"Weltliche Patentante"

KatieKatie

3,507

bearbeitet 10. 11. 2006, 00:04 in Plauderecke
Mein Mann und ich sind beide nicht in der Kirche. Wir haben aber trotzdem eine Patentante für Nicolas - meine beste Freundin, die selber keine Kinder hat, sich aber von Anfang an mächtig für ihn engagiert und eben gerne seine Patentante sein mag. Wir finden das auch total schön und würden nun irgendwie gern so eine Art Taufe, also eigentlich mehr so einen richtigen Rahmen für das Ganze schaffen. Bloß fällt mir da so gar nichts ein... Nur schön zusammen essen gehen ist mir irgendwie zu wenig. Habt Ihr da vielleicht Ideen?

edit:
Ich hab noch vergessen zu schreiben, dass die Patentante auch nicht in der Kirche ist.

Kommentare

  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo!
    Ich glaub mal gehört zu haben das man Kinder auch segnen lassen kann! Ist dann halt so ähnlich und auch feierlich! Dazu muss man, mein ich, keiner Glaubensrichtung angehören! Dann könntet ihr der "Patin" zum Beispiel als "Bescheinigung" ein Kleines Patenbuch machen, zb. mit Bildern von dem Kleinen!
    BERICHTIGT mich wenn ich das falsch im Kopf habe!
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In der DDR gab es doch auch "Taufe ohne Taufe", das hieß da, glaub ich, Namensgebung. Man geht schön Essen und feiert, aber es hat halt keinen religiösen Inhalt. (Also, eigentlich gar keinen Inhalt, aber das ist meine persönliche Privatmeinung.)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mondenkind schrieb:
    Hallo!
    Ich glaub mal gehört zu haben das man Kinder auch segnen lassen kann! Ist dann halt so ähnlich und auch feierlich! Dazu muss man, mein ich, keiner Glaubensrichtung angehören! Dann könntet ihr der "Patin" zum Beispiel als "Bescheinigung" ein Kleines Patenbuch machen, zb. mit Bildern von dem Kleinen!
    BERICHTIGT mich wenn ich das falsch im Kopf habe!

    hab ich auch mal gehört
  • CarolCarol

    1,315

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ihr könntet ja auch zu Hause ein Willkommensfest gestalten, mit Verwandten, Freunden und so. Da kann man vielleicht ein Ritual machen, wie gute Wünsche für das Kind sagen/ aufschreiben... Etwas von dem Kind/ der Geburt... erzählen und so.
  • wudwudwudwud

    2,744

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sorry, aber das Patenamt ist ein Kirchenamt und wenn man nicht in einer Kirche ist dann kann man auch nicht Pate werden.
    Sinn und Zweck ist es ja das Kind dem Glauben näher zu bringen und es nach den Geboten der Kirche großzuziehen. Wobei das in erster Linie die Eltern betrifft, aber der/die Pate/in soll dabei helfen. Und im Fall der Fälle soll der/die Pate/in die Erziehung übernehmen wenn den Eltern was passiert, wobei das heute eher in den Hintergrund gerutscht ist.
    Deswegen kann eine Person die keiner Kirche angehört kein Pate im klassischen Sinne sein.

    Wenn ich das abe richtig verstehe soll Euer Kind gar nicht getauft werden, sondern Ihr möchtet sie als Bezugsperson für Euer Kind.
    Dann macht doch das mit dem "Patenbuch".
    Vielleicht ein kleines Fotoalbum mit ein paar persönlichen Sprüchen darin.
    Ihr könnte ja noch Platz lassen und ihr immer wieder aktuelle Bilder nachreichen.
    Dann steht sie zwar nicht als Pate in der Taufurkunde, aber sie ist dem Kind so nahe wie ihr es möchtet.

    Wobei Pate zu sein nicht automatisch bedeutet dem Kind näher zu sein als andere.
  • bratenbraten

    2,538

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    peter hat auch zwei patentanten, obwohl er nicht getauft wurde. hat auch bisher keiner probleme mit gehabt..

    meine paten haben sich um meine religiöse erziehung gar nicht gekümmert und ich mach mit meinem patenkind auch andere dinge, obwohl ich getauft bin.

    wir hatten einen praktischen weg, um eine "willkommensfeier" alternativ zur taufe zu auszurichten: wir haben auch noch ein haus gekauft und geheiratet. also haben wir "verschuldet, vermählt und vermehrt" gefeiert...

    finde als geschenk ein album schön, vielleicht mit kleinen anmerkungen (1. mal brei gegessen, 1. mal gekrabbelt mit datum) oder so was. und dann immer weiter bilder schenken, da hat man dann schon mal was für weihnachten...

    liebe grüße, kathrin
  • GoldSevenGoldSeven

    3,151

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Unser Dechant hat nicht mal was gesagt, als wir als Timos Patenonkel meinen Bruder bestimmten - der ist aus der Kirche ausgetreten, also nicht nur ein Heide, sondern sogar ein Ketzer ;-) Das einzige, was der Timo jemals über Religion beibringen wird, ist, "Bleib bloß weg von dem Verein". Aber das kann er von mir auch jederzeit haben... nein, nein, ich bin brav und halt mich aus der Religion raus. ;-)

    Ein Patenbuch fände ich auch ne schöne Idee. Was ist schon ein Patenonkel, jedenfalls für ein Kind? Ein Erwachsener, den es besonders gern hat. Das hat für das Kind mit Religion nichts zu tun. Timos anderen Patenonkel, der ordnungsgemäß katholisch ist, seh ich auch nicht unbedingt seinem Patenkind was über den lieben Gott erzählen.
  • Sina1972Sina1972

    948

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe auch eine Patentante, obwohl wir beide nicht in der Kirche sind.
    Sie ist eine Ziehtochter meiner Oma gewesen.
    Von ihr gab es immer ein besonders schönes Geschenk zu Weihnachten und zum Geburtstag, und dann von mir einen extra langen Dankesbrief.
    Heute ist das ein bißchen andersrum, da sie nicht mehr sehr gesund ist, und wenn ich ihr eine Freude machen kann, tu ich das. Da gehören Besuche und gemeinsame Ausflüge natürlich dazu.
    Ich find es schön, daß ich eine nähere Beziehung zu ihr habe. Normale Tanten habe ich genug. Eine Patentante ist was Besonderes, sie kann einem viel nahebringen, auch ohne die Kirche mit einzubeziehen.
    Es kommt einfach auf den Willen an.
    Das Büchlein finde ich auch gut, meine Patentante hat immer die neuesten Bilder bekommen, und ist regelmäßig auf dem Laufenden gehalten worden.
    Der Glauben kommt, wenn er soll, irgendwann von ganz alleine (oder auch nicht ;-) ).
    Kinderpatenschaft ohne Taufe
    Da traditionell zwei wichtige Aufgaben der Paten darin bestehen, das Patenkind in seiner menschlichen Entwicklung zu begleiten und für dieses Kind im Falle des frühen Todes der Eltern zu sorgen, werden auch in nicht-christlichen Gemeinschaften oft Paten bestellt.
    Dies ist in Deutschland z.B. bei freireligiösen Gemeinden (anlässlich der „Lebensweihe“) oder beim Humanistischen Verband (anlässlich der „Namensfeier“) fakultativ vorgesehen. Die Bedeutung einer solchen Patenschaft hängt dann von der Rolle ab, die die Paten gegenüber dem Kind tatsächlich einnehmen. Genau wie bei einer Taufpatenschaft können die Paten von der entsprechenden Weltanschauungsgemeinschaft im Stammbuch der Familie vermerkt werden.
    Die Namensweihe (oder Namensfeier) ist keine religiös gebundene, sondern weltliche Begrüßungsfeier eines Kindes. Dabei können ihm auch Paten zur Seite gestellt werden. In einer kurzen Ansprache werden Eltern, Großeltern und Paten darauf eingestimmt, das Kind im Geiste des Humanismus zu erziehen. Musik und Rezitationen umrahmen die Feier.
    Quelle: Wikipedia
    PS. Ein Pate bekommt nicht automatisch das Sorgerecht beim vorzeitigen Tod der Eltern, das entscheiden das Jugendamt/Gericht.
  • KatieKatie

    3,507

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Vielen Dank Euch allen :knutsch01: Ist ja sehr interessant, was Ihr alles schreibt! Über diese Namensweihe werde ich mich gleich mal schlau googeln ;-) und das mit dem Patenbuch ist eine super Idee! Hätte ich auch schon selber drauf kommen können :oops: Meine Freundin legt sich echt voll ins Zeug, bringt ihm immer was mit, wenn sie verreist war oder auch so, kocht immer mal für uns, damit ich mich mal entspannen kann (mein Mann kann absolut nicht kochen), hat schon öfter auf Nicolas aufgepasst usw. Er liebt sie heiß und innig, knutscht sie ab und stahlt sie an, sobald er sie sieht. Wenn uns Eltern mal was passieren sollte, dann wären sicher in erster Linie meine Eltern (nach dezeitigem Stand) für Nicolas da, aber es ist auch so gut zu wissen, dass sich noch jemand, dem ich absolut vertraue, ernsthaft für unseren Sohn verantwortlich fühlt. Der kirchliche Glaube ist mir da nicht wichtig, ich bin auch ohne groß geworden ;-)
  • LoreleiLorelei

    4,536

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und ich dachte immer sowas nennt man einfach "Freundin".
  • KatieKatie

    3,507

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja klar, sogar "beste Freundin" in diesem Fall ;-) Aber zusätzlich stelle ich mir halt einen bestimmten Rahmen speziell zu der sogenannten Patenschaft vor.

    Wobei, das mit der Namensweihe liest sich schon sehr förmlich, wie ich grad gesehen habe... GANZ SO wollte ich`s nun auch wieder nicht. Hach, ich stelle mir immer was vor und weiß gar nicht so richtig, was überhaupt ;-)
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