Hebammen

coracora

6,187

bearbeitet 14. 07. 2004, 13:14 in Plauderecke
Hallo an alle!

Ich würde gerne mal wissen, ob ihr mit euren Hebammen zufrieden wart... es kann ja nicht jede so wie Marlies sein..!

Ich frage das, da ich eigentlich nur nette Hebammen kennengelernt habe, die aber keine Ahnung hatten... schade ! Leider bin ich ja erst sehr spät auf dieses Forum gestoßen, sonst hätte ich schon früher gewusst, wie wichtig eine Hebamme ist und so habe ich mir vor der Geburt keine gesucht, ich kannte nur die aus dem Vorbereitungskurs. Die hat mir dann noch viel Geld für die Akupunktur abgeknöpft und gesagt, es wäre sehr billig bei ihr, obwohl alle anderen Hebammen in diesem Krankenhaus es kostenlos machen... :???:

Ich hatte die letzten Monate vor der Geburt starke Schmerzen am Schambein, aber alle, die ich gefragt habe deswegen - Hebamme, FÄin, Orthopädin - meinten nur, da müsse ich halt durch. Tja, inzwischen weiß ich von hier, dass es doch was gegeben hätte... :sad:

Bei der Nachsorge fand ich meine Hebamme auch sehr nett, ich kannte sie von der Geburt, aber ich habe danach, je mehr ich hier gelesen habe, gemerkt, dass sie vieles nicht weiß. Gegen Blähungen kannte sie nur SAB, bei Stillproblemen wusste sie nichts, Virbucol kennt sie nicht, Milchzucker hat sie mir dringend empfohlen, als mein vollgestillter Caius mal 8 Tage keinen Stuhlgang hatte (das wäre sehr bedenklich, ich müsste sofort was machen!) - ich habe zum Glück auch hier gefragt.. -, allen Müttern rät sie, sich vorsorglich HA start zu kaufen, die Produkte von Penaten sind gut; ach, die Liste könnte ich noch ewig weiterführen - es sind keine schlimmen Sachen, aber irgendwie habe ich doch den Eindruck, dass viele Hebammen irgendwie nicht so viel wissen wie die Hebammen hier.... :knutsch01:

auch die anderen Hebammen, die ich so im Krankenhaus getroffen habe, waren ähnlich; und Freundinnen, die ich nach ihren Erfahrungen gefragt habe, sagten auch ähnliches :???:

Wie habt ihr das empfunden, hattet ihr gute Hebammen???
Wie erkennt man denn vorher, wenn man gar keine Ahnung hat, eine gute ? Nett waren sie ja alle, und sie haben mir wohl nicht aus Böswilligkeit die guten tipps verschwiegen...

Kommentare

  • quandelequandele

    1,868

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe solche und solche Hebammen kennengelernt - stimmt eigentlich nicht ganz, die Hebammen aus dem Geburtshaus Düsseldorf, die ich kennengelernt habe, waren alle sehr nett. Über die Kompetenz kann ich nur bei meiner hebi etwas sagen - in der Vorbereitung und während der geburt war sie sher kompetent und hat mir gut geraten und mich - ähnlich wie hier im Forum - immer beruhigt. In der "normalen" Nachsorge habe ich mich auch gut aufgehoben gefühlt, allerdings beim Stillen hätte ich mehr Unterstützung brauchen können. Da bin ich sehr froh, dass ich Euch hier hatte, denn sonst hätte ich bei den Problemen mit Stillhütchen, Positionen und Milchstau sicherlich schneller aufgegeben. Was ich immer sehr schade fand, war, dass sie oft recht unorganisiert wirkte und dass sie bei meinen Anrufen "zwischendurch" also mit einer Frage oft sehr gehetzt wirkte. Ich hab dann immer gefragt ob's ungünstig ist, ob ich später wieder anrufen soll, aber sie hat lieber in 20 Sekunden geantwortet und das war's dann. Sie hat allerdings auch selbst drei Kinder und ist quasie "nebenberuflich" Hebamme. Nachteil ist da natürlich, dass sie selbst viel um die Ohren hat, der Vorteil, dass sie bzgl. Kinderkrankheiten, Impfen, Vit. D, Fluor,... nicht nur theoretisch etwas dazu sagen kann und dann auch oft sagt "das ist jetzt meine Ansicht als Mutter".

    Im GVK hatte ich eine junge Hebamme, die selbst keine Kinder hat. Sie kam mir oft ausgesprochen unwissend und unsicher vor. Demnach hat mir der Kurs auch überhaupt nichts gebracht, denn ich wußte hier aus dem Forum ja oft schon mehr oder kannte einfach verschiedene Sichtweisen.

    Hmmm, wie man eine gute Hebamme erkennt... ichd enke man muss sich fragen was einem wichtig ist, denn eine die wirklich alles weiß wird selten sein (vermutlich wenn die ganz alten Hasen). Insbesondere für eine geburtsbegleitung würde ich persönlich nie eine wählen, die selbst noch keine Kinder bekommen hat. Ich denke einfach, die Erfahrung sollte sie auch gemacht haben. Ansonsten - weiß nicht...
  • LenchenLenchen

    4,118

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hatte den Vorteil, dass meine Arbeitskollegin (selber Mutter von einem 12 Monate alten Mädchen) bei uns bei der Zeitung grad an einer Sonderbeilage zum Thema Schwangerschaft und Geburt gearbeitet und daher viele verschiedene Hebammen interviewt hatte. Deshalb hat sie mir dann die empfohlen, ich ich jetzt auch als Nachsorge-Hebamme habe, und bei der ich auch den GVK gemacht hab. Die ist wirklich super-klasse, und außerdem fast zu 100% Forums-konform! :cool02: Ich weiß gar nicht, was ich ohne sie machen würde! Blöd ist bloß, dass ich ständig Marlies zu ihr sage! :oops: ;-)

    Es gibt hier aber auch eine Menge Hebammen, die ziemlich altbacken und nicht so wirklich hilfreich sind, habe ich gehört. Es ist, finde ich, etwas blöd, dass man kein persönliches "Hebammen-Casting" veranstalten kann. Wenn einem eine nicht passt, kann man zwar im Vorfeld noch wechseln, aber ob die nächste besser ist... :roll: Da muss man sich schon auf Berichte von Bekannten etc. verlassen. :???:
  • jauchzerlejauchzerle

    6,272

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    cora schrieb:
    dass viele Hebammen irgendwie nicht so viel wissen wie die Hebammen hier....
    ÄÄhh... hier gibts nur eine Hebmme, und die heißt Marlies.
    Die "anderen" sind einfach Mütter und andere ;-)
  • MonifloriMoniflori

    4,530

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich dachte Yeshe ist auch Hebamme???
  • RantiRanti

    330

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine war einfach super *schwärm* :knutsch01:

    Total lieb, jung, kompetent, immer mit Fortbildungen beschäftigt geduldig und macht Hausgeburten :razz:
    Das beste was mir passieren konnte :grin:
  • sheyla73sheyla73

    3,117

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Moniflori schrieb:
    Ich dachte Yeshe ist auch Hebamme???

    Nein ist sie nicht ...

    Ich habe meine Hebamme beim Schwangerschaftsvorbereitungskurs kennengelernt.. eine klasse Frau :knutsch01:
  • AnjaHAnjaH

    25,096

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also zu den HEbis

    Wenn ich das Forum nicht gefunden hätte, hät ich nicht mal gewußt das mir vorher und Nachher ne Hebammme zusteht :oops: .


    Die die ich dann gefunden habe wiaren eigentlich alle gut.
    Meine Vorsorgehebi und GVk hebi, hat selbst einen kleinen Sohn und ist fitt in HOmöopathie, etc. Die Vertretung die ich in der Nachsorge hatte war sehr jung, und beim Stillen hätte ich mir mit meinem Problemkind mehr Unterstützung gewünscht.
    Die einzige die mir nicht lag war dieHebamme die die Babymassage gemacht hat, und die auch in der Geburtsnacht Dienst hatte.
    Da kamen noch so Sätze wie er kann auch mal 10 mInuten schrein( und sowas von ner Hebi :sad: )
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich habe auch gedacht, yeshe ist auch Hebamme... sie weiß immer so kompetent Bescheid... naja, dann weiß sie das halt so, ist ja auch egal.

    Find ich schade, dass manche unheimlich engagiert sind und Fortbildungen machen und so und andere nur den alten Kram kennen und den immer noch als neuesten Stand weitergeben... schade, dass die nicht auf ihre Visitenkarten schreiben, welche Einstellungen sie haben... ;-)
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    cora schrieb:
    Find ich schade, dass manche unheimlich engagiert sind und Fortbildungen machen und so und andere nur den alten Kram kennen und den immer noch als neuesten Stand weitergeben... schade, dass die nicht auf ihre Visitenkarten schreiben, welche Einstellungen sie haben... ;-)
    Jede Hebamme hat die Möglichkeit, ihren Horizont auf Fortbildungen zu erweitern. Ich finde schade, dass nicht zumindest die grundlegenden Seminare Pflicht sind, um den Beruf fortzuführen (das ließe sich auf viele Berufe erweitern).

    :byebye01:

    Gisela
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also bei meinem 1. Kind hatte ich auch keine Vorsorge Hebi, wußte auch nicht das es das gibt, dafür dann eine super Nachsorgehebi...die ich jetzt wieder als Vorsorge Hebi habe, sie ist 60 und hat von Hausgeburten bis Krankenhaus, Babaymassagekursen, Craniosakrale Behandlungen usw. echt viel drauf....noch dazu habe ich meine Hausgeburtshebamme u. die hat 4 Kinder und wirkt so richtig bodenständig u. entspannt.

    Das ist echt eine Glücksache eine gute Hebamme zu haben und macht glaube ich wirklich viel aus.....wenn ich jetzt ins Krankenhaus zum entbinden gehen würde wüßte ich nicht wer gerade an dem Tag Schicht hat, da hat man dann zwar die komplette Medizinische Sicherheit.....aber ich glaube mir ist meine vertraute Hebi bei der Geburt wichtiger.

    Aufgeregt u. nervös bin ich trotzallem auch beim 2. jetzt nach 7 Jahren...

    Lg Zoe 39. Woche
  • HelayaHelaya

    21

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also in einem unserer KH im Umkreis gibt es ein höllen Hebammenteam!! Meine beste Freundin hatte da ihren KS!
    Angefangen bei übertriebenen Reaktionen wie:" Sie haben ja 11,8 kg zugenommen, wissen sie nicht, dass 11 kg normal sind? Hat ihr Arzt da nicht richtig drauf geachtet??" Ich mein, 800g sind doch wohl noch lange kein Grund auszuflippen...
    Dann hat meine Freundin Asthma und war so knapp dosiert in der SS wegen dem Kind. Sie hatte schon sehnlichst auf die Geburt gewartet, um wieder normal Medikamente nehmen zu können und hat sich gegen das stillen entschieden. Als sie das sagte, hätte sie sich auch gleich vor den Zug werfen können! Nach endlosen Diskussion, haben sie ihr dann nach der Geburt trotzdem nichts zum abstillen gegeben, bis ihre Tante sich mal informierte. Das hatte man scheinbar "vergessen"!
    Damit ist wohl klar, wo ich mein Kind nicht bekommen werde.
    Weil erstens habe ich jetzt bereits 11 kg zugenommen (und ich hab noch gut 7 Wochen) und ich habe mich gegen das Stillen entschieden! Und ich habe das rauchen nie ganz aufgeben können! An schlechten Tagen können es schon mal bis zu 5 Stück werden... Ach ja, und den GVK hab ich auch nicht wirklich durchgezogen!!
    Und unter den Voraussetungen kann ich wahrscheinlich dort gleich die Adoptionspapiere ausfüllen...
    Also man kann auch so richtig ins Klo greifen... gut das es sowas wie Erfahrungsaustausch gibt, damit einem sowas erspart bleibt....

    Hoffe bei mir gibt es solche bösen Überraschungen nicht...

    lg Jess
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    BOH...wo ist das denn?
  • HelayaHelaya

    21

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    In Damme... das liegt in Niedersachsen... Ich weiß nicht, ob die das da immer so handhaben, aber wenn man aus der Norm fällt, sind die wohl einfach arg unrelaxed...

    lg Jess
  • RantiRanti

    330

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Mir hat letztens wer erzählt das Hebammen einen Zuschuss oder Prämie oder irgendsowas bekommen, wenn sie eine Frau zu einem Kaiserschnitt überreden :shock:
    Ich hoffe doch das da nix dran ist....
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Hä?? Von wem soll das Geld denn kommen?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich vermisse meine Hebamme. :sad: Kann leider nicht sagen, bis zum nächsten Kind da sehn wir uns wieder. Und sie hatte unheimlich viel drauf. Ich glaube 10 Jahre Klinikerfahrung und jetzt ist sie selbständig. Sie hat mir sehr geholfen, ohne sie wäre ich total abgestürzt. Und besonders gut war es, daß sie Hausbesuche macht. Ich wäre bestimmt nirgendwo hin gefahren. Bauch tat weh, Narbe tat weh, keine Muskeln, die Beine bekommt man nicht hoch, Autofahren war sch..., usw. und dann noch BAby einpacken??? Bestimmt nicht, niemals!!! Aber so hab ich mich immer gefreut wenn sie da war, mir zugehört hat. Typisch Hebamme halt. Sie fehlt mir, als Mensch ganz ehrlich.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ranti schrieb:
    Mir hat letztens wer erzählt das Hebammen einen Zuschuss oder Prämie oder irgendsowas bekommen, wenn sie eine Frau zu einem Kaiserschnitt überreden :shock:
    Ich hoffe doch das da nix dran ist....
    Wenn ich mir den Geburtsverlauf meines Jüngsten anschaue, könnte man fast meinen, so eine "Kopfprämie" gibt es tatsächlich. :shock: Gut, ich habe den Kaiserschnitt mittlerweile verarbeitet, wenn auch die Narbe heute noch hin und wieder zwickt, aber wie es dazu kam, ist auch nach mehr als zwei Jahren immer noch sehr dubios... :neutral:

    Ich hoffe auch, dass an dieser Geschichte nicht wirklich ein Fünkchen Wahrheit ist. Aber kannst du vielleicht einmal herausfinden, woher du diese Info hast?

    :byebye01:

    Gisela
  • ArmanaArmana

    7,364

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ohhhh, wenn ich das so lese und meine Entbindug vergleiche, dann könnte an dieser Prämie schon was dran sein :???:

    Mal ne Zwischenfrage @ Gisela: wie lange hast du denn gebraucht um den KS zu verarbeiten?
    Bei mir ists ja noch nicht so lang her, aber ich hab vorallem im Moment doch arg dran zu knabbern. Vorallem, weil die ja nicht mal richtig schneiden/nähen konnten :sad:

    Zu meiner Hebamme... also menschlich war sie vollkommen okay. Wenn ich mich auch bei ihr nicht wirklich gut aufgehoben gefühlt hab.
    Sie kam 5 Tage lang ca. 5 min wenn nicht gar weniger, und rauschte dann wieder ab. Und danach meinte sie, die Zeit die die KK bezahlt wäre nun rum...
    Ich hatte ihr von meinen Stillproblemen erzählt und das einzige was sie zu mir sagte war: 'Um das Kind jetzt noch an die Brust zu bringen ist es zu spät. Entweder sie pumpen weiter ab oder sie stillen ab.' :shock:
    Da ich die ersten Wochen kein Inet hatte, als Kylian auf die Welt kam konnte ich nichtmal mit meinen Sorgen hierherkommen. Heute bin ich mir sicher, wir hätten das hinbekommen können :cry:
    Sie hat mir ja nichtmal geholfen beim Anlegen oder dergleichen...

    Sie kam wirklich nur reingerauscht (das war das Wort das mein Mann immer verwendet hat), hat sich den Nabel meines Zwerges angeschaut und meinen Busen/Narbe und dann war sie schon wieder weg...

    Aber über ihren GVK lass ich nix kommen, der war spitze :grin:
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Meine Hebamme war oft eine ganze Stunde, manchmal sogar länger bei mir. Das endete 8Wochen nach der Geburt. Bei Stillkindern ist die Betreuung länger, aber ich glaube nicht mit Hausbesuchen.
  • coracora

    6,187

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    das bringt mich jetzt zur Frage: was bezahlt die KK eigentlich? Ich meine, wieviel Zeit ist für so einen Hausbesuch eigentlich vorgesehen?

    meine ist auch relativ schnell wieder verschwunden und hat immer sehr gehetzt, ich habe mich dann gar nicht richtig getraut, "größere Fragen" zu stellen...
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Sie zahlt pro Besuch, nicht nach Stunden.
  • ArmanaArmana

    7,364

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Und wie lange Marlies? Also wieviel Tage nach Entbindug?
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    bis zum 10. Tag täglich, dann nach Bedarf........allerdings machen es viele Kolleginen gleich mit Absprache. Das Ganze geht im Prinzip bis zum End der Stillzeit oder acht Wochen wenn an die Flasche gibt.
    Das können im Extremfall 18 Besuche werden.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @Armana: Ich war mit dem Thema durch, als Sasha ungefähr 1 1/2 Jahre alt war. Davor war es stellenweise echt arg, ich hatte teilweise richtige Deprianfälle. Drei Kinder kamen normal, beim vierten wird mir der Bauch aufgeschnitten. Dann spielte bei mir eine nicht unerhebliche Rolle, dass mein jetziger Mann und Vater vom Kurzen wahrscheinlich nie das Erlebnis einer Geburt erfahren wird. :sad: Viele Gespräche mit meinem Mann waren notwendig, um das Kapitel zu verarbeiten. Heute ärgere ich mich noch hin und wieder, dass ich damals nicht meine Vorstellungen durchgesetzt habe, aber ich sehe es mit guter Distanz.

    Bei meinem KS damals war es so, dass ich bei ET + 9 erfolglos eingeleitet wurde, sobald der Wehentropf abgehängt wurde, hatte ich keine Wehen mehr. Dies nahmen mein damaliger Gyn. (der aber von der Schwangerschaftsbetreuung super gut war) sowie die Hebammen zum Anlass, mir zu sagen, dass ich eine primäre Wehenschwäche hätte, wenn sich jetzt noch nichts täte und dass der Zwerg nie auf normalem Weg käme. Laß mal so eine Aussage einer Frau hören, die schon knapp 10 Wochen vorher mit teilweise wahnwitzigen Symphysenschmerzen rumlief. Die glaubt natürlich irgendwo alles, insbesondere, wenn es noch von den Hebammen auch kommt. So ging es mir damals... :neutral: Ich habe dann zwar noch angesprochen, die Fruchtblase zu öffnen, weil es ja eh auf den KS hinausläuft, habe mich dann aber dummerweise mit einer fadenscheinigen Ausrede davon abbringen lassen (drohender Nabelschnurvorfall, obwohl das Köpchen fast nicht mehr abschiebbar war).
    Naja, jedenfalls hat sich einige Zeit später, nach Gesprächen mit anderen Frauen, die ebenfalls in diesem Krankenhaus entbunden haben, herausgestellt, dass die Hebammen dort reine Erfüllungsgehilfinnen des Arztes sind.
    Nach dem KS wurde mir gesagt, dass es keinen ersichtlichen Grund für den KS gegeben hätte (natürlich nicht unter Zeugen, denn das hätte man ja in irgend einer Weise verwenden können). Und so habe ich mich lange Zeit gefragt, ob der KS nötig gewesen wäre, wenn ich meinem Zwerg noch den einen oder anderen Tag gelassen hätte und bzgl. der Schmerzen lieber noch auf die Zähne gebissen hätte.

    Das sind jetzt natürlich alles Spekulationen, "was wäre gewesen, wenn...", aber mittlerweile sehe ich die positiven Aspekte (ich habe mich seinerzeit gleich während des KS sterilisieren lassen - würde ich heute auch nicht mehr, ist aber eine andere Geschichte), bin froh, dass ich vier gesunde Kinder habe und nach menschlichem Ermessen auch keines mehr bekomme und fange langsam wieder ein Leben als Frau an. :grin:

    Nur, um noch einmal den Kreis zum Thema zu schließen, ich bin mir nicht sicher, ob alles anders gelaufen wäre, wenn ich etwas mehr Unterstützung seitens der Hebammen bekommen hätte, in einer Situation, in der ich nicht mehr fähig war, rational zu denken. :traurig04:

    :byebye01:

    Gisela
  • ArmanaArmana

    7,364

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    @ Marlies: ... danke für die Info! Damit ich dann beim nächsten mal Bescheid weiss ;-)

    @ Gisela: liest sich so ähnlich wie meine Geschichte :neutral: ... bei mir haben auch alle auf mich eingeredet, wenn das Kind noch länger drin bliebe, dann würde es unterversorgt werden -> beim US hatte man festgestellt, dass die Plazenta nicht mehr ganz durchblutet war... aber nach dem KS meinte der OA es sei eine völlig intakte Plazenta gewesen... und dann kamen noch von Seiten der Ärzte und Hebammen Horrogeschichten über Kinder die über 4 kg hatten und nicht rauskamen, dass man denen die Schulter brechen musste :???:

    Sag das mal einer Frau, dazu noch einer Erstgebärenden, unter Wehen... da half meine ganze medizinische Ausbildung nix... denn meine Fähigkeit logisch zu denken war durch die Wehen und den von Dir genannten Symphysenschmerz (den hatte ich auch die letzten 2 Monate vor Geburt ganz schlimm) vollkommen weg...
  • SorciereSorciere

    717

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Ich hatte ja während der Schwangerschafts-, Geburts- und Nachgeburtsphase insgesamt mit 3 Hebammen zu tun.
    Die erste im GVK war gerade 25 geworden, machte ihre Sache aber sehr gut. Leider ist sie gleich nach dem Kurs für ein Jahr nach Australien, stand also nicht für die Nachsorge zur Verfügung (oder hätte mir die Krankenkasse den Flug bezahlt :lol: )

    Für die Nachsorge bekam ich im Krankenhaus eine Din A4 LIste mit Namen und Telefonnummern ausgehändigt. Tja, und die Wahl fiel dann auf eine, die ich mal im Kreisssaal beim Vorgespräch kennengelernt hatte (ca 25-30). Zufälligerweise hatte die auch Dienst als ich mit meinem Blasensprung im KH ankam. Zuerst dachte ich, das sei gut, da sie mich bei der Geburt und danach betreuen konnte.

    Mit etwas Abstand betrachtet bin ich jedoch froh, dass es kurz vor meinem Endspurt einen Schichtwechsel gab und mich während der Geburt eine etwas erfahrenere und resolutere Hebamme (ca 40 - 45) betreute, die mich auch in schwierigeren Situationen mit der nötigen REsolutheit wieder auf die richtige Spur brachte. Ich weiss nicht, ob die jüngere das auch so geschafft hätte.

    Bei der Nachsorge hatte ich immer das Gefühl, dass die jüngere nur zum Schwätzen kam und nach 30 Minuten Geplänkel wieder weg ist. Sie war zwar sehr nett, aber mehr auch nicht.
    (Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, dass sie an Felix' Nabel besser nicht so rumgedoktort hätte, sondern uns lieber direkt zum KiA hätte schicken sollen.)

    Ein paar Jahre Berufserfahrung scheinen wirklich von Vorteil zu sein...
  • RantiRanti

    330

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Naja meine Quelle ist nicht sehr zuverlässig (war auf ner Party, ich hab mir fast 3 Bier gegönnt und meine Gesprächspartnerin hatte auch einiges intus *g*)
    Sie meinte, das sie eine Freundin hat, die Hebamme lernt. Und diese hätte eben mal erwähnt, das Hebemmen bei Kaiserschnitten eine Prämie bekämen, ebenso wie die Ärzte, wenn vielleicht auch nicht so viel, weil es als OP (je mehr desto besser) gelten würde. Wie das genau war hab ich mir leider nicht merken können in meinem Zustand ;-)
  • zoezoe

    181

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Huch das sind ja echt Geschichten, das tut mir wirklich leid für Euch.

    Also da hatte ich beim ersten mal völlig unbedarft wahrscheinlich einfach Glück, denn eine Vorsorgehebi hatte ich damals gar nicht, weil ich nicht wußte das es das gibt u. nach dem meine Kleine 1 Woche überfällig war und wir dann mit Wehen ins KH sind, hatte Gott sei Dank die älteste Hebi damals Dienst, die war einfach ruhig u. saß immer schön an meinem Rücken hat mich massiert,2 Ärzte waren auch noch da weil bei meiner Kleinen die Herztöne total runtergepurzelt waren...ich hab sie kaum registriert obwohl sie immer sagten es müßte jetzt mal schnell gehen sonst KS...ja da gings dann auch wirklich schnell, denn genau den wollt ich nicht.

    Na komisch find ich nur das ich jetzt beim 2. viel unruhiger bin, viell. weil man mehr weiß was alles passiern kann o. schief gehen kann.
    Mein Kleiner Knödel ist auch schon propper gewachsen u. ausser das ich seit Wochen massive Vorwehen habe, mir mein Becken so weh tut das ich kaum schlafen kann tut sich gar nix...obwohl der FH die ganze Zeit gesagt hat der kommt wahrscheinlich früher.

    Ich wünsche mir wirklich das der Knödel langsam mal in die Puschen kommt u. sich nicht noch bis über 4kg Zeit lässt in mir....denn ganz ehrlich davor habe ich schon bisserl Panik, vorallem weil er auch einen großen Kopf mit sehr ausgeprägten Hinterkopf wie sein Papa hat :???:

    Habe jetzt noch 5 Tage bis zum ET....mal sehen was passiert, ich hoffe das mein Hausgeburtswunsch auch stattfinden kann, denn ich mag die Hebi sehr.

    LG Zoe
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Also ich kann das nicht glauben, habe es auch noch nie flüstern hören....verdienen können daran die Krankenhäuser, Chef- und Belegärzte.
  • AnonymousAnonymous

    59,500

    bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    ....verdienen können daran die Krankenhäuser, Chef- und Belegärzte.
    Eben, genau das ist es doch! Ich hatte ursprünglich z. B. eine ambulante Geburt geplant. Und die ist doch im Vergleich zum Kaiserschnitt ein "Verlustgeschäft". Der Arzt kann weniger abrechnen, das Bett ist nicht belegt. Na, ich weiß nicht, aber irgendwie "Nachtigall, ick hör dir trapsen". :???:
    Selbst wenn es keine "Beteiligung" für die Hebamme gibt, kann ich mir schon vorstellen, dass man im Umkehrschluss vom Arzt ganz schön unter Druck gesetzt wird, wenn bestimmte Quoten nicht eingehalten werden?

    :byebye01:

    Gisela
  • bearbeitet 30. 11. -1, 02:00
    Soweit ich weiß, werden nur noch Pauschalen bezahlt...keine Tagessätze mehr. Also würde das KH verdienen, wenn man nach einer normalen Geburt flott nach Hause geht, und Verlust machen, wenn man länger bleibt.
    Die Sätze für Kaiserschnitte sind mehr als doppelt so hoch...ich kann mir das nur im Belegsystem vorstellen.
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