Geldwert eines Geschenks für eine Hochzeit ?

bearbeitet 20. 03. 2010, 23:09 in Plauderecke
wir sind am 3. april auf eine hochzeit eines ehemaligen engen schulfreundes unserer damaligen abiclique eingeladen. der kontakt ist in den letzten jahren sporadisch 1-2x im jahr, wir telefonieren ab und zu, er meldet sich immer zu geburstagen/familienfesten.
wieviel würdet ihr in ein geschenk investieren ? ich hatte an einen wert von ca. 100,-€ gedacht. ist das zu wenig/zu viel ?

Kommentare

  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also das verschenken wir nur in der engsten Familie pro Paar. Denke 60 reichen aus, aber das ist ja auch immer so ne Sache wie das so gehandhabt wird...
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naja, es scheint ja jetzt kein guter Freund der Familie zu sein. Jedenfalls nicht von der Häufigkeit her. Da wären mir 100 Euro schon etwas hoch. Es sei denn er ist so ein Freund, den man trotzdem jederzeit mitten in der Nacht um Hilfe bitten könnte und er wäre da.
  • snoopalsnoopal

    676

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Kommt auch drauf an, ob es Mahlgeld gibt bei euch, oder nicht.
    In unserer Gegend gibts das Durchaus, dass in der Einladung eine gewisse Summe fürs Essen "verlangt" wird. Dann wären natürlich 100 Euro schon viel.
    Aber ansonsten fände ich es schon in Ordnung. Man isst und trinkt sich ja auch den ganzen Tag durch, dann soll vom Geschenk schon noch was übrig bleiben.
    Wir haben vor 5 Jahren geheiratet und von denen, die Geld gaben, bekamen wir meist 50 Euro pro Person. (Mit Schwankungen nach oben (teils Familie) und unten, aber es soll ja auch nur jeder schenken, was ihn nicht ruiniert ;-) )
  • VansessaVansessa

    903

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde wenn man zur Feier geht 50 Euro pro Person auch angebracht. Aus den gleichen Gründen wie Snoopal schreibt.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Dsa mit dem "Mahlgeld" würde ich auch als Richtwert nehmen. Also ungefähr das was das Essen für euch den Gastgeber kostet... ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir schenken immer was für 50 Euro bei einer Hochzeit.
    100 find ich echt heftig, käme nur bei engsten Freunden in Frage, aber nicht bei sporadischen Telefonaten oder Treffen.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    nein, ein solches "mahlgeld" gibt es hier nicht. das habe ich auch noch nie gehört :shock:. diese "regel" so viel zu schenken, wie man ungefähr kostet, ist mir dann schon eher geläufig ;-). leider kann ich mich auch nicht mehr erinnern, wieviel wir zu unserer hochzeit damals von ihm bekommen haben. so wie es aussieht, legen wir evtl. auch mit einem anderen paar zusammen und buchen ein wellnessarangement für eine therme im wert von 150,- bis 200,-€.
  • Caro2310Caro2310

    20,547

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das finde ich eine gute Idee
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich finde ja sowas wie " Schenken was wir kosten" bescheuert. Ich meine, man kann doch nicht als Gastgeber davon ausgehen, dass die Gäste die Feier bezahlen? Dann muss man eben nicht feiern, wenn man das Geld dazu nicht hat... :scratch.:
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also bei uns in der Gegend ist es auch üblich so 50€ pro Person zu rechnen, es gibt ja schließlich den ganzen Tag Essen und Trinken umsonst.
    Das mit dem Wellnessarrangement finde ich übrigens auch eine gute Idee. Da ist das dann nicht so einfältig mit einfach "nur" Geld. Und das können die beiden nach dem Hochzeitsvorbereitungsmarathon bestimmt auch noch brauchen.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wir haben letztes jahr bei einer hochzeit auch 50 € geschenkt, süß gefaltet und verpackt in eine selbstgebastelte urlaubslandschaft. wir wußten dass die beiden für eine reise sammeln. viele haben dass so verschenkt, die geldscheine in einem dekoladen mit tüdelkram verpacken lassen. wenn mann das so macht, kostet das verpacen ja auch noch ein bisschen was und dann reicht, bei einer normalen familienhaushaltskasse auch 5o € find ich. aber wenn mehr geld übrig und es gern verschenkt warum nicht ...
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    rajenriver: Das hat nix damit zu tun ob man das Geld für die Feier hat oder nicht.
    Aber hier ist es schon so üblich das mit den Geldgeschenken ein großer Teil der Kosten für das Essen ect wieder drinnen sind.

    Meine Mutter hat jetzt auch ihren 60gsten groß im Lokal gefeiert..und obwohl sie das Geld hatte und gerne ausgegeben hat..kam es am Schluß fast +- NUll raus..ohne das sie das jetzt erwartet hätte.. ;-)
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    also ich hab von meiner Oma gelernt, dass man pro Person mindestens zwischen 30 und 50€ rechnet für Geschenk, je nachdem, wieviel Geld man hat. Sie meinte das wäre so üblich. Bei guten Freunden etwas mehr ;-) So in etwa haben es bei unserer Hochzeit auch alle gehalten, gute Freunde oder besser betuchte haben etwas mehr gegeben.
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Na, aber viele erwarten dass sie bei einer Feier +-0 rauskommen. Dann kann ich ja gleich sagen jeder bezahlt sein Essen und die Getränke selber. Find ich irgendwie doof...Hier ist die Regel auch so, dass man das gibt, was das Essen ca kostet, mal davon abgesehen...Aber 100 Euro? Das wären früher 200 DM, hat man das echt gemacht?? Für einen sporadischen Freund?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    wir wollten das geld jetzt auch nicht in bar verschenken, sondern schon als wertleistung im umfang von .... €. daher wollte ich mal so eine ungefähre idee haben, was ihr denkt, was angemessen wäre.
    wir haben uns damals auch geld gewünscht, da wir verreisen wollte und uns so die reise finanziert haben. ich finde so eine grobe orientierung pro person schon nicht schlecht. ich finde auf diese art und weise zeigt man ja auch nochmal zusätzliche wertschätzung dem gastgeber/paar gegenüber unabhängig vom anlass. wir haben zwar keinen engen kontakt mehr, aber kennen uns seit der 9. klasse und jedes mal wenn wir uns sehen, freuen wir uns wirklich sehr und planen immer, dass wir uns öfter sehen müssten, schaffen es dann aber nicht.
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Aber anhand eines Geschenkes( bzw dem Wert) die Wertschätzung abhängig zu machen find ich noch schlimmer...Wenn man eben nicht mehr geben kann, dann ist das doch ok. Jeder so, wie er kann. Mir ists wichtiger es kommt von Herzen und es ist liebevoll ausgesucht worden und die Leute kommen gerne zu meiner Feier anstatt ein teures Geschenk wo sich mein Freund eventuell für in Schulden schmeisst...( Nun mal ganz hart gesagt)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    rajenriver schrieb:
    Wenn man eben nicht mehr geben kann, dann ist das doch ok. Jeder so, wie er kann.
    das sehe ich auch so ;-)
    Mir ists wichtiger es kommt von Herzen und es ist liebevoll ausgesucht worden
    das sehe ich ebenso ;-).
    und die Leute kommen gerne zu meiner Feier anstatt ein teures Geschenk wo sich mein Freund eventuell für in Schulden schmeisst...( Nun mal ganz hart gesagt)
    das eine schließt das andere ja nun nicht aus. ich würde das ja auch nicht veranschlagen, wenn ich es nicht könnte.
    klar sollte man am geld nicht festmachen, was der andere wert ist bzw. sich darüber definieren, aber dafür, dass wir uns so selten sehen (können), hätte er uns im prinzip auch nicht einladen müssen, da beide große familien haben. daher finde ich das schon okay, so einen ungefähren richtwert zu haben.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich sehe das ein bisschen wie rajenriver, ich mag diese ‚Refinanzierungs‘-Konzept vieler Hochzeiten auch nicht. Bin allerdings auch ein bisschen vorgeschädigt, in der Gegend aus der die Familie meines Vaters stammt, gibt es auch bei vielen Festen noch ‚Mahlgeld‘, gerne in Kombi mit dem Hinweis auf der Einladung, man möge doch Geld schenken. Gräßlich sowas, zur Hochzeit meiner Cousine wurden wir dann eingeladen mit der Aufforderung 35€/p.P. für unser Essen und Trinken zu zahlen + die Info, das doch bitte Geld geschenkt werden soll und dem freundlichen Hinweis, dass nach dem Abendessen wieder jeder selbst seine Getränke zahlen muss :eek01: :roll:

    Irgendwie finde ich schon ziemlich absurd, Leute einzuladen, die sich dann selbst finanzieren. Eine Einladung ist für mich eine Einladung. D.h. der Gastgeber zahlt, was er bestellt halt, also Essen und Getränke für alle Gäst. Alles andere ist komisch. Die Schenkwilligen dann in die richtigen Bahnen zu lenken, damit man danach nicht 40 Geschenke hat, die man nicht braucht, ist was anderes. Klar darf man sich Geld wünschen, aber das sollte sich doch bitte nach den Gästen richten.
    Mein bester Freund hat bei unserer Hochzeit ewig rumgeeiert, ob er kommen soll oder nicht. Ich war schon total sauer, bis ich rausgefunden habe, dass er einfach total pleite war zu der Zeit. Der war schon so von diese fixen Geldbeträgen auf allen Hochzeiten ‚geimpft‘, dass er ernsthaft überlegt hat, abzusagen, weil er sich’s nicht leisten kann, uns was großes zu schenken (er hatte auch noch 500 km Anreise, kostet ja auch was). Das fand ich schon schlimm, das jemand ernsthaft glaubt, dass seine Anwesenheit mir nicht mehr am Herzen liegt, als der Geldwert seines Geschenk…

    Zur Frage: Ich finde den Wellness-Gutschein auch eine schöne Idee. Ich würde einen Betrag wählen, der sich für mich selbst ok anfühlt, ob das nun 50, 70 oder 100 € sind, ist eigentlich nicht so wichtig. Als 'Regel' kenne ich auch so 30 bis 50 € pro Person... Muss man finde ich aber nur geben, wenn die auch drin sind...

    I
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sopie74 schrieb:
    Ich sehe das ein bisschen wie rajenriver, ich mag diese ‚Refinanzierungs‘-Konzept vieler Hochzeiten auch nicht. Bin allerdings auch ein bisschen vorgeschädigt, in der Gegend aus der die Familie meines Vaters stammt, gibt es auch bei vielen Festen noch ‚Mahlgeld‘, gerne in Kombi mit dem Hinweis auf der Einladung, man möge doch Geld schenken. Gräßlich sowas, zur Hochzeit meiner Cousine wurden wir dann eingeladen mit der Aufforderung 35€/p.P. für unser Essen und Trinken zu zahlen + die Info, das doch bitte Geld geschenkt werden soll und dem freundlichen Hinweis, dass nach dem Abendessen wieder jeder selbst seine Getränke zahlen muss :eek01: :roll:
    für mich geht das auch überhaupt und so ist es auch nicht bei der hochzeit, zu der wir gehen. das wollte ich nur nochmal hervorheben. ich selbst würde auch nie auf die ideen kommen, das so zu machen.
    Eine Einladung ist für mich eine Einladung. D.h. der Gastgeber zahlt, was er bestellt halt, also Essen und Getränke für alle Gäst.
    so halten es die beiden auch und es geht beiden definitiv nicht um`s geld, da die beiden da ganz gut dastehen.
    ich will jetzt auch gar nicht so sehr auf den vergleich "was koste ich?" vs. "wieviel geld schenke ich?" hinaus. ich hatte eingangs ja erwähnt, das ich das durchaus als richtwert kenne, es hier aber nicht ein MUSS ist, sich daran zu halten. so wie es jetzt aussieht werden wir wahrscheinlich 149,- € zusammen mit einem anderen paar "investieren".
    Als 'Regel' kenne ich auch so 30 bis 50 € pro Person...
    die summe pro zu beschenkedem oder pro schenkendem ?
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    die summe pro zu beschenkedem oder pro schenkendem ?

    Pro Schenkendem, also mit zwei personen zwischen 60 € und 100 €... Da passen die 149,- mit dem anderen Paar ganz gut finde ich.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ja, na dann passt das wirklich ganz gut.
  • aniinaaniina

    462

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich kenn auch bei Bekannten 50€ als Anhaltspunkt für den Schenkenden (bzw das schenkende Paar, wenn man in begleitung hingeht). Bei Familie und Freunden auch mehr.
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    sopie74 schrieb:
    die summe pro zu beschenkedem oder pro schenkendem ?

    Pro Schenkendem, also mit zwei personen zwischen 60 € und 100 €... Da passen die 149,- mit dem anderen Paar ganz gut finde ich.

    Ja, 149 Euro mit 2 Päärchen find ich auch optimal.
  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ..nur mal aus aktuellem Anlass ;-) . Auf unsere Einladung haben wir nen kleinen Spruch geschrieben - Geschenke tragen ist oft schwer, wir nehmen auch gerne ein Kuvert. Kurz und bündig. Wer will, der kann, wer nicht, der nicht. Viele wissen, daß wir danach direkt in die Flitterwochen fahren. Viele wissen, daß unser Haushalt eigentlich vollständig ist. Also überlassen wir es schon irgendwie den Gästen, was sie uns schenken.
    Mahlgeld kenne ich auch nicht. Aber das ungeschriebene "Gesetz", daß jeder etwa so viel gibt wie er kostet ... wir haben letztes Jahr auf einer Hochzeit dem Paar zusammen 50 Euro geschenkt. Fanden wir ausreichend, schließlich sind das immerhin 100 DM. (Komisch, man rechnet immernoch um...).
    Waren allerdings auch schon auf ner anderen Hochzeit, wo wir eher das Gefühl hatten, das Paar ist mit PLus rausgegangen,w eil die Hochzeit ansich sehr einfach war. Das fanden wir dann auch irgendwie schade, weils eher das Flair einer Betriebsfeier war. :oops:
    100 Euro würde ich auch an gute Freunde nicht einfach verschenken... und ich möchte das auch nicht geschenkt bekommen, das ist maßlos. :oops: Dann möchte ich lieber von Herzen 25 Euro oder von Herzen ein Geschenk, oder eben einen Gutschein ... :oops:
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    rajenriver schrieb:
    Na, aber viele erwarten dass sie bei einer Feier +-0 rauskommen. Dann kann ich ja gleich sagen jeder bezahlt sein Essen und die Getränke selber. Find ich irgendwie doof...Hier ist die Regel auch so, dass man das gibt, was das Essen ca kostet, mal davon abgesehen...Aber 100 Euro? Das wären früher 200 DM, hat man das echt gemacht?? Für einen sporadischen Freund?


    Ja rajen,
    leider ist die Inflationsrate beim Geld so, Früher haben wir 50 DM pro Person gegeben und heute musst Du leider so mit 50 € rechnen.

    Eine Pizza hat früher 7 DM gekostet beim Italiener, heute, bzw. nach der Umstellung auf € kostet die gleiche Pizza 7 €. So ist das auch mit allem anderen Essen und Trinken. Deswegen rechnet man dann so.
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lamere schrieb:
    100 Euro würde ich auch an gute Freunde nicht einfach verschenken... und ich möchte das auch nicht geschenkt bekommen, das ist maßlos. :oops: Dann möchte ich lieber von Herzen 25 Euro oder von Herzen ein Geschenk, oder eben einen Gutschein ... :oops:
    das finde ich persönlich jetzt etwas übertrieben ;-).
    was mich etwas stört an der diskussion: warum sollte den ein höherer wert gleichzeitig weniger von herzen kommen ?
    was den gutschein angeht, möchten wir eben keinen wertgutschein mit einer ausgewiesenen summe verschenken (dann könnte ich das geld ja auch gleich reinlegen), sondern einen leistungsgutschein.

    das was ich jetzt schreibe, klingt vllt. ungerecht und hört sich sehr geldgeil an, aber ich habe auch ein für mich persönlich negatives beispiel: der cousin meines mannes und seine frau haben uns zur hochzeit 20,-€ in einer lieblosen karte mit keinem persönlichen wort geschenkt. unser kontakt war immer gut und mein mann hat beiden immer viel geholfen. das fand ich dem anlass nicht angemessen und bei den beiden liegt es definitiv nicht an deren finanziellen situation.
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    lamere schrieb:
    Waren allerdings auch schon auf ner anderen Hochzeit, wo wir eher das Gefühl hatten, das Paar ist mit PLus rausgegangen,w eil die Hochzeit ansich sehr einfach war. Das fanden wir dann auch irgendwie schade, weils eher das Flair einer Betriebsfeier war. :oops:

    Vielleicht konnten sie sich das anders nicht leisten und wollten eben kein Mahlgeld nehmen oder darauf spekulieren, dass sie genug "rausbekommen". Aufwendig heiraten kann man eben nur, wenn man viel Geld hat (oder "dafür hat", vielleicht ist es manchen auch einfach nicht so wichtig) oder davon ausgeht, dass man das Geld von den Gästen bekommt.

    Ich kann mich dem allgemeinen Tenor hier anschließen. Mahlgeld finde ich total blöd. Wir haben so gefeiert, wie wir es uns leisten konnten (allerdings haben meine Eltern uns vorher auch eine bestimmte Summe für die Feier zugesichert) und ansonsten über Geld nicht geredet. Mir war es schon unangenehm genug, in der Einladung darauf hinzuweisen, dass meine Mutter eine Geschenkliste hat. Da waren aber auch kleine Geschenke drauf.

    Umgekehrt hab ich für uns auch den Richtwert: 100€ von uns als Paar, wenn wir Geld schenken. Bei einem Geschenk würde ich versuchen, mich irgendwo zwischen 50 und 100€ zu orientieren (150€ für 2 Paare finde ich auch ideal!). Das hängt aber klar von der Beziehung zum Beschenkten und auch von seinem eigenen Einkommen ab. Wir haben einem sehr guten Freund meines Mannes zu Zeiten, als er sehr viel verdient hat und wir wirklich pleite waren nur einen Sack Espresso geschenkt. Er hat das richtig verstanden und unsere Freundschaft hat nicht drunter gelitten ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    der cousin meines mannes und seine frau haben uns zur hochzeit 20,-€ in einer lieblosen karte mit keinem persönlichen wort geschenkt. unser kontakt war immer gut und mein mann hat beiden immer viel geholfen. das fand ich dem anlass nicht angemessen und bei den beiden liegt es definitiv nicht an deren finanziellen situation.
    Aber 100 Euro in einer lieblosen Karte ohne schöne Worte machen es ja nicht besser, oder? ;-)
    Versteh mich nicht falsch, aber auch ich finde 100 Euro für ein Geschenk megaviel, hab ich ja schon gesagt. Inflation hin oder her. Die meisten machen doch einen Geschenketisch irgendwo in einem Porzellanladen oder so, da kann man sich doch nett was aussuchen.
    Das mit dem Wellnessgutschein finde ich auch super. Das ist ne tolle Idee und besser als einfach nur Geld in den Umschlag zu stecken.

    Und ob das Paar jetzt mit Plus oder Minus rausgeht, ist mir als Gast relativ egal. Die sollen so prunkvoll oder einfach feiern wie sie mögen, ich freu mich auf die Feier und werde mich anpassen. Aber ich werde nicht gucken, ob mein Geschenk dem Essen oder so entspricht. Ich kann auch Butterbrot auf einer Hochzeit essen.
    Also das mit dem Mahlgeld find ich ja echt seltsam, aber interessant.
  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Julla schrieb:
    Vielleicht konnten sie sich das anders nicht leisten .....

    ...nein, definitiv nicht. Ich kenne sie ganz gut. (Aber mehr schreiben möchte ich dazu einfach mal lieber nicht) ;-)
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    topkapi schrieb:
    der cousin meines mannes und seine frau haben uns zur hochzeit 20,-€ in einer lieblosen karte mit keinem persönlichen wort geschenkt. unser kontakt war immer gut und mein mann hat beiden immer viel geholfen. das fand ich dem anlass nicht angemessen und bei den beiden liegt es definitiv nicht an deren finanziellen situation.
    Aber 100 Euro in einer lieblosen Karte ohne schöne Worte machen es ja nicht besser, oder? ;-)
    ich wusste schon, warum ich das eigentlich nicht schreiben wollte ;-). nein, sicher nicht, aber 20,- € bekommt man eher mal zum geburtstag geschenkt. ich finde schon, dass der anlass zum schenken eine rolle spielt, wie groß der geschenkwert ist. sicherlich immer getreu dem motto "jeder, wie er kann."
    Die meisten machen doch einen Geschenketisch irgendwo in einem Porzellanladen oder so, da kann man sich doch nett was aussuchen.
    damit kann ich dann nun wieder nix anfangen ;-), denn das ist ja nun rein gar nichts von mir als gast mit einer gewissen grundmotivation und gedanken für das paar aus gewählt worden, sondern es wird nur eine liste abgearbeitet.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und wir hatten keinen Tisch weil die Gästeschar zu weit verstreut war. Da hätte keiner zum Tisch gehen können.
    Ich bin auch der Meinung der Geschenkwert sollte zum Anlaß passen. Dann kann man sich ja immer noch überlegen ob man lieber Gegenständliches, einen Gutschein oder eben Geld nett verpackt schenkt. Das ist ja dann jedem selbst überlassen.

    Mahlgeld gibt es hauptsächlich in Bayern dort war/ ist es üblich in kleine Dörfern das gesamte Dorf zur Hochzeit zu laden..verständlich wenn man dann Mahlgeld nimmt.
  • sopie74sopie74

    2,615

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mahlgeld gibt es hauptsächlich in Bayern dort war/ ist es üblich in kleine Dörfern das gesamte Dorf zur Hochzeit zu laden..verständlich wenn man dann Mahlgeld nimmt.

    Stimmt, aber tatsächlich trifft das 'war' wohl eher zu, heute lädt wohl kaum noch einer das ganze Dorf ein. Meine Oma hat auch erzählt, dass früher auch die Familie kein Mahlgeld gegeben hat. Heute wird das halt oft umgedreht, d.h. es kommt nicht mehr das ganze Dorf, dafür zahlt jeder Gast Mahlgeld.... Gewinnoptimierung, sozusagen :roll: Für mich ist da von der verständlichen Tradition nur noch eine Unsitte übrig...
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Interessant, meine (fränkische) Schwiegermutter sprach mich (Norddeutsche) mal an, sie hätte gehört, dass es in Norddeutschland üblich sei, zur Hochzeit so viel zu schenken, dass die entstandenen Unkosten gedeckt werden und was das denn wohl für eine Unsitte sei. Ich hatte von der Tradition noch nie etwas gehört ;-)
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    interessant, vom Mahlgeld hab ich auch noch nix gehört. So prinzipiell haben wir im Bekanntenkreis aber erfahren, dass Geld- und Sachgeschenke vom Wert her meist Kosten für die Hochzeitsfeier in etwa abdecken. Bei uns war sogar Kleidung, Feier etc alles mehr als bezahlt mit den Geschenken. Hatten an Kosten um die 3200€ und bekommen haben wir etwa für 3500€ Geld und Geschenke.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Bei uns im Bekanntenkreis ist es eigentlich üblich, dass man unter Freunden um die 50 Euro pro Paar schenkt. Ich finde das sehr viel Geld. 100 Euro haben wir von nahen Verwandten bekommen, und es wäre mir auch unangenehm, so ein teures Geschenk von Freunden zu bekommen. Es ist aber ja auch in jedem Freundeskreis anders üblich, und gerade wenn man für irgendeine Sache/ Gutschein zusammenlegt, ist es mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger - da ist mir dann auch nicht so wichtig, wie teuer es ist, sondern eher, wie gut jemand das gebrauchen kann.

    Von diesem "Mahlgeld" habe ich zum ersten Mal gehört, als ein Freund von uns auf der Hochzeit seines Cousins in Bayern war - der ist fast aus den Latschen gekippt als er hörte, dass er die Getränke selbst zahlen muss (Essen gab's gnädigerweise umsonst ...)! Wir waren alle entsetzt, als er das erzählte und konnten uns nicht vorstellen, dass sowas wirklich gemacht wird - ich find's total unhöflich!!! Normalerweise nimmt man zu ner Feier doch gar nicht großartig Geld mit - klar, ein paar Euro hat man immer im Portemonnaie, aber mehr nicht (wir zumindest nicht ...) ... da wären wir echt aufgeschmissen (zumal besagter Cousin davon wohl vorher nix gesagt hat- sonst wären sie gar nicht gefahren).
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich finde alle genannten Summen sehr tief, aber vielleicht ist das hier auch einfach anders..! Das fängt schon mal damit an, dass man für die oben genannten EUR 7'000.- (inkl. Kleid) oder so NIEMALS eine Hochzeit ausrichten könnte, zumindest nicht wenn man 50 Gäste aufwärts einlädt..! Einem sehr guten Freund von uns haben wir mal U2-Tickets zur Hochzeit geschenkt, das waren ca. EUR 200.- und schon obere Grenze aber unter EUR 100.- würde man wohl nie geben, es sei denn, es sind irgendwelche entfernte Nachbarn! Aber wie gesagt, das ist halt hier wahrscheinlich auch einfach anders, v.a. auch, weil sowieso alles viel teurer ist. Ist jetzt eher ein SLP, aber da fällt mir immer nur wieder auf, wie gross da doch im gleichen Kulturraum die Unterschiede sind..!
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @snoopy: wird bei euch echt bei jeder Hochzeit alles gezahlt? :shock: grad die Getränke gehen doch übelst ins Geld, wir haben schon in den Einladungen drauf hingewiesen, dass ein Getränk zum Abendessen pro Gast frei ist, der Rest selbst gezahlt werden muss. Und das nahm auch keiner übel, alle haben gemeint, es wär gut so, sie fänden das toll, sonst gehts fürs Brautpaar ja zu sehr ins Geld. Und wir hatten wirklich nur die allerengsten Freunde, waren 53 Erwachsene und 4 Kinder. Anders hätten wir es uns nicht leisten können. Und es gab wirklich viel positive Resonanz.
    Wir waren im Landhotel, das nicht grade billig ist, aber wir wollten einfach nicht, dass irgendjemand was machen muss an dem Tag. Das war uns wichtiger als alles zu finanzieren aber dann eher eine Party als Hochzeit zu haben. Haben Freunde von uns aber ähnlich gemacht.

    Geschenke waren uns eh nicht so wichtig, wir haben zwar 2 Geschenktische gemacht (an beiden Wohnorten) aber es war auch für alle Bekannten und Gäste klar: wenn was zu teuer ist, sollten sie zusammen legen.
    Wir haben uns auch über ein 10€ Geschenk wahnsinnig gefreut, weil wir wussten, diese besagte Person hat einfach so gut wie nix. Wir haben auch von einer Einzelperson etwas für 150€ bekommen, ich hab da auch kein schlechtes Gewissen, weil derjenige sicher weiß was er sich leisten kann/möchte oder nicht.
    Für mich persönlich sind halt nach unseren finanziellen Verhältnissen 30-50€ pro Person angemessen als Geschenk. Wir sind nicht reich, aber das können wir geben, wenn wir schon zu ner Hochzeit eingeladen werden. Sind wir nicht eingeladen, fällt das Geschenk auch je nach Freundesgrad kleiner oder größer aus. Ist einfach Ermessens-Sache.
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    :eek01: Also sowas hab ich noch nie gehört, das Gäste selber ihre Getränke zahlen müssen...Das wäre hier aber was ganz neues und sicher nicht positiv..
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hab ich auch noch nie gehört, dass die Gäste ihre Getränke selbst bezahlen müssen und finde es auch echt seltsam. Aber als wir Angebote für unsere Hochzeit eingeholt haben, waren das sowieso überall Pauschalpreise. Meist so um die 100€ pro Person für den ganzen Tag. Wir haben es allerdings so gemacht, dass wir Alkohol außer Bier und Wein aus dem Pauschalbetrag rausgenommen haben (weil wir vermuteten, dass nicht so viel Alkohol getrunken wird). Wir haben die Getränke dann (natürlich ;-)) zwar trotzdem gezahlt, haben vorher aber darauf hingewiesen, dass wir die extra zahlen müssen, in der Hoffnung, dass die Gäste dann auch weniger Alkohol trinken ;-) Hat auch ganz gut hingehauen und da wir sowieso eine Tageshochzeit gefeiert haben (bis 22 Uhr), war es allen Gästen bis auf einem :roll: auch recht so.
  • GretchenGretchen

    3,369

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hab mir nicht alles durchgelesen...
    Also dass Getränke selbst gezahlt werden, kenne ich auch.
    Und zwar so, dass nicht-alkoholische-Getränke, Wein und Bier frei waren, der Rest selbst bezahlt werden musste...das betrifft dann Cocktails und die berühmten Schnapsrunden, die ab 23.00 Uhr losgehen und gefühlt nie wieder aufhören ;-). Das finde ich eine angenehme Regelung.
    Auch kenne ich Hochzeiten im ländlichen Raum, bei der wirklich fast das gesamte Dorf eingeladen wurde, weil der Bräutigam z. B. Musiker war oder bei der freiwilligen Feuerwehr gearbeitet hat.
    Dementsprechend waren die Einladungen breit und trotzdem (für ihn) eng gestreut.
    Der Familie, den Bekannten und Freunden, Vereinskollegen etc. gerecht zu werden, ist dann mitunter ein Drahtseilakt in der Geldbörse. Ich denke, wenn man weiß, dass es solche Dimensionen annimmt, dann schenkt man gern etwas mehr oder gibt mehr beim Blumen/Ansteckverkauf oder so mehr.
    Ansonsten - im relativ unbeteiligten Fall (man kennt sich halt nur), finde ich 50 Euro, nett verpackt oder einen Gutschein, mit Freunden zusammengelegt, die beste Form.
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    doch wurde hier öfter gemacht mit Getränke selber zahlen. Daher hab ich das aufgegriffen. Und ich geh lieber auf so ne Hochzeit, als wenn ich weiß, dass das Brautpaar ziemliche Probleme hat das alles zu finanzieren, nur weil es auf biegen und brechen das alles zahlen will. Wir haben übrigens pro Person etwa 40€ gebraucht. Alkoholische Getränke wurden pro Person nur um die 1-2 getrunken, in der Hinsicht waren alle ganz brav. Also wie gesagt, ich find da gar nix dabei und unsere Gäste waren zum Glück allesamt derselben Meinung. Für Familie haben wir die Getränke komplett übernommen. Und das war nicht wenig! Alles zu zahlen wäre nie und nimmer gegangen.
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir haben auch alles gezahlt bis auf Schnäpse Coctails und Zigaretten..
    Und da wir im Hochsommer geheiratet haben sind da mal eben 11 Kisten Wasser über den Tisch gegangen...
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Nee, das ginge hier gar nicht, die Gäste ihre Getränke zahlen lassen!! Hab ich auch (bis zu der ERzähltung von der Hochzeit in Bayern) noch nie gehört!!!

    Wir schwimmen z.B. auch nicht gerade in Geld (zu der Zeit war ich noch Studentin und Carsten gerade mit der Ausbildung fertig) - daher haben wir unsere Hochzeit im Pfarrsaal gefeiert. Getränke haben wir schon Wochen vorher auf Sonderangebote gewartet und uns dann damit eingedeckt; Schnäpse gab's dann 2-3 Sorten zur Auswahl (wobei eh maximal 1-3 Schnapstrinker dabei waren) und das war ok so ... ist auch hier durchaus üblich, dass man nicht unbedingt in ein Lokal gehen muss (was ja dann direkt deutlich mehr ins Geld geht) sondern einfach einen Raum mietet.
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