Baby im Nachbarhaus schreit nachts stundenlang

MupfelMupfel

917

bearbeitet 13. 06. 2008, 16:36 in Plauderecke
Wir wohnen in einer Wohnanlage, in der die Häuser durch einen schönen Innenhof miteinander verbunden sind. Hier wohnen einige Familien und natürlich haben bei den Temperaturen auch alle die Fenster und Türen auf. Ist ja klar.

Nun sind vor einigen Wochen ins Nachbarhaus in die Parterrewohnung neue Mieter eingezogen, die eine ca. 9-10 Monate alte Tochter haben. Die brüllt spätabends stundenlang wie am Spieß. Klar, Kinder weinen, aber irgendwie hört es sich nicht so an, als würde sie beruhigt werden, sondern sie wird schreien gelassen. Eigentlich Sache der Eltern, nur lagen wir die letzten drei Abende bis um 1 Uhr wach, weil die Kleine 2 Stunden brüllte und wir durch die offenen Türen und Fenster alles hautnah mitbekommen haben. Mir ging es durch Mark und Bein, ich hätte am Liebsten mitgeheult. Aber andererseits denke ich, dass man dann doch auch Fenster zu machen kann, oder? Die Häuser sind gut isoliert, es wird also nicht unerträglich heiß, wenn man Fenster und Türen schließt, und es muß ja nicht der ganze Wohnblock die Brülltiraden mitbekommen, oder?

Hinzu kommt, dass bereits 3 Mietparteien in unserem Haus mich gestern angesprochen haben und gemeint habe, dass unsere Tochter ja nachts sehr laut sei. Finja schläft aber nachts durch bzw. wenn sie morgens zwischen 3:30 Uhr und fünf Uhr kommt, dann bin ich meist vor ihr wach und lege sie gleich an, d.h. sie schreit gar nicht. Mich ärgert das schon, denn die Leute denken, wir wären so laut, sind es aber nicht. Und ich gebe zu: wenn Finja tagsüber weint, dann mache ich die Türen zum Innenhof zu. Find ich einfach rücksichtsvoller.

Meint ihr, da kann man mal was zur Familie sagen ohne gleich als arrogante Nachbarn zu gelten?

Kommentare

  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das auf jeden Fall.
    Ich frag mich allerdings eher, was sich dann im Kopf der Eltern abspielt. Sie werden dann wahrscheinlich denken, dass es im Prinzip völlig in Ordnung ist, was sie mit ihrer Tochter machen, und dass es Euch nur stört, weil es eben laut ist. Das würde ich an Eurer Stelle nicht wollen. Deswegen würde ich erstmal, wenn ich sie irgendwo auf der Straße sehe, mitfühlend fragen, was denn die Kleine hat und mal rauskriegen, ob sie wirklich schreien gelassen wird. Wenn ja, dann würde ich versuchen, mich für die Tochter einzusetzen. Wenn sie sich überzeugen lassen, ist das Problem damit ja auch behoben. Wenn nicht, dann würde ich sie bitten, wenigstens die Fenster und Türen zu schließen und ihnen dabei aber auch klipp und klar sagen, was Du davon hältst ("Ich werde schon angesprochen, dass unsere Tochter so laut ist und ich will nicht, dass jemand von mir denkt, dass ich so etwas mache"). Ist im Zweifelsfall vielleicht nicht ganz so wirksam, wie wenn man einfach freundlich wegen der Lautstärke bittet, aber mir persönlich wäre es sehr wichtig, mich von diesen Methoden zu distanzieren.
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wollte nachher mal rüber gehen und mich vorstellen und fragen, ob die Kleine vielleicht krank ist. Dann schreien Kinder mitunter auch recht viel und lassen sich nicht beruhigen. Ich weiß ja nicht, ob sie sie beruhigen oder nicht. Es hört sich halt nicht danach an, aber es gibt vermutlich auch Babys, die sich nur schwer beruhigen lassen. Ich kann's halt schwer nachvollziehen, da wir bei Finja bisher immer der 'Schalter' gefunden haben.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi Mupfel,

    das halte ich für eine gute Idee. Obwohl oder gerade WEIL ich das z.Zt. leider von der anderen Seite sehe, mein Kleiner ist echt kein Schrei-Kind, doch wir haben gerade Nachts echt schlimme Zeiten, denn er will ständig Stillen und kriegt wohl nicht genug Milch aus der Brust. Das Ende vom Lied ist leider häufig schlimmes Gebrüll, ich trage ihn und halte ihn und summe etc. aber er brüllt dann einfach so lange weiter, bis er erschöpft einschläft. Und diese 'Zwischenfälle' hatte wir in der letzt Woche oft mehrmals pro Nacht, jeweils zwischen ca. einer viertel Stunde und ner Stunde... Wenn ich dran denke mach ich das Fenster zu aber ich war streckenweise auch schon so verzweifelt und fertig, dass ich das vergessen habe. Draußen hört sich das bestimmt an, also ob ich mein Kind weinen lasse :sad:
    Eine Nachbarin, die eine Sohn im Alter meines Sohnes hat, hat mich vor ein paar Tagen auch schon angesprochen, was denn los sei... Das fand ich ganz nett, sie hat sich nicht schlimm gestört gefühlt und wollte nur mal nachfragen ob alles ok sei.
    Weil ich ja weiß, dass die anderen im Haus das hören, ist mir ein offenes Wort lieber als wenn alle tuscheln und mir ausweichen... so kann ich erklären was los ist, die 'Fronten' sind klar und ich hab nicht noch ständig ein schlechtes Gewissen den Nachbarn gegenüber...

    Viele Grüße, Sophie
  • supisupi

    8,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich würde wohl mal rüber gehen und mich vorstellen und nett fragen, "was los ist" bzw. ob überhaupt.
    Ich sehe das aus der anderen Richtung - Nadine hat die ersten Monate auch ständig gebrüllt, wir waren am Ende unserer Kräfte und Nerven udn wussten weder uns noch dem Kind zu helfen. Bis sich dann herausstellte, dass sie halt auch nicht "nur" ein Schreikind ist, sondern einen Grund (Schmerzen) hatte.
    Erst im Nachhinein haben mir meine Nachbarn erzählt, dass sie Nadien so viel schreien gehört haben und dass sie finden, das hätte sich wirklich "schlimm" angehört und was denn gewesen wäre. Den Arsch in der Hose hatte aber keiner, mal zu kommen udn direkt zu fragen oder ggf. auch Hilfe anzubieten.
    Und im Moment sind unsere Nächte auch sehr verschrien, wir können tun und lassen was wir wollen und Nadine schreit auch, wenn wir dabei sind. Ehrlich gesagt mache ich deshalb die Fenster nicht zu. WIr haben 27 Grad im Schlafzimmer (trotz guter Isolation) und müssen die fenster nachts auflassen, sonst gehen wir alle ein dabei. Nadine schwitzt auch sehr leicht und viel, so dass geschlossene Fenster und ein noch wärmerer Raum sicher auch nicht zu einer Beruhigung beitragen würden.
    Ich distanziere mich jedoch weit davon, dass wir Nadine "schreien lassen" würden und ich möchte ehrlich gesagt auch nicht halb ersticken nur aus Rücksiicht auf die Nachbarn :oops: da müssen wir dann halt alle durch. Ich denke aber, wenn die nicht genug Arsch in der Hose haben, mal was zu sagen, dann siind sie selber schuld....
    Insofern finde ich es echt gut, wenn Du wirklich mal hingehst.
    Berichte mal bitte hier, wie es weiter- bzw. ausgeht.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Als wir mit Paola mal nächtliche Schreizeiten hatten, habe ich meinen Nachbarn von obendrübern, als ich sie im Treppenhaus traf, einfach gesagt, dass die Kleine gerade nachts viel schreit, wie sie ja wohl auch hören und dass ich für alle hoffe, dass die Phase nicht so lange dauert. Da wußten die Nachbarn Bescheid und haben sich mit einbezogen gefühlt und ich war entlastet, weil ich nachts nicht noch ein schlechtes Gewissen haben musste.

    Mupfel, dein Plan find ich gut.
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Och ich kenne das auch mit dem Schreien! wenn MAra ne Phase hat, da kann ich den Kasper machen wie ich will!
    Aber es gibt sicher auch noch welche wo die Methode kennen, Kind ins Bett und irgendwann schläft sie ein. Und davon sind die Leute auch überzeugt. Ich sehe es ja an der Erzieherin meiner Tochter ;-) ,sie versucht mich auch oft mit so "klugen" Tips dazu zu bewegen, das Mara quasi durchschläft.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo Mupfel, bist du denn noch zu den Nachbarn gegangen? Wenn ja, wie haben die denn reagiert? Bin gespannt, was du berichtest.
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war noch nicht da, bzw. war ich da, aber es war keiner zu Hause. Sind anscheinend übers WE weg, denn letzte Nacht habe ich auch nichts gehört. Ich probier's nächste Woche nochmal und ge dann bescheid.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dann wünsche ich dir viel Glück, dass das Gespräch gut verläuft.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hi,

    als Mutter eines ehemaligen Schreibabys kann ich nur sagen, daß es nicht sein muß, daß die Eltern die Kleine schreien lassen.
    Unser Sohn hat mitunter Stundne gebrüllt, obwohl wir ihn auf dem Arm oder Bauch leigen hatten. Zum Glück hat es dann von einen Tag auf den anderen aufgehört...

    LG, Suse
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gestern Abend ging es (wie auch die Abende zuvor) wieder gegen 22:30 Uhr los. Dummerweise war ich die letzte Woche tagsüber fast kaum zu Hause, so dass ich sie nie erwischt habe.

    Da ich gestern Abend eh noch eine Runde mit dem Hund raus mußte, habe ich auf dem Rückweg kurz bei der Mutter vorbei geschaut und gegen das Fenster geklopft. Sie stand in der Küche beim Abwasch und das Kind lag auf dem Sofa und schrie wie am Spieß. Also war meine Vermutung richtig. In dem Augenblick, in dem sie das Kind hoch nahm, war es ruhig.
    Ich hab auch gar nicht groß was gesagt, sondern mich kurz vorgestellt und sie gefragt, ob es möglich wäre, dass sie das Fenster nach 22 Uhr schließt, wenn ihr Baby lange weint. War auch ok.
    Für alles weitere an Diskussionen war es mir zu spät, ich weiß auch nicht, ob mich das was angeht, denn irgendwie ist das ja ihre Sache, wenn sie ihr Kind weinen läßt, oder wie seht ihr das?
  • mudmud

    580

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Klar, ist ´ne doofe Situation und ich kann echt verstehen, wenn man sich nicht so richtig traut, so etwas anzusprechen (mir geht es so mit unserem doofen Nachbarn, der seine Kaninchen ohne Wasser hält, das A....!), aber ich denke (wenn Du meine ehrliche Meinung hören willst :grin: ), dass es so wie Du es gemacht hast eher ungünstig war, weil die Mutter in keinster Weise darauf gestoßen wurde, dass ihr Verhalten ...äääh, sagen wir mal, fragwürdig ist. Sie denkt jetzt sicher, dass es Dir nur um Deine Nachtruhe ging, aber unter anderem tut Dir (und mir) doch auch das Baby leid, oder? Das hast Du halt nicht so ganz zum Ausdruck gebracht ihr gegenüber, fürchte ich.

    Nix für ungut, ja?
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mudelmey schrieb:
    Sie denkt jetzt sicher, dass es Dir nur um Deine Nachtruhe ging, aber unter anderem tut Dir (und mir) doch auch das Baby leid, oder? Das hast Du halt nicht so ganz zum Ausdruck gebracht ihr gegenüber, fürchte ich.

    Nix für ungut, ja?

    Nee, hab mich da auch nicht getraut, weil man will ja auch nicht als besserwisserische Mutter da stehen. Natürlich tut mir das Baby leid, nur wie bringt man das gescheit rüber? Also mir ist da nix eingefallen, wenn ich ehrlich bin. Es gibt ja auch durchaus unterschiedliche Auffassungen, wie man sein Kind zu Bett bringt. Muss man das vielleicht akzeptieren? Ich frag nur mal ganz doof. :oops:
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, wenn man's nicht ändern kann, musst du sicher akzeptieren, dass sie ihr Kind schreien lässt. Ein Fall für's Jugendamt ist's wohl noch nicht. :confuded: Und vielleicht war's eben nicht die richtigen Situation, um dazu was zu sagen. Denn Ansagen á la 'Sie lassen ihr Kind schreien und das macht man nicht als liebevolle Mutter' wären sicher eher kontraproduktiv, könnte ich mir vorstellen.
    Jetzt wissen wir halt nicht, warum sie so handelt. Ich hab schon öfter erlebt, dass es nutzt sich da ein wenig zu solidarisiern, d.h. ich sag bei sowas immer, dass wir das Problem auch hatte, unser Kleiner hat immer geweint aber sobald er ins Tragetuch kam und Körperkontakt hatte war alles super (außer es ist Nacht und er will Milch... uahh ;-) )... ich die Hände frei, er zufrieden... jetzt ist er - tatsächlich - ein schon erstaunliches selbsständige, zufriedenes Kerlchen, das gar nicht mehr getragen werden will sondern die Welt entdeckt.... Blabla... ich hab wirklich bemerkt, dass sowas eher zieht, vor allem wenn die anderen Mütter unter dem Druck stehen, ihr Baby bloß nicht zu verwöhnen, weil Mann oder SchwieMu solche Texte absondern... das weckt ein bisschen den Mutterinstinkt und zeigt ihr auch, dass sie nicht allein ist mit dem Problem - setzt natürlich voraus, dass sie zumindest ahnt, dass es ein Problem gibt...
    Na ja, vielleicht triffst du sie mal wieder und kannst ja bei einer kleine Plauderei noch mal darauf zurückkommen... wenn eure eigene Situation nicht als Geschichte taugt, gibts sicher nette, erfolgreiche Trage-Geschichte einer Verwandten oder Freundin von dir? Viele Grüße, Sophie
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sopie74 schrieb:
    Jetzt wissen wir halt nicht, warum sie so handelt.

    Es ist tatsächlich noch so, dass die mehrheit glaubt, dass man ein Baby auch mal schreien lassen muss. Das sagt mir ja sogar die Erzieherin :roll: ich weiss es zwar besser, aber ich mein ja nur! So aus der Welt sind diese Methoden nämlich nicht wie man meint.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja, naseweis, da hast du leider wirklich recht :sad: ... ich höre das von meiner eigenen Mutter, meinen kinderlosen Freundinnen, Erzieherinnen (GsD nicht in unseren Krippe) usw. Das ist schon krass, wie lange sich sowas hält. Aber bei einer Mutter, die gerade ihr eigenes kleines Baby schreien hören hat man da nach meiner Erfahrung etwas bessere Karten... weil die meisten Mütter schon - und sei sei unterbewußt - ein schlechtes Gefühl dabei habe, das geht halt gegen den Instinkt. Daher sind die Chance da glaube ich etwas höher, gerade wenn das Baby noch sehr klein ist...
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja das sollte man eigentlich meinen :sad: aber das müssten doch allgemein alle Mamis haben? *seufz*...wobei ich das schon gut finde mit dem Tipp geben...also von wegen so "meine kleine hatte das auch und mt Tragetuch hats geholfen"...finde das nicht schlecht!
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naseweis schrieb:
    ...wobei ich das schon gut finde mit dem Tipp geben...also von wegen so "meine kleine hatte das auch und mt Tragetuch hats geholfen"...finde das nicht schlecht!

    Ja, das ist ein sehr guter Tip. Danke. Ich schau mal, ob ich es umsetzen kann.
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich hab jetzt nicht alles gelesen also sorry falls ich was schreibe was hier schon steht :oops:. Kannst du nicht ganz doof mal fragen ob das Kleine Bauchweh hat oder so weil es so viel schreit? Du hättest gehört im Tragetuch bei der Mama hören viele Babys auf zu schreien und sie kann nebenbei trotzdem abwaschen usw. Vielleicht bringt sowas ja was?
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war eben nochmal drüben.
    Also, erstmal ist meine Nachbarin super nett. Die Kleine ist 11 Monate alt und mal davon abgesehen, dass sie sich für die abendlichen Schreitiraden tausendfach entschuldigt hat, habe ich einige Punkte mal dezent ansprechen können.
    In der Tat ist sie der Meinung, dass die Kleine mit 11 Monaten ihre Grenzen testet :shock: . Da das Gespräch sehr nett war, habe ich vorsichtig angemerkt, dass ich mir das nicht vorstellen kann in dem Alter. Sie schreit wohl sofort, wenn sie hingelegt oder abgesetzt wird und will auf den Arm. Tragetuch ist wohl keine Option, da sie recht schwer ist. Sie hatte mit der Geburt bereits fast 5kg und jetzt wiegt sie 11kg und ihr das Tragen zu anstrengend für den Rücken. Tja, da weiß ich dann auch nicht, was man in so einem Fall macht. Ich mein, mir tut mein Rücken auch teilweise vom Tragen weh und ich kann mir schon vorstellen, dass wenn das Kind von Beginn an so schwer war, der Rücken irgendwann streikt. Was macht man denn dann?
    Na ja, sie hat mich auf alle Fälle gefragt, ob wir mal gemeinsam spazieren gehen, vielleicht kann ich ja dann noch einen Vorstoß unternehmen. Sie schien mir jedenfalls in keinem Fall beleidigt oder angefressen.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na ist doch schon mal super, dass ihr jetzt nen netten Kontakt zueinander habt, das erhöht auf jeden Fall die Chancen für die Zukunft... Das Rückenargumet ist leider ein echtes Totschlagargument - klingt halt zunächst mal sehr plausibel - obwohls einfach zu entkräften ist:
    - Das Kind in einer geeigneten Tragehilfe zu tragen entlastet den Rücken, da man ja sonst auf dem Arm trägt (selbst wenn mans erst mal unten lässt, irgendwann nimmt ja jede Mutter ihr Kind hoch), so ist das Gewicht direkt am Körper und man nimmt keine Fehlhaltung ein...
    - man Sohn hatte bei der Geburt 3590g, sechs Wochen Später aber schon 5400 :shock: Getragen hab ich ihn immer und mein Körper und meine Muskulatur haben sich einfach darauf eingestellt... ist doch Unsinn, das 2 Kilo mehr oder weniger (die in dem Alter ja den Unterschied von einem schweren zu einem leichten Kind ausmachen) so ins Gewicht fallen...
    - die Kinder werden vom Tragen wirklich entspannter, getragene Kinder sind aus meiner ganz persönlichen Erfahrung WIRKLICH nicht so fordernd, denn sie müssen nicht um Körperkontakt kämpfen sondern kriegen ihn - ganz selbstverständlich. Mein Sohn ist echt ein Musterbeispiel (und ich weiß noch wie ich als Schwangere augenrollend im Buchladen J. Liedloffs 'Auf der Suche nach dem verlorenen Glück' in der Hand hatte und dachte 'Was ist den das für ein Schmarrn, wie soll ich mein Kind den wie im Urwald aufwachsen lassen, immer bei mir tragen, wo kommen wir den da hin :roll: :roll: :roll: .' Und jetzt ist's echt meine Bibel - aber nur ganz heimlich, denn damit überzeugt man leider niemand... viel zu extrem ;-) )

    Das wird also ne harte Nuss, und mit 11 Mo. ist's auch wirklich etwas spät mit dem Tragen anzufangen, aber wenn du vielleicht ein bissl im Sinne des Kindes argumentierst (Das Kind kann ja nichts dafür, dass es schwer ist, braucht trotzdem ganz viel Mama im ersten Jahr... ) machst du auf jeden Fall nix falsch...
    Find ich auf jeden Fall toll, dass du dranbleibst :grin: LG, Sophie
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Kind ist aber auch oft so, dass wenn ich sie absetze sie brüllt wie wenn man ihr an die Kehle möchte. Ich trage sie so gut ich kann -davon mal abgesehen das ich auch schwanger bin- aber man kann das kind ja nun wirklich nicht 24 h am Tag herumtragen :confuded:
    @Sophie, sicher sind sie nicht so fordernd...aber wie erledigt man denn noch andere sachen im Haushalt? :sad: gerade heute wieder hat Mara eine Laune, da könnte ich gerade selber mitheulen.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Naseweis: oi, das klingt anstrengend... was ich meinte ist vor allem der Effekt, dass Kinder, die vn Anfang an viel getragen werden später - also wenn sie mobil werden - viel weniger heftig körperliche Nähe einfordern, denn dieses Bedürfnis ist nicht mehr so vordergründig, es herrscht kein Mangel an Nähe. Klar haben die dann später trotzdem mal nen schlechten Tag und wollen auf den Arm. Aber genau an solchen Knöttertagen pack ich den Zwack in die Manduca auf den Rücken und erledige die Hausarbeit, geh Spazieren oder mach sonstwas, das ist bei uns gerade dann die 'Rettung'... wie das in der SS ist, weiss ich natürlich nicht, da ist das Tragen dann halt schon anstrengender, das kann ich gut verstehen... Darf ich fragen, wie du sie trägst?
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe leider kein Tragetuch, ich trage sie aus eigener Kraft,aber von anfang an halt.....ich habe das versäumt mit dem Tuch -hatte zuerst so eine Bauchtrage, aber die war sooo schlecht, das ich sie da enmal für fünf min drinne hatte- ! Ja, aber diesesmal bin ich schlauer und fange von anfang an mit dem Tuch an (nur so am rande jetzt) !
    Ich habe durch die tragerei natürlich auch sehr sehr viel positives erfahren. Das muss ich sagen.
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auch 11 kg kann man gut tragen. Nur muss man eben langsam anfangen zu trainieren, und sich dann langsam steigern. Und man braucht eine Rückentrage, vorne geht das echt nicht gut. Auf dem Rücken trägt sich so ein Gewicht viel leichter. Der Manduca würde ich da sicher prima eignen.
  • bratenbraten

    2,538

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @mupfel: hast du denn zufälligerweise eine dieser wunderbaren tragen mit hüftgurt? ich weiß gerade garnicht wie alt dein kind ist... dann könntest du es ja für den gemeinsamen spaziergang da rein tun und auf neugierige fragen hoffen? ich finde es auf jeden fall klasse, dass du nochmal hingegangen bist!
  • mudmud

    580

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kann mich braten nur anschließen! Toll, dass Du da so hartnäckig bist. Jetzt werde ich mir an Dir mal ein Beispiel nehmen und meinen Nachbarn auf das fehlende Trinkwasser seiner Schlachtkaninchen ansprechen :biggrin:
  • krabbeltierkrabbeltier

    3,047

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das ist doch toll das ihr jetzt Kontakt habt, so kannst du ja nach und nach immer mal was erzählen. Meinen Sohn habe ich übrigens ewig getragen, teilweise trage ich ihn kurze Strecken jetzt noch. Ich habe ihn getragen als ich schwanger war, einfach immer ;-). Die Lütte jetzt ist da nicht anders und mein Rücken lebt noch ;-)
  • MupfelMupfel

    917

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    braten schrieb:
    @mupfel: hast du denn zufälligerweise eine dieser wunderbaren tragen mit hüftgurt? ich weiß gerade garnicht wie alt dein kind ist... dann könntest du es ja für den gemeinsamen spaziergang da rein tun und auf neugierige fragen hoffen? ich finde es auf jeden fall klasse, dass du nochmal hingegangen bist!

    Doch habe ich und ich hatte Finja (13 Wochen) auch gestern im Beco, als ich bei ihr war. Wollte schließlich mit gutem Beispiel voran gehen. ICH habe auch kein Problem damit, 11kg zu tragen, aber sie hat sooft wiederholt, wie stark ihre Rückenprobleme sind und auch als ich sagte, dass es verschiedene Tragehilfen gibt, die da geeignet sind, waren die Schmerzen wieder ein Ausschlußgrund. Ich weiß ja auch nicht, wie doll diese sind. Wenn jemand was mit der Bandscheibe hat bsp. ist Tragen von 11kg bestimmt nicht besonders geeignet.
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