (oje, hat man das jetzt verstanden?) hat bei einer Feier, kurz nachdem die Kleine geboren war, Sekt auf ihren Finger gemacht und ihn dem Säugling in den Mund gestackt. Kommentar: "So schläft se dann besser!"
    :flaming01: Ich war nicht dabei, meine Mutter hat mir das erzählt....
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