Der deutsche Kinderschutzbund
Die Botschaft der Sendung laute: Kinder, die in einem hohen Maße verhaltensauffällig sind, müssen mit der harten Hand zur Strecke gebracht werden. "Dies befriedigt zwar die Sehnsucht vieler nach schnellen pädagogischen Lösungen, lässt aber die komplexen Entstehungsformen eines solchen Verhaltens vollkommen außer acht", kritisierte Martina Huxoll, Fachberaterin für den Bereich Gewalt an Kindern beim Deutschen Kinderschutzbund NRW. In der Reality-Sendung begleitet eine Diplom-Pädagogin für 14 Tage Familien mit "Problemkindern". Der Deutsche Kinderschutzbund bemängelt jedoch, dass die Erzieherin nicht ein einziges Mal frage, wie es dem Jungen bei all dem Spektakel geht, warum er seine Mutter permanent provoziert und um Aufmerksamkeit bettele. Lediglich beiläufig sei in der Serie erwähnt, er habe dieses Verhalten nach der Geburt seiner nun dreijährigen Schwester angenommen. Das Kind werde in der Sendung weder in Beziehung zu seiner Familie gesetzt noch werde es anders gezeigt als heulend, spuckend, kreischend und Türen schlagend. So müsse der Zuschauer glauben, dass das Kind keine positiven Seiten und auch die Mutter keine Kompetenzen hätte, mit ihm umzugehen. Eine solche Darstellung sei zutiefst entwürdigend, da die Familie hier auf ihre Defizite reduziert und einem Millionenpublikum vorgeführt werde. Quelle: Pressemitteilung Kinderschutzbund NRW