Haareschneiden verboten....

HappinessHappiness

3,241

bearbeitet 11. 01. 2010, 19:49 in Plauderecke
... in den ersten 3 Lebensjahren :shock: .
In Konnis Kita-Gruppe ist ein Junge, der immer seitlich einen Zopf hat, die Haare haben Kinnlänge.
Die Mutter meinte, die Kinesiologin hätte gesagt, das man die Haare nicht schneiden soll...Begründung weiß ich jetzt nicht.

Habt ihr das schonmal gehört? Ich find es äußerst merkwürdig, aber bitte, jeder wie er mag. Der Kleine leidet ja nun nicht grad drunter.


LG

Kommentare

  • Umm NuzaUmm Nuza

    515

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hallo

    ALso von der Kinesiologie habe ich das noch nie gehört. Aber ich weiss, dass es Religionen gibt, welche das so praktizieren. Haare spielen in vielen eine wichtige Rolle.
    Bei uns im Islam ist es auch so, dass wir den Neugeborenen Kindern die Haare abrasieren und diese gegen Gold aufwiegen. Die Summe wird dann an Arme gespendet.

    Liebe Grüsse Umm Nuza
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hab ich noch nie gehört ... aber ich bin ja eh für Langhaarfrisuren bei Jungs, von daher ... ;-) Nen Zopf würde ich ihm aber wohl eher nicht machen (zumindest nicht in der Öffentlichkeit ) :roll:
  • EowynEowyn

    27,156

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube die Anthroposophen halten das so.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das heißt dass wir das bei unserem Gespräch mit dem Waldorf-Kindergarten besser nicht erwähnen, dass wir mit dem Kind schon beim Friseur waren? :biggrin:
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Snoopy82 schrieb:
    Nen Zopf würde ich ihm aber wohl eher nicht machen (zumindest nicht in der Öffentlichkeit ) :roll:
    Und schon gar nicht seitlich. :shock:
    Ich finds seltsam, aber jeder wie er mag.
  • maxi37maxi37

    5,192

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also das würde hier garnicht gehen. Tim mit langen Haaren, nee bloß nicht :groggy: :grin: . Der war schon mit 2 Jahren regelmäßig beim Friseur.
  • beate1965beate1965

    1,842

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab das auch schon mal gehört.Aber bei dem Haarwuchs meiner beiden Buben hätten die jetzt scho Hochsteckfrisuren. :roll:
  • LayaLaya

    631

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein wird bald 3 und wir haben noch nie Haare geschnitten bei ihm. :grin: Aber nicht aus Überzeugung.
    Wenn man seine Haare lang zieht, gehen sie bis zur Schulter. Aber er hat solche Locken, die kringeln sich so wahnsinnig zusammen, das er dadurch wieder kurze Haare hat. :grin:
    Ich würde es nie über's Herz bekommen, die jetzt schon ab zu schneiden.

    Ich denke aber die Antroposophen haben da einen anderen Hintergrund.
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kenne es nur so, dass man sie im ersten Lebensjahr nicht schneiden soll...aber wieso und warum ka...nen hintergrund kann ich mir nicht vorstellen ^^
  • milchbartmilchbart

    2,721

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei den Anthros hat alles irgendeinen Hintergrund :biggrin: *smiliemitheiligenscheinsuch* sorry, aber in meinem näheren Umfeld tummeln sich so abschreckende Beispiele ;-) Die Babymützchen sollen ja auch bis ultimo getragen werden, weil sonst der Geist dem Kinde entschwinden könnte, oder so ähnlich. werden die Haare zu früh geschnitten, schneidet man dem Geist vielleicht die Füße oder die Flügel ab :roll: Keine Ahnung, den genauen Hintergrund kenne ich nicht, kenne aber kleine Anthro-Jungs mit gruseligen Frisuren :roll:
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Umm Nuza schrieb:
    Hallo

    ALso von der Kinesiologie habe ich das noch nie gehört. Aber ich weiss, dass es Religionen gibt, welche das so praktizieren. Haare spielen in vielen eine wichtige Rolle.
    Bei uns im Islam ist es auch so, dass wir den Neugeborenen Kindern die Haare abrasieren und diese gegen Gold aufwiegen. Die Summe wird dann an Arme gespendet.

    Liebe Grüsse Umm Nuza

    Versteh ich nicht, selbst wenn ein Neugeborenes viele Haare hat, die wiegen doch nix...?! Außerdem wäre ich froh gewesen, wenn ich in den ersten vier jahren zum friseur gemusst hätte. Victoria hatte bis Nikolaus 08 total kurze Fusseln. Da wuchs nix und seitdem schießt alles ins Kraut und sie hat überschuöterlange haare, der absolurte hammer.
  • TinaLunaTinaLuna

    3,602

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    vielleicht reicht ja ein gramm haare zum aufwiegen und spenden? ein kilo könnte ja wieder keiner bezahlen, ich glaub, da gehts um die geste.

    ich hab mal geguckt, eine fünfundzwanzigstel unze sind 1,24gramm und kosten derzeit um die 25€. mmm, bei uns wärs nichtmal ein euro gewesen ;-) aber wenn ich an die tochter meiner arabischen freundin denke - ihr hätten sie vom ersten tag an fast nen zopf machen können.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meines Wissens ist im Islam das Wegschenken an Ärmere Teil der religiösen Pflichten, sollten nicht ca. 10 % des Einkommens gespendet werden? Da kommen mir so einzelne Goldgrämmer irgendwie etwas wenig vor. Im übrigen finde ich diese Geste klasse.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Haare spielen in vielen Kulturen eine fast magische Rolle und fast überall gibt oder gab es solche Vorstellungen. In der Antike und auch bei den Merowingern z.B. (mein Lieblingsthema :biggrin: ) hat man Männern, die man entmachten und demütigen wollte, die Haare geschoren. Oder denkt mal an die Tonsur der Mönche. Das ist ebenfalls ein Haaropfer. Im 19. Jahrhundert haben bei uns viele Menschen kunstvollen Schmuck aus den Haaren sterbender (nicht erstorbener!) geflochten. Das sind wirklich richtige kleine Kunstwerke. Und fast jeder kennt irgendein Ammenmärchen über Haare. Bei unserer ehemaligen Nachbarin hieß es immer: Nicht im ersten Lebensjahr schneiden (das gibt Unglück!) und dann aber auf jeden Fall, damit die Haare dichter wachsen. Oder Ihr habt doch bestimmt auch schon mal das Ammenmärchen gehört, dass die Haare nach dem Tod immer weiterwachsen.
    Aufgrund der Tatsache, dass Haare immer weiter wachsen (so lange ein Mensch lebt), hat man geglaubt, dass sie auch Träger der Kräfte eines Menschen sind.
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    milchbart schrieb:
    Bei den Anthros hat alles irgendeinen Hintergrund :biggrin: *smiliemitheiligenscheinsuch* sorry, aber in meinem näheren Umfeld tummeln sich so abschreckende Beispiele ;-) Die Babymützchen sollen ja auch bis ultimo getragen werden, weil sonst der Geist dem Kinde entschwinden könnte, oder so ähnlich. werden die Haare zu früh geschnitten, schneidet man dem Geist vielleicht die Füße oder die Flügel ab :roll: Keine Ahnung, den genauen Hintergrund kenne ich nicht, kenne aber kleine Anthro-Jungs mit gruseligen Frisuren :roll:

    Vorurteile zu verbreiten, ohne einen Hintergrund zu kennen finde ich persönlich unschön. Pauschalisierungen ebenso.

    Ich kenne genug Nicht-Anthro-Jungen mit gruseligen Frisuren. Von geschorener Glatze (nichts gegen religiöse Rituale @Islam, ich habe aber zig Mütter kennengelernt die denken wenn man regelmäßig Glatze schert würde das Haar besser wachsen) über gefärbte oder gegeelte Haare ("weil es ja so cool aussieht"), was ich persönlich unmöglich finde.

    Menschen verlieren über den Kopf die meiste Wärme. Ist dieser geschützt, ist die Körpertemperatur stabiler.
    Als angenehmer Nebeneffekt profitieren das Immunsystem und die Organentwicklung davon, wenn Babies ausreichend warm gehalten werden.
    Darüberhinaus ist die Kopfhaut des Babies besonders empfindlich gegen Wind, Hitze und Sonneneinstrahlung, dafür gibt es ja Woll-, Baumwoll- oder Seidenmützchen je nach Wetter.
    Nicht zuletzt wollen Babies Begrenzung spüren (Stichwort: pucken) auch am Kopf, das vermittelt Ihnen ein Gefühl von Sicherheit.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ICH finde ja das Wort "Anthro-Junge/Mädchen" irgendwie, Verzeihung, abartig. Das klingt ja wie ne Krankheit! Ich bin auch kein großer Anthroposophen-Freund (ja, trotz meiner Waldorfschulenaffinität), aber das klingt echt sehr bäääääh :)
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    tinat schrieb:
    ICH finde ja das Wort "Anthro-Junge/Mädchen" irgendwie, Verzeihung, abartig. Das klingt ja wie ne Krankheit! Ich bin auch kein großer Anthroposophen-Freund (ja, trotz meiner Waldorfschulenaffinität), aber das klingt echt sehr bäääääh :)

    Ich habe den Begriff nur übernommen... ;-)
    Komme selber aus einer Anthroposophischen Familie.
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ja, ich weiß. Ich find das nur irgendwie unschön. Ich kenne eine Frau, die ihren autistischen Sohn "Autiboy" nennt. Das mag ja irgendwie für die normal sein, aber ich mag sowas irgendwie gar nicht.
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Autiboy :shock: das ist aber echt übel. Spricht sie ihn auch so an oder redet sie so von ihm in der 3. Person?
  • tinattinat

    11,944

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich will mal hoffen dass sie ihn selbst schon mit Namen anspricht ;) Weiß ich nicht genau. Aber daran hat mich dieses Anthro- doch irgendwie erinnert. Das klingt halt auch so arg nach Stempel, ich bin zB in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen, aber ich hätt auch nicht gerne "Arbeiterkind" geheißen.
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das stimmt.
    Wir wurden im Ort manchmal die Waldis genannt, das fand ich auch fürchterlich blöd.
    Aber vor 20 Jahren waren Waldorfschulen ja noch nicht so etabliert wie heute, da wurde man dann schonmal gefragt "Was man denn habe (Behinderung oä), warum man auf die Waldorfschule müsse" :oops:
    Und es gibt heutzutage auch weniger Dogmatiker (zum Glück).

    Wobei apropos Stempel, ich neulich eine Shorty gesehen habe mit dem Aufdruck hinten "Anthro-Po" :grin:
    Die würd ich zwar nicht unbedingt kaufen aber grinsen musste ich doch.


    Ich habe btw nochmal meine Eltern gefragt speziell @Haareschneiden, da ich mir da im Gegensatz zum Mützchen-Tragen nicht sicher war.
    Bei der in der Anthroposophie verbeiteten Empfehlung "Im ersten Lebensjahr die Haare mäßig zu schneiden" (nicht garnicht) geht es grundsätzlich wiederum um die "Hülle" die man dem Kind bietet.





    Zum Thema "Hülle" habe ich einen Abschnitt aus dem text einer Waldorfkindergärtnerin gefunden (nur wens interessiert):



    Die Hülle zum Gedeihen

    was es bedeutet, gerade für ein ganz kleines Menschenkind, von einer warmen Hülle umgeben zu sein, das können wir uns alle als Eltern gut vorstellen.
    Die Hülle, mit der wir unser Kind umgeben ist wie ein warmer Mantel, der dem Kind Geborgenheit und Sicherheit schenkt. Dieses Bild trage ich nicht nur als Kindergärtnerin in mir, sondern vielmehr noch als Mutter.
    Diese Hülle um das kleine Menschenwesen soll zu Beginn sehr eng sein ("...gib ihnen Wurzeln.."), sie wird im Laufe der Jahre, der Kindheit immer mehr geöffnet ("...gib ihnen Flügel"), ganz so, als ob eine Mutter anfangs ihren Mantel noch beschützende geschlossen hält und diesen immer weiter öffnet, um dem Kind am Ende nur noch ein wenig Windstille zu gewähren, ihm jedoch ansonsten mehr und mehr Eigenständigkeit schenkt
    Ein kleines Menschenkind braucht vor allem in den ersten Jahren diese schützende Hülle, um sich in dieser gesund und vertrauensvoll entfalten zu können.
    Hülle bilden, damit sollten wir als Eltern vom ersten Lebenstag an beginnen.
    Die wichtigste Hülle bilden wir als Eltern selbst. Ohne unsere Liebe und selbstlose Fürsorge ist kein gesundes Gedeihen möglich.
    Die zweite Hülle, mit der wir unser Kind umgeben ist das, was das Kind auf seinem Leib trägt.
    Es wird werdenden, bzw. frischgebackenen Müttern ans Herz gelegt, ihr Kind auf eine Weise einzuhüllen, sodass sich das neue Erdenwesen ein wenig weiter so geborgen fühlen darf, als befände es sich noch im Mutterleib, umgeben von einer sicheren "Haut" - gehalten, gewärmt, geborgen, geliebt.
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