Nach dem Schnee kommt das Hochwasser...

HappinessHappiness

3,241

bearbeitet 16. 01. 2011, 21:54 in Plauderecke
Wir waren heute an der Elbe, und haben das Hochwasser angeschaut.
Jaja, Katastrophentourismus :oops: .

Ich weiß allerdings, wie schlimm das eigentlich ist. Beim letzten Hochwasser haben wir beim Sandsäcke befüllen geholfen, das gesamte Betriebsgelände meines Arbeitgebers ist "ertrunken", und wir haben Schlamm geschaufelt usw.





Beim letzten Bild, gaaanz im Hintergrund links, kann man vielleicht die neue Brücke erahnen, die noch eine Baustelle ist. Wegen der gab es schon soviel Ärger, jetzt steht erstmal alles unter Wasser :???: .

Kommentare

  • PinoahPinoah

    1,977

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Heftig!
    Wir werden morgen einen Spaziergang entlang der Oder unternehmen. Mal sehen, was uns erwartet...
  • kabanykabany

    476

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich wohnte "damals" (2002) in DD an der Weißeritz. Wie entscheidend da ein paar Meter sein können, wir hatten das Wasser "nur" im Keller. Aber es war schrecklich, mit anzusehen, wie die Menschen um ihre Sachen bangten und wie sie nachts aus ihren Fenstern direkt auf Bundeswehr-LKWs stiegen (da lief das Wasser schon zu den Fenstern im EG rein), mit ein, zwei Koffern. Wir sind oft runter zu dem Fluß und da schwammen Kühlschränke an uns vorbei. Ich musste jeden Tag über die Elbe, um zur Arbeit zu kommen. Es kam zu abenteuerlichen Situationen. Einmal wurde man an der Autobahnabfahrt von Polizisten kontrolliert, um die Katastrophentouristen gleich weiter zu schicken.
    Unsere Jungs (Kamerateams) kamen gar nicht mehr zum Schlafen. Die Welt wollte Bilder sehen. Ich kam auch an einem Tag nicht nach Hause und schlief in der Firma. Ich habe die Jungs mit Essen und Kaffee versorgt, wenn sie denn mal Pause hatten. Ich war völlig fassungslos über die Bilder, die an unserem Schnittplatz zusammengeschnitten wurden. Krankenhäuser und Altenheime, die evakuiert wurden. Die Weißeritz, wie sie durch den Hauptbahnhof schießt. Anwohner in Weesenstein, die ihr Nachbarpärchen vermissten ("Die sind nur schnell nochmal zurück, weil sie noch was holen wollten."). Beide starben. Und das Haus, drei Ecken von uns, bei dem die Hälfte eingestürzt war und man direkt in die Wohnungen reinschauen konnte. Und der Bewohner, der ein paar Tage später gefunden wurde, leider tot.

    Schon, als diese Riesenmengen Schnee lagen und Tauwetter angekündigt wurde, wußte man: wenn noch Regen kommt, wirds wieder schlimm. Mein Mann (natürlich auch Kameramann) war heute zum Drehen unterwegs und er erzählte von den Menschen, die verzweifelt mit Steinen versuchen, eine Art Wall vor das Haus zu bauen.
    Bei unserer Haussuche achten wir sehr genau darauf, dass wir nicht einmal in die Nähe von Elbe oder Weißeritz kommen. Aber was machen die Mensche, die seit Generationen ihr Haus dort haben? Schrecklich, einfach nur schlimm!

    Huch, das ist jetzt aber viel geworden. Hoffen wir, dass Dresden und alle gerade betroffenen Städte und Dörfer das irgendwie überstehen!

    Viele Grüße
    Katja
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Auch bei uns läuft die Donau aus den Ufern, aber so schlimm wie in Passau wird es bei uns nicht.
    Da ist es ja regelmäßig mindestens 1x pro Jahr soweit, dass die ganze Uferpromenade übergeht.

    Aber auf Happy´s Bilder gefällt das Wasser wenigstens einigen, den Wasservögeln. Was ist denn der orange auf dem zweiten Bild für einer, der sieht ja hübsch aus?
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Der Rhein ist auch ne ecke breiter...
  • HappinessHappiness

    3,241

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Der Pegel ist weiter gestiegen...ich find es ganz schön heftig.

    @iris: das ist eine Mandarinente ;-)

    LG
  • kabanykabany

    476

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich glaube, da sind Mandarinenten oder wie die heißen, aus dem Dresdner Zoo ausgebüchst und haben sich den Wildenten angeschlossen. Sozusagen Enten mit Migrationshintergrund. Es gibt wohl auch schon Mischungen ;-)) Wenn ich mich nicht täusche, sind die Fotos von dort, wo die Priesnitz in die Elbe fließt, oder Happiness?

    Viele Grüße,
    Katja
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Die Mandarinenten sind schon seit über 30 Jahren in Deutschland anzutreffen. Zumindest habe ich die erste Wilde in Wolfsburg gesehen als ich etwa 6-7 Jahre alt war. ICh glaube die sind aber immer nur auf der Durchreise... müsste man mal nachschlagen...

    So, mal Wikipädia gefragt

    Hier mal ein Zitat der selbsen Seite:
    Inzwischen findet man sie fast überall auf der Welt in Parks und Zierteichen, zum Teil auch als Gefangenschaftsflüchtling oder Neozoon, beispielsweise in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in den Niederlanden und in Südengland.

    Die in England lebenden Tiere werden heute als eigene Population gewertet, da sie sich seit längerer Zeit selbständig reproduziert. In West- und Mitteleuropa bilden sich durch Gefangenschaftsflüchtlinge kurzzeitige Ansiedelungen, während eine längerfristige Etablierung nur sehr langsam stattfindet. Die meisten mitteleuropäischen Populationen bestehen aus freifliegenden Nichtbrütern und erlöschen meist nach kurzer Zeit. Dies ist auch bei mindestens einem Einbürgerungsversuch in Deutschland der Fall gewesen. Der Ornithologe Heinroth siedelte in Berlin nach 1900 Mandarinenten an, die sich bis mindestens 1920 vermehrten. Ein zweiter Ansiedelungserfolg erfolgte nach 1975 in Brandenburg. Dort vermehrten sie sich bis mindestens 1990. Allerdings waren diese Mandarinenten einem hohen Feinddruck durch Marder ausgesetzt, so dass diese Einbürgerung letztlich erfolglos verlief.[4] Ausgehend von freifliegenden Individuen auf den Gewässern des Berliner Zoos hat sich in der Region um Berlin jedoch mittlerweile eine Population gebildet, die fast fünfhundert Weibchen umfasst. Zweiter Ausgangsort einer Ansiedelung war nach 1990 der Tierpark in Cottbus, so dass es in dieser Region um 1998 etwa achtzig bis einhundertzwanzig Brutpaare gab.[5] In der Schweiz gab es eine erste erfolgreiche Fortpflanzung wildlebender Mandarinenten 1958 und seit 1980 ist sie alljährlicher Brutvogel, wobei sich seit den 1990er Jahren eine leichte Zunahme und Ausbreitung feststellen lässt.[6] In Belgien stellte man die erste Brut 1987 fest, seitdem ist die Brutzahl bis 2002 auf etwa achtzig bis fünfundneunzig Brutpaare allein in Flandern angestiegen. In den Niederlanden ereigneten sich die ersten Bruten schon 1964 und mittlerweile beträgt der Brutpaarbestand für das Jahr 2000 zwischen 200 und 260 Paare.[7]

    Der europäische wildlebende Bestand scheint mit geschätzten 7.000 Brutpaaren mittlerweile den asiatischen zu übertreffen.

    Insgesamt gibt es laut IUCN etwa 65.000 Mandarinenten. Der Gesamtbestand gilt als ungefährdet.
  • HappinessHappiness

    3,241

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @kabany: ja, unterhalb vom Diakonissenkrankenhaus ;-) .


    LG
  • HappinessHappiness

    3,241

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hier nochmal Fotos - da war mal der Radweg:



    nochmal der Enterich ;-) :

  • lamerelamere

    4,111

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ist die Waldschlösschenbrücke schon so weit?? :shock: :shock:
    Heftig, mein armes Dresden...mir wird immer ganz anders wenn die Elbe steigt. :sad:
  • HappinessHappiness

    3,241

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naja, was heißt weit. Rüberfahren kann man nicht ;-) , aber ja. Lang wirds nicht mehr dauern.
    Und ich finde das Ding echt häßlich :sad:

    @kabany: Die Firma meines AG steht in Freital, direkt an der Weißeritz...naja, kannst dir ja vorstellen, wie DAS ausgesehen hat...
    Und der ganze Müll, der liegenbleibt, wenn das Wasser weg ist *seufz*

    LG
  • Iris3105Iris3105

    2,619

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Wir sind heute auch auf dem Donaudamm spazieren gegangen. Die Schleuse war offen und so strömte jede Menge Wasser aus der Staustufe in die offene Donau, so dass kein Übergang mehr war zwischen Fließ- und Altgewässer. Und somit hatte die Donau wohl eine Breite von fast einem Kilometer an der Stelle. Man konnte die Wege nur vermuten, wo die Bäume im Wasser standen. Aber, da sie bei uns relativ schnell fließt ist sie jetzt nicht mehr ungewöhnlich hoch, sondern nur noch ungewöhnlich breit.
    @Happy: Aha, Mandarinenten, ja, jetzt wo Du es sagst und dazu noch das nahe Bild vom Erpel, wirds mir klar. Dankeschön für die Aufklärung. ;-)
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