Warum habt ihr eure Kinder taufen lassen?

BibileinBibilein

4,312

bearbeitet 11. 07. 2008, 10:27 in Plauderecke
(oder nicht taufen lassen :biggrin: ) War es, "weil man das eben macht" oder schon tiefere Beweggründe?
Ist es gut, ein Kind "ungefragt" in eine religiöse Richtung zu "drängen" oder sollte man die Kinder besser nicht taufen und später selbst entscheiden lassen?

Wie steht ihr zu dem Thema?

(entstanden aus dem Kirch-Trau-fred)
Wenn das besser in die Heißen Themen passt, bitte verschieben.

Kommentare

  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ICh habe meine Kinder nicht taufen lassen, weil ich nicht an die Kirche und ihre Lehren glaube.
    Sie können später selbst entscheiden, wobei ich denke das die wenigsten Kinder Juden, Moslems oder Buddisten werden wenn sie in einem Christlich geprägten Land groß werden und so bleiben die 3 Größen : Evangelisch, Katholisch oder Nix.
    Meine Große ist derzeit für Nix. Mal sehn wie das wird wenn zum Konvirmationsunterricht eingeladen wird und die Hoffnung auf Reichtum im Falle eine Konvirmation erwacht....


    Gruß Feli
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Felix ist aus Glaubensgründen getauft. Heißt wir sind beide gläubige evangelische Christen. Damit war für uns auch klar Felix Gott anzuvertrauen. Kurz haben wir noch überlegt ihn als Kind nur segnen zu lassen und später entscheiden zu lassen. Da er aber die Entscheidung nie äußern können wird haben wir ihn mit der Taufe der Gemeinde anvertraut.

    Das ist für mich übrigens der einzige Grund ein Kind taufen zu lassen. Ich finde es auch nicht gut wenn Pfarrer Kinder taufen..wo er genau weiß das die Eltern es nur tun weil man das halt so macht.

    Bei unserem Pfarrer geht es gott sei dank nicht..da ist er aber befürchte ich eine Außnahme.


    Also konfirmieren nur wegen den Geschenken..hoffe der Pfarrer lehnt das ab.. :confuded:
  • stephuniestephunie

    880

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben taufen lassen weil ICH möchte das beide der kirchlichen Gemeinde angehören. Ich hab als Kind damit gute Erfahrungen gemacht und ich wollte das meine beiden auch so aufwachsen können. Später können sie gerne aus der Kirche austreten, das ist mir dann egal, das sollen sie selbst entscheiden. Mein Mann ist nicht getauft und seine Eltern sind aus der Kirche ausgetreten. Mein Mann findet es okay, meine Schwiegereltern müssen wohl oder übel dadurch, ich weiß auch nicht was sie darüber denken.
  • HjördisHjördis

    2,857

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Kinder habe ich aus tiefster Überzeugung nicht taufen lassen. Während Fredericks Schwangerschaft habe ich zwar mal laut drüber nachgedacht und mein Schwiegertiger fand es da soooo toll und was man dem Kind damit mit auf den Weg gibt, das ist was einmaliges. Das, was wir Katholiken in unserem Glauben finden, das müssen andere erst suchen und landen dabei bei irgendwelche Extremsportarten - das alles bleibt uns erspart... Nun ja, da mein Freund sehr überzeugt aus der Kirche ausgetreten ist und meine Familie evangelisch ist, habe ich das laute Nachdenken ganz schnell wieder sein gelassen.
    Ich hoffe, er wird ein kleiner Heide :biggrin:
  • BibileinBibilein

    4,312

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    stephunie schrieb:
    Wir haben taufen lassen weil ICH möchte das beide der kirchlichen Gemeinde angehören. Ich hab als Kind damit gute Erfahrungen gemacht und ich wollte das meine beiden auch so aufwachsen können.
    Das waren auch meine Beweggründe. Kinder haben eine ganz andere Empfängnis für das. Es kann ihnen sehr viel Halt geben und ich finde es gut, wenn sie an etwas glauben, mal beten, das Leben in einer christlichen Gemeinschaft kennen und in diesem Rahmen auch ein Grundwissen vermittelt bekommen. Die Entscheidung OB sie später bleiben oder nicht können sie meiner Meinung nach besser treffen, wenn sie es kennen.
    Ich habe nur schöne Erinnerungen an meine Kindheit in Bezug auf die Kirche. ich war zwar in einem katholischen Kiga obwohl ich ev. getauft bin, aber dort wurde der Glaube sehr groß geschrieben. zu den Festen wurde immer viel Themenbezogen gebastelt, gemalt, gespielt, es gab Krippenspiele, tolle Erntedanksfest und und und.

    Das war der Grund, warum wir beide Kinder taufen ließen. Wie ich in dem anderen Thema schon schrieb, nähere ich persönlich mich erst wieder so langsam der Kirche, nachdem ich viele Jahre den Bezug dazu verloren hat. Das schöne ist, dass man immer willkommen ist ;-)
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was viele nicht wissen die noch unsicher sind.

    Man kann Kinder auch erstmal nur segnen lassen. In der evangelischen Kirche als richtige Feier. Heißt die Kinder werden Gott anvertraut...aber man hat eben noch keine "feste" verbindliche Taufe bei der ja Eltern und Paten versprechen das Kind im Glauben zu erziehen und die Gemeinde das Kind in ihre Mitte aufnimmt.

    Was ich merkwürdig finde sind diese Taufgottesdienste außerhalb des Gemeindegottestdienstes. Wie soll die Gemeinde das Kind aufnehmen wenn sie gar nicht anwesend ist.. :roll:
  • ed24ed24

    1,208

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kann man nicht auch beten und glauben ohne durch eine Taufe an eine Gemeinde/Kirche gebunden zu sein???

    Ich bin nicht getauft, meine Eltern und mein Freund sind aus der Kirche ausgetreten. Trotzdem haben wir in unserer Familie eine enge Verbindung zum Glauben. Es ist nicht der Glaube wie er in der Kirche gelehrt wird, denn da ist einiges was sehr unverständlich ist und auch gegensprüchlich. (Wir sind in keiner "Glaubengemeinschaft/Verbindung ect. nur das das nicht falsch verstanden wird...)

    Gruß ed24
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mein mann und ich kommen beide aus familien, die atheistisch sind. wir haben keinen bezug zur kirche, so dass eine christliche erziehung unserer tochter nie zur debatte stand.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben nicht taufen lassen, weil wir selbst seit Jahren aus der Kirche ausgetreten sind und uns nichts damit verbindet. Ich mag nicht taufen, nur weil man es eben so macht, das ist für mich kein Grund. Taufe macht für mich nur Sinn, wenn man Interesse daran hat, das Kind im Glauben zu erziehen. Ich denke, es gibt genug Gelegenheiten, mit dem Glauben in Kontakt zu kommen, im Kindergarten, in der Schule. Wir werden da beide nicht ablehnend reagieren. Ich bin dafür, dass man seinen Sinn im Leben sucht, aber das muss nicht zwangsläufig kirchenvermittelter Glaube sein.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Was ich merkwürdig finde sind diese Taufgottesdienste außerhalb des Gemeindegottestdienstes. Wie soll die Gemeinde das Kind aufnehmen wenn sie gar nicht anwesend ist.. :roll:

    So haben wir am Sonntag auch Lotte taufen lassen und Greta wurde so auch getauft...leider...
    Hier im Ort wird die Taufe extra an einem Sonntag Nachmittag veranstaltet. Meinem Mann und mir wäre es auch lieber, wenn innerhalb eines normalen Sonntag-morgen-Gottesdienstes getauft werden würde. Fände ich feierlicher. Wir haben zwar eine schöne Ecke mit Taufbecken, aber in einer grossen Kirche fühlt man sich mit 20 Mann doch alleine. Ausserdem spielt keine Orgel und man muß alleine singen - auch doof.

    Beide wurden katholisch getauft, weil ich gläubige Katholikin bin. D.h. nicht, daß ich mit allem konform gehe, was die Kath. Kirche so von sich gibt, bei weitem nicht. Aber mir tut der Glauben gut und ich möchte dieses Gefühl meinen Kindern mit auf den Weg geben. Was sie daraus machen, ist letztendlich irgendwann ihre Sache. Aber momentan sollen sie wissen, daß da noch jemand ist, der sie beschützt und behütet.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab über so was noch nie nachgedacht, weil ich mit der Kirche nix zu tun hab. Soll heißen, Tim wurde nicht getauft und wird wohl auch nie getauft werden. Hab zu dem Thema auch keine Ahnung, eben weil es mich null interessiert hat. Und wir früher in der Schule hatten ja auch keinen Religionsunterricht. Wie er später mal zu dem Thema steht, weiß ich nicht. Das werde ich ja dann sehen. ;-)
  • FreyaFreya

    577

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja doch. Auf alle Fälle. Mit mir haben Omas und Ops auch schon früh das Beten angefangen und Geschichten über Gott und Jesus erzählt bekommen. Ich fande das immer toll in der Kindheit. Und auch heute noch hilft mir ein Gebet in einer schwierigen Situation besser damit umzugehen. Hört sich vielleicht für einige doof an, ist aber so.

    Das möchte ich meinem Sohn auch gerne mit auf den Weg geben -diesen Glauben und die Hoffnung, daß es da noch etwas Größeres gibt, was uns beschützt, uns leitet und an das wir uns in jeder Situation wenden können.
  • MoritzMoritz

    1,882

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben Lukas auch taufen lassen weil wir gläubig evanglische Christen sind, bzw. ich es war, ich wollte mein Kind gesegnet seinen Lebensweg wissen.
    Leider gab es in der Vergangenheit viele Ereignisse die mich an Gott und seinem Segen zweifeln lassen, im Prinzip finde ich es nicht gut Lukas quasi die Entscheidung vorweg zu nehmen aber er kann auch trotz das es getauft ist, alles weitere ablehnen das steht ihm frei und momentan versuche ich ihn meine Zweifel nicht spüren zu lassen, so das er ganz unvoreingenommen ist.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 11. 07. 2008, 00:39
    Hallo,

    wir haben den Zwerg nicht taufen lasse, mein Mann ist katholisch getauft und auch bis ins junge Erwachsenenalter in der Kirche aktiv gewesen, hat sich auch in Jugendgruppen usw. engagiert, jetzt ist es ihm aber fremd geworden, ich bin nicht getauft und nicht gläubig erzogen.
    Prinzipiell finde ich es wundbar, ein Kind nicht nur in einer Familie sondern auch in einer Gemeinde aufwachsen zu lassen. Daher kann ich jeden gut verstehen, der in irgendeinem Bezug zur Kirche steht und sein Kind taufen lässt. Für uns ist es aber trotzdem nichts, da wir uns ja auch mit dieser Gemeinde identifizieren müssten und - vor allem - das Kind im Glauben erziehen. Und ich denke das kann ich nicht, da ich eben nicht glaube. Und mein Mann auch nicht.

    Die Sache mit dem Segen der Kirche kannte ich gar nicht, dass wäre für uns evtl. einen Option (gewesen). Die Eltern meines Mannes sind sehr gläubig. Natürlich gehts denen auf tw. darum was MAN so macht, doch es steckt auch wirklicher Glaube dahinter. Sie haben nie was dazu gesagt, dass der Zwack nicht getauft wird, doch ich kann mir vorstellen, dass so ein Segen 'ihres' Gottes für das neue Familienmitglied ihnen schon sehr wichtig wäre... na vielleicht frag ich hier mal in der Gemeinde (in der mein Mann wäre, wenn er hinging ;-) ).

    Die Idee ein Kind nicht zu taufen, damit es sich später selbst entscheiden kann finde ich theoretisch sehr gut, doch auch sehr 'verkopft', denn das 'Prinzip Glauben' gibt man doch aus seinem eigenen Gefühl heraus an sein Kind weiter, oder? Mit der Taufe wird es in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen. Die Ansicht, dass man sich seine Religion bewußt aussuchen kann/soll teile ich nicht. Natürlich gibts Erwachsene die genau das tun und dass sei auch jedem ungenommen. Doch ich als Nichtgläubige könnte das gar nicht, ich glaube einfach nicht, das hab ich mir nicht ausgesucht, das ist einfach so. Das war keine Entscheidung sondern Erziehung und Sozialisation. Ich denke, wenn man sein Kind im Glauben erzieht, nimmt man die Entscheidung auch vorweg. Und das ist doch auch gut, denn natürlich entscheiden Eltern, welche Wert sie ihren Kindern mitgeben wollen...

    Viele Grüße, Sophie
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sophie, da geb ich dir recht. Ich habe meine Kinder auch nicht taufen lassen, weil ich nicht dahinterstehe und weil ich kein Mitglied einer kirchlichen Gemeinde bin. Ich könnte ihnen gelebten Glaube gar nicht vermitteln und tue es auch nicht. Meine Kinder, also die beiden großen, haben ebenfalls keinen Bezug zur Kirche und zum Glauben und nichts liegt ihnen ferner, als sich irgendeinen Glauben auszusuchen, das kommt in ihrem Repertoire nicht vor, einfach weil ich ihnen nichts dergleichen mitgegeben habe.

    Im Einzelfall kann es sicher vorkommen, dass sich atheistisch erzogene Kinder einem Glauben anschließen, aber das dürfte eher die Ausnahme sein.
  • InaMausInaMaus

    2,055

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    tinat schrieb:
    Wir haben nicht taufen lassen, weil wir selbst seit Jahren aus der Kirche ausgetreten sind und uns nichts damit verbindet. Ich mag nicht taufen, nur weil man es eben so macht, das ist für mich kein Grund. Taufe macht für mich nur Sinn, wenn man Interesse daran hat, das Kind im Glauben zu erziehen. Ich denke, es gibt genug Gelegenheiten, mit dem Glauben in Kontakt zu kommen, im Kindergarten, in der Schule. Wir werden da beide nicht ablehnend reagieren. Ich bin dafür, dass man seinen Sinn im Leben sucht, aber das muss nicht zwangsläufig kirchenvermittelter Glaube sein.


    besser hätt ich`s auch nicht sagen können. Bei uns ist das ganz genau so.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich schließe mich eher Bibi an ;-) . Mein Mann ist wie ich evangelisch getauft, ich wurde auch konfirmiert, mein Mann ist inzwischen aus der Kirche ausgetreten. Wir wollten beide, dass unser Kind die Chance hat, im christlichen Glauben einen Halt zu finden und in einer christlichen Weise erzogen zu werden.
    Das hat aber für mich nicht unbedingt etwas mit Beten und Kirche besuchen zu tun, sondern mit der Art des Miteinanders, mit dem Umgehen mit anderen Menschen und Situationen.
    Mein Mann ist in einer eher katholisch geprägten Familie aufgewachsen und hat dauernd von der Oma und dem Vater zu hören bekommen, dass sich das und dies nicht gehört, der liebe Gott würde ihn bestrafen, man müsse in die Kirche zum beichten usw. Das hat ihn nicht gerade zum Glauben gebracht ;-) .
    In meiner Familie ist zwar mein Vater evangelisch, hat das aber nie so stark vorgelebt. Meine Mutter ist russisch-orthodox getauft, hat das aber auch nicht so stark und ausgeprägt gelebt seit sie in Deutschland ist. So sind meine Schwester und ich auch nicht so viel mit Kirche, beten usw. in Verbindung gewesen, aber ich habe mit Freizeitveranstaltungen der katholischen Kirche im Ort viel Schönes erlebt und bin auch im katholischen Kindergarten gewesen.
    Wir haben unsere Patin für Natalie auch danach ausgewählt, dass sie Natalie den Glauben gut vermitteln kann, ohne ihn jedoch aufdoktrieren zu wollen mit Beten müssen usw. Natalie KANN diesen Weg gehen, aber sie muss es nicht. Kirche besuchen hat für mich nicht viel mit Glauben zu tun, solange man es nur tut, weil "es sich so gehört".

    LG!
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