Können Ungeborene träumen?

anfangen, unsere Umgebung wahrzunehmen. Heute ist wissenschaftlich gesichert, dass auch ungeborene Kinder im Mutterleib bereits erlebende Wesen sind. Alle fu?nf Sinne nehmen die Umgebung des Uterus wahr: Licht, Töne, Beru?hrung. Einen Großteil seiner Zeit verbringt der (oder das) Embryo mit Schlafen. Dass dieser Zustand ab einer bestimmten Entwicklungsstufe von Träumen begleitet wird, ist heute nachweisbar, da etwa ab dem siebten Schwangerschaftsmonat mithilfe von Ultraschallaufnahmen REM-Phasen bei Ungeborenen gemessen werden konnten. REM steht fu?r „Rapid Eye Movement“ (Englisch fu?r „schnelle Augenbewegungen“) und bezeichnet das Phänomen, dass sich die Augen eines schlafenden Menschen in intensiven Traumphasen hin und her bewegen. Zusätzlich gelang es 2009 Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, direkt die Hirnströme von wenigen Monate alten Schafs-Föten zu messen. Daraus schlossen die Forscher, dass auch bei Menschenembryos die Fähigkeit zu träumen fru?her vorhanden sein muss als bisher angenommen. Wovon sie träumen, entzieht sich allerdings der Kenntnis. Es wird angenommen, dass Ungeborene, wie alle Menschen, im Wachzustand gemachte Erfahrungen im Traum verarbeiten.

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