Wo Ohrloch stechen lassen?

Susanne67Susanne67

4,797

bearbeitet 28. 10. 2010, 11:35 in Plauderecke
Hallo allerseits,

ich habe schon jahrzehntelang Ohrlöcher, aber auch immer wieder Schwierigkeiten mit Entzündungen gehabt.Ich prockel halt ständig dran rum.Fakt ist, dass die Löcher jetzt auf beiden Seiten komplett zugewachsen sind. Ich möchte sie jetzt wieder neu stechen lassen, frage mich aber wo? Bei den Juwelieren sehe ich nirgends die Schilder, die ich von früher her noch kenne (Hier Ohrlochstechen). Ins Piercingstudio dachte ich, aber das ist da ja irgendwie so gar nicht meine Welt, weil ich ja Piercings, außer dem einen Ohrloch, für eine völlig bescheuerte Selbstverstümmelung halte und das irgendwie auch nicht unterstützen will.

Habt ihr noch eine Idee? Oder weiß konkret, wo ich das in Köln oder Umgebung machen lassen kann?

Kommentare

  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mein Hautarzt bietet das an. Frag doch da mal nach.
    Komisch, meine Ohrlöcher hab ich damals auch irgendwo auf der Straße bei so nem Schild machen lassen... :shock:
  • rajenriverrajenriver

    4,287

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Soweit ich weiss ist es im Piercingladen immer noch am besten. Dort wird es mit einer Nadel gestochen
    und die Leute haben mehr Efahrung als Ärzte damit. Man sollte sowas nicht mehr beim Juwelier machen lassen, weil das Schiessen mit den Pistolen zuviel Gewebe zerstört. Beim Stechen gibt es n ur den Stichkanal, der kaputt geht. Ist zwar teurer beim Piercer, aber der weiss was er tut, er macht es täglich. Beim Doc ist das ist eher selten und Doc sollte meiner Meinung lieber das tun, was er gelernt hat...
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hhm, was Erfahrung angeht ist der Piercer sicherlich die bessere Alternative.... Muss noch mal in mich gehen...
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich würde auch zum Piercer gehen.
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    definitiv zum Piercer, wie gesagt wurde, da wird net so viel Gewebe zerstört.
    Ich war auch mehrmals beim Juwelier und hab auch heute, nachdem es zum xten mal zugewachsen ist, immer noch Schmerzen und Probleme, spätestens alles halbe Jahr wird das Ohrläppchen dick, rot und ist für ein paar Tage richtig entzündet, bis dann sich etwas Eiter raus drücken lässt und dann ists wieder gut. Nie wieder.
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also bei uns, bzw. bei Svenja wurde es in dem Schmuckgeschäft gemacht, wo wir die Ohrringe auch gesehen haben. Und was bitte soll da mehr an Gewebe zerstört werden? Da wird ja das medizinische Ohrringchen eingespannt und das wird dann durchgeschossen. So war das zumindest bei mir, und ich kann mich da noch gut daran erinnern, danach kam ich nämlich bald in die Schule. Und bei Svenja ging das genauso, nur hatten wir das da schon eher machen lassen, weil wir dachten, dann kann sie sich später nicht mehr so daran erinnern und das ist gut so. Ich hatte nämlich immer dieses Schmerzgefühl in mir. Und vielleicht auch deshalb, weil es bei mir noch nachgeblutet hat. Naja das ist jetzt über 3o Jahre her und die Technik damals war auch ganz anders. :scratch.:
    Außerdem funzelte ich immer an den Ohren rum und hatte so auch ganz viele Probleme mit Eitern usw. Svenja dagegen funzelte gar nicht rum und hat so schöne nicht ausgefranzelte Ohrlöcher.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Das ausgefranste siehst Du nicht. Es liegt zum einem an der Geschwindigkeit und zum anderem an den Rillen in den Ohrringen, das die Wunde nicht glatt sondern rissig ist. Eine Rissige Wunde kann wegen der vielen Oberflächen schlechter heilen und ist anfälliger für Bakterien. Dann sitzen die geschossenen Ohrringe oft auch zu fest am noch geschwollenem Ohr, so das keine Luft an die Wunde kommt, was Entzündungen begünstigt und eine Heilung verzögert.
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mäusle schrieb:
    definitiv zum Piercer, wie gesagt wurde, da wird net so viel Gewebe zerstört.
    Ich war auch mehrmals beim Juwelier und hab auch heute, nachdem es zum xten mal zugewachsen ist, immer noch Schmerzen und Probleme, spätestens alles halbe Jahr wird das Ohrläppchen dick, rot und ist für ein paar Tage richtig entzündet, bis dann sich etwas Eiter raus drücken lässt und dann ists wieder gut. Nie wieder.


    Genau das war all die Jahre mein Problem! Und genau aus dem Grunde bin ich strikt dagegen, Kindern schon Löcher zu stechen.
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    aber wie gesagt, das passiert wirklich nur beim schießen. Beim ordentlichen Stechen sind solche Probleme wirklich kaum vorhanden ;-) ich persönlich hab meine Ohrringe erst im Jugendlichenalter machen lassen. Aber halt auch beim Juwelier, heut würd ich nur noch zum Piercer gehen.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich auch. Leider stechen die nicht bei Kindern unter 12 Jahren... So lange konnte Elena nicht warten...
  • MäusleMäusle

    7,471

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    echt? das is mir ja neu :shock: ich meine wenn Kind und Eltern einverstanden sind, sollte an Ohrlöchern doch nix schlimmes sein :traurig41:
  • EinhornEinhorn

    3,873

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Im Schmuckladen machen die das auch oft erst ab 6.
  • Snoopy82Snoopy82

    7,740

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die meisten Juweliere machen das noch, auch ohne Schild ;-) .... und viele sind mittlerweile auch vom Schießen zum Stechen übergegangen!

    Joelles Ohrringe haben wir z.B. hier im Ort bei einem Juwelier stechen lassen, der uns eben genauso erklärt hat, dass das Schießen nicht mehr zeitgemäß ist, weil das Stechen schonender ist. War auch gar kein Problem bei Joelle; sie war damals 3 und hat sich direkt beide Seiten stechen lassen ohne Weinen.

    Ich würde wohl einfach ein paar Juweliere abklappern und nachfragen, wie sie es machen - ist sicher billiger als im Piercingstudio; wir haben nur die Ohrringe bezahlt, gestochen hat er so.
  • EinhornEinhorn

    3,873

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hab vorhin im Internet von meinem Lieblings Tattoostudio die Telnr gesucht und dort mal angerufen und gefragt. Sie hat gesagt, stechen erst ab 14Jahren. Das wird richtig mit Kanüle gemacht. Und die Kleineren halten das nicht durch.

    Mit Genehmigung von Marlies kommen hier 2 Links:

    http://www.paradisi.de/Beauty_und_Pfleg ... l/9705.php

    http://www.paradisi.de/Beauty_und_Pfleg ... ad436328da
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    So, ich habe es getan. Nachdem ich zufällig vor dem via Internet ausgeguckten Piercing-und Tatooo-Studio meiner Wahl stand und mein sonst immer im falschen Moment wach werdender Sohn tief und fest schlief, habe ich meine Abneigung gegen diese Etablissements überwunden und bin rein. Um eine halbe Stunde später mit immer noch schlafendem Kind, super beraten, desinfiziert und shmerzarm gepierct wieder rauszukommen. Da meine zugewachsenen Ohrlöcher fein vernarbt waren, hat sich der PiericingMoment angefühlt, als wenn man Hähnchenbrust schneiden wurde, aber es hat wirklich kaum wehgetan und ich habe weder geblutet noch bislang auch nur ansatzweise soetwas wie Wundschmerz gehabt. Habe mir jetzt auich nochmal erklären lassen, warum das Piercen bei Ohrlöchern besser ist. Durch die scharfe Hohlkanüle wird wie beim keksebacken das Ohrläppchen ausgestanzt und nichrt so ausgefranst wie beim Schießen. Was aberr am allerbesten sind, sind die Ohrstecker. Sie haben nicht diese langen Pinne mit Verschluß wie normale Ohrringe, sondern eine flache Platte und der Schmuckkopf wird aufgeschraubt. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass man sie selbst im Liegen auf dem Kopfkissen überhaupt nicht spürt. Muss mal schauen, ob es diese Variante auch für Schmuckstücke gibt.

    Hach, ich bin total glücklich, endlich wieder Ohrringe tragen zu können. Als ich da sass, hatte ich zwar ordentlich Schiss, aber es war wirklich nicht schlimm. Trotzdemm werde ich mir keiner weiteren Piercings machen lassen. Und Victoria habe ich ordentlich was vorgestöhnt, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt.
  • EinhornEinhorn

    3,873

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wie wurde das gemacht? Desinfiziert und dann einfach gestochen?
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Susanne67 schrieb:
    Ins Piercingstudio dachte ich, aber das ist da ja irgendwie so gar nicht meine Welt, weil ich ja Piercings, außer dem einen Ohrloch, für eine völlig bescheuerte Selbstverstümmelung halte und das irgendwie auch nicht unterstützen will.

    Sorry, hier musste ich etwas grinsen. Ich finde, das solltest Du noch mal reflektieren ;-)
  • Susanne67Susanne67

    4,797

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Einhorn: Er hat desinfiziert, dann eine Klemme angebracht, wohl um das Ohrläppchen zu fixieren, und dann mit dieser Hohlnadel gestochen. Ich wollte es gar nicht so ganz genau wissen, weil ich plötzlich richtig Schiß hatte. Da ich aber vvorher ein umfangreiches Formular ausfüllen musste, vorab schon auf Pflege, heilvorgang etc. hingewiesen wurde, er sich zuallererst sterile Handschuhe angezogen und die Nadel aus ihrer Verpackung geholt hat, machte es für mich einen sehr guten, sauberen Eindruck und ich habe bislang noch überhaupt keine Probleme. Gut fand ich auch, dass der Piercer selbst im sichtbaren Bereich sehr dezent gepierct und tätowiert war

    Sehr schön fand ich auch, dass ich ausdrücklich unterschreiben musste, dass ein Piercing eine Körperverleetzung ist, der ich ausdrücklich zustimme.

    @Julla: Ich will niemandem zunahe treten und nenn mich spießig, aber ich finde übers einfache klassische Ohrläppchenpiercing hinausgehende Piercings absolut nicht gut und nicht schön und einfach nur überflüssig. Gilt auch für Tattoos. Das muss jeder für sich entscheiden, bzw. für seine Kinder, aber für mich kommt das absolut nicht in Frage
  • NaseweisNaseweis

    5,435

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Denke auch, es ist ne Geschmackssache. Ich zb habe Piercings und auch ein Tattoo. Piercing habe ich unter der Lippe ein dezentes (mit absicht also ne kleine kugel) und eins in der Zunge. Hier und da würde mir noch eines gefallen, aber halt dezent. Hatte eins am Bauchnabel, was ich dann aber durch die Schwangerschaft entfernt habe und auch noch an anderen Stellen, welche ich aufgrund der Schwangerschaft entfernte.

    Meine Kinder haben noch nicht mal Ohrringe :smile: ,wobei wir bei den grossen überlegt hatten, aber wenn ich dies hier so lese, wird sie evtl. doch noch warten müssen. Wusste ich zb gar nicht mit dem schiessen und stechen, dass es da einen Unterschied gibt.

    Schön, dass es bei dir so prima geklappt hat und du endlich wieder einen Ohrring tragen kannst!
  • JullaJulla

    5,464

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Susanne67 schrieb:
    @Julla: Ich will niemandem zunahe treten und nenn mich spießig, aber ich finde übers einfache klassische Ohrläppchenpiercing hinausgehende Piercings absolut nicht gut und nicht schön und einfach nur überflüssig. Gilt auch für Tattoos. Das muss jeder für sich entscheiden, bzw. für seine Kinder, aber für mich kommt das absolut nicht in Frage

    Du trittst mir nicht zu nahe und es ging mir auch überhaupt nicht um Geschmack (ich mag Tattoos z.B. auch nicht und außer dem Nasenloch, das ich mir mit 16 hab stechen lassen, hab ich auch sonst keine Piercings). Es ging mir um den Ausdruck "Selbstverstümmelung". Ein Ohrloch ist genauso Selbstverstümmelung wie jedes andere Piercing auch. Der Unterschied ist für Dich (!) bloß, dass Du das "normal" oder "schön" findest und andere Piercings nicht. Deswegen finde ich es unangebracht, andere Piercings als Selbstverstümmelung zu bezeichnen, denn damit erhebst Du einen moralischen Anspruch.
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