Mittelohrentzündung: Immer mehr Kinder bekommen Antibiotika

aufgrund einer eigenen Datenauswertung hingewiesen. Demnach ist innerhalb von zwei Jahren die Zahl der bei der TK versicherten Kinder zwischen drei und zwölf Jahren, die bei der Diagnose Mittelohrentzündung Antibiotika verordnet bekommen haben, um 26 Prozent gestiegen.

„Gerade bei Mittelohrentzündungen sollten die Ärzte gründlich abwägen, ob Antibiotika wirklich nötig sind“, sagte Tim Steimle, Fachbereichsleiter für Arzneimittel bei der TK. „Denn je häufiger schon Kinder Antibiotika nehmen, desto höher das Risiko einer Antibiotika-Resistenz.“ Eine akute Mittelohrentzündung heilt der TK zufolge meist folgenlos nach einigen Tagen. „In der Regel helfen entzündungshemmende Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol, um die Schmerzen zu stillen“, so Steimle. Auch abschwellende Nasentropfen, Wärme durch Rotlicht oder ein Traubenkernkissen hätten sich sehr bewährt. Die Krankenkasse rät allerdings dringend dazu, in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen. Steimle: „Nur so ist sichergestellt, dass das Kind richtig behandelt wird und es nicht zu Komplikationen kommt.“

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