Nuka
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Sydney (AFP) - Ein australisches Paar hat eine Klage gegen Fortpflanzungsmediziner eingereicht, weil es nach einer künstlichen Befruchtung statt der erwarteten Tochter einen Sohn bekam. Wie die Zeitung "Sunday Telegraph" berichtete, leidet der 2005 geborene Junge an der gefährlichen Bluterkrankheit. Die Frau habe sich seinerzeit nur weibliche Embryos einpflanzen lassen, um die Geburt eines mit der erblichen Krankheit belasteten Sohnes zu vermeiden. Das Kind sei dann dennoch ein Junge geworden. Das Paar fordert nun von den Medizinern Entschädigungen für die seelische Belastung und die hohen medizinischen Kosten für die Behandlung des Kindes.
Mit der künstlichen Befruchtung hätten sie ihrem Kind das lebenslange Leiden an der Bluterkrankheit ersparen sollen, sagten die Eltern der Zeitung. Hätten die Ärzte ihnen früher mitgeteilt, dass sie trotz der künstlichen Befruchtung einen Jungen erwarteten, hätten sie sogar eine Abtreibung erwogen. "Wir lieben unseren kleinen Jungen, aber es tut uns sehr leid, dass er in seinem Leben so viel durchmachen muss." Bei der auch Hämophilie genannten Krankheit gerinnt das Blut nicht richtig, Erkrankte müssten schon bei der kleinsten Verletzung damit rechnen zu verbluten.
Quelle: msn
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Kommentare
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Ob man ein krankes Kind abtreibt oder nicht ist eine ganz andere Diskussion, ich finde den viel zu leichtfertigen Umgang mit den Instrumenten der Pränataldiagnostik auch erschreckend, doch am Ende müssen Eltern selber entscheiden dürfen, was sie auf sich nehmen...
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Die Überschrift des Artikels finde ich jedenfalls irreführend. Ich dachte, es geht rein darum, dass sie lieber ein Mädchen wollten als einen Jungen.
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Das zum einen. Ansonsten finde ich es nicht gut "Gott" zu spielen und sich AUSZUSUCHEN welches Geschlecht besser in meine Familie passt.
Gruß ed24
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Nimm's mir nicht krumm, aber wo ist das denn aufgepuscht? Da hat sich eine Paar in die Hände von Medizinern begeben und bestimmt einige Torturen auf sich genommen, um sich und ihrem Kind Leid zu ersparen und der gegenteilige Fall ist eingetreten. Und weil es eine Erbkrankheit ist, wissen die Eltern sicher auch um die möglichen Ausprägungen der Krankheit. Das ist jetzt nach meinem Empfinden nichts aufgepuscht...
Gerade die Familie von der Julla berichtet hat, zeigt doch, das es hier nicht nur Schwarz und Weiß gibt, es geht den Menschen darum, ein für sie unerträgliches Leid abzuwenden, nicht darum Gott zu spielen...
...ich hoffe ich hab dich nicht komplett falsch verstanden...
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Frauen übertragen die Erbmerkmale, aber Männer erkranken dann daran. Also denke ich mal, dass die Mutter die Gene hat, die die Bluterkrankheit auslösen. Sonst hätten die beiden ja evtl. über eine Samenspende nachdenken können. Nur Leihmutterschaft wäre eben illegal und die Alternative hieße Adoption, die viele Jahre dauern kann.
Quelle: http://www.ivf.net/ivf/australian_paren ... 90-en.html
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:fies02: ja, da hast du natürlich recht, ist ja x-chromosomal... der Bio-LK ist halt doch schon sehr lang her :oops: Aber ein Teil meiner Aussage stimmt vielleicht doch noch: mit hoher Wahrscheinlichkeit gab es Fälle von Hämophilie in ihrer Familie und somit auch ein Wissen um diese Krankheit...
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Nur die Medien/Zeitungen lieben solche Storys. Und je krasser sie aussehen desto besser für die Auflage!!! Deshalb glaube ich, dass das Schiksal der Familie durch die Zeitung möglicherweise dramatischer dargestellt wurde als es ist.
Gruß ed24
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Ich finde nämlich, wenn der Fall so liegt wie ich es verstanden habe, kann die Situation der Eltern gar nicht dramatisch genug geschildert werden, den sie ist es! Da find ich es eher schlimm, wenn die Überschrift die Menschen gegen die Eltern aufhetzt.
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Ich könnte so ein paar Geschichten über die künstliche Befruchtungen und das Thema Gott-spielen hier aufzählen, aber das ist der falsche tread. Und das ist es worüber ich mich soooo schrecklich aufrege. Und das zurecht. Denn ich hätte ja auch einen guten Grund mir das Geschlecht meines Kindes vorher auszusuchen. Aber muss der Mensch denn alles bestimmen und kontrolieren????
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Aber das ein Geschlecht besser sein soll als das Andere war hier doch gar nicht die Motivation. Das fände ich auch schlimm, da gebe ich dir recht. In Deutschland gibt es die Möglichkeit ja auch nicht, befruchtete Eizellen 'vorzuselektieren', und das finde ich prinzipiell sehr gut so. Doch wenn es um solch schlimmen Erbkrankheiten geht finde ich es einfach unangemessen den Eltern zu unterstellen, sie würden Gott spielen, wenn sie so eine Möglichkeit in Erwägung ziehen. Deren Alternative wäre wahrscheinlich gar kein Kind zu bekommen.
Wenn jemand tatsächlich so gaga ist, soetwas zu tun nur damit es das Wunschgeschlecht wird ist das ne komplett andere Baustell.
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sehe ich genauso
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Andererseits dachte ich mir, daß man in dreißig Jahren vielleicht ganz andere Möglichkeiten hat :traurig04:
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da hast du recht mit deinem Einwurf :confuded: , bei allen medizinischen Möglichkeiten wird die Tochter vor der gleichen Problematik stehen wie ihre Eltern, wenn sie mal ein Kind will.
Ich glaube nur nicht, dass keine Schwangerschaft eingetreten ist, ich vermute viel mehr, dass das Paar um die genetische Vorbelastung wusste und daher eine künstliche Befruchtung gemacht hat. Ist aber nur eine Vermutung....
Einerseits könnte man sagen, dass vielleicht die Eltern - die ja diesen Weg für sich gewählt haben - ihn auch für eine Tochter 'zumutbar' fanden, auf der anderen Seite wird natürlich so das 'Erbe' weitergereicht (was aber unter obiger Annahme auch auf natürlichem Wege hätte passieren können). Bin ratlos :traurig04:
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Ich kopiere mal ein Bild von onmeda.de hier rein:
DSa es sich so anhört, als hätte die Frau zwei erkrankte X-Chromosomen, würde die Tochter am Ende eine 50%ige Chance haben, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen...