Au Pair

Caro2310Caro2310

20,547

bearbeitet 29. 11. 2006, 11:52 in Plauderecke
Meine Große hat mir am WE überaschend mitgeteilt, das sie nach dem Abi im Sommer für ein Jahr nach England als Au pair gehen will. Mir wäre es ja lieber sie würde gleich mit dem Studium beginnen, aber das liegt wahrscheinlich daran, das ich den Vogel noch nicht aus dem Nest lassen will. :sad:
Sie hat eine Agentur gefunden die zu der Bundesagentur für Arbeit gehört. Ihre drei Referenzen hat sie auch schon zusammen.
Auf was muß sie noch achten? Hat hier jemand Erfahrung als au pair gemacht? Mensch warum muß meine Kleene denn so schnnell groß werden?

Lieber Gruß
Caro

Kommentare

  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hole den Thread nochmal hooch. Vieleicht hat ja einer von den "Neuen" Erfahrungen als Au Pair gemacht ode hat selber eins. Außer England steht nach Süd Afrika zur Auswahl. Vorausgesetzt das es mit einem Ausbildungsplatz nicht klappt. Uns würde interessieren was an formalen Dingen u beachten ist und was für Aufgaben im Haushalt erledigt werden müssen. Scheint ja sehr unterschiedlich u sein.


    Lieber Gruß
    Caro
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe leider keine Ahnung von Au Pair, kann Dich aber gut verstehen.

    So schön Süd-Afrika ist würde ich aber von diesem Land abraten.
    Es ist wirklich schön dort, Land und Leute, allerdings wirklich sehr gefährlich. Ich habe eine Bekannte, die daher stammt und gerade dorthin zurückgegangen ist. Sie hat da nun wieder ein Jahr gelebt und reißt ihre Zelte wieder ab. Ihr Vater hat da irgendeine Diamantenmine und Weinstöcke, also ist sehr wohlhabend, so dass sie in einer tollen Gegend gewohnt hat. Ich nehme einmal an, dass sind auch solche Leute, die ein Au Pair Mädchen einstellen würden... Nur selbst diese sagen ja jetzt, wie gefährlich es da ist. Man hat so viele Regeln einzuhalten. Eine davon war, dass man nicht zu viel Geld mit sich führen sollte, wenn man unterwegs ist, aber bitte so viel, dass man bei einem Überfall etwas geben kann, denn sonst wird man gleich umgebracht. :shock:

    Eine Freundin von mir, hat dort gerade Urlaub gemacht und sie sagte das selbe. Land und Leute (außer halt die hochgefährlichen Ausnahmen) sind ein Traum, aber auf längere Zeit ist es viel zu gefährlich.


    Die "Gauteng Province", wie sie offiziell heißt, "GP", wie es abgekürzt auf den Nummernschildern der Autos steht, von vielen aufgrund der Geschichte Johannesburgs als Goldmetropole Südafrikas auch schnell "Golden Province" getauft und von den Bewohnern selbst gerne mit "Gentle People" übersetzt, wird heute von den meisten nur noch als "Gangsters Paradise" bezeichnet, denn nirgendwo in Südafrika sind Gewalt, Mord und Totschlag so verbreitet, wie in und um Johannesburg herum. Die Metropole gilt als gefährlichste Stadt der Welt. Täglich werden Autofahrer, vorzugsweise jene mit noblen deutschen Karossen, an roten Ampeln mit vorgehaltener Waffe zur Übergabe des Wagens gezwungen. Nicht selten endet ein solches "Hijacking" tödlich - wer zögert, wird augenblicklich, andere später auf offenem Feld erschossen.
    Gangster lauern auch gerne in Gebüschen vor der Hauseinfahrt, um in dem Augenblick zuzuschlagen, da der Fahrer aussteigt und das Tor öffnet.
    Die Wohnhäuser der meisten Johannesburger gleichen Festungen. Elektrische Zäune, Stacheldraht, meterhohe Mauern und blutrünstige Hunde, ausgeklügelte Alarmsysteme und speziell angelegte Sicherheitsräume innerhalb des Hauses, die sich bei einem Überfall hermetisch abriegeln lassen und mit Panzertüren versehen sind, gehören zum Standard - nicht nur in den noblen Stadtvierteln Sandton und Houghton.

    Auffällige Warnschilder von privaten Sicherheitsdiensten, die ein schnelles Anrücken paramilitärischer Einheiten androhen, pflastern Außenmauern und Eingangsbereiche. Seit kurzem werden ganze Wohnblöcke und Straßenzüge abgesperrt und eingemauert. Besuche sind nur noch nach Voranmeldung und durch eine zentrale Einfahrt möglich, die eher einem Grenzposten gleicht, als einer Zufahrtsstraße inmitten einer Stadt.
    In ganz Südafrika sind Mord, Totschlag und Misshandlungen an der Tagesordnung. 1999 entfielen - offiziell - auf 100.000 Menschen 55,3 Morde. In Gauteng lag diese Rate bei 69. Zwei Frauen werden im Durchschnitt pro Minute in Südafrika vergewaltigt.
    Südafrikas Frauen und Mädchen wachsen auf in einer Kultur der sexuellen Gewalt: 30 Prozent aller südafrikanischen Frauen wurden zum "ersten Mal" gezwungen, nur 12 Prozent junger Frauen wissen, dass sie ein Recht darauf haben, "nein" zu sagen, und nur jeder zehnte männliche Schüler lehnt sexuelle Gewalt ab.

    Quelle: http://www.morgenwelt.de

    Aber um auch die andere Seite deutlich hervorzuheben:
    Südafrika ist weit weniger gefährlich, als die Medien manchmal glauben machen wollen. Es stimmt zwar, dass die Kriminalitätsraten relativ hoch sind und viele Menschen in relativer Armut leben, aber dies ist kein Grund, dieses schöne Land nicht zu besuchen und den Menschen auch damit zu helfen.
    Zu finden hier: http://wikitravel.org/de/S%C3%BCdafrika

    Damit beantworte ich zwar keine Deiner Fragen, aber ich wollte es trotzdem anmerken, denn Deine Tochter wäre dann ja schon eine längere Zeit dort...
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Eine Freundin von mir war als Au Pair in den USA. Aber über die Formalitäten habe ich keine Ahnung.

    Aber vielleicht meldet sich ja noch jemand.


    Ist sicher nicht so einfach, wenn dein Kind direkt so weit weg geht. Aber andererseits ist es doch eine tolle Eigeninitiative. Und sie weiß offenbar was sie will :fun52: Das ist viel wert.
  • shelly323shelly323

    400

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich brauchte damals für dei USA 3 referenzen, einen internationalen Führerchein, Impfpass mit allen auffrischungen, 800,- DM Kaution falls ich abbreche, logischerweise einen gültigen Reisepass für die komplette dauer des aufenthaltes, *überleg was war noch*, ach ja ein polizeiliches Führungszeugniss.

    ich glaub das wars........
  • KatiB.KatiB.

    798

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Huhu,

    ich war mal als au pair in Finnland, allerdings habe ich nebenbei auch noch ein Praktikum gemacht.

    Im Nachhinein muss ich sagen, was ein Glück, dass ich keinen Vertrag hatte! Denn so konnte ich ganz spontan abbrechen und nur noch in der Familie Babysitten. Allerdings ist wohl generell kein vertrag schlechter als ein Vertrag solange man genau auf alles achtet was darin aufgeführt wird.

    Ich würde sehr genau darauf achten, was in einem Vertrag steht und auch versuchen so viel wie möglich festzuhalten. Arbeitszeiten, Freizeiten, "Lohn", "Kündigungsfristen und Bedingungen" (grade hier wirds sehr ungemütlich wenn die Zeit sich auf 3 Monate beläuft, denn in dieser Zeit muss man ja noch bei der Familie bleiben und das kann sehr unangenehm werden, einer au pair Freundin erging es leider so), Aufgabenfelder (gerne werden au pairs als Kindermädchen, Haushälterin und Sekretärin benutzt, nicht jedem au pair schwebt das so vor),... Normalerweise sollten Agenturen "Vordrucke" anbieten, aber auch hier würde ich genau drauf achten was da steht und ggfl. mit der Familie was anderes aushandeln. Es wird echt ungemütlich wenn man sich nicht versteht...

    Vor Ort würde ich schauen ob es dort so "au pair" Treffs gibt, bei uns war das der Fall und es war sehr gut sich auszutauschen.

    Soweit erstmal...
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Erstmal vielen Dank an Euch.
    Ich werde es mal an Töchterchen weiterreichen. Auf Süd-Afrika ist sie nur gekommen weil die brititsche Familie bei der sie Babysittet ihr angeboten hat bei ihnen als Au Pair zu sein. Die Familie geht Wheinahten wieder nach Süd Afrika zurück. Die Referenzen hat sie zusammen, aber im Moment zögert sie wieder und schreibt Bewerbungen in Deutschland. Mal sehen was das noch wird.



    Lieber Gruß
    Caro
Hey! Melde dich an oder registriere dich, um mitzureden.

Social Media & Apps