Da wir nicht in der Kirche sind, jedoch durch Familie und Umfeld in die christlichen Feiertage eingebunden sind, stellt sich die Frage, wie erklärt man seinem Kind wo die Geschenke an Weihnachten herkommen und warum es diese gibt.
Letztes Jahr war das noch kein Thema, dieses Jahr werden viel mehr Erklärungen verlangt :biggrin:
Ich möchte ihm jedoch auch keine Erklärungen bieten, die ich selbst nicht vertreten kann.
Wie handhabt ihr das? Insbesondere die Familien die eine andere Religion haben?
Danke für eure Anrgeungen!
Kommentare
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Fest der Nächstenliebe ect sind doch alles nur Umschiffungen und stimmt so doch einfach nicht. Weihnachten wird die Geburt Jesu gefeiert...das kann man doch ganz einfach erklären.
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Das wird finde ich oft vergessen: selbst wenn ich mich persönlich entscheide, nicht gläubig zu sein oder wenn ich einfach einen anderen Glauben habe, leben wir doch hier in einem christlichen Kontext, in einer Gesellschaft, die vom christlichen Glauben und entsprechenden Ritualen und Traditionen geprägt ist und das beeinflußt unser Leben in jedem Fall.
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Klar ist Weihnachten unumgänglich für die Kinder, der Weihnachtsmarkt, die vielen Nikoläuse, die Dekoration überall, man entkommt Weihnachten nicht und wenn ein Kind fragt, finde ich persönlich es - unabhängig von seinem Glauben - nicht schlimm, ihm die Wahrheit zu sagen.
Bekannte von uns sind beide türkischer Abstammung und sind mehr oder weniger "aktiv" in ihrem Glauben. Dennoch werden die Kinder christlich "erzogen". Sie gehen in einen christlichen Kiga und zelebrieren alle Feste, die das Kirchenjahr eben so mit sich bringen, weil die Kinder auch offen dafür sind. Sie sehen das - glaube ich - nicht als Konflikt oder so an.
wir haben ja Religionsfreiheit. Nur weil ein Kind nicht getauft ist, oder die Eltern nicht gläubig sind, muss das nicht heißen, dass die Kinder irgendwann selbst ihren Weg zum Glauben (egal welchen) finden.
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Ich selbst bin zwar in dr ev. Kirche, habe aber kein Interesse daran. Ich gehe nur zu Beerdigungen, Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten. Weihnachten gehe ich nicht!
Ich würde unsere Tochter auch gerne später taufen lassen, wenn sie selbst entscheiden kann, aber mein Männe macht da nicht mit.
Er ist auch in der Kirche und hat sonst nix damit zutun, zahlt nur kräftig in die Kirche ein( und das nicht zu knapp :flaming01: ) Aber er sagt, Taufe etc gehört sich halt so... :roll:
Ich find Kirche an sich nicht gut, die Prediger nicht das leben, was sie predigen und dann find ichs daneben, dass man so viel Geld zahlt nur um in die Kirche zu gehen können. Steht in der Bibel irgendwo was mit Geld?
sorry, ein wenig off-topic!
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Ich wuerde ihm auf kindliche Weise das erzaehlen, was du glaubst... warum feiert ihr Weihnachten, was ja eigentlich ein christliches Fest ist? Das kannst du ihm ja erzaehlen...
Ich finde es muss einfach identisch sein. Mein Vater meinte, wir koennen doch auch an Weihnachten Ostern feiern und umgekehrt. Als ich ihm das dann in der Pub. mal vorschlug, war er nicht mehr sehr begeistert und bemerkte dohc, dass er irgendwie religioes gepraegt ist.
Oder sind es einfach die Verwandten die Geschenke machen, aber ihr feiert nicht? Dann koennt ihr ihm erklaeren mit Bezug auf euer Fest, warum sie nun heute Geschenke bekommen.
Bei uns hat auch nach langer Zeit die alte Verwandschaft den Brauch noch nicht abgeschaffen. Aber im hohen Alter ist die Umstellung doch wohl zu gross und daher haben wir auch Verstaendniss. Wir erklaeren unseren Kindern, dass die Christen jetzt ihr Fest feiern und daher sie jetzt von den Urgrosseltern Geschenke bekommen. Jesus ist ist ihnen ja aus unserer Religion auch ein Begriff... Isa.
Liebe Gruesse Umm Nusaybah
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die Kirche hat eine riesige Menge an gemeinnütziger Institutionen, sei es Drogenberatung, Elternberatung uvm. also so kann man das - denke ich - nicht dastehen lassen. Hier im ort ist die Kirche auch sehr engagiert, wenn es um Kinderprogramme geht und es gibt einen wunderschönen kindergottesdienst auch für die Kleinsten schon.
Was den Rest , so gab es - glaube ich - sogar schon einen Thread dazu (müsste mal suchen). Ich denke es geht insgesamt jetzt eher ins OT. Juliane wollte ja wissen, wie wir damit umgehen (Weihnachten) wenn die Kinder nicht getauft bzw. die Eltern nicht gläubig sind.
Juliane, ich hab mir jetzt nochmal über Mittag ein paar Gedanken gemacht. Jetzt aber nicht irgendwie als Angriff oder so verstehen, aber ich bin zu folgendem Schluss gekommen:
Man feiert Weihnachten mit "allem drum und dran" und auch um der "Weihnacht Willen" oder nicht, dann sollte es aber auch keine Geschenke geben. Sonst fehlt dem Kind wirklich irgendwo der Bezug und es wirkt alles nur "geheuchelt". (also bitte nicht irgendwie in falschen Hals kriegen, mir fehlen nur manchmal die richtigen Worte :oops: ).
Darf ich fragen, warum ihr eurem Kind nicht "die Wahrheit" sagen wollt? Denn es ist nicht schlimm, wenn ihr von etwas nicht überzeugt seid, aber dem Kind etwas "zeigen" wollt. Ihr öffnet ihm ja nur die Türe, ob es irgendwann durch diese hindurchgeht, kann es dann selbst entscheiden. Ich finde nur, man sollte sie nicht verschlossen lassen.
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Was sagst Du denn, wenn Dein Kind an eine Krippe kommt und fragt, was das sei und wer das alles ist?
Auch bei uns hier im Initiativ-KiGa wird erzählt, was damals passiert ist und warum wir heute noch Weihnachten feiern. Würden die das nicht machen, täte ich es.
Ich habe die Advents-und Weihnachtszeit als Kind als so magisch und wundervoll erlebt und möchte dieses Gefühl gerne weitergeben. Dazu gehört für mich auch die Weihnachtsgeschichte.
Für alle, die nicht an diese Geschichte glauben, sollte Weihnachten nicht Weihnachten heißen.
Sorry, das ist vielleicht sehr provokant, aber meine Meinung.
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Ich hab als Kind auch dran geglaubt und fand das schön, aber wenn mans nu genau nimmt, gehört er hier nicht her...
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Das die ganzen Rituale die sich um Weihnachten ranken nix mit dem christlichen Fest zu tun haben wissen wir alle. Auch das Jesus vermutlich nicht am 24.12 geboren wurde.
Aber der Anlass das Weihnachtsfest zu feiern ist bei uns nun mal Jesu Geburt..
Und das kann und sollte man seinem Kind doch sagen. ;-)
Übrigens steht das mit dem Geld auch in der Bibel. Dort steht du sollst für die Armen den Zehnten geben..
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Die GESTALT des Weihnachtsmannes, wie wir ihn heute kennen, wurde durch Coca Cola geprägt. Der Weihnachtsmann / das Christkind kommt aber für die Kinder schon seit Jahrhunderten und geht - glaub ich - auf den heiligen Nikolaus zurück. War jetzt aber zu faul zum Googlen, dass muss jetzt nicht stimmen ;-)
Wir versuchen Franzi christliche, das heißt in unserem Fall katholische Werte mitzugeben. Ob er das später selbst praktizieren möchte, ist natürlich ihm überlassen. So eine Einstellung muss ja aus dem Herzen kommen, von Lippenbekenntnissen halte ich nichts.
Aber zurück zum Thread.
Ob man religiös ist oder nicht halte ich in diesem Fall nicht für wichtig. Man hat meines Erachtens nach die Pflicht, seinen Kindern die Welt nahe zu bringen und Fragen über diese zu beantworten. Und Weihnachten, unsere Feste und das alles gehört dazu. Ich selbst finde es immer schlimm, wenn man Kinder nach dem Ursprung von Festen fragt und dann irgendwelche abenteuerlichen Geschichten hört. Diese Feste gehören zu unserer Kultur, zu unserem Leben und zu unserer Geschichte. Die sollte man schon kennen. Ich würde es in Deinem Fall so erklären, dass mit diesem symbolischen Datum die Geburt von Jesus gefeiert wird und dass man sich aus Freude darüber halt beschenkt. Und dass dieses Fest ein Symbol der Liebe und des Miteinanders ist. Das kann man doch auch als nicht-religiöse Familie feiern? Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich meinem Kind es sagen würde, dass die Geschenken nicht vom Christkind / Weihnachtsmann kommen. Da geht wirklich ein Stück Magie verloren ;-)
Ich liebe Weihnachten, habe auch nur schöne Erinnerungen in dieser Zeit an meine Kindheit und dies möchte ich für Franzi auch haben. Allerdings gibt es das bei mir nicht, dass das Christkind nur zu artigen Kindern kommt und dass man das Weihnachtsfest dazu nutzt, um unartigen Kindern zum Gehorsam zu bringen. Das ist weder christlich, noch menschlich.
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Ich weiss nicht, ob der Vorschlag schon kam, aber sonst lasst doch die Familie und das Umfeld erklären, warum Weihnachten gefeiert wird. Vielleicht kann das ja eine Oma oder Tante übernehmen? So müsst Ihr nichts erklären, was Ihr nicht wollt und Euer Kind bekommt trotzdem die Hintergründe des Festes mit...!
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Weihnachten ist nun mal ein christliches Fest, da gibt es nichts dran zu drehen. Das hat auch nichts damit zu tun, ob man daran glaubt oder nicht.
Aber man kann doch durchaus erklären, woher der Brauch stammt und dann sagen, dass man selbst nicht daran glaubt, aber findet, dass es eine schöne Sitte ist, sich einmal im Jahr gegenseitig eine Freude zu machen usw., je nachdem, warum Ihr überhaupt Weihnachten feiert.
Ich studiere Geschichte und Germanistik und da gibt es soooo viele Studenten, die absolut keine Ahnung von der christlichen Kultur haben, dabei nehmen sie daran Teil, ob sie wollen oder nicht. Die machen sich teilweise noch über alles lustig, was mit Kirche zu tun haben, studieren Mittelalter und können sich keine einzige Quelle erschließen, weil sie keinen blassen Schimmer von den Grundlagen unserer Kultur haben.
Tut mir leid, das ist einfach Allgemeinbildung, ob man nun daran glaubt oder nicht.
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Ich möchte ihm auf gar keinen Fall verheimlichen, was es mit Weihnachten auf sich hat. Ich sehe auch nicht das Problem darin ihm die Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Ich selber bin als Kind recht kirchennah aufgewachsen, hab mich persönlich zum Austritt entschieden, die Gründe dafür sind ihm jedoch noch nicht vermittelbar. Ich kenne daher sehr viele biblische Geschichten, nur habe ich persönlich eine gewisse Distanz zur Institution Kirche und möchte meinem Sohn eine etwas offenere Sicht auf das Thema Weltbild, Ethik, Glaube und Religion vermitteln. Ich hab heutzutage lustigerweise sehr viele nahe Freunde, die selbst sehr kirchenaktiv sind, hab da auch keine Berührungsängste. :biggrin:
@ Bibilein: Ich sehe es auch ein wenig wie Bibilein, Bisher kann er mit dem Begriff Jesus nichts anfangen. Ist absolut OK und verstehe es nicht falsch, ich hab ja um Rückmeldungen gebeten
Genauso wie Caro es vorschlug habe ich es auch bisher gedacht, nur eben fehlt halt die Erklärung und ich finde es auch schwer vermittelbar warum mein Sohn dann, wenn jemand anderes seinen Geburtstag hat, Geschenke bekommen soll :biggrin: Warum dann nicht wenn Mama oder Papa Geburtstag haben?
@ Sophie: Ich denke auch, dass ihm generell die Erklärung "Weil heute Weihnachten ist" reichen würde, es geht mir mehr darum, wie ich persönlich langfristig mit der Thematik umgehe bzw. was für nette Gebräuche man stattdessen pflegen könnte. Mir hat es als Kind auch immer sehr gefallen am Krippenspiel teilzunehmen, mir hätte jedoch auch ein anderes Theaterstück gefallen. Auch die Geheimniskrämerei ums Christkind und die Geschenke und Nikolaus sind schön gewesen. Ich möchte mir halt nur jetzt wo er noch "klein" ist, ein gewisses Konzept entwickeln. Das sehe ich genauso!
@ rajenriver: Ich möchte ihm die Möglichkeiten vorstellen, doch entscheiden soll er selbst, welchen Weg er für sich später einschlagen möchte, dennoch möchte ich ihm doch auch die kindliche Freude ermöglichen, die solche Feste mitsichbringen. Schwierig, schwierig :roll:
@ Umm Nuza: Das ist ja das Problem, mir liegt eigentlich nichts an diesem Fest, von mir aus müsste man nichts feiern und könnte den ganzen Rummel und die Geldmacherei da drumherum weglassen ;-) außer vielleicht das Gutsle backen, darauf würd ich ungern verzichten :biggrin: Und ihm sagen, dass das mehr der Verwandtschaft zuliebe ist, kann ich ja auch nicht bringen :oops: "Wie kannst Du nur ihm Weihnachten vorenthalten" :fingers:
@Guniem: Eigentlich möchte schon lieber ich ihm die Situation erklären, er wundert sich sicher nur, warum das die Tante macht und nicht die Mama. Außerdem haben wir ein paar Familienmitglieder in einer Freikirche, das ist mir zu riskant. :biggrin:
Ich sehe schon ich verheddere mich etwas in meinen Vorstellungen und der praktischen Umsetzung, die doch in hohem Maße von außen mitbeeinflusst wird. Umso dringlicher, dass ich mir da ein Konzept überlege.
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@ Julla: Klar entwickelt sich das je älter er wird. Jedoch möchte ich über die Richtung und Eckpfeiler schon etwas Gewissheit haben. Ich möchte eben nicht nur die ganzen Feste und Traditionen unreflektiert weiterübernehmen. Ich denke auch, dass sehr viele Menschen Nikolaus, Weihnachten, Ostern halt feiern um der Geschenke willen oder weil man das halt so macht und über die Hintergründe sich gar keine Gedanken machen bzw. sie nicht wissen, z.B. was es mit dem Nikolaus auf sich hat, wer er war und vor allem warum er Geschenke bringt. Ich finde es an manchen christlichen Festen schade, dass sich darin Religion, Brauchtum und Jahreszeitenfeste überlagern, die an sich einzeln betrachtet schon feierwürdig wären.
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Warum feiern wir Weihnachten?
Wer ist Jesus?
Wer ist der Nikolaus?
Warum gibt es Ostern
etc pp
SEH>R vieleKinder und Jugendliche kennen das nicht...Ich finde das sehr schlimm!
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Weihnachten ist für uns ein Familienfest und dazu gehört der Weihnachtsmann der Geschenke bringt. Es ist die Vorfreude auf glänzende Kinderaugen, nicht mal so sehr wegen der Geschenke. Ich freue mich zum Beispiel wahnsinnig darauf, wie Amy auf den geschmückten Baum reagieren wird. Ich hasse auch diesen GEschenkeregen und deswegen darf jeder nur ein Geschenk geben. Ich freue mich auf den gedeckten Kaffeetisch, mit meinen Eltern, Schwiegereltern, Bruder und Schwager. Eben das man die ganze Familie mal auf eine Haufen hat.
Ich finde es auch sehr nervig, das immer zu Weihnachten immer irgendwelche Spendenaktionen laufen. Das ist etwas was ich das ganze Jahr über mache. Ich unterstütze meinen Bruder sehr viel, der arbeitslos ist und drei Kinder hat, spende für Greenpace oder hänge einer Mutti im Kindergarten Sachen für die Tochter an die Garderobe, weil sie alleinstehend ist und keinen Job hat. Nächstenliebe ist für mich nicht zwangsläufig mit Weihnachten verbunden.
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Wir feiern auch kein Weihnachten, treffen uns aber in der Familie und verbringen einen schönen Tag/Abend zusammen - was will man an so einem Tag auch sonst machen
Sag deinem Kind doch, dass die Menschen die Geburt Jesu (und zu Ostern und den anderen Festen den jeweiligen Grund) feiern und ein paar Worte zu dem Glauben dahinter, aber das ihr daran nicht glaubt und eich einen schönen Tag in der Familie macht. Es muss ja keine Geschenke geben. Dann habt ihr auch nicht das Problem das zu erklären. Und wenn die Verwandschaft meckert - seis drum, IHR seit die Eltern und habt es so entschieden!!!
OT: @Bibilein - es ist leider eine weit verbreitete Meinung, dass durch die Kirchensteuern die Kirche, Pfarrer und alle aktivitäten bezahlt werden. In wirklichkeit zahlt Papa Staat ( alle Steuerzahler) die Pfarrausbildung, die Häuser, Hauswirtschafterinnen, Autos, Chauffeure, Gehalt der Pfarrer, Kerzen, Weihrauch ......... die Liste ist fast unendlich. Die Kirchensteuer reicht da bei weitem nicht. Also zahlt auch jeder "nicht"gläubige und jeder der Ausgetreten ist trotzdem für die Kirch mit. Ich meine irgendwo mal eine Zahl gelesen zu haben - ca. 9 millarden Euro von Papa Staat für die Kirche!!!
Gruß ed
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du zählst hier nur "negative" Dinge auf. Die Kirche tut auch sehr viel Gutes, wie ich schon schrieb. Es ist auch jedem Seine Sache aus der Kirche auszutreten, wenn er einfach nichts mit dem / diesem Glauben anfangen kann, oder?
Mika weiß auch (noch) nicht wer Jesus ist, aber er wird eben langsam herangeführt. Ich habe selbst eine sehr "eigene" Auffassung vom Glauben. Ist schwierig zu sagen. Die Kirche/Bibel, was auch immer vermittelt u.A. viele gute Vorsätze wie Nächstenliebe, muntert auf Gutes zu tun und vieles mehr. DIESE Grundsätze finde ich wichtig für die Gesellschaft und die Art, wie es vermittelt wird (z.B. die Geschichte von St. Martin, der seinen Mantel teilte um dem Bettler zu helfen) finde ich gerade für Kinder toll. Sie können so viel besser einen Bezug aufbauen und haben eine "Richtiline" an der sich der Großteil der Gesellschaft orientiert und das ist wichtig.
Die Bibel zeigt doch auch auf ihre Art, dass die Liebe, die Hoffnung und der Wille Berge versetzen können. Ich für mich brauche nicht jeden Sonntag in die Kirche zu gehen um mich damit zu identifizieren. Ich habe "meinen Glauben" gefunden und lebe gut damit. Ich finde, diese Chance hat jeder Mensch verdient. Noch vor zehn Jahren hatte ich mit der Kirche überhaupt nichts am Hut und das obwohl ich "christlich" erzogen wurde.
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Sorry - auch OT:
80% der Kirchensteuer werden für die Personalkosten gebraucht. Es ist definitiv nicht so, dass da der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Für den Weihrauch, Autos etc. kommt die Kirche auch selbst auf. Die Kirchensteuer aber wiederum ist absetzbar - das belastet dann eventuell die Steuerzahler. Diese Steuerbefreiung gilt aber für jede andere religiöse Gemeinschaft auch.
Bei Kindergärten, Krankenhäusern etc. zahlt dann der Staat aber mit. Das kann ich aber nachvollziehen, da z. B. in Kindergärten auch konfessionsfremde oder sogar konfessionslose Kinder aufgenommen werden. Diese also der Allgemeinheit dienen.
Was ich aber auch merkwürdig finde, und da gebe ich Dir recht - ist, dass die Allgemeinheit das Gehalt eines Bischofs bezahlt. Dieses Gehalt wird nämlich nicht von der Kirche gezahlt und das verstehe ich auch nicht. Wenn ich Atheist wäre, würde ich mich da ziemlich dagegen wehren.
Ansonsten sehe ich das wie Bibilein: Wer Kirchensteuer nicht zahlen will, soll aus der Kirche austreten. Mir persönlich ist diese Steuer lieber, als jede andere Steuer ;-)
Und man muss der Kirche auch zugute halten, dass sich sich wirklich sozial sehr engagiert. Gerade die kleinen Gemeinden leisten da eine immense Arbeit, die den meisten aber verborgen bleibt, weil sich niemand mit der Gemeindearbeit auseinandersetzt.
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und dazu noch die vielen, vielen Ehrenamtlichen Mitglieder. ich weiß gar nicht, wie viele das allein schon in unserer Gemeinde sind. Einige Krabbelgruppen und Singstunden gäbe es hier nicht, ohne die Ehrenamtlichen ;-)
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Stell Dir mal vor, Du wirst jedes Jahr zu Chanukka eingeladen. Natürlich würdest Du Deinem Sohn dann - im Rahmen seiner Möglichkeiten - erklären, worum es geht und woran die Gastgeber glauben. Und zwar wahrscheinlich ganz ohne irgendwelche Konzepte..! Dass es dann auch kleine Geschenke gäbe, wäre da wohl auch kein Problem. Gehört halt zu den Bräuchen dazu..!
Deshalb nehme ich an, solange Du für Dich nicht abschliessend geklärt hast, wo Du stehst, wirst Du wohl immer wieder über Weihnachten und Ostern "stolpern"...!
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Ich denke auch dass wir es in diese Richtung lösen werden.
@ guniem: Meine persönliche Position habe ich eigentlich schon gefunden, jedoch der Familie zuliebe nicht so rigoros umgesetzt, wie ich es für mich handhaben würde. Vielleicht ist das nun die Gelegenheit neue Traditionen einzuführen
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Bei uns sind halt die Sonnenwenden, sowie Tag- und Nachtgleiche und auch noch einige andere Termine wichtige "Feiertage".
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Wir werden wohl Weihnachten bei den Großeltern verbringen, dort hab ich jedoch schon mitgeteilt, dass wir keinen Wert auf eine Inszenierung von Christkind oder Weihnachtsmann legen, sondern mehr auf das familiäre Zusammensein. Einen Baum wird es wohl leider geben :confuded: Begeistert waren sie nicht ;-)
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Das heißt aber nicht, dass diese vorher keine Religion hatten, sondern einfach nur, dass sie noch keine Christen waren....