... in den ersten 3 Lebensjahren :shock: .
In Konnis Kita-Gruppe ist ein Junge, der immer seitlich einen Zopf hat, die Haare haben Kinnlänge.
Die Mutter meinte, die Kinesiologin hätte gesagt, das man die Haare nicht schneiden soll...Begründung weiß ich jetzt nicht.
Habt ihr das schonmal gehört? Ich find es äußerst merkwürdig, aber bitte, jeder wie er mag. Der Kleine leidet ja nun nicht grad drunter.
LG
Kommentare
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ALso von der Kinesiologie habe ich das noch nie gehört. Aber ich weiss, dass es Religionen gibt, welche das so praktizieren. Haare spielen in vielen eine wichtige Rolle.
Bei uns im Islam ist es auch so, dass wir den Neugeborenen Kindern die Haare abrasieren und diese gegen Gold aufwiegen. Die Summe wird dann an Arme gespendet.
Liebe Grüsse Umm Nuza
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Ich finds seltsam, aber jeder wie er mag.
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Wenn man seine Haare lang zieht, gehen sie bis zur Schulter. Aber er hat solche Locken, die kringeln sich so wahnsinnig zusammen, das er dadurch wieder kurze Haare hat.
Ich würde es nie über's Herz bekommen, die jetzt schon ab zu schneiden.
Ich denke aber die Antroposophen haben da einen anderen Hintergrund.
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Versteh ich nicht, selbst wenn ein Neugeborenes viele Haare hat, die wiegen doch nix...?! Außerdem wäre ich froh gewesen, wenn ich in den ersten vier jahren zum friseur gemusst hätte. Victoria hatte bis Nikolaus 08 total kurze Fusseln. Da wuchs nix und seitdem schießt alles ins Kraut und sie hat überschuöterlange haare, der absolurte hammer.
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ich hab mal geguckt, eine fünfundzwanzigstel unze sind 1,24gramm und kosten derzeit um die 25€. mmm, bei uns wärs nichtmal ein euro gewesen ;-) aber wenn ich an die tochter meiner arabischen freundin denke - ihr hätten sie vom ersten tag an fast nen zopf machen können.
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Aufgrund der Tatsache, dass Haare immer weiter wachsen (so lange ein Mensch lebt), hat man geglaubt, dass sie auch Träger der Kräfte eines Menschen sind.
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Vorurteile zu verbreiten, ohne einen Hintergrund zu kennen finde ich persönlich unschön. Pauschalisierungen ebenso.
Ich kenne genug Nicht-Anthro-Jungen mit gruseligen Frisuren. Von geschorener Glatze (nichts gegen religiöse Rituale @Islam, ich habe aber zig Mütter kennengelernt die denken wenn man regelmäßig Glatze schert würde das Haar besser wachsen) über gefärbte oder gegeelte Haare ("weil es ja so cool aussieht"), was ich persönlich unmöglich finde.
Menschen verlieren über den Kopf die meiste Wärme. Ist dieser geschützt, ist die Körpertemperatur stabiler.
Als angenehmer Nebeneffekt profitieren das Immunsystem und die Organentwicklung davon, wenn Babies ausreichend warm gehalten werden.
Darüberhinaus ist die Kopfhaut des Babies besonders empfindlich gegen Wind, Hitze und Sonneneinstrahlung, dafür gibt es ja Woll-, Baumwoll- oder Seidenmützchen je nach Wetter.
Nicht zuletzt wollen Babies Begrenzung spüren (Stichwort: pucken) auch am Kopf, das vermittelt Ihnen ein Gefühl von Sicherheit.
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Ich habe den Begriff nur übernommen... ;-)
Komme selber aus einer Anthroposophischen Familie.
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Wir wurden im Ort manchmal die Waldis genannt, das fand ich auch fürchterlich blöd.
Aber vor 20 Jahren waren Waldorfschulen ja noch nicht so etabliert wie heute, da wurde man dann schonmal gefragt "Was man denn habe (Behinderung oä), warum man auf die Waldorfschule müsse" :oops:
Und es gibt heutzutage auch weniger Dogmatiker (zum Glück).
Wobei apropos Stempel, ich neulich eine Shorty gesehen habe mit dem Aufdruck hinten "Anthro-Po"
Die würd ich zwar nicht unbedingt kaufen aber grinsen musste ich doch.
Ich habe btw nochmal meine Eltern gefragt speziell @Haareschneiden, da ich mir da im Gegensatz zum Mützchen-Tragen nicht sicher war.
Bei der in der Anthroposophie verbeiteten Empfehlung "Im ersten Lebensjahr die Haare mäßig zu schneiden" (nicht garnicht) geht es grundsätzlich wiederum um die "Hülle" die man dem Kind bietet.
Zum Thema "Hülle" habe ich einen Abschnitt aus dem text einer Waldorfkindergärtnerin gefunden (nur wens interessiert):
Die Hülle zum Gedeihen
was es bedeutet, gerade für ein ganz kleines Menschenkind, von einer warmen Hülle umgeben zu sein, das können wir uns alle als Eltern gut vorstellen.
Die Hülle, mit der wir unser Kind umgeben ist wie ein warmer Mantel, der dem Kind Geborgenheit und Sicherheit schenkt. Dieses Bild trage ich nicht nur als Kindergärtnerin in mir, sondern vielmehr noch als Mutter.
Diese Hülle um das kleine Menschenwesen soll zu Beginn sehr eng sein ("...gib ihnen Wurzeln.."), sie wird im Laufe der Jahre, der Kindheit immer mehr geöffnet ("...gib ihnen Flügel"), ganz so, als ob eine Mutter anfangs ihren Mantel noch beschützende geschlossen hält und diesen immer weiter öffnet, um dem Kind am Ende nur noch ein wenig Windstille zu gewähren, ihm jedoch ansonsten mehr und mehr Eigenständigkeit schenkt
Ein kleines Menschenkind braucht vor allem in den ersten Jahren diese schützende Hülle, um sich in dieser gesund und vertrauensvoll entfalten zu können.
Hülle bilden, damit sollten wir als Eltern vom ersten Lebenstag an beginnen.
Die wichtigste Hülle bilden wir als Eltern selbst. Ohne unsere Liebe und selbstlose Fürsorge ist kein gesundes Gedeihen möglich.
Die zweite Hülle, mit der wir unser Kind umgeben ist das, was das Kind auf seinem Leib trägt.
Es wird werdenden, bzw. frischgebackenen Müttern ans Herz gelegt, ihr Kind auf eine Weise einzuhüllen, sodass sich das neue Erdenwesen ein wenig weiter so geborgen fühlen darf, als befände es sich noch im Mutterleib, umgeben von einer sicheren "Haut" - gehalten, gewärmt, geborgen, geliebt.