Europawahl

AnjaHAnjaH

25,096

bearbeitet 9. 06. 2009, 10:38 in Plauderecke
Heute wird in Europa gewählt.

Geht ihr hin? Interessiert euch die Wahl? was haltet ihr für wichtig?

Wir waren grad wählen. Bei uns sind ja gleichzeitig noch Kommunalwahlen was das Wahlaufkommen sicher erhöht.

Ich für mich finde die Wahl in einer Welt die immer näher zusammenrückt wirklich wichtig. Deshalb war es mir auch wichtig meine Stimme abzugeben.

Interessant fand ich den Wahlzettel. 2 Rentnerparteien waren drauf..aber fü Familien ect habe ich soweit ich gesehen habe nur 1 gefunden...


Also was ist eure Meinung zur Wahl?

Kommentare

  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na klar gehen wir heute noch wählen. Wobei mich die Europawahl weniger interessiert als die Kommunalwahl. Wählen werd ich natürlich für beides ;)
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Für mich ist das auch gar keine Frage, ich gehe immer wählen. Und wenn ich irgendwann mal an den Punkt komme, dass ich keinen der Kandidaten wählen will, dann würde ich trotzdem gehen und eine ungültige Stimme abgeben. Dann ist zumindest an der Wahlbeteiligung zu sehen, dass mir das alles nicht egal ist.


    Ich habe heute gleich vier Wahlzettel abgeben dürfen, da bei uns auch noch die ganzen Kommunalwahlen anstanden. Kumulieren und Panaschieren ist doch immer wieder toll :roll:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    kumuieren und panaschieren ist hier in Karlsruhe fast ein Ding der Unmöglichkeit.

    48 Stimmen bei 913 Kandidaten..da wird das ja zum Tagesgeschäft..also beschränken sich auch die meisten wohl darauf einfach Parteien zu wählen.

    Aber in kleineren Gemeinden macht das Spaß das stimmt.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Klar gehen wir wählen! Hier ist's nur die Europawahl, da hab ich immer ein leichtes Motivationsproblem, weil ich mich garnicht auskenne :fun11: Aber da muss ich jetzt durch. Wenn der Muckel ausgeschlafen hat gehen wir los. Vorteil ist auch dass das Wahllokal in der Grundschule um die Ecke ist, da bin ich sowieso neugierig, da mal reinzuschauen ;-)

    Also, alle Mann... äh Frau: Ran an die Urnen!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich unterschreib' mal bei Eowyn, inklusive der vier Wahlzettel.
    Und besonders wichtig ist mir diesmal, daß die Wahlbeteiligung hier hoffentlich hoch ist, denn hier tritt für den Stadtrat leider auch die NPD an, die es dank Abschaffung der 5%-Hürde auch mit nur wenigen Stimmen in den Stadtrat schaffen könnte - was immer unwahrscheinlicher wird, je mehr Menschen andere Parteien wählen.
  • Maja1978Maja1978

    1,148

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir wearen auch wählen. Unser Europa-Wahlzettel war beinahe einen ganzen Meter (!) lang.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na klar waren wir wählen :grin: . Ich denke, bei dieser Wahl ist fast wichtiger als welche Partei man wählt dass man allein durchs Wählengehen das Europaparlament als Institution stützt: Je höher die Wahlbeteiligung, desto höher die Legitimation dafür.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bekenne mich hiermit schuldig: ich war nicht wählen ... zum einen habe ich überhaupt keine Ahnung, wozu das Europaparlament überhaupt da ist, und zum anderen hätte ich auch nicht wirklich gewusst, wen ich hätte wählen sollen, weil ich nicht weiß, worum es da geht und was die einzelnen Kandidaten/Parteien für Ideen in ihren Wahlprogrammen hatten.

    Natürlich könnte man sagen, dass ich mich darüber hätte informieren können - ich hätte sicherlich massig Infos gefunden ... aber das Europaparlament ist eben nichts, wovon ich im täglichen Leben etwas mitkriege - wenn Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen sind, gehe ich immer - da fühle ich mich betroffen und daher verpflichtet, meine Stimme abzugeben (und halte mich daher vorher zumindest ein bisschen auf dem Laufenden über die Wahlprogramme) - beim Europaparlament fällt mir dagegen spontan nicht ein, wozu es gebraucht wird :oops:
  • Tanja0906Tanja0906

    2,444

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war auch nicht wählen. Erstens kenn ich mich ned aus da, und 2. hab ich eine wahldiskussions-rundertisch-dingens gesehen und ganz ehrlich? Ich hätte das geringere übel wählen müssen :flaming01:
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    mmh, wir müssen alle bei jeder Wahl das geringere Übel, so ist das halt mit der Politik. Die Partei mit dem 1a-superduper-Patentrezept gibts wohl nie.
    Nichtwähler unterstützen aber leider immer die extremen Parteien, das ist bei jeder Wahl so. Das kann man wissen und sollte es auch in seine Entscheidung miteinbeziehen. Kein persönlicher Angriff auf irdendwen hier, nur meine Meinung...
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Snoopy82 schrieb:
    - beim Europaparlament fällt mir dagegen spontan nicht ein, wozu es gebraucht wird :oops:
    Ein Großteil der Gesetze, die in Deutschland erlassen werden, sind im Prinzip europäische Gesetze, die hier in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Also eigentlich kommen die Vorgaben dafür vom Europaparlament und Deutschland kann dann nur noch schauen wie genau sie das hier umsetzen. Es geht nichts mehr ohne die EU, insofern finde ich es erschreckend, dass das vielen nach wie vor nicht klar zu sein scheint. Wenn man nur an den nationalen Wahlen teilnimmt aber die EU außen vorlässt ist das für mich so ähnlich als würde man nur zur Wahl im eigenen Bundesland nicht aber zur Bundestagswahl gehen.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hm, also ich hab ne politische Meinung, die ändert sich auch höchst selten; ich habe also grundsätzlich schon präferierte Parteien. Die wähle ich dann, egal welche Wahl das gerade ist, weil mir das, wofür die stehen, noch am ehesten liegt - und darum möchte ich natürlich, dass dies auch überall stark vertreten ist.

    Wobei ich bei der Kommunalwahl hier einen mir bekannten Lokalpolitiker um Rat gefragt habe - der hat mir nicht nur verständlich die Kumulieren/Panaschieren-Geschichte erklärt, sondern auch diverse andere Wahlverfahren und -taktiken, was nützlich gewesen wäre, wenn ich vorgehabt hätte, bestimmte Kandidaten zu unterstützen anstatt die komplette Partei. :)
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ich war auch nicht. Ich hatte gestern Spätdienst, konnte heut bissel ausschlafen, da Tim bei Oma war und mußte dann halb 11 wieder auf arbeit bis 18 Uhr. Und ich brauchte den schlaf heute mal. Und gewußt, wenn ich wählen sollte, hätte ich eh nicht. Und irgendwie gehts mir da wie Snoopy, hatte auch keinen Plan :oops: :roll: .
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na ja, es gibt ja noch die Briefwahl - ich unterstelle jetzt mal, dass die wenigsten Leute immer einen Tag im Voraus erfahren, dass sie morgen arbeiten müssen :) Ich hab jahrelang Briefwahl gemacht, weil ich keinen Bock hatte ins Wahllokal zu gehen... hehe :)
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja jetzt wo du es sagst, das wär echt ne Möglichkeit gewesen.
  • sandra_83sandra_83

    1,193

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wir waren auch wählen (auch wenn mein mann sonst ein wahlmuffel ist). ich finde es auch wichtig wählen zu gehen und wenn es nur ist um die eigene stimme ungültig zu machen. ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich NULL verständniss für nicht-wähler habe. wir leben in einem land wo demokratie gelebt wird und wir unsere meinung frei äußern können, also sollten wir dies auch nutzen (das ist in vielen ländern nach wie vor keine selbstverständlichkeit). außerdem bin ich der meinung, dass die die nicht wählen gehen auch nicht nörgeln und schimpfen dürfen, aber genau die schreien am lautesten.

    ich will hier keinen angreifen, aber das musste ich mal raus lassen, denn diese wahlmuffelei nervt mich tierisch (mein mann muss sich meinen frust auch immer anhören) :flaming01:
  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ganz schlimm, dass in Europa so viele rechte Parteien an Stimmen zugenommen haben! :shock: :shock: :shock: Sowas macht mir immer Angst...

    Ich war wählen. Ich muss sagen, ich habe wirklich nicht sonderlich viel Ahnung von Politik, aber ich finde, wir können froh sein, daß wir wählen dürfen. Gerade wir Frauen, das ist 90 Jahren der Fall ... (und ich bin bestimmt keine Emanze!).
    Und daß ich auch zu einer Europawahl gehe, gehört für mich zur Selbstverständlichkeit. Ich kann nicht erklären warum, es ist einfach so. Es ist eine Wahl, ich bin wahlberechtigt, also tue ich das auch! :cool01:
  • MiaofeliMiaofeli

    3,647

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lamere schrieb:
    Ganz schlimm, dass in Europa so viele rechte Parteien an Stimmen zugenommen haben! :shock: :shock: :shock: Sowas macht mir immer Angst...

    Naja jede nicht abgegebene Stimme ist auch eine Stimme für Rechts und wenn wir hier schon so viele Nichtwähler haben... Allerdings ist Deutschland durch die geschichtliche Vorbelastung viel sensibler in seiner Wahl ( wenn auch noch immer recht zweigeteilt was die extremistische Lager betrifft, begründet in den verschiedenen Vergangenheiten Deutschlands nach dem Krieg ) als die anderen Länder die zwar teils ebenfalls nicht mit Liberalisums glänz(t)en aber gegen die Nazis schlicht verblassten. Das setzt sich dann auch nicht so stark in den Köpfen der nachfolgenden Generationen fest und so kann man zwar Rechts sein und wählen aber ist natrlich nie in Gefahr eine Art nazi zu sein, denn dazu müsste man Deutsch sein... Verquer....

    Natürlich waren wir wählen. Ich würde mir niemals die Möglichkeit nehmen hinterher schimpfen zu dürfen ;-) Neee im ernst wenn ich in dieser Welt irgendwie mitreden kann und wenns nur ganz leise ist, dann stehe ich parat.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich war auch wählen, nehme mein Recht immer in Anspruch. Schon weil ich danach immer schön meckern kann :biggrin:

    Früher war ich übrigens in meiner Meinung bezüglich der Nichtwähler intoleranter. Heute sage ich einfach, dass man in einer Demokratie natürlich auch das Recht hat, nicht zu wählen. Das kann man in Anspruch nehmen. Ob das richtig ist oder nicht, ist natürlich eine andere Frage.
    Nichtwähler unterstützen übrigens nicht die extremen Parteien, sondern die großen....
    ich weiß nicht, warum so etwas immer gesagt hat. Das ist nicht richtig.
    Die rechten und die linken Rand-Lager machen mir keine Angst. Die passen mir zwar BEIDE nicht, aber die gehören auch zu einer Demokratie.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nur, weil hier irgendwo fiel dass die Europapolitik kaum Bezug zu unserem konkreten Lebensalltag habe: Auf Grund der EU-Gesetzgebung musste die Zusammensetzung der Pre- und Folgemilchen europaweit verändert werden (und zwar in die Richtung, die hier im Forum schon lange gefordert ist, die Folgemilchen wurden nämlich der Pre-Nahrung angenähert was die Kalorienzahl, v.a. den Stärkegehalt angeht) und der Babynahrungsindustrie wurde verboten, gewisse Zusätze auf den Packungen als Werbeargument zu verwenden, da dadurch die Stillquoten weiter gesenkt werden könnten.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Jawoooooooooohl...genau.
    Und demnächst gibt er Probleme mit Werbung die unbewiesene Behauptungen vermittelt... Actimel ist gesund geht dann so nicht mehr.

    Ich finde es schon merkwürdig...also wenn man gegen Ausländer ist oder Europa nicht will, was macht man dann in so einem Parlament???
    Jeden Tag mit Ausländern reden oder Gesetze für alle Länder verabschieden ist dann ziemlich anstrengend oder??? :table2:

    Sich dafür aufstellen zu lassen ist für mich dann schon abslut widersinnig.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gretchen schrieb:
    Nichtwähler unterstützen übrigens nicht die extremen Parteien, sondern die großen....
    ich weiß nicht, warum so etwas immer gesagt hat. Das ist nicht richtig.

    Wie kommst du denn da drauf? :shock:
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 8. 06. 2009, 17:18
    Wir haben das damals in Statistik durchgerechnet und ich war selbst erstaunt, was dabei rauskam. Die großen Parteien räumen bei Nichtwählern ab, weil sich die Rechnung natürlich immer auf die prozentualen Stimmenanteile an sich bezieht.
    Den "Nutzen", den (natürlich alle) Randparteien aus Nichtwählern ziehen, war so minimal, dass er kaum ein Fliegenpups war. Es ist wirklich so, dass die Aussage - wer nicht wählt, wählt extrem, so nicht richtig ist.

    Wir hatten übrigens letztens bei einem feuchtfröhlichen Grillabend eine Diskussion bezüglich der Nichtwähler. Bei uns im Bekanntenkreis sind nämlich zwei wunderbare Menschen, die politisch gebildet und auch informiert sind, aber trotzdem (oder vielleicht deswegen?) aus Protest nicht wählen gehen. Ich hab das nicht verstanden (verstehe ich bis heute nicht), aber uns hat es dann doch interessiert, was für Auswirkungen das Nichtwählen hat - und da hab ich diesen Link hier gefunden. Den fand ich sehr informativ. Da steht das übrigens auch nochmal drin:

    http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gretchen schrieb:
    Wir haben das damals in Statistik durchgerechnet und ich war selbst erstaunt, was dabei rauskam. Die großen Parteien räumen bei Nichtwählern ab, weil sich die Rechnung natürlich immer auf die prozentualen Stimmenanteile an sich bezieht.
    Den "Nutzen", den (natürlich alle) Randparteien aus Nichtwählern ziehen, war so minimal, dass er kaum ein Fliegenpups war. Es ist wirklich so, dass die Aussage - wer nicht wählt, wählt extrem, so nicht richtig ist.
    Das gilt doch aber im Prinzip nur, solange die Randparteien unter den 5 % bleiben. Wenn jetzt aber die Wahlbeteiligung so niedrig ist, dass die Randparteien, die ja in der Regel ihre Klientel schon mobilisiert bekommen, dadurch über die 5 % rutschen, dann hat man mit seinem Nichtwählen genau diese Leute unterstützt.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Darüber gibts endlose Diskussionen auch in Politik-Foren. Ich glaube, das hilft den Nichtwählern hier jetzt auch nicht weiter. Ich würde mir wünschen, dass man durch so einen Thread mal ein wenig das Nachdenken anstößt, ob man das nächste Mal nicht doch wählt. Denn wählen ist in jedem Fall die bessere Alternative, wie man auch durch die Kommunalwahl hier in Stuttgart sieht. Wer bei dem Ergebnis immer noch denkt, man könne nichts bewirken - na ja :)
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das gilt doch aber im Prinzip nur, solange die Randparteien unter den 5 % bleiben. Wenn jetzt aber die Wahlbeteiligung so niedrig ist, dass die Randparteien, die ja in der Regel ihre Klientel schon mobilisiert bekommen, dadurch über die 5 % rutschen, dann hat man mit seinem Nichtwählen genau diese Leute unterstützt.

    Das stimmt schon, je höhere Prozentzahlen sie haben, desto höher wird dann der Anteil. Ich wollte nur verdeutlichen, dass halt wirklich nur die großen Parteien von einer Nichtwahl so richtig profitieren.
    Und ich bleibe auch dabei: Wer nicht wählt, unterstützt NICHT die Extremen - so wie: Wer nicht wählt, wählt rechts (warum bei diesem Spruch nicht auch links dabei ist, frage ich mich davon abgesehen auch). Ich finde, da werden sogar "bewusste und informierte" Nichtwähler in eine Ecke gestellt, wo sie nicht hingehören.

    Ansonsten sehe ich das auch wie tinat.
    Wählen ist immer die bessere Alternative!
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gretchen schrieb:
    Und ich bleibe auch dabei: Wer nicht wählt, unterstützt NICHT die Extremen
    Also ich versteh's immer noch nicht, wo steht denn unter dem Link, wie die Annahme zustande kommt???
    Gretchen schrieb:
    Wir haben das damals in Statistik durchgerechnet und ich war selbst erstaunt, was dabei rauskam. Die großen Parteien räumen bei Nichtwählern ab, weil sich die Rechnung natürlich immer auf die prozentualen Stimmenanteile an sich bezieht.
    Den "Nutzen", den (natürlich alle) Randparteien aus Nichtwählern ziehen, war so minimal, dass er kaum ein Fliegenpups war. Es ist wirklich so, dass die Aussage - wer nicht wählt, wählt extrem, so nicht richtig ist.
    Ich weiß ja nicht was ihr gerechnet habt, doch es gibt ausreichend Analysen vergangener Wahlen, die genau das Gegenteil sagen. Es geht doch darum, was die Nichtwähler gewählt hätten, wenn sie wählen gegangen wären. Die Annahme ist, das die Randparteien (ja, rechts UND links) eine besser zu mobilisierende Wählerschaft haben und nicht wie die Mitte zum Nichtwählen neigt. Also im Beispiel: bei 100 Wählern sind 10 Extrem, 90 Mitte-Wähler -> eine Wahlbeteiligung von 70 % hieße aber aller Wahrscheinlichkeit nach, dass die 30 % der Nichtwähler aus dem Lager der Mitte kommen. Es ist also nicht möglich bei den Extremen einfach 3 Wähler wegzurechnen, das wäre dann eher einer oder keiner... zu pauschal ich weiß. Aber so ähnlich verhält sich das. Der Schaden liegt bei den Großen und solange die Randparteien nicht über die 5% Hürde kommen ist alles super und gleicht sich rechnerisch wieder aus. Doch die Nichtwähler nehmen halt in kauf, dass das auch mal anders augehen kann.

    Das ist aber wirklich ein Thema, dass von hundert verschiedenen Seiten zerpflückt werden kann, jede Wahl ist tatsächlich anderes. Wenn es keine gefährliche Minderheit gibt (mal ganz abgesehn davon was man persönlich als bedrohlich empfindet...) die in die Nähe der Hürde kommen könnten, bitte. Doch andernfalls müssen eben auch Nichtwähler sich den Schuh anziehen, solchen Parteien Vorschub geleistet zu haben...
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Jede Partei profitiert von einem Nichtwähler. Auch die Randparteien, das ist selbstverständlich richtig, aber prozentual gesehen in so geringem Maße, dass die Aussage: "Wer nicht wählt, wählt extrem" am Thema vorbeigeht. Unterstützt werden dadurch nennenswert nur die großen Parteien. Das ist eine Rechenaufgabe mit vorhandenen Größen, die man sich nach einer Wahl zusammensuchen kann. Die stehen fest.

    Du rechnest hier mit nicht vorhandenen Größe, weil Du (oder ein Forschungsinstitut) festlegst, dass 30% der Nichtwähler aus dem Lager der Mitte kommen.

    Man kann es ja auch anders sehen:
    Nämlich indem man davon ausgeht, dass die Nichtwähler oft politikverdrossen sind und vielleicht gewohnheitsmäßige Nichtwähler sind. Politikverdrossene werden aber oft von extremen Parteien angesprochen. Das heißt - es bleiben letztendlich vielleicht eher potenzielle extreme Wähler daheim als potenzielle Mitte-Wähler. Ich weiß, dass hinkt (auch). Aber genauso hinken die Rum-Rechnereien mit den Zahlen, dass die Leute alle aus der Mitte kommen. Ich weiß, dass es dazu Analysen gibt, das sind aber auch nur Erhebungen, basierend auf Zahlen, die man nur vermutet.

    Das weiß man einfach alles nicht; das ist spekulativ.
    Und mit einer Spekulation zu solch einer gewagten Aussage zu kommen: Wer nicht wählt, wählt extrem. Das finde ich dann doch nicht fair.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Es geht nicht um Fairness sondern darum, auf eine Gefahr hinzuweisen! Die da wäre, dass eine Extrem-Partei durch die 0,05% Stimmanteil, die sie durch Nichtwähler dazugewinnt die 5%-Hürde schaffen.

    Aber ich glaube, auch hier sind alle Argumente ausgetauscht....
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