Hallo in die Runde!
Es scheint, als hätten wir ein schönes Haus gefunden... :happy273:
Obwohl wir beide der Meinung sind, dass wir nicht heiraten brauchen, steht der Gedanke im Raum, vor dem Hauskauf zu heiraten. Ich habe keine Ahnung, ob es Vor- oder Nachteile deswegen gibt.
Was meint ihr dazu? Wir haben einen gemeinsamen vierjährigen Sohn.
Viele Grüße,
kabany
Kommentare
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bist du sicher dass das so stimmt? Das Haus kommt zwar als Eigentum dazu, aber es wird ja mit Geld bezahlt dass beide mit in die Ehe bringen. Jedem gehört dann quasi so viel vom Haus, wie er mit in die Ehe gebracht hat. Wenn einer da deutlich mehr beigesteuert hat, gehört ihm auch mehr vom Haus. Das wird bei einer Scheidung alles wieder aufgedröselt. Ich habe das bei Freunden gerade miterlebt. Vom gemeinsam während der Ehe gekauften Haus ist ihr quasi gar nichts geblieben, weil das alles von seinem Geld bezahlt wurde.
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Wenn ich es richtig verstanden habe, wären wir somit "gleichberechtigt"?!
Im Prinzip geht es mir gar nicht so darum, was im Trennungsfalle wäre. Sondern um das Erbrecht. Wenn Martin - Gott bewahre - ableben würde, hätte ich (unverheiratet) von seinem Anteil nix und sein Vater und Jakob würden jeder ein Viertel des Hauses bekommen. Da sein Vater schon 66 ist und in dritter, nein vierter Ehe verheiratet ist, würde nach dessen Ableben die vierte Frau einen Teil unseres Hauses erben... und Jakob ein bißchen. Hach wie kompliziert!
Bitte nicht falsch verstehen: wir verstehen uns alle prima! Aber ihr wißt schon, Pferde... Apotheke :fies03.:
Unsere Steuerberaterin meinte, rein steuerlich würden wir nichts gutmachen. Ich bin in der Steuerklasse 1B, Martin ist selbständig. Ich kann mir das aber nicht vorstellen. Die Steuerfrau ist aber auch nicht die Hellste...
Ich warte mal ab, vielleicht habt ihr ja noch weiterhin erhellende Antworten.
Viele Grüße
Katja
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Als Ehefrau würdest du - im 'Normalfall', heißt ihr lebt in Zugewinngemeinschaft - die Hälfte des Vermögens deines Mannes erben und den kompletten Hausstand. Die andere Hälft würde euer Sohn bekommen, bzw. falls ihr noch mehr Kinder bekommt würden die sich die Hälfte teilen.
Natürlich ist das auch nicht ganz unkritisch, denn wenn es doof läuft kann dein eigenes Kind im Fall des Todes deines Mannes dich zwingen, ihm seinen Anteil auszubezahlen. Also schlimmstenfalls das Haus zu verkaufen.
Da gibt es dann Möglichkeiten, das über ein Testament zu lösen, z.B. gibt es das sogenannte Berliner Testament, dass die gemeinsamen Kinder bis zum Ableben beider Elternteile als Erben ausschließt. Ist aber auch nicht 'wasserdicht', dein ein Kind kann immer seinen Pflichtteil (Hälfte des gesetzlichen Erbteils) einfordern.... komplizierte, ihr werdet um eine Rechtsberatung wohl auch nicht drumrumkommen. Aber wenn du die Frage heiraten oder nicht stellst würde ich auf jeden Fall zum heiraten raten ;-)
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Also bei den Steuern ist es erstmal wurscht ob verheiratet oder nicht. Wir haben ja auch grad ein Haus gekauft. Obwohl verheiratet zahlen wir 2x Grundsteuer ect. Und im Kaufvertrag werden wir auch einzeln aufgeführt..halt je nachdem wer wieviel bezahlt.
Zum Erbrecht: Wenn ein Kind sich seinen PFlichtteil auszahlen läßt im Fall des Ablebens eines Elternteils..kann man es dann aber über ein Testament vom weiteren Erbe ausschließen. Heißt 1x Pflichtteil und dann nix mehr ..auch nicht wenn später der andere stirbt.
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Es ist halt die Frage: Wenn Ihr eh vorhattet, irgendwann zu heiraten, ist es vermutlich weniger "Aufwand" (hinsichtlich dem ganzen Papierkram), wenn ihr es vor dem Hauskauf macht. Wenn für Euch Heiraten aber grundsätzlcih gar keine Option ist, ist es nur wegen des Hauskaufs nicht zwingend notwendig.
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Das mit dem testamentarisch regeln stimmt leider nur zum Teil, denn das kann man eben nicht so regeln wie durch eine Hochzeit. Also wenn der Mann bspw. möchte, dass seine Lebensgefährtin nach seinem Tod in seinem Haus weiterwohnen kann solange sie lebt, kannst du das nicht per Testament sichern. Denn der Sohn ist der gesetzliche Alleinerbe. Selbst wenn der Mann das Kind im Testament quasi enterbt und alles der Lebensgefährtin vermacht, hat das Kind immer noch Anspruch auf den Pflichtteil, der dann die Hälfte von allem ist...
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Und mal so nebenbei: wir würden auf einem Standesamt im Wohnort meiner Oma heiraten. Die schafft keinen Meter mehr zu Fuß und ich möchte sie gern dabei haben. Dann noch unsere Eltern - fertig. Und wir sagen vorher nicht Bescheid ;-) wir schleifen alle unter einem Vorwand dahin. Damit auch Keiner auf die Idee kommt, sich in Schale zu werfen. Meine Mama wirds mir nachtragen...
Tage später werden wir unsere Freunde zum Grillen in unseren Garten einladen und nach dem ersten Würstchen wirds dann beiläufig erzählt. Und dann darf - sozusagen als Hochzeitsgeschenke - jeder sagen, wobei er uns beim Hausausbau unter die Arme greift ;-) Ich freu mich jetzt schon auf die Gesichter!
Viele Grüße,
Katja
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Weiß jemand von euch, ob man überhaupt "außerhalb" seines Heimatortes heiraten darf?
Viele Grüße
Katja
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Wir leben auch unverheiratet mit Kind gluecklich zusammen. Jetzt haben wir ein schoenes Haus gefunden und schlagen uns auch mit dem Gedanken rum: Heiraten ja oder nein.
Wirklich muessen muss man ja nicht, denn wenn beide im Grundbuch eingetragen sind, wird das Haus geteilt im falle der Trennung. Und erben wird das Kind sowieso. Nur zwischen uns (Eltern) wird es im Erbfall ohne Testament schwierig. Man ist dann quasie Erbverwalter fuer sein Kind, bis das es geschaeftsfaehig ist...
Tja mal gucken was so kommt.
Fuer den kredit waere es sicherlich besser wenn wir verheiratet waere.
Aber irgendwie fuxt es mich - wenn es ums zahlen geht wird man (unverheiratet) immer als 2 Personen gehandelt, aber wenn es um zuschuesse fuer Familien ect. geht ist man ploetzlich doch nicht berechtigt, weil man nichtverheiratet ist. Irendwie ein merkwuerdiges system...
lg ed
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In 14 Tagen ist es soweit. Es wird geheiratet. Die Ringverkäuferin hat sich fast hinter die Theke gelegt, als wir sagten, dass wir Ringe "schnell" brauchen. Und dann: Wooooooaaaaah, sind Eheringe teuer. 1500 Euro. Für die ganz schlichten... Wir sind dann in ein Szeneschmuckgeschäft in der Dresdner Neustadt. Jetzt haben wir viereckige Ringe. Supertoll. Und außergewöhnlich. So, wie wir es wollten. Für 200 Euro.
Unsere Eltern hatten kurzzeitig Schnappatmung, als wir ihnen unsee Pläne unterbreiteten. Die Oma erfährts erst nächstes Wochenende. Eine schlaflose Woche reicht für sie. Wir heiraten da, wo die Oma wohnt. Sie ist nicht mehr so gut zu Fuß, sie könnte sonst nicht dabei sein. Hintergrund ist, dass sie vor mehr als einem Jahr für einige Monate im Koma lag. Und ich hab am Krankenbett gesagt: wenn Du wieder gesund wirst, heirate ich. Und wenn ich das dann auch noch wahr mache, soll sie unbedingt dabei sein.
In diesem Sinne: "Ja, ich will!" :sunny:
Viele Grüße,
Katja
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Viele Grüße
Katja
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alles gute für euer gemeinsames leben :geb013: :geb37: :baby115:
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Ich wollte Dir jetzt eigentlich nur noch, dass Freunde von uns auch unverheiratet sind und trotzdem zusammen gebaut haben. Schwierigkeitsgrad bei denen ist noch, dass sie jeder für sich Kinder aus der jeweils ersten Beziehung haben. Die haben das alles nur über Notar geregelt.
Es wäre also auch ohne Trauschein gegangen.
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Und gerade gibts Probleme bei Hauserwerb... Ich kringel mich!
Liebe Grüße,
Katja