Haiti & Co

bearbeitet 16. 01. 2010, 23:52 in Plauderecke
Das Erdbeben dort ist hier gar kein Thema. Warum nicht? Ist es zu weit weg?

Spendet Ihr? Regelmäßig, gezielt an bestimmte Einrichtungen? Bei diesen Fernsehaktionen, die vor Weihnachten Inflatitionsraten erreichen?

An Patenkinder vielleicht? Kleidung an Kleiderkammern?
Spendet Ihr grundsätzlich nicht? Warum nicht?

Kommentare

  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben ein Dauerlos von der Aktion Mensch(pro Monat ca. 6 Euro, aber mit Gewinnchancen). Dann haben wir vor Weihnachten ein Carepaket für die Weihnachtstrucker von Antenne Bayern(Kostenpunkt 30 Euro) fertig gemacht. Örtliche wie Rotes Kreuz, Caritas bekommen mal 2 - 5 Euro.
    Aber dass wir jetzt ausgesprochene Spendenfamilie sind, will ich jetzt nicht sagen, weil soooo viel haben wir dann auch nicht.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich bin diesmal auch schwer am Überlegen, normalerweise spenden wir regelmäßig ans Rote Kreuz, halt gießkannenmäßig. Aber ich weiß nicht, oib es an den Hormonen liegt, aber diesmal kann ich mir die Berichte und Artikel nicht zu Gemüte führen, ohne ans Heulen zu kommen. Hab schon überlegt, ob man sich als Adoptiveltern anbieten soll. Was natürlich Quatsch ist, aber denMmenschen geht es so dreckig und dann noch so ein Schlag oben drauf... es ist nicht zu fassen... :sad:
  • beate1965beate1965

    1,842

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dann liegts bei mir auch an den Hormonen.Es ist so unglaulich schrecklich.Mir reichen die Nachrichten im Radio und mir laufen die Tränen runter.Wo kann man am sinnvollsten spenden??
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Da wäre sicher Plan International eine Möglichkeit.

    http://www.plan-deutschland.de/

    Mit dem Transparenzpreis ausgezeichnet.
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe für mich entschieden, in der Schwangerschaft und der Zeit wo die Kinder ganz klein sind, mir keine Horrormeldungen anzusehen.

    Mir geht das generell nämlich schon immer sehr zu Gemüt.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gutes Thema, wollte ich auch schon mal aufmachen, ich hab schon ein bissl geschaut, als im Neugier-Spielchen vor kurzen einige Antworten á la ‚Ich spende nie‘ kamen. Nicht das ich das jetzt abstempeln will, aber ich hab mich schon gewundert. Klar kann ich mir vorstellen, dass man das Gefühl hat, dass das alles sehr weit weg ist und man ja selber auch nicht in Geld schwimmt.
    Für mich ist es aber völlig normal zu spenden und mich auch zu engagieren. Tatsächlich aber nicht an die großen, anonymen Organisationen, sondern nur, wenn ich durchblicken kann, wo meine Spende landet oder was mein Engagement bewirkt. Ich habe lange Deutschkurs für Flüchtlinge gegeben und die Organisation auch Spenden unterstützt, eine Bekannte unterstützt ein Waisenhaus in Rumänien, da fährt sie zweimal im Jahr hin. Die schreibt dann vorher immer ne Mail, was aktuell benötigt wird, da packen wir immer ein Paket oder geben Geld um Medis zu kaufen. Ansonsten kaufe ich Obdachlosen-Zeitschriften, bin Mitglied bei Amnesty und schreibe da auch immer mal Briefe… Das ist weder ein irrer Zeit, noch ein großer Geldaufwand und wahrscheinlich kann man damit nicht die Welt retten. Aber ich finde es schon wichtig, was zu tun und auch für den Muckel finde ich es wichtig, dass er lernt zu verstehen, dass wir hier in sehr, sehr privilegierten Verhältnissen leben, was auch eine Verantwortung ist…
    Ob ich jetzt was für Haiti spende, weiß ich noch nicht. Leider haben so schreckliche Ereignisse - und dieses ist so unglaublich schrecklich, dass ich auch garnicht hinschauen kann - auch einen gewissen Verdrängungseffekt auf dem 'Spendenmarkt', soll heißen, die große mediale Präsenz führt dazu, dass andere Krisen & Menschen in Not schlicht vergessen werden und Spenden dort stark zurückgehen... schwieriges Thema...
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde Spenden wichtig und richtig und trotzdem bekomme ich nie den Hintern hoch, es auch wirklich zu tun..! Denn erstens weiss ich nicht so recht, welcher Organisation ich etwas spenden soll. Da müsste man sich ja doch ein bisschen einlesen und zweitens hätte ich es gerne direkter. So wie Du, Sopie, schreibst von Deiner Freundin mit Rumänien. Das wäre genau so etwas, was ich gerne machen würde. Ich habe mir auch schon oft überlegt, warum es eigentlich nicht Patenschaften im eigenen Land gibt. Das müsste ja nicht persönlich sein, sondern könnte ja auch über eine Organisation laufen, aber dass man solche Dinge wie Kleidung, Schuhe, mal einen Beitrag zu einem Ausflug etc. leisten könnte und wüsste, dass es direkt an die Bedürfnisse einer Familie angepasst ist...!
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also

    Ich bringe regelmäßig meine Kleidung zum Kinderschutzbund, betreue selbst einen kleinen Second Handladen im Mütterzentrum und spende dann regional noch wenn mir was gefällt. Patenkind hat meine Mutter..
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    PI finde ich klasse. Ich habe vor, beiden Kindern zur Einschulung ein Patenkind zu "schenken", mit dem sie dann auch Kontakt halten sollen, Geschenke schicken und vielleicht auch mal besuchen. Für das Patenkind und sein Umfeld ist es eine wichtge Hilfe und unsere beiden lernen hoffentlich, dass es nicht alle Kinder so gut haben wie sie, wie wichtig Bildung ist und wie schön teilen sein kann.
  • FreyaFreya

    577

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich unterstütze merere Organisationen monatlich. Habe ein Patenkind bei der "Kindernothilfe", spende für (unsere) Tafel im nächsten grösseren Ort, für die Katastrophenhilfe der Diakonie, die Arche, hab' 'ne Patenschaft beim WWF für den Regenwald in Indonesien, spende für Robin Wood, Animals Angels unbd für SOS-Kinderdorf.

    Für das Haiti-Desaster habe ich nochmals etwas extra gespendet. In der Stadt bekommt auch fast jeder Bettler ein paar Münzen von mir.

    Mir geht es finanziell sehr gut. Warum soll ich nicht etwas abgeben an die, die Hilfe gebrauchen können?

    Ob wirklich alles von dem Geld ankommt ist für mich zweitrangig. Wenn man sucht findet man an jeder Organisation etwas auszusetzen.

    Wichtig ist für mich das Gefühl, dass ich persönlich etwas unternommen habe, um etwas an diesen Zuständen zu ändern.

    "Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann Orkane in Bewegung setzen!".
  • DawnDawn

    3,183

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde es so schrecklich, dass man so hilflos ist. Spenden... ja sicher, aber Hinfahren und mithelfen wäre sicher effektiver. Ich spende regelmäßig an die Welthungerhilfe, schon lange. Je nach Finanzlage eben. Aber ich finde diese Spenderei trotzdem befremdlich und habe nicht das Gefühl, damit zu helfen.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    hm, wir spenden in der Regel eher Regional. Also anstatt Weinactsgeschenke an Gescäftskunden geht bei uns inzwischen das Geld ans Kinderhospitz. Da gehen wir auch ein paar mal im Jahr hin. Obdaclhosen Zeitung vor Ort wird auch monatlich gekauft. Bei Patenkindern bin ich inzwischen skeptisch. Wir haben mit der Mutter-Kind-Gruppe (15 Jahre er) zwei Patenkinder unterstützt die uns auch Fotos und Briefe geschickt hatten. Naja als ein paar Abgesante hinflogen stellte es sich raus das sie das wenigste abbekommen haben. Fotos waren gestellt. Die Sachen wurden ihnen nach den Fotos wieder weggenommen :sad:
    Aber bei Haiiti überlegen wir. Aber wieso können andere Länder spontan helfen und wir müssen erst eine Spenden Gala machen? Ich glaube wir werden Ärzte ohne Grenzen unterstützen
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Caro2310 schrieb:
    hm, wir spenden in der Regel eher Regional. Also anstatt Weinactsgeschenke an Gescäftskunden geht bei uns inzwischen das Geld ans Kinderhospitz. Da gehen wir auch ein paar mal im Jahr hin. Obdaclhosen Zeitung vor Ort wird auch monatlich gekauft. Bei Patenkindern bin ich inzwischen skeptisch. Wir haben mit der Mutter-Kind-Gruppe (15 Jahre er) zwei Patenkinder unterstützt die uns auch Fotos und Briefe geschickt hatten. Naja als ein paar Abgesante hinflogen stellte es sich raus das sie das wenigste abbekommen haben. Fotos waren gestellt. Die Sachen wurden ihnen nach den Fotos wieder weggenommen :sad:
    Aber bei Haiiti überlegen wir. Aber wieso können andere Länder spontan helfen und wir müssen erst eine Spenden Gala machen? Ich glaube wir werden Ärzte ohne Grenzen unterstützen


    Genau deshalb mache ich sowas nicht, wenn ich eben nicht sicher sein kann, wo das Geld landet. Ich helfe lieber aktiv sei es beim Jugendhaus früher oder während meiner Ausbildung beim Kinderschutzbund. Die bekommen heute noch Sachen, die Annika nicht mehr benötigt!
  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So schlimm das auch ist dort, aber wenn ich diese Bilder sehe, wie Menschen flehen, wie sich Arme aus den Trümmern recken, dann frag ich mich - wie soll ich da helfen? Ich könnte, wenn überhaupt, 20 Euro abzwacken. Da machen die 100 Mio Dollar Soforthilfe der USA mehr Sinn. Die 20 Euro stecke ich lieber in regionale Projekte, hier sind die auch notwendig. Otto Normal soltle vielmehr für die Katastrophen vor der Haustür sensibilisiert werden, als für die Katastrophen weit weg. So schlimm das auch ist, aber sowas wird malw ieder erst durch die Medien gepusht. Wenn ich dran denke, wie lange es gebraucht hat bis Hilfsgüter dort waren (ein oder zwei Tage), aber man hat quasi live hilfesuchende Menschen aufm PC und im TV gehabt - da frag ich mich, wo die Relationen sind. Einerseits bitten die Medien um Spenden, haben aber selbst genug Geld dafür aufgebracht, schnellstmöglich Journalisten hinzuschicken um Bilder parat zu haben. :shock: :groggy:
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich spende auch - aber aus dem Bauch heraus. Was mir zuwider läuft, sind langjährige Verpflichtungen, die man beim Spenden manchmal eingehen muss.
    Obdachlosen gebe ich ab und an etwas, viel lieber kaufe ich aber die Obdachlosenzeitung. Da sind meistens sogar noch richtig gute Artikel über die Region drin. Sachen werden in die Kleiderkammer gebracht. Jetzt beim Erdbeben werde ich auch etwas spenden. Gerade Naturkatastrophen können jedes Land treffen. Da ist man schon auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen.
    Wie viel man spendet, ist eigentlich egal. Wenn Hunderttausende auch nur 1 Euro spenden, kommt auch was zusammen.
    Was ich ablehne, sind diese pauschalen Afrika-Hilfen, vor allem wenn sie noch politisch gesteuert sind. Die schaden viel mehr, als sie vor Ort helfen und stürzen diese Länder noch sehr viel mehr in Armut. Davon ausgenommen sind in meinen Augen gezielte Engagements für 1 Krankenhaus oder 1 Waisenhaus oder so.

    @Susanne67
    Ich hab ein wenig geschluckt, als Du geschrieben hast, Du würdest Deinen Kindern zur Einschulung ein Patenkind schenken. Auch wenn Du es in Anführungszeichen gesetzt hast, finde ich diese Art und Weise, über Menschen zu schreiben, doch etwas befremdlich.
    Aber vielleicht war ich jetzt auch etwas zu dünnhäutig bzw. hast Du Dich vielleicht nur etwas unglücklich ausgedrückt. Sicherlich möchtest Du Deine Kinder damit sensibilisieren und einen Austausch ermöglichen. Dann würde ich es aber wichtig finden, dass dann bei der Einschulung nicht auch als Geschenk zu verpacken oder zu bezeichnen oder so. Weißt Du, was ich meine?
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Gretchen schrieb:
    @Susanne67
    Ich hab ein wenig geschluckt, als Du geschrieben hast, Du würdest Deinen Kindern zur Einschulung ein Patenkind schenken. Auch wenn Du es in Anführungszeichen gesetzt hast, finde ich diese Art und Weise, über Menschen zu schreiben, doch etwas befremdlich.
    Aber vielleicht war ich jetzt auch etwas zu dünnhäutig bzw. hast Du Dich vielleicht nur etwas unglücklich ausgedrückt. Sicherlich möchtest Du Deine Kinder damit sensibilisieren und einen Austausch ermöglichen. Dann würde ich es aber wichtig finden, dass dann bei der Einschulung nicht auch als Geschenk zu verpacken oder zu bezeichnen oder so. Weißt Du, was ich meine?

    Das habe ich mir beim Lesen auch gedacht.Ein Patenkind ist doch ein Lebewesen und keine Sache, die man einfach herschenkt. Später nach reiflicher Übelegung bin ich dann auch zu dem Schluß gekommen, dass das nur unglücklich gewählte Worte waren.
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