Angeregt vom Weihnachtsgeschenke-Thread wollte ich mal wissen, wie Ihr das so macht.
Lasst Ihr die Kinder Wunschzettel oder Briefe ans Christkind oder den Weihnachtsmann oder so schreiben?
Und dann? Per Post nach Engelskirchen oder auf die Fensterbank?
Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, wir haben immer aus den Versandhauskatalogen Spielzeug ausgeschnitten, aufgeklebt und dann einen Brief ans Christkind geschickt. Dieser Brief kam auf die Fensterbank und wurde dann wohl auch abgeholt, denn er war am nächsten Tag nicht mehr da. ;-)
Vorletztes Jahr habe ich mit Greta einen Brief nach Engelskirchen geschickt. Da bekommt man ja auch richtige Post zurück, das ist schon niedlich. Letztes Jahr haben wir eine Wunschliste auf die Fensterbank gelegt.
Fand Greta auch sehr mystisch und toll.
Im Norden gibts ja noch den Brauch mit der Schneelaterne (hab ich von einer Pettersson und Findus CD). Das find ich auch nett, aber Schnee ist hier ja nicht immer einzukalkulieren.
Wie handhabt Ihr das? Und WANN macht Ihr das?
Kommentare
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Bisher haben wir es so gemacht, dass wir den fertigen Wunschzettel auf den Wohnzimmertisch gelegt haben und am nächsten Morgen hatte das Christkind ihn dann abgeholt ;-)
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Klar kommt Plunder beim Ausschneiden raus, aber halt auch Sinnvolles und man ist ja nicht gezwungen, alles zu erfüllen. Letztes Jahr war Greta auch bewusst, dass sie ein bestimmtes Teil nicht bekommen hat. Tja, so ist das halt. Dafür gabs den Herzenswunsch.
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Ich kann mich halt an meine Kindheit erinnern, wie schön ich das damals fand und wie wunderlich. Dieses Gefühl will ich weitergeben und Greta ist für sowas sehr empfänglich, bei Lotte weiss ichs noch nicht so genau.
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Bei uns früher Zuhause haben meine Eltern die Geschenke noch schnell bevor wir zur Kirche gefahren sind unter den Baum gelegt und uns erzählt der Weihnachtsmann wäre in der Zwischenzeit dagewesen.
Irgendwann kamen wir natürlich dahinter, wie es wirklich war, aber der Glaube an das Märchenhafte zu Weihnachten besteht doch immer noch irgendwie. ;-)
Und der Zauber über den sich die Kinder so freuen, macht es jetzt zu etwas besonders schönem.
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Beim Wunschzettel mache ich schon immer deutlich, dass das Christkind sich ein paar Sachen raussucht, aber man nie alles bekommt, was drauf steht. Daher finde ich es nicht schlimm, wenn da auch überflüssiger Kram draufgeklebt wird - den kaufe ich halt nicht ;-) ...
Jannik ist dieses Jahr sowieso total bescheiden - er wünscht sich Schokolade ;-)
Die Geschenke für die Verwandten liegen mit unterm Weihnachtsbaum, und wir gukcen halt dann, welcher Name drauf steht - die hat natürlich auch das Christkind gebracht. Dazu gibt's dann immer noch etwas Selbstgemachtes für die Omas - da sagen wir einfach, dass wir den Omas einfach auch eine Freunde machen möchten zu Weihnachten ... das bringen die Kinder dann aber bisher gar nicht mit dem Christkind in Verbindung, sondern sehen das völlig unabhängig.
Ich fand es als Kind schön, ans Christkind zu glauben, und möchte das auch gerne an meine Kinder weitergeben! Da wir gläubig sind und mit den Kindern regelmäßig in die Kirche gehen, ist es für uns auch keine Frage, dass das Christkind kommt und nicht der Weihnachtsmann. Wir sprechen halt auch vor Weihnachten mit den Kindern über das Thema, über die Weihnachtsgeschichte, etc. - d.h. ihnen ist auch die Verbindung klar (altersgemäß ;-)) zwischen dem Christkind in der Krippe und dem Christkind, das die Geschenke bringt ;-)
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Bei Johan ist das mit dem Weihnachtsmann übrigens trotzdem so gekommen, vor allem vom Kindergarten. Im Gefolge ist auch immer das Christkind und mindestens ein Engel, das ist also schon eine ganz schöne Horde, die hier einfällt ;-) Ich finds auch nicht leicht, die Geschichten alle so mitzuspielen und mir passieren immer Fehler, aber Johan biegt sich das immer so zurecht, wie es passt. Z.B. hab ich mich mal verplappert, dass irgendein Geschenk von uns ist, seitdem ist für Johan klar, dass manche Geschenke vom Weihnachtsmann sind und manche von uns oder der Verwandtschaft. Er hilft mir meistens ganz gut aus der Patsche, wenn ich einen Fehler mache ;-) Er schwankt aber selbst auch sehr, was diese Geschichten angeht, das ist schon irgendwie niedlich.
Wir machen es übrigens so, dass Michael mit den Kindern schon zur Kirche vorgeht (man muss ja früh Plätze belegen) und ich hier noch "aufräume" (sonst fühlt der Weihnachtsmann sich nicht so wohl hier) und dann in Windeseile alles aufbaue (ganz schön schweißtreibend, weil bei uns der Kaufmannsladen immer zu Weihnachten aufgebaut und Ostern dann wieder abgebaut wird) und Engelshaar und goldene Sternchen verteile.
Ich warte aber schon darauf, dass Johan mal jammert, dass er nicht in die Kirche will, um den Besuch nicht zu verpassen ;-)
Wunschzettel haben wir früher übrigens trotzdem geschrieben (für meine Eltern) und auch immer mal wieder geändert. Mit Johan sprechen wir lange vor Weihnachten über seine Wünsche und sortieren immer mal wieder. Ich finde, mit der Zeit kommen die ganz wichtigen Wünsche gut heraus und die werden dann fixiert (letztes Jahr hab ich ihm die Sachen aus dem Internet ausgedruckt, er hat sie ausgeschnitten, angemalt und aufgeklebt).
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Dieses Jahr muß ich noch schauen wie wir das hinbekommen da meine Schwägerin eben ihren Kindern den wunderschönen Glauben an das Christkind auch nicht lassen will..da sie die Kinder nicht "anlügen" will.
Nur das Christkind gibt es für uns eben schon.
Wir sind aber auch eine recht gläubige Familie.
Den Wunschzettel werden wir entweder auf die Fensterbank legen mit einem Stück Zucker für das Christkind oder eben auch dem Nikolaus mitgeben.
Vielleicht schicken wir ihn in ein paar Jahren auch mal weg. Hier gibt es ja den Ort Himmelreich..da kann man auch hinschreiben und bekommt Antwort..
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Naja, glaub mir, ich gönne meinem Sohn durchaus wunderschöne Glaubenserfahrungen, aber da muss ich ja - zumindest ein bisschen - auch etwas damit anfangen können ;-)
Ich hab aber gerade mal nach "Christkind" gegoogelt und gesehen, dass das wohl ursprünglich eine katholische Tradition war. Kein Wunder kenn ich das nicht von zu Hause..!
Ich glaube, ich werde mich ein bisschen an die schwedische Tradition halten - ein Schälchen Milchreis vor die Tür für den Tomte und der guckt dann nicht nur nach Haus und Hof, sondern bringt evtl. auch die Geschenke. Das wäre dann eher die Weihnachtsmannvariante, allerdings nicht in CocaCola ;-)
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Wieso ist man denn weniger gläubig, wenn man seinen Kindern nicht erzählen will, dass das Christkind die Geschenke bringt? Das ist doch Fakt. Das Christkind hat Martin Luther doch auch nur erfunden, damit die armen Protestanten auch jemanden haben, der ihnen Geschenke bringt und sich nicht immer an den Nikolaus halten müssen.
Natürlich ist es schwierig, die verschiedenen Traditionen in verschiedenen Familien unter einen Hut zu bringen. Aber ich finde, man sollte anderen eben ihren Umgang auch lassen. Ich hab nie darunter gelitten, ohne Weihnachtsmann oder Christkind aufgewachsen zu sein ;-)
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Ist es lustigerweise gar nicht. In Wirklichkeit hat, wie ich oben geschrieben hab, Martin Luther das Christkind erfunden. Er wollte ja die Heiligenverehrung "abschaffen" und hat mit dem Christkind für die Protestanten eine alternative Figur geschaffen, die die Geschenke bringt. Das hat aber nicht so richtig geklappt, stattdessen hat sich auf Dauer bei den Protestanten eine abgeschwächte Form des Nikolauses (der Mann im roten Mantel) durchgesetzt und bei den Katholiken das Christkind.
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Ich bin protestantisch und eben mit dem Christkind aufgewachsen. Und unabhängig wo es nun her kommt ich mag das etwas mystische und den Zauber der damit verbunden ist.
Hier gibt es auch den Nicolaus der Süßes in die Schuhe steckt..den Osterhasen der Eierversteckt..Ich mag es wie die Kinder von den Geschichten fasziniert sind und wenigstens eine Zeitlang dran glauben..ist doch schön sie mit Geschichten ect aufwachsen zu lassen. Klar wird dann auch die Weihnachtsgeschichte erzählt ect.
Aber einfach Geschenke rüber reichen...ne da ist dann alles weg für mich...vielleicht auch deshalb weil wir selbst so aufgewachsen sind.
Eben auch damit das jemand früher aus der Kirche heim ist weil noch der Ofen an ist ect.
Und auf dem Weg nach Hause haben wir immer geschaut wo das CHristkind schon die Kerzen am BAum angemacht hat...war einfach Kind sein.
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Greta hat mich übrigens nochmal gefragt, ob das Christkind denn auch alle Wünsche erfüllt, die auf dem Zettel stehen. Das musste ich leider verneinen.