Bei Flaschennahrung

Säuglingsnahrung in Pulverform sollte aus Vorsichtsgründen erst kurz vor dem Verzehr zubereitet werden. Darauf weist der aid Infodienst in Bonn hin (www.aid.de) und beruft sich dabei auf eine Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 6. November 2012. Die Empfehlung des BfR bezieht sich auf gesunde Säuglinge, die nicht zu früh geboren wurden. Hintergrund der Empfehlung: Pulverförmige Babynahrung wird zwar nach hohen hygienischen Standards hergestellt, ist aber nicht steril. In Einzelfällen kann es zu Verunreinigungen durch Keime kommen, zum Beispiel mit Cronobacter oder Salmonellen. Durch Säuglingsnahrung übertragene Infektionen sind zwar sehr selten, können aber schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen. Wird bereits in den ersten Lebensmonaten Säuglingsnahrung angerührt, sollte man das mit abgekochtem Wasser tun. Das Wasser muss natürlich nach dem Abkochen wieder abkühlen und beim Anschütteln der Flaschenmilch nur noch lauwarm sein. Weitere Tipps: Vor der Zubereitung die Hände zu waschen und die Nahrung erst kurz für der Fütterung zubereiten, auf Trinktemperatur bringen und Reste nicht aufbewahren. Zu den Hygieneregeln gehört auch, Trinkflaschen, Löffel und Sauger mit heißem Wasser und Spülmittel zu säubern oder in der Spülmaschine bei 65 Grad Celsius gründlich zu waschen und zu trocknen. Heike Kreutz und Monika Cremer vom aid-Infodient betonen, dass Muttermilch die beste Nahrung für das Baby ist. „Sie ist nicht nur optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt, sondern auch hygienisch einwandfrei, immer verfügbar und richtig temperiert.“

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