nachdenklich: einer geht und einer kommt

bearbeitet 5. 11. 2006, 23:08 in Plauderecke
Mein Vater ist letztes Jahr, wenige Tage bevor ich schwanger wurde, ploetzlich verstorben.
Meine Eltern waren ueber 20 Jahre geschieden. Meine Mutter beharrt aber darauf, dass mein Vater Noah auf die Welt geschickt hat, beziehungsweise, dass er durch Noah ein weiteres Leben fuehrt.
Wie auch immer, so genau moechte ich das nicht diskutieren. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass ich aus einem bestimmten Grund gleich schwanger wurde.
Oft habe ich dann in der Verwandtschaft den Spruch gehoert: Einer geht und einer kommt. Also, einer stirbt und kurze Zeit spaeter wird in der Verwandtschaft ein Kind geboren.

Ich habe da schon oefter darueber nachgedacht. Und haette gerne Erfahrungsberichte von euch.
Vor zwei Wochen ist die Mutter meiner Schwaegerin innerhalb von 3 Wochen nach Krebsdiagnose verstorben und heute kam der Anruf, dass meine Schwaeger schwanger sei. Also genau die gleiche Geschichte wie bei mir.

Ich bin einfach mal neugierig was ihr dazu denkt. Steckt da was dahinter, ist alles reinster Zufall. Wuenscht man sich einfach mehr Naehe in einer solchen Situation? Ist der Kinderwunsch groesser? Ich weiss es nicht.

Vielen Dank im Voraus fuer eure Beitraege.

Kommentare

  • tortosa01tortosa01

    556

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Interessantes Thema.

    Bei mir war es ähnlich wie bei dir. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, mein Großvater, an dem ich sehr hing, ist im August letzten Jahres plötzlich gestorben. Ich bin im September schwanger geworden, trotz Verhütung, trotz Zyste mit Verdacht auf PCO, trotz dem, dass wir beide starke Raucher waren und trotz dem, dass mein Eisprung absolut nicht zum Zeugungsdatum passt.
    Ich weiß nicht wie ich darüber denken soll, ob mein Großvater mir Dominik geschickt hat.
    Aber irgendwie wäre der Gedanke sehr tröstlich.

    lg
  • FeeFee

    467

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kann da auch mitschreiben.

    Ich war damals schwanger, und von meinem Mann ist der Opa gestorben. Ein paar Monate später ist von meiner Patin der Schwiegervater gestorben. Und im Oktober kam dann Lara- Sophie auf die Welt.

    Ein anderes Beispiel: Im April- Mai ist von der Cousine meines Mannes der Vater gestorben, und vor wenigen Wochen brachte sie eine Tochter zur Welt.

    Also ich denke schon, daß da irgendwie ein Zusammenhang besteht- aber vielleicht bin ich da einfach auch nur zu abergläubisch.
  • stella_azurstella_azur

    3,009

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    nora: 4 tage vor ihrer geburt starb ihr opa (vater meines mannes). er wollte nora eigentlich noch sehen :cry: . diagnose am 06.12. darmkrebs. am 27.01. gestorben.

    marius: kurz nachdem oder gerade als meine oma gestorben ist, wurde ich schwanger. ich habe gerechnet und bin trotzdem schwanger geworden. der eisprung muß sie bei meinem wirklich regelmäßigen zyklus sehr verschoben haben.
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei uns ist es auch so gewesen. Mein Opa starb im April 1995, kurz darauf wurde eine Cousine von mir schwanger und brachte ihr Kind im Februar 1996 zur Welt.
    Meine Oma starb 1999 im Februar und im Juni 1999 kam der Sohn meines Cousins zur Welt.

    Cousine und Cousin sind auch Enkelkinder der beiden gewesen.

    Bei einer Freundin war es das Gleiche, sie war mit ihrem dritten Kind schwanger als ihre Oma starb.

    Ich sage, mit Zufall hat das nix mehr zu tun. Ebenso behaupte ich, daß es da "Etwas" gibt, das uns lenkt. Und ich bin jetzt nicht so der christliche Typ, der jede Woche in die Kirche tigert. Ich bete, wenn mir danach ist und dazu brauche ich keine Kirche.
  • magnolimagnoli

    471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei uns gab es auch diesen Spruch aber gekommen ist es etwas anders. Ich weiß nicht ob man das auch dazuzählen kann? Ich war schwanger und dem Opa meines Mannes ging es sehr schlecht. Gestorben ist er aber "erst" vor 2 Monaten. Jetzt hat seine Cousine ein Baby bekommen und der nächste Opa liegt im Sterben :cry:. Die Babies sind aber jeweils immer schon da aber irgendwie passt es trotzdem zum Thema.
  • shelly323shelly323

    400

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Diesen Gedanken hatte ich dieses Jahr schon zu oft.
    Am 25.04. hab ich erfahren das ich schwanger bin. Am nächsten Tag stirbt mein cousin einfach so an Herzversagen. :cry:
    Am 06.08. ist mein Schwiegervater an Krebs gestorben.
    Und vor 2 Wochen die Tante meines Mannes.... einfach so an Herzversagen.

    Mein Dad fragte schon ob ich sicher sei das ich nur EIN Kind bekomme, seit ich schwanger wär stirbt die halbe familie. Er hat das nicht böse gemeint, auch wenn das für manche jett vll so klingt. Das ist seine art sowas auszudrücken.

    Glaubt mir ich hatte dieses Jahr so oft den gedanken das ich teilweise keine freude mehr an meiner ss hatte. Da hab ich 5 jahre versucht schwanger zu werden und alle möglichen Hormone zu mir genommen und dann sind da schon 3 Menschen weniger die sich mit mir freuen können :cry:
    Meinem Cousin konnte ich es noch nicht mal mehr erzählen. Da wir uns erst am 27. gesehen hätten um meinen geburtstag zu feiern.......
  • DianbabeDianbabe

    396

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    hallo ,
    Auch ich kann hier mitreden ,
    Im juni 2004 Ist mein opa (mütterlicherseite) Unerwatet für uns alle gestorben im august bin ich schwanger geworden troz pille Und das obwohl nach der ersten tochter ne eifolikeleifungstörung festgestellt worden ist .
    Dann bin ich im november des letzten Jahres wieder schwanger geworden und ne 3 wochen später ist mein andrer Opa gestorben .
  • magnolimagnoli

    471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Irgendwie finde ich das auch gruselig selbst wenn es nur Zufälle sein sollten.

    Vielleicht werde ich deswegen nicht wieder schwanger weil im Moment niemand aus der Familie "gehen möchte". Grausamer Gedanke irgendwie...
  • mimmi36mimmi36

    511

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm, so habe ich das bisher noch garnicht gesehen, eher so als Beschreibung für den Lauf des Lebens.

    Mein Beispiel dazu geht über die Grenzen der Verwandtschaft hinaus: Als ich 11 war, ist mein jüngerer Bruder im Eis eingebrochen und ertrunken. Als er gefunden wurde, hat mein Vater ihn mit nach Hause gebracht, dort haben wir und Verwandte und Freunde noch die ganze Nacht Abschied von ihm genommen. Am nächsten Morgen wurde er abgeholt, wir sind noch alle mit rausgegangen und haben zugesehen, wie das Auto abfährt. Als wir wieder reinkamen, klingelte das Telefon, ein Freund der Familie war dran mit der Nachricht, das gerade an diesem Morgen seine zweite Tochter geboren worden war.

    Dieses Beispiel für das "Kommen und Gehen" hat sich mir sehr eingeprägt. Das kleine Mädchen, dass damals angekommen ist, werden wir am Sonntag besuchen, weil wir ihre kleine, 4 Wochen alte Tochter begrüßen wollen.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    magnoli schrieb:
    Irgendwie finde ich das auch gruselig selbst wenn es nur Zufälle sein sollten.

    Vielleicht werde ich deswegen nicht wieder schwanger weil im Moment niemand aus der Familie "gehen möchte". Grausamer Gedanke irgendwie...

    Also, wenn es danach geht, sollte ich mich vielleicht doch auf Weihnachten "freuen". In unseren beiden Familien sind in den letzten vier Jahren insgesamt 3 Personen rund um Weihnachten gestorben. Drei Monate vor Victorias Geburt ist der Schwiegervater gestorben, total unerwartet. Mein Vater, 70, hat am Dientag eine Katheteruntersuchung am Herzen und Schwiegermutter hat auch wieder akute Herzprobleme. Jetzt ist bald wieder Weihnachten und ich kaspere seit einem halben Jahr mit einer satten Hormonbehndlung wg unerfülltem Kiunderwunsch rum....

    Ich denke da jetzt nicht weiter darüber nach und halte alles für einen Zufall auf Basis nachvollziehbarer Fakten der Naturwissenschaft und Biologie. Sonst macht man sich ja neben dem KiWu-Stress völlig wuschig.
  • JoellaJoella

    2,666

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Opa starb im September, im Oktobr war ich schwanger. Ich habe mich schon oft gefragt ob es Zufall war, dass unser Lars gerade zu dem Zeitpunkt entstanden ist.
  • SiLvASiLvA

    605

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    meine oma war lange zeit krank und es ging ihr nich gut. es wurde schlimmer, als ich mit luca schwanger war. ich hab immer das gefühl gehabt, das sie nur wartet, damit sie luca noch sehen kann, bevor sie geht. als luca ende april 05 geboren wurde ging es auf einmal so rapide bergab, das sie kurze zeit später ins krankenhaus gekommen is und dort zwei monate später gestorben is.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Oma väterlicherseits hatte im August 2004 einen Schlaganfall. 12 Tage vor Leanders Geburt ist sie dann gestorben. Mein Vater hat damals auch zu mir gesagt, dass es wohl wirklich stimmt, dass ein Mensch gehen muss, wenn ein neuer kommt.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Danke fuer eure Beitraege. Finde ich sehr interessant.

    Ich denke nicht, dass man einen Umkehrschluss ziehen darf, dass damit einer kommt, einer gehen muss.
    Sonst koennte man sich ja gar nicht die Menschenmenge auf der Erde momentan erklaeren.
    Aber vielleicht geht ab und an jemand und "sendet" dann etwas zurueck. Ach, ich weiss ja auch nicht.
    Ich habe irgendwie schon das Gefuehl, dass mein Vater eine Verbindung zu Noah hat, obwohl sie auf zwei verschiedenen Kontinenten sind/waren und auch nie zeitgleich auf der Erde.
    Die super esotherische Freundin meiner Mutter meinte, dass mein Vater nun durch Noah versucht, die Dinge, die er auf der Welt "verbockt" hat, zu richten. Das erscheint mir jetzt etwas arg weit hergeholt.
    Ich faende aber den Gedanken meinen Dad als Noahs Schutzengel zu haben sehr befreiend. Oder ihn durch Noah naeher um mich rum zu haben. Du siehst das so aehnlich Angela, oder?
    Ich weiss nicht so recht, was ich denken soll. Aber gerade die Schwangerschaft meiner Schwaegerin (nach 6 Jahren Ehe) bringt mich dazu wieder druebernachzudenken.

    Ueber weitere Beitraege und Gedankenanstoesse wuerde ich mich freuen.
  • SiLvASiLvA

    605

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    obwohl man heutzutage viel zu nüchtern denkt und für alles und jedes eine logische erklärung hat, glaube ich doch daran, das es dinge gibt, die man einfach nicht logisch erklären kann.

    beispiel meine mutter. ich hatte nie einen besonders guten draht zu ihr und momentan haben wir seit fast einemjahr überhaupt keinen kontakt, aber ich habe sehr oft die gleichen gedanken wie meine mutter gehabt. sie ruft mich an, und will was von mir, was mir im selben moment auch durch den kopf ging und was ich von ihr wollte. sie bringt sachen vom einkaufen mit, die wir schon ewig nicht hatten und bevor sie auspacken konnte, meinte ich, eben diese sachen können wir mal wieder einkaufen. oder wir haben über dinge geredet, die dann eingetreten sind. manchmal denk ich, diesen sechsten sinn gibts wirklich. ich habe jede menge dejavus, aber nich schon erlebt, sondern ich hab sie so, wie sie passieren schon geträumt.

    genauso bin ich der überzeugung, das meine oma jetzt auf meine beiden kinder ein auge hat von da, wo sie jetzt ist.
  • JulchieJulchie

    447

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auch bei uns ist es ähnlich,...

    mein Vater ist im Feb 2004 mit Lungenkrebs und Metastasen im Gehirn diagnostiziert worden,... im August bin ich schwanger geworden und im Oktober ist er verstorben,... er ist mit glücklichen Gedanken gegangen... Im März ist dann meine Oma gestorben.

    Dies Jahr ist der Vater meines Mannes gestorben,... im April und im juli bin ich wieder schwanger geworden,...

    Also doch so als ob man eine Lücke dann ausfüllt,...Also ob es doch eine Vorhersehung geben würde,...

    Bei meiner Freundin war es auch so ähnlich,...

    Es gibt wohl doch etwas zwischen Himmel und Erde was wir nie verstehen werden.
  • pebblespebbles

    1,660

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Bruder ist am 12. Juni 2000 gestorben, Leonies ET war der 12. Juni 2005.
    Ich wusste damals erst nicht, ob ich den Gedanken schön finde oder ob er mir Angst macht. Aber ich habe es dann so verstanden, dass Leonie in meinem Bruder ihren ganz besonderen Schutzengel haben wird. Im Nachhinein bin ich aber doch ganz froh, dass ihr Geburtstag nun der 4. Juni ist. (Übrigens auch der Geburtstag meines Opas, der 2001 starb).

    Ich finde es schön zu sehen, dass Tod und neues Leben oft nah aufeinander fogen, das gibt einem Hoffnung und Trost.

    Liebe Grüße
    Carolin
  • HexxeHexxe

    180

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    huhu

    habe nur mal den anfangspost überflogen und wollte sagen,das mir das auch so ging...leute wo ich kannte verstarben kurz bevor ich schwanger wurde...darüber habe ich dieses jahr erst wieder nachgedacht,wo dies dann wieder eintrat :shock: also menschen wo ich gut kannte..nicht flüchtig...hm...weiss auch nicht was ich davon halten soll...man kommt halt ins grübeln..
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